Erdäpfelschalen statt Butter aufs Brot

Das gaulandsche Gutfinden von Sebastian Kurz hat gesinnungsgemäß etwas mit Flüchtlingen, mit Grenzen zu tun.

Gauland ist ein Kandidat in Deutschland, und er hat für Österreich keine Bedeutung, seiner mit der österreichischen identitären Parlamentspartei in Gesinnung verbundenen Partei sagen Umfragen voraus für den kommenden Wahlsonntag 8, 8 % gibt ihr Gauland auch selbst, also in Deutschland selbst ist er und seine Partei von nicht großer Bedeutung. Und es kann auch nicht anders sein, bei einer Partei mit einem, der

für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen in Weltkriegen – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

„Hohen Respekt“ hat Dr. Alexander Gauland vor Sebastian Kurz.

Und der Respekt ist die zentrale Frage.

Welchen Respekt hat Sebastian Kurz und seine Partei vor den Menschen, von denen er mit ihr gewählt werden will.

Ist es Respekt von Sebastian Kurz, Ihnen nicht einmal drei Prozent als Entlastung verkaufen zu wollen, gerade jetzt, in der Zeit, in der Lebensmittel um 4,1% teurer sind als noch vor einem Jahr?

Ist es Respekt von Sebastian Kurz und seiner Partei, Ihnen zu empfehlen, sollten Sie wie so viele von Altersarmut bedroht sein, Wohnungen zu kaufen – als „Vorsorge gegen Altersarmut“?

Es muß nicht noch einmal alles ausgeführt werden. Sie können es aufschlagen und lesen, was die kurzschen Entlastungen für Sie tatsächlich bedeuten: Nichts. Rechnen Sie es anhand Ihres Lohnes durch. Stellen Sie die nicht einmal 3 % weniger von Sebastian Kurz allein den 4,1 % gegenüber, die sie jetzt mehr für Lebensmittel ausgeben müssen, 2017, als noch vor einem Jahr:

Vom Senkungswillen des Sebastian Kurz

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Mindestlohn

Sebastian Kurz - Statt Butter Kartoffelschalen aufs BrotSein Parteiurgroßvater meinte vor rund einhundert Jahren, die Menschen sollen halt Kartoffeln und Kraut statt Fleisch …  Butter, heißt es jetzt schon, werde zum Luxus. Den höchsten Respekt vor Ihnen wird Sebastian Kurz nach dem Tag Ihres Kreuzes bezeugen:

Sollen sie doch Brot mit Kartoffelschalen statt Butter essen.

Und die absolute Ihnen entgegengebrachte kurzsche Respektbezeugung in weiterer Folge, wenn es kein Halten mehr gibt:

Wenn sie kein Brot haben, warum essen sie dann nicht mit Kartoffelbrei beschmierte Erdäpfelschalen?

Mit Leopold Kunschak durch das Jahrhundert der Kartoffeln

Gerade jetzt, in der Zeit vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich, muß stets beim Vorbeikommen am Grab des Parteiurgroßvaters kurz stehengeblieben werden, um sich in Erinnerung zu rufen, was vor über einhundert Jahren Octave Mirbeau so eindrücklich und unmißverständlich …

Der Streik der Wähler und Wählerinnen — —

Schafe wählen nicht ihr Schlachthaus und kollaborieren nicht mit ihren …

 

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Soldatenstolz und Schießbefehl von Gauland

Dr. Alexander Gauland fordert „eine Neubewertung der Taten deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen“. Und er will auch „unsere Vergangenheit zurückholen“. Das sagte er, und vielleicht träumte er dabei bereits davon, das Land werde einst Gauland heißen, am 2. September 2017.

Wer „unsere Vergangenheit zurückholen“ will, kommt um den „Schießbefehl“ nicht herum, auch von dem hat Dr. Alexander Gauland bereits …

Deutscher Soldatenstolz und Schießbefehl kommen aber ganz als rechte Bereicherung an, in Österreich, bei der identitären Parlamentspartei. Wie gelesen werden kann, hat Wolfgang Dvorak-Stocker in seinen Kommentar für die FPÖ unzensuriert den gaulandschen Schießbefehl ernst und begierig aufgenommen:

Gauland - Schießbefehl - FPÖ unzesuriert Dvorak-Stocker

FPÖ unzensuriert gefällt: „Rivers of blood“ ersehnt am Christtag von FPÖ unzensuriert für das Neue Jahr

Wer für deutschen Soldatenstolz und Schießbefehl ist, ist ein willkommener Gast, ist er doch der Gesinnung Bereicherung, von Hofer, Vilismsky, Strache … ach, was werden das für Gespräche im Juni 2017 gewesen sein, in Wien, die Gegenwart ganz und gar zurückgeholte …

glücklichen Zeiten entgegen.

Es stehen Wahlen an, in Österreich, in Deutschland.

In Deutschland wird die AfD, so die Umfragen, vielleicht 8 %, vielleicht etwas mehr als 8 % bekommen. In Österreich die identitäre Parlamentspartei, so die Umfragen, aber weit über zwanzig Prozent … Was für ein Unterschied zwischen diesen beiden Ländern.

Und ein noch wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Österreich, nämlich der, wenn es darum geht, welche Partei zu einer Regierungspartei zu machen. Wer will in Deutschland die AfD zu einer Regierungspartei machen? Wer will in Österreich die identitäre Parlamentspartei nicht zu einer Regierungspartei machen? Wer ist in Österreich noch gegen eine identitäre Regierungspartei? Bald kann nur noch von einer Minderheit in Österreich gesprochen werden. Besonders zwei Parteien in Österreich locken in unterschiedlicher Lautstärke die identitäre Parlamentspartei ins Machtbettchen …

Es sind Unterschiede, die nicht zum ersten Mal angesprochen werden, und nie fällt der Unterschied zugunsten von Österreich aus.

Vor einer Nationalratswahl würfen laut FPÖ unzensuriert Menschen stets ihre Kinder zum Zwecke der Erpressung ins Meer

Würde nicht gerade eine Nationalratswahl bevorstehen, am 15. Oktober 2017, in Österreich, wäre das nicht mehr aufmerkenswert.

FPÖ unzensuriert bringt heute, am 15. September 2017, einen Kommentar:

„Video: Afrikanische Migranten werfen Kinder ins Meer, wenn Aufnahme verweigert wird“

Das ist Aktualität. Das ist freiheitliche respektive identitäre Aktualität. Es ist vom 5. August 2013. Wie in der Collage gelesen werden. Nach FPÖ unzensuriert ist für Aktualität die erste Bedingung: Damit etwas aktuell ist, muß es mindestens vier Jahre alt sein.

Vor vier Jahren versuchte FPÖ unzensuriert schon einmal auf diese Art gesinnungsgemäß die Stimmung zu heben. Wie nachgelesen werden kann:

Ungelöschte Kindermordphantasien auf freiheitlicher Unzensuriert At

Geschrieben am 25. August 2013. Das war auch unmittelbar vor einer Nationalratswahl, vor der am 29. September 2013. Und nun vor der nächsten Nationalratswahl wieder …

Es wird aber darauf verzichtet, welche Kommentare die Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert am 15. September 2017 hinzufügt, zu zitieren; es sind bloß genauso abscheuliche wie jene vor über vier Jahren.

Es wird ebenfalls darauf verzichtet, wer am 15. September 2017 noch so aktuell wie die FPÖ unzensuriert ist. Es reicht zu wissen, wer vor über vier Jahren, wie nachgelesen werden kann, es auch verbreitete. Und das waren Gruppierungen, zu denen je nicht einfallen kann, sie beispielsweise als redlich zu beschreiben.

Das also ist freiheitliches respektive identitäres Wahlprogramm. Es muß bei jeder Wahl einsetzbar sein. Aktualität muß mindestens vier Jahre alt sein. Ein Regierungsprogramm nach diesem Wahlprogramm will gar nicht erst vorgestellt werden; es müßte sofort schwarz vor den Augen werden.

Vor Nationalratswahlen werfen laut FPÖ unzensuriert Menschen stets ihre Kinder zum Zwecke der Erpressung ins Meer.png

Fairness in der Übersetzung von zwei Parteien in Österreich: „Blondheit“ und „Kirchtag heit“

Als heute kurz nach sieben Uhr im österreichischen Radio die Frage von Cornelia Vospernik gehört wurde, ob denn der höhere als der geforderte Mindestlohn fair sei, mußte augenblicklich gedacht werden, der Zugang und der Umgang mit dem Begriff „Fairness“ ist in Österreich ein höchst seltsamer, insbesondere von zwei Parteien.

In diesem Interview ging es um die Nachfolgediskussion im ÖGB und im Zusammenhang mit den bevorstehenden Lohnverhandlungen fragte Cornelia Vospernik:

„ihre branche gehört zu den am besten entlohnten. der mindestlohn beträgt da 1785,00 euro. das ist über dem mindestlohn, den die gewerkschaft fordert. ist das fair?“

Ist das fair? Das fragte sie Rainer Wimmer, den Bundesvorsitzenden der Teilgewerkschaft PRO-GE.

Was wäre für Cornelia Vospernik fair? Daß diese Branche ihren Mindestlohn an den geforderten Mindestlohn von 1.500,00 Euro für alle anpasst? Die Arbeitenden in dieser Branche auf ihren Mindestlohn von 1785,00 Euro verzichten, freiwillig ihren Lohn um 285,00 Euro senken? Damit es fair

Ist das fair? Huch, eine Branche hat einen höheren als den geforderten Mindestlohn – oh, wie un…

Eine seltsame Frage von Cornelia Vospernik, jedenfalls. Eigentlich gar nicht zu erwähnen. Journalisten und Journalistinnen stellen oft, zu oft Fragen, bei denen gefragt werden kann, wissen sie eigentlich, was sie fragen?

Aber es ist doch zu erwähnen, als ein kleines, kleines Beispiel zu Zugang und Umgang mit dem Begriff „Fairness“ in Österreich. Es fällt dazu die identitäre Parlamentspartei ein, die nun „Fairness“ plakatiert. Es steht eine Nationalratswahl bevor. Und für wen sie „Fairness“ fordert? Kurz gesagt, Rolex hin und nur hin, nicht für jene, die einen unfairen hohen Mindestlohn von 1785,00 Euro haben, nicht für jene, die nicht einmal den geforderten Mindestlohn von 1.500,00 Euro haben.

Fairness - ÖsterreichDie identitäre Parlamentspartei plakatiert „Fairness“, vielleicht deshalb, weil bereits der christschwarze Gernot Blümel „Gerechtigkeit“ plakatierte: „Gerechtigkeit für die Leistungswilligen“. Gernot Blümel weiß dabei auch ganz genau, wer heutzutage die Ausgebeuteten sind; für ihn die „soziale Frage unserer Zeit“. Und deshalb wohl wurde jetzt ein Programm vorgestellt, um diesen Ausgebeuteten beizustehen. Es steht eine Nationalratswahl bevor. Kurz gesagt, es sind dies nicht die Leistung erbringenden Menschen mit dem Huch-so-unfairen-Mindestlohn und mit dem Nicht-habenden-aber-fair-geforderten-Mindestlohn.

Jedenfalls wird hinkünftig bei „Fairness“ nicht mehr an übliche Übersetzungen gedacht werden, wie „Gerechtigkeit“, „Anständigkeit“, wenn von diesen beiden Parteien Plakate mit dem Begriff „Fairness“ und „Gerechtigkeit“ gesehen werden, oder wenn irgendwer aus diesen beiden Parteien von „Fairness“ und also Gerechtigkeit spricht.

Fairness - Blondheit - identitäre ÜbersetzungBei der identitären Parlamentspartei wird das englische „Fairness“ übersetzt werden mit „Blondheit“, oder freier übersetzt: „Blondes Monster“.

Fairness - Gerechtigkeit - Kirchtag heitUnd bei der blümeligen christschwarzen Partei: „Kirchtag heit“ …

PS Es ist noch gar nicht so lange her, als Cornelia Vospernik eine Autorin nicht fragte, ob es denn von ihr fair sei, als diese gar so fair über Menschen sprach. Es ging nicht um Löhne, aber um Menschen, die, wofür sie wohl täglich zu danken haben, wenn sie zumindest für ihre Leistungen annähernd den geforderten Mindestlohn bekommen.

Was die Nationalratswahl 15.10.17 Österreich bringen wird: erste identitäre Regierungspartei in Europa

Mannhheimer - Werbung für Identitäre 05-09-2017

Es ist Gesinnungsdienst, daß Michael Mannheimer direkt unter seinem überschwenglichen Lob für eine identitäre Aktion für die identitäre Parlamentspartei wirbt.

Für wen sollte er sonst werben?

Was für eine Aktion er „super“ findet? Eine mit dem Wort „Genozid“. Was kann dazu gesagt werden? Nichts. Die Antwort kann auf eine solche Aktion und generell nur sein, die bereits gegeben wurde: Identitäres Kein-Denken

Wer Michael Mannheimer ist?

Es reicht, was zu ihm bereits berichtet wurde:

Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer

Im Gesinnungsfall ist die FPÖ für Michael und nicht Max Mannheimer

Gesinnung und Kein-Denken ist klebriger als BlutFür wen sollte er sonst werben? Gesinnungskameraderie läßt ihm keine andere Wahl. Gesinnung und Kein-Denken ist klebriger als Blut.

Für was sollte er sonst werben, als für identitäre Sprüche, der eine so falsch wie der andere …

Wer die identitäre Parlamentspartei ist?

Sie kennen diese, genau, recht genau. Sie wählen diese vielleicht sogar, und wenn Sie diese am 15. Oktober 2017 wieder wählen, dann helfen Sie, kurz gesagt, mit, das Ansehen Österreichs in der Welt noch mehr zu steigern, aus einer identitären Parlamentspartei die erste identitäre Regierungspartei in Europa zu machen.

Nicht ganz. Beim Machen werden Sie nicht mehr dabei sein. Beim Machen stehen Sie wieder draußen vor der Tür. Aus der identitären Parlamentspartei eine identitäre Regierungspartie zu machen, das werden andere besorgen, die diese Partei mit Bestimmtheit noch besser als Sie kennen, noch mehr als Sie über diese Partei wissen, aber, kurz gesagt, das ist ihnen egal, mit einer identitären FPÖ gemeinsam auf der Bank …

Und was schreibt Mannheimer Michael unter seine Beworbenen? „Es gibt nicht nur Deutsche, die …“ – ein Banner und ein Video, das ist „handeln“ …

NS Vielleicht eines ist doch zu wiederholen. Identitäre Partei ist keine Zuschreibung, es ist die Eigenbeschreibung aus dieser Partei selber … Auch das Gerede von einem „Wiederbeleben des Faschismus“ ist keine Annahme, es ist das Gekritzel aus einem für diese Partei äußerst wichtigem Magazin, wie Sie nachlesen können:

Wo sonst soll ein Gemeinderat einer identitären Partei Wache stehen als bei den Identitären?

Können Sie wirklich wollen, daß mit Ihrer Wahlstimme diese identitäre Parlamentspartei zur identitären Regierungspartei gemacht wird? Die Frage geht auch kürzer, ganz kurz: Hübner schon wieder?

Als vor 334 Jahren FPÖ unzensuriert am 15. Oktober ganz früh siegesgewiß aufsteht …

Kaum stehen in Österreich Nationalratswahlen an, wie auch in diesem Jahr, kann die FPÖ unzensuriert nicht anders, als aufmerksam zu machen auf … wie auch anders? 

Und welche Antwort ist darauf zu geben? Die schon einmal gegeben wurde, anläßlich der letzten Nationalratswahl: 

Die Höhle teilen sich Freiheitliche, Innozenz XI., die kleine Prinzenschlampe Eugen …

Stets also dasselbe Gemoser. Und manche nehmen es  gar zu wörtlich, Gemoser verbreiten zu müssen, weil sie Moser heißen …

… ist ihr den ganzen Sonntag über bereits komisch zumute, und am Abend, als sie müde wieder ins Bett kriecht, versteht sie die Welt gar nicht mehr, sie schaut immer wieder auf ihr Kalenderblatt, auf das sie für diesen Tag rot geschrieben hat: Nationalratswahl. Aber wohin sie auch an diesem Sonntag lief, niemand wußte etwas von einer Wahl, nirgendwo ein Wahllokal. Schließlich schläft sie über ihr Gemoser ein, in der Gewißheit, um einen Sieg betrogen worden zu sein. Die Frage, wer sie denn betrogen habe, quält sie aber noch viele Stunden, läßt sie immer wieder erwachen, bis sie endlich die Antwort findet, endlich für sich weiß, wer die Betrügerin ist, die Diebin, die ihr die Wahl, ihren Sieg gestohlen hat. Es ist die Zeit.

Als vor 334 Jahren FPÖ unzensuriert lebte

 

Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit

Nun will Sebastian Kurz also die erst im letzten Jahr von seiner Partei erhöhte Umsatzsteuer für Beherbergung wieder reduzieren. (Das zeugt eindrucksvoll von der Fähigkeit der kurz’schen Partei, so richtig langfristig, gar weit in die Zukunft hinein zu denken, zu planen …)

Eine Rücknahme der ebenfalls erst im letzten Jahr von seiner Partei erhöhten Umsatzsteuer im kulturellen Bereich, eine Rücknahme der ebenfalls erst im letzten Jahr von seiner Partei und also auch von ihm erhöhten Umsatzsteuer für „Künstler“ fällt Sebastian Kurz nicht ein.

Wie auch?

Es darf mit Recht gefragt werden, ob Sebastian Kurz die Wörter Kunst und Kultur überhaupt geläufig sind.

Denn.

Zu Kunst und Kultur ist von Sebastian Kurz nichts bekannt. Bis auf die Präsentation der Großbauerin, die für ihn, Kurz, stehe für …

Zur Kultur gehört auch die Rede. Und wenn die gar vielen Aussagen von Sebastian Kurz an der Kultur der Rede gemessen werden, begreift Sebastian Kurz von Kultur die Kulturlosigkeit. Und bei der Kunst in jedweder Form gibt es von Sebastian Kurz nichts, mit dem eine Messung möglich wäre.

Es ist für dieses Land auch bezeichnend, daß Kunst und Kultur keine Themen sind, zu denen es mediale Fragen an Kandidaten und Kandidatinnen der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 gibt. Sebastian Kurz nicht danach zu fragen, nun, bei ihm mag dafür christliche Nächstenliebe ausschlaggebend sein, nach dem Bibelwort: Schonet aber die mit Überforderung Beladenen …

Es richten sich bereits viele, viel zu viele darauf ein, es ergeben sich bereits viele, viel zu viele schicksalshörig einer Vergangenheit, die in der Wahlreklame Zukunft genannt wird, daß Sebastian Kurz der nächste Bundeskanzler … kann ein Land aber wie Österreich, das gar so stolz darauf sein möchte, ein Kunst- und Kulturland zu sein – für den Tourismus gewiß ein hergerichtetes ist, im Verkehr mit Fremden gewiß keines – sich tatsächlich einen Bundeskanzler leisten, dem Kunst und Kultur gar nichts sagen, nichts bedeuten, dem Kunst und Kultur so unverständlich sind wie wohl den meisten Menschen die schwarzen Löcher im Universum, sein gesamtes Universum der Kunst und Kultur Finsternis …

Was für Senkungen neben der Umsatzsteuer fallen Sebastian Kurz noch ein? Es sind die Förderungen. Welche Förderungen zu senken es sein werden, auch sein werden, dazu bedarf es keiner Phantasie. Einem Menschen wie Kurz, dem zu Kunst und Kultur nichts einfällt, kann nur eines sofort einfallen, im Bereich von Kunst und Kultur die Förderungen …

Hierzu paßt auch das von der kurz’schen Partei ebenfalls erst im letzten Jahr mitbeschlossene Auslaufen der Bildungsfreibeträge, der Entfall der Bildungsprämie …

Vor langer Zeit wurde gerne die Formulierung für Unentdecktes verwendet: es gäbe weiße Flecken auf der Landkarte. Im Fall der kurz’schen Partei könnte nach dem 15. Oktober 2017 eine neue Formulierung sich durchsetzen: Dank der kurz’schen Partei ist Österreich heute ein schwarzer Fleck auf der Landkarte, was Kunst, Kultur, Bildung … so ein schwarzer Fleck, wie das kurz’sche Programm bereits jetzt ist. Und wie schwarz die kurz’sche Schwärze ist, Sie sich davon eine Vorstellung machen können, wie schwarz die Zukunft in Österreich werden – ein Blick genügt: Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei …

Und wenn Sie einen Blick auf die kurz’sche Finsternis werfen, denken Sie dabei unbedingt auch daran, wie noch schwärzer es werden könnte, mit seiner identitären Partnerin in der Regierung, mit dieser Parlamentspartei mit ihrem recht ausgeprägten … das muß gar nicht weiter, nicht wieder groß ausgeführt werden, eine Zeile von Josef Weinheber bringt es auf den Punkt, seine Bestellung in einem Kaffeehaus …

PS Wie seltsam doch Künstlerinnen und Künstler sind. Sie dienen sich auch jenen an, denen sie vollkommen egal sind, wollen sie nach wie vor Knechte und Mägde der Macht sein und sogar von jenen, von denen sie sich dafür in günstige Position bringend meinen, sie werden die Macht erlangen, und sei es auch nur eine klitzekleine Macht in einem klitzekleinen Staat. Wie Jiny Lan, die Sebastian Kurz malt, mit dem Parlament als Hintergrund; zutreffender allerdings als Hintergrund wäre der unweit vom Parlament gelegene Volksgartentempel, vor dem eine Figur von Josef Müllner steht zur Kenntlichkeit der geistigen Verfaßtheit in diesem Land damals wie heute …

Jiny Lan malt Sebastian Kurz mit falschem Hintergrund