ÖVP trabt auf der Stelle, FPÖ hoppelt hinterdrein

Bald wird ein Jahr seit der letzten Nationalratswahl in Österreich vergangen sein.

Auch wenn danach viele regierungsopportun versuchten, als einzigen „Willen der Wähler“ den für eine FPÖ-ÖVP-Regierung herbeizuschreiben, das Ergebnis der Nationalratswahl ’17 brachte tatsächlich viele Koalitionsvarianten, die FPÖ-ÖVP war nur eine davon, und zwar eine, die weiter nur unter ferner läuft.

Und die nun Ende August ’18 veröffentlichten Umfragen bestätigen erstens das Ergebnis der Nationalratswahl und zweitens, daß die FPÖ-ÖVP-Variante einer Koalition nichts dazugewonnen hat. Im Gegenteil.

Die ÖVP hat ein wenig dazu gewonnen, für eine Partei, die den Bundeskanzler stellt, ein Gewinn aber, der nicht der Rede wert ist. Und die FPÖ, die den Vizekanzler stellt, hat weiter verloren, gegenüber der Nationalratswahl und auch gegenüber den letzten Umfragen.

Die ÖVP trabt auf der Stelle, und die FPÖ hoppelt hinterdrein und bleibt immer weiter zurück.

Da kann es verstanden werden, wenn einige aus dem Regierungspersonal bereits die Abschiedspolka zu blasen beginnen.

Und sollte das Ergebnis der nächsten Nationalratswahl wieder eines sein, das als eine mögliche Koalitionsvariante die mit ÖVP und FPÖ ist, aber wieder eine auf dem letzten Platz, daß nicht noch einmal alles für eine schwarzidentitäre Koalition aufgewärmt, sondern redlich davon gesprochen wird, daß die Wählerinnen mit ihren Stimmabgaben die Möglichkeit für etliche Koalitionsvarianten schufen, auch für noch nie in Österreich dagewesene Koalitionen – also auf Bundesebene.

Salzburger Landesregierung als Modell, kurz dem Bundespräsidenten gesagt, für österreichische Bundesregierung ist bei dieser Koalitionsvielfalt leicht zu machen

Vom Flug der schwarzidentitären Regierung in Österreich von der Nationalratswahl Oktober ’17 zur Umfrage Juni ’18

Die Grenze der Macht ist, kurz gesagt, der Wille der Anderen

 

Österreich - Ergebnisse Nationalratswahl und Umfragen von Oktober 17 - August 18

Kurze Abschiedspolka der zurzeitigen Regierung in Österreich zum kurzen Abschied

Kaum ist das Kapitel geschrieben, in dem von dem Regierungspersonal erzählt wird, das es nach kürzester Zeit schon wieder woandershin zieht, in dem gefragt wird, wer weiß, wer noch alles aus der Regierung woandershin will, verkündet bereits der nächste Kamerad aus der schwarzidentitären Regierung, er wolle woandershin, er fühle, mit seinem Häuslbau in Wien werde er nicht fertig, er glaube, mit einem Häusle in der Steiermark es zu probieren …

Einem Bundesregierungspersonal, das so kurz bereit nur ist, an seinem Häusle zu bauen, so kurz nur bereit ist, Arbeit und Zeit zu investieren, kann eine jede Häuslbauerin aus eigener Erfahrung sagen, ohne dabei lange überlegen zu müssen, so wird nie und nimmer ein Haus gebaut, nicht einmal ein kleines Häuschen mit vielleicht gerade einmal achtzig Quadratmeter Wohnfläche und ohne Unterkellerung, wer nur anfängt und, kaum wurde ein Spaten ausgeladen, sich gleich wieder von der Baustelle schleicht, bringt nichts zustande, gar nichts …

Wenn das mit diesem zurzeitigen Regierungspersonal so weitergeht, woandershin ziehen zu wollen, bleibt nur die Frage noch, wer wird der Letzte sein, der die letzte Kerze löscht und dann aus der Regierung woandershin auszieht, wer wird die Letzte sein, die die letzte Kerze löscht und dann von der Regierung woandershin wegzieht, das Kanzleramt am Ballhausplatz in Dunkelheit verläßt.

Vielleicht aber ist diese schwarzidentitäre Bundesregierung gar nicht zum Regieren angetreten, sondern, um eine Symphonie aufzuführen, in der Tradition – und auf diese legt dieses Personal schließlich groß rechten Wert – von der Abschiedssymphonie von Joseph Haydn. Keine Symphonie, aber eine Polka, eine Abschiedspolka.

Modern daran wäre nur die vom Regierungspersonal selbst komponierte Ein-Ton-Musik, mit einem einzigen Thema … Jeder und jede von diesem Personal kreischt einmal diesen einen einzigen Ton kurz lang an, packt zusammen, löscht seine und ihre Pultkerze und schleicht hinaus …

Wenn es dem so ist, dann ist es bald vorbei. Denn. Eine Ein-Thema-Musik ermüdet rasch beim Zuhören, schon nach kürzester Zeit wird gemeint, wie sonst nur die Augen, um nichts mehr sehen zu müssen, auch die Ohren schließen zu können, um nichts mehr hören zu müssen. Aber auch das Spielen solch einer Ein-Ton-Musik-Abschiedspolka ermüdet, das Hinausblasen eines einzigen Tones hält kein Mensch lange durch, bald schon muß er sich das Mundstück von den Lippen wegreißen, um nach Luft zu schnappen.

Wenn es dem so ist, dann ist es mit dieser Vorstellung bald vorbei. Und wenn die Letzte der Ein-Ton-Abschiedspolkaregierungskapelle ihre und damit letzte Pultfunzel gelöscht haben wird, soll ihr applaudiert werden, auch wenn es bloß bemüht gewesen sein wird, soll ihr, menschgemäß mit dem Schlußapplaus der gesamten Regierungskapelle, dennoch ein kleiner Applaus der Anerkennung für ihr Bemühthaben nicht verwehrt werden, wenn es auch nicht wenige mehr hören werden als ein Hinausklatschen, ein fröhliches Begleitklatschen zu ihrem endgültigen Abgang, ein zufriedenes Nachklatschen, ihre Vorstellung durchgehalten, die Ein-Thema-Darbietung überstanden zu haben.

Kunasek kündigt Wechsel in die Steiermark an

 

Robert Holzmann, der Atterseekreis und wie ist es um Ausschreibungen bestellt

„Und wie kommt ein Mann mit dieser Vita auf ein Ticket der FPÖ? Holzmann ist Liberaler im besten Sinn des Wortes. Als solcher war er im FPÖ-nahen Atterseekreis aktiv, als sich dort noch echte Liberale tummelten.“ 

So fragt eine Tageszeitung, die zu den Qualitätszeitungen österreichischen Zuschnitts in diesem Land zählt …

Robert Holzmann Atterseekreis Nationalbank.png

Robert Holzmann wird halt ein „Liberaler im besten Sinn des Wortes“ sein, wie eben Liberale in dieser Partei liberal sind, beispielsweise der Vizekanzler ade, der sich zur Zeit als Medienpädagoge hervortut, der als der Liberale gilt auf ewig.

„Als solcher war er [Holzmann] im FPÖ-nahen Atterseekreis aktiv, als sich dort noch echte Liberale tummelten.“

„Echte Liberale“ – oh, es tummeln sich dort immer noch Menschen mit einer exklusiv „echt“ liberalen Haltung gegen die FPÖ. Tummeln ist nicht passend. Sie kreisen, sie ziehen Kreise, und sie ziehen immer größere Kreise, kreisen ein, handeln aus, auch die zurzeitige Regierung in Österreich …

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

Christian Hafenecker mit Le Pen und Kornblume gegen Kurz – 100 und mehr Jahre „antiösterreichische Umtriebe“

Ein Denkmal, sagt die Demokratie, für Gavrilo Princip am Heldenplatz, Wien

Handlos im ORF der FPÖ ihr recht liebstes Lied von der „echten Arbeiterpartei“

Am Gabentisch

Wenn Robert Holzmann so „liberal“ ist, wie der Vizekanzler ade es mehr noch geworden ist, dann ist er, kurz gesagt, der rechte Mann … Über seine Befähigungen muß ein Mann in seinem Alter nichts mehr sagen, die hat er, und sollte noch wer danach fragen, es reicht, wenn er seine Medaille herzeigt, so eine haben nur … so eine nehmen nur Menschen an, die „echt liberal“ gegen …

PS Gab es eigentlich eine Stellenausschreibung für den Gouverneur? Oder ist dieser Posten doch nicht so wichtig, im Vergleich etwa den Positionen Praktikantinnen und Praktikanten, die ausgeschrieben werden, von der Nationalbank?

PPS Diese Tageszeitung liefert stets Einschätzungen ihrer Qualität angemessen …

In die Nationalbank zur Tea Party bringt Robert Holzmann seine Odin-Wiesinger-Medaille ein

Daß die österreichische Nationalbank nun goldenen Zeiten entgegengeht, ist gewiß. Von einer Garantin, die Institutionen erfolgreich zu beraten weiß, wurde schon erzählt. Aber es gibt noch einen Garanten dafür. Robert Holzmann.

Robert Holzmann erhielt 2017 eine Odin-Wiesinger-Medaille. Um genau zu sein: Robert Holzmann erhielt 2017 die Franz-Dinghofer-Medaille, die von Odin Wiesinger gestaltet.

Die Franz-Dinghofer-Ehrung von Robert Holzmann, berichtet in ihrem Kommentar die FPÖ unzensuriert, ging auf die Initiative von einem Mann zurück, der für Österreich als NR-Präsident III eine Lichtgestalt für das Ansehen Österreichs in der Welt war, zurück.

In die österreichische Nationalbank zur Tea Party bringt Robert Holzmann seine Franz-Dinghofer-Medaille mit

Und sein Nachfolger auf dieser vierthöchsten Staatsposition für eine kurze Zeit und zurzeitige Minister und bald schon Zweithäuslbauer im Burgenländischen steht nicht nur treu zu seinem Vorgänger, es ist ihm auch eine Ehre, die Fahne des Andenkens an den Medaillenmann weiterzutragen …

Und seine Nachfolgerin, wie nicht anders zu erwarten, ebenfalls eine Frau eines recht erlesenen Geschmacks, die weiß, bei welchen Ehrungen das Tiefste gesprochen wird, in welchem Symposien das Tiefste aufsteigt zum Höchsten …

Wer will sie dafür schelten? Wenn Männer sich in ihrer gemeinsamen Liebe zu Blumen vereinen, Männer der Gegenwart ihre Hände einem Mann der Vergangenheit kameradschaftlich reichen, als läge dazwischen nicht ein Jahrhundert, als wäre seitdem kein Tag vergangen, Dinghofer so lebendig wie sie selbst, vielleicht körperlich, wie es von alten Menschen gerne gesagt wird, etwas müde, etwas langsam, etwas eingeschränkt, aber geistig, alle Achtung, geistig rege, wie, kurz gesagt, die Jungen.

Der Vorgänger weiß nicht nur um die Rechtbesten in der Kunst, er weiß auch um die Besten, die mit einem Franz-Dinghofer-Preis auszuzeichnen sind.

Wer eines Franz-Dinghofer-Preises würdig ist, ist allemal der Beste für die österreichische Nationalbank.

Jedweder mit dem Dinghofer-Preis ausgezeichnete Mensch ist qualifiziert für jedwedes Amt im Staate Österreich. Es hätte auch ein anderer Dinghofer-Preisträger zum Gouverneur gemacht werden können. Beispielsweise der junge Haider, der 2017 mit Robert Holzmann ebenfalls mit einer Odin-Wiesinger-Medaille geehrt wurde. Was wäre das für ein Zeichen gewesen! Die Jungen voran! Was für ein Symbol des Aufbruchs! Was für ein Signal des Neuen! Gerade zur Zeit, in der mit einem Jungen darangegangen wird, Fundamente zu legen.

Das Alter von Robert Holzmann also ist der einzige Makel, der gegen ihn als Gouverneur spricht. In dieser zur Zeit der Jungen. Aber sonst bringt er alles mit, für diese Position, die „viel mächtiger als Präsident“ ist. Wie fesch hätte sich das gemacht, was für ein Zeichen der Kameradschaft, ein Rüdiger Haider als Gouverneur – in Uniform.

Wäre Harald Mahrer ebenfalls ein Dinghofer-Preisträger, wäre seine Beurteilung „seiner fachliche[n] Befähigung“ durch die FPÖ unzensuriert wohl anders ausgefallen. Mit einem Dinghofer-Preis erhaben über jedwede Kritik.

„Er kommt aus der PR-Branche, war Wirtschaftsminister und ist aktuell Wirtschaftskammerpräsident. Erfahrung mit der Finanzwelt hat Mahrer keine.“

Wer aber keine Odin-Wiesinger-Medaille in der Tasche hat, ist äußerst kritisch zu durchleuchten.

Franz Dinghofer ist ein Name, hinter dem sich die Rechtbesten vereinen. Es sind Menschen, die für eine Zukunft eintreten, die frei ist von … es kann gar nicht alles aufgezählt werden, wovon sie die Welt befreit sich ersehnen, es ist ihnen ein von der Vorsehung erteilter Auftrag zur recht ehrenreichen Pflicht der Freiwilligkeit …

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

Marko und Osmanen Germania – Wer für Franz Dinghofer „Untermenschen“ sind

Ein Franz Dinghofer weiß halt stets recht zu werten.

Franz Dinghofer auf FPÖ unzensuriert: Jungen Menschen die Zähne ausschlagen und Antisemitisches

Dinghofer hofft auf FPÖ unzensuriert auf einen Stauffenberg gegen Angela Merkel, der „genauer arbeitet als sein Vorgänger“

Das sind nicht alle Kapitel, die von den hehren Idealen der Menschen erzählen, denen Franz Dinghofer heiliger Name ihrer ersehnten Zukunft ist.

Aber es kommen zu einer Odin-Wiesinger-Medaille auch Menschen, die in anderen Ländern verkannt …

Burschenschafter in Deutschland als Staatssekretär entlassen, in Österreich im Parlament geehrt

In Österreich wird ihnen ihre Ehre wieder zuerkannt, ganz nach der dem Turnväterchen gewidmeten Weise, wenn alle untreu …

Robert Holzmann.png

Eine Regierung soll keine Zweihäuslbauerin sein

K[…] und Str[…] möchten, dass der Bund auch inklusive dieser Sonderbelastungen am Ende des Jahres 2019 ausgeglichen bilanziert. „Man kann nicht mehr ausgeben, als man hat, das weiß jede Hausfrau.“

Es hat schon rührende Tradition, den Staat mit einer „Hausfrau“ gleichzusetzen, wenn den Menschen das Budget erklärt werden will. Diese Tradition setzen auch die an einem Wintermontag zu Bundeskanzler und Vizekanzler gemachten Herren fort.

Solchen Herren, und es handelt sich vor allem um Männer, sollten die Menschen einmal als Antwort darauf erklären, was dabei herauskommt, wenn ein Häuslbauer mit dem Bau eines Hauses beginnt, um dann, kaum ist der Keller für das Haus ausgehoben und einigermaßen fertig, gleich mit dem Bau eines zweiten Hauses zu beginnen.

Was hat dann so eine Häuslebauerin? Zwei Häuser zum Einziehen?  Zwei Rohbautenkeller, und mit etwas Glück und Geschick, darauf zwei fertige Wohnzimmerwände.

 

ÖVP-FPÖ-Regierung in Österreich - Häuselbauerin

Und genauso verhält sich die zurzeitige Regierung. Wie eine Häuslbauerin, die mit dem Bauen des ersten Häusls beginnt und zugleich schon auch mit dem Bau des zweiten Häusls. Wie das nur ausgehen kann, weiß ein jeder Mensch, der sich nicht damit begnügte, ein Haus fertigzubauen, sondern meinte, er könne gleich zwei Häuser gleichzeitig hochziehen. Das übersteigt je seine Ressourcen. Am Ende bleiben stets zwei unfertige Häusln, und er selbst auf der Straße, ohne Dach über dem Kopf.

Die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung in Österreich ist so eine Zweihäuslebauerin.

Eben erst wurde berichtet, ein Minister wolle Spitzenkandidat im Burgenland werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzminister bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler im Burgenland nicht wollen, daß er sein zweites Häusle im Burgenländischen aufstellt, weil er ohnehin eines in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der burgenländische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und Energie kosten, um irgendwas noch im Häusl in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusle in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl im Burgenland. Wenn an so manche Entscheidungen von ihm, in den letzten Monaten getroffen, gedacht wird, kann durchaus der Eindruck entstehen, er konzentriere sich zu sehr auf das zweite Häusl im Burgenland bereits.

Ein Minister wolle, ist allenthalben zu vernehmen, Spitzenkandidat in Wien werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzminister bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler in Wien nicht wollen, daß er sein zweites Häusl in Wien aufstellt, weil er ohnehin eines schon in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der wienerische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und seine gesamte Energie kosten, um irgendwas je noch im Häusle in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusle in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl in Wien. Wenn an so manche Entscheidungen von ihm, in den letzten Monaten getroffen, gedacht wird, kann durchaus der Eindruck entstehen, er konzentriere sich bereits jetzt zu sehr auf das zweite Häusl in Wien, wobei es, muß eingestanden werden, es mehr eine Vermutung ist, daß er in seinem ersten Häusle in Wien in den letzten Monaten Entscheidungen wichtiger Natur getroffen hat, aber es darf vermutet werden, er wird schon welche getroffen haben, vielleicht mit Entschiedenheit und vollster Konzentration die Farbe der Häusltapete ausgewählt.

Ein Vizekanzler wolle, ist allenthalben zu vernehmen, Spitzenkandidat in Wien werden, das heißt, nach kürzester Zeit schon will er von der Bundesregierung in eine Landesregierung wechseln. Zeitlich betrachtet kann er soher als Kurzvizekanzler bezeichnet werden. Vielleicht gelingt ihm der Wechsel nicht, weil die Wählerinnen sich anders entscheiden, als er es träumt, die Wähler in Wien nicht wollen, daß er sein zweites Häusl in Wien aufstellt, weil er ohnehin eines schon in Wien hat, das nicht fertig ist. Und wenn ihm der Wechsel nicht gelingt, Zeit und Energie für das Fertigstellen des ersten Häusls in Wien wird er dennoch nicht haben. Allein der wienerische Wahlkampf wird ihm alle Zeit und Energie kosten, um irgendwas noch im Häusle in Wien weiterzubringen. Das Ergebnis wird sein, ein unfertiges Häusl in Wien und ein nicht einmal bis zum Kelleraushub gebrachtes Häusl in Wien.

Wer weiß, wer noch alles aus dieser Bundesregierung in kurzer Zeit schon woandershin wechseln will, sich einen Wechsel erträumt, in eine Landesregierung oder sonst wohin. Es hält, wenn an eine Ministerin gedacht, sie nicht lange an einem Ort, um sich einarbeiten zu können. Sie meinen, arbeiten und reden, einarbeiten und einreden bedeuten je dasselbe. Diese Ministerin weiß um ihre Ressourcen, sie verließ ihr gerade einmal als Plan gezeichnetes Häusle, um sich einem neuen …

Das ist jetzt schon ein hoher Prozentsatz von Wechselwilligen. Ein Prozentsatz, der sich noch erhöht, werden Kurzzeitministerinnen hinzugezählt, die sich schon mit dem Bau des ersten Häusls vollkommen übernommen haben, eingeknickt sind vor der schieren Herausforderung, ein einziges Häusle zu errichten, es niemals schaffen werden, mögen sich noch so lange – die Zeit für sie wird immer zu kurz sein – in der Bundesregierung verbleiben, sofern die Wähler es wollen, die Wählerinnen noch einmal ihnen gnädig sein wollen, ihre ersten und einzigen Häusln fertigzukriegen.

Dabei gäbe es für die Häuslbauer eine einfache Lösung dafür, wenigstens ein Häusle recht und schlecht fertigzukriegen. Vom zweiten Häusle bloß zu träumen, an den Wochenenden, in den Urlauben, in den Nächten. Und die Arbeitstage voll zu nutzen für das erste Häusl, an dem sie erst begonnen haben zu bauen. Denn. Das weiß ein jeder Mensch, der sich ein Einfamilienhäusl baut, Träume hören nie auf, aber er weiß, es sind Träume, die nicht behindern, nicht stören, während mit absoluter Konzentration am Fertigstellen des Einfamilienhäusl gewerkt wird, bis es wirklich fertig ist, eingezogen werden kann, alles auf das Beste gerichtet ist, um in diesem Einfamilienhaus wohnen, leben und unter sicherem Dach träumen zu können, ohne den Träumen in der Wirklichkeit selbstbeschädigend und zu oft auch die ganze Familie vernichtend nachzujagen.

Aber es könnte durchaus noch dazukommen, daß die Zweihäuslbauer zu dieser Lösung in den Traum sich noch retten, um so wenigstens ihre ersten Häusln einigermaßen hinzukriegen. Es besteht nicht unbegründete Aussicht darauf. Denn. Immerhin hat der Kurzvizekanzler es mit dem Träumen schon probiert, verzichtet darauf, mit dem Aufstellen ein zweiten Häusls anzufangen. Damit kann er ihnen ein Vorbild sein. Er erzählte selbst davon, er war bereits Kurzvizekanzler, daß er in Wien Sportstadtrat und noch irgend etwas

Statt ein Zweihäuslbauer zu werden, ein Gescheiterter, wie Menschen sich im Nachhinein selber bezeichnen, weil sie zu viel gleichzeitig wollten, zwei Häuser auf einmal zum Beispiel, wäre es für den Kurzvizekanzler eine praktikable Lösung, nur davon für sich allein zu träumen, auch Bürgermeister in Wien …

Und wenn die Zweihäuslbauer einst auf der Straße Menschen erzählen, es habe in ihren Leben eine Zeit gegeben, da hätten sie an zwei Häusln gleichzeitig gebaut, das zweite Häusle … das erste Häusl aber war schon fix und fertig tapeziert und funkelte nur so in der ausgewählten Farbe.

FPÖ ÖVP Regierung Österreich - Zweihäuselbauerin

Tea Party at National Bank of Austria

Es wird berichtet, Barbara Kolm wird Vizepräsidentin der österreichischen Nationalbank …

Es ist also der schwarzidentitären Regierung doch noch gelungen, für diese teure Frau eine ihr angemessene Position zu finden.

Für viele Positionen war Barbara Kolm schon im Gespräch – Ministerin, Rechnungshofpräsidentin … Das muß nicht noch einmal erzählt werden.

Sie hat sich eine hohe Position verdient. Sie hat bestimmt schwer gearbeitet, als Mitglied eines Verhandlungsteams zur Ausmachung der zurzeitigen schwarzidentitären Regierung in Österreich. Den Mitgliedern der Verhandlungsteams war wohl damals schon eines ganz klar, sie sitzen nicht am grünen Tisch, sondern am Gabentisch … und sie müssen sich ein wenig gedulden, bis ihre Geschenke sie auspacken dürfen … für Barbara Kolm ist nun die Zeit gekommen, ihr Geschenk endlich aufzureißen.

Das Geschenk der schwarzidentitären Regierung an Barbara Kolm erzählt viel über das soziale Verständnis dieser Regierung. Denn. Mit Barbara Kolm zieht schlechthin eine Ikone der sozialen Ökonomie in die Nationalbank ein …

Tax Freedom Day der Austrian Tea Party

„Rückbau des „überbordenden Sozialstaates“ … Das hat das mit Steuergeld geförderte Hayek-Institut, deren Präsidentin Kolm ist, eindrucksvoll bereits umgesetzt – staatliche Förderungen für Institute ihres Schlages sind keine sozialstaatlichen Leistungen …

Das sind, die Beschenkte wird es trefflich erläutern können, Investitionen in …

In das Hayek-Institut zu investieren, das kann, wer bei Verstand ist, nur, ja nur, und abermals nur …

Denn es sitzen am Tische des Hayek-Institutes die Vortrefflichsten des Landes, das Hayek-Institut lädt zum Vortrage nur die ein, die am tiefsten zu denken vermögen, das Hayek-Institut setzt sich nur für die Besten ein, wo immer diese auf der Welt ihr Wesen bis zur Kenntlichkeit der Öffentlichkeit offenbaren …

Trump card of the present: Hail of bottles

Und wenn Sie dieses Kapitel gelesen haben werden, werden Ihnen allein schon die österreichischen Namen Unterberger, Vetter, Tögel, Bachheimer unweigerlich einen Knicks vor dem Hayek-Institut, vor der Beschenkten …

Ja, es kann der österreichischen Nationalbank nur gratuliert werden, mit Barbara Kolm eine Vizepräsidentin zu bekommen, die … Mit Barbara Kolm geht die Nationalbank einer goldenen Zeit entgegen, wie die identitäre Partei mit Werner Otti zur Party in die … Denn. Barbara Kolm hat schon einmal bewiesen, wie nützlich sie einem Institut sein kann, sogar dann, wenn sie nicht Vizepräsidentin dieses Instituts ist, sondern es nur berät, in seinem Beirat sitzt … Dieses Institut muß dermaßen erfolgreich sein, daß von diesem nichts mehr zu hören ist, es vielleicht nicht einmal mehr existiert – wer weiß das? Der Erfolg eines Institutes ist wohl dann ein absoluter, wenn es nicht mehr gebraucht wird, es aufgelöst werden kann. Es ist Barbara Kolm durchaus zuzutrauen, daß sie als Beirätin dieses Institut dieses bis zum absoluten Erfolg …

Übrigens. Im Beirat dieses Instituts saß oder sitzt (abhängig davon wie weit der Erfolg gediehen ist) noch ein Mann neben ihr, dessen Namen Ihnen nicht verraten wird. Ob seiner Strahlkraft nötigte allein sein Name noch einen Knicks ab, diesmal vor diesem Beirat, dem Manne der tiefsten Gedanken in diesem Lande allein. Aber pro Periode, um es nicht immer Kapitel zu nennen,  ein Knicks in einer Periode ist genug.

Barbara Kolm - Österreichische Nationalbank

„Wir vertreten hier die gleiche Meinung, dass nicht jeder Ruderer als Kapitän anlegen soll.“

Kann ein Mann dafür verantwortlich gemacht werden, daß seine Aussagen augenblicklich an einen Titel des Philosophen Harry G. Frankfurt denken lassen müssen: „On Bullshit“?

In der deutschen Übersetzung wurde der Titel gewählt: „Bullshit“. Wohl deshalb, weil „Bullshit“ nicht so drastisch oder gar vulgär klingt, also in den Ohren der Menschen, deren vorwiegend benutzte Sprache die deutsche ist. Aber „Bullshit“ ist „Bullenscheiße“. Und „Bullenscheiße“ bleibt „Bullenscheiße“, auch, wenn das englische Wort unübersetzt …

Ja, es kann nur der Mann, der Aussagen tätigt, die sofort an diesen englischen Titel denken lassen, dafür verantwortlich gemacht werden, und keinesfalls die Menschen, denen in der Sekunde der in das Deutsche übersetzte Titel zu solchen Aussagen einfällt.

Kann und darf ein Mann, der Aussagen tätigt, die augenblicklich an die Ausführungen und Definitionen von Harry G. Frankfurt zu „Bullshitting“ denken lassen müssen, sich beleidigt fühlen, wenn gesagt wird, zu seinen Aussagen fällt nur ein Titel, nämlich „Bullenscheiße“, ein?

Nein, ein Mann, zu dessen Aussagen nur „Bullenscheiße“ einfällt und zu dessen Aussagen als inhaltlich zusammenfassende Antwort nur der Titel „Bullenscheiße“ gegeben werden kann, kann und darf sich nicht beleidigt fühlen. Denn. Es ist der Mann mit seinen Aussagen, der beleidigt. Und der Titel „Bullenscheiße“ als Antwort darauf, ist, klänge das nicht gar so dramatisch, würde gesagt werden können: die Antwort auf beleidigende Aussagen: Notwehr.

Es ist wohl nicht von ungefähr, daß gerade zu den Themen „Migration“, „Flüchtlinge“, „Asyl“ und so weiter seit langem die hierzu gemachten Aussagen nicht nur stets augenblickblick an den Titel denken lassen, sondern diese Aussagen auch ganz konkret vorgestellt werden können: als ein von „Bullen aufgeschissener“ und den Großglockner lange schon weit überragender Berg …

Österreichischer Bundeskanzler 18

[S]eien sich in einem Telefongespräch einig gewesen, hieß es am Sonntag aus dem Bundeskanzleramt. Schiffe müssten an der EU-Außengrenze gestoppt werden und die Migranten in die Ursprungsländer oder in ein sicheres Drittland auf afrikanischem Festland gebracht werden. ‚Wir vertreten hier die gleiche Meinung, dass nicht jedes Schiff in der EU anlegen kann‘, wurde […] Bundeskanzleramt zitiert. Auch andere EU-Länder sollten Schiffe aus Nordafrika nicht einfach anlegen lassen.“

„Ursprungsländer oder in ein sicheres Drittland auf afrikanischem Festland“, das heißt, die „Ursprungsländer“ sind kein „sicheres Drittland“; denn sonst hätte dieser Zusatz wohl nicht gemacht werden müssen. „Ursprungsländer“ sind also, bei aller Bemühung dieses Mannes um eine harmlose Formulierung“, um eine Verschleierung, keine „sicheren“ Länder, sondern …

Und welche „Drittländer auf afrikanischem Festland“ sind an der Küste gegenüber Europas gelegen? Dazu fällt ein anderer Titel ein: „Schöne, neue Welt“. Denn. In bezug auf die Verbringung der Schiffe kann dieser umgeschrieben werden: „Schöne, weite, weite Reise“ … Gäbe es einen Nobelpreis für Geographie, dieser Mann wäre kein hochgehandelter Kandidat der Wettbüros …

„Wir vertreten hier die gleiche Meinung, dass nicht jedes Schiff in der EU anlegen kann.“ So wurde dieser Mann zitiert. Ein Satz, den sich Wählerinnen und vor allem Wähler merken sollten, nicht nur, aber besonders für die nächste Nationalratswahl in Österreich, die nicht früh genug stattfinden kann – freilich für diese etwas abgeändert:

„Wir vertreten hier die gleiche Meinung, dass nicht jeder Ruderer als Kapitän anlegen soll.“

Das Feine an solchen Menschen ist – ob sie dafür Dank verdienen, wird noch zu überlegen sein –, da der Inhalt ihrer Aussagen keine Mühe macht,

Was alles in den Sinn kommen kann, wenn auf den Inhalt nicht geachtet werden muß. Kurz etwas über den Wiederkäuermagen.

anderes in den Sinn kommen zu lassen. Zum Beispiel das mit den zwei Gesichtern eines Menschen.

Von Menschen wird gerne gesagt, sie hätten zwei Gesichter. Das wird mit Verwunderung, mit Erstaunen, auch mit Schrecken gesagt, wenn ein Mensch plötzlich sein zweites Gesicht zeigt, das von ihm bis dahin nicht gekannt wurde.

Der Mann, von dem hier erzählt und der hier zitiert wird, hat auch zwei Gesichter.

Sein erstes Gesicht ist …

und sein zweites Gesicht ist …

Und dazu hat er zwei Hände, die sind tatsächlich seine eigenen, zwei Hände bevorzugt ineinander verschränkt, wie zum Gebet oder zum Nichtstun. Das ist zu geschwätzig. Es hätte gereicht zu schreiben, Hände zum Gebet gefaltet. Denn. Gebet ist Nichtstun. Gebet ist bei diesem Mann allerdings unpassend, ließe ihn gar in einem ihm freundlichen Licht … das ist kein Mann, der ausruft, der auffordert, der einlädt: „Gebet!“ Im Gegenteil. Dieser Mann gibt nichts. Und dieser Mann ist beseelt davon, daß alle nichts geben, wie sein Geistesfreund, der alles bekommt, aber nichts zu geben.

Sebastian Kurz