Eintrag in Reisepässen: „Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen.“

Eintrag Reisepass - Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen - 01-08-2018

Eine Entgleisung von einer Behörde, die sich bereits vor einiger Zeit zutrug, ist erst jetzt bekanntgeworden.

Einer Österreicherin wurde von einer Beamtin in ihrem Reisepaß handschriftlich vermerkt: „Beim aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen.“

Sie sei, wie sie erzählt, mit der Eisenbahn von Linz aus zur solidarischen Bekundung der „Anliegen der Pegida“, die sie für berechtigt halte, angereist. Beim Ankommen habe sie bereits in der Bahnhofshalle und dann weiter vor der Bahnhofshalle beim Überqueren des Boulevards ohne Aggression, aber laut ihren Rechten gemäß vernehmlich ihren Unmut geäußert. Woraufhin sofort die Behörde eingeschritten sei und sofort die Aushändigung ihres Reisepasses verlangt habe, in den die Beamtin ohne Duldung einer Erklärung sofort handschriftlich eingetragen habe, sie sei beim „aggressiven Schreien Zigeuner angetroffen“ worden. Sie wisse jetzt nicht mehr, wie sie sich verhalten solle, ob sie mit ihrem Reisepaß mit diesem handschriftlichen Vermerk je noch reisen könne, ja sie sich überhaupt noch in die Öffentlichkeit, sogar in die österreichische Öffentlichkeit wagen könne. Sie fühle sich an den Pranger gestellt. Schlimmer noch, an den Pranger, zu dem nun ihr Reisepaß durch diesen Vermerk geworden ist, gekettet.

Obgleich im Besitz einer gültigen Hin- und Rückfahrkarte sei sie nicht mit dem Zug gefahren, sondern sie sei zu Fuß nach Österreich auf Schleichwegen zurückgekehrt, sie sei, um etwaigen Kontrollen und dem schmachvollen Vorweisen ihres „Prangers“ zu entgehen, nur in der Nacht marschiert, tagsüber habe sie sich in Scheunen verborgen gehalten. Nur einmal, als der Hunger sie gar so sehr gequält habe, habe sie sich ein Herz gefaßt, und habe auf einem weit abgelegenen Bauernhof eilig drei Birnen erworben.

Zurück in Linz habe sie, als sie diesen handschriftlichen Eintrag ihrer Gesinnungskameraderie, mit deren Zuspruch und Verständnis sie stets rechnen könne, gezeigt habe, erfahren, sie sei bei weitem nicht die erste, aus deren Reisepaß ein Pranger gemacht worden sei, aber niemand könne und wolle darüber reden …

Daß darüber kein Mensch reden wolle, mit seiner Schmach alleingelassen werde in Ketten an seinem „Pranger, da habe sie sich noch einmal ein Herz gefaßt, und sie habe sich an Danijel Majic gewandt, der schließlich …

 

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