Kurz zur Unfähigkeit in Österreich, mit dem ihm Fremden umgehen zu können.

Vorgestriger Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei mit der Schlagzeile „Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter“ …

Ein Kommentar, nicht zu kommentieren. Worum es dabei geht, ist offensichtlich. Das muß auch nicht ausgeführt werden. Es reicht dafür aus, den Kommentar zu diesem Kommentar zu zitieren, geschrieben von einer Person, die vorvorvorvorgestrig in der Hofburg zum Tanz war, einer Verbindung angehört:

„genau so muss man das sehen, wien ist ein habsburgischer appendix den man eigentlich ohne das gesamte zu schaedigen entfernen kann. nicht dass ich etwas gegen die habsburger habe im gegenteil aber in der derzeitigen aufstellung ist wien eher ein krebsgeschwuer.“

„Wien entfernen kann.“ Gegen Wien geht es. Und dafür werden auch skrupellos Mordopfer instrumentalisiert, mißbraucht.

Gegen Wien geht es. Das heißt: es geht gegen die Großstadt. Das Land, die Provinz, gegen die Großstadt. Es will gar nicht gewußt werden, wie viele der Anbeter der Provinz, wie viele der Anbeterinnen der Scholle gegen die Großstadt in der Großstadt, also in Wien, leben.

Das ist verantwortungslos. Und zugleich vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Das ist aber kein Vorwurf gegen die FPÖ unzensuriert allein. Es ist generell eine öffentliche und mediale Hysterie, die in Österreich ausgebrochen ist, geschuldet wohl der tiefsitzenden Ablehnung des sogenannten Fremden.

Statt darauf zu verweisen, in welch einer glücklichen Lage sich Österreich befindet, was für eine glückliche Entwicklung Österreich genommen hat, um einen Zeitraum beispielhaft herauszunehmen, in den letzten vierundvierzig Jahren, was die Tötungsdelikte anbelangt, wird gekreischt und mit allen Fingern gefuchtelt gegen die, nein, nicht gegen die vorwiegend männlichen Täter und wenigen weiblichen Täterinnen, sondern gegen das Fremde

Dabei genügt ein kurzer Blick in die Statistik, die von der erfreulichen Entwicklung in Österreich erzählt. Wie viele Tötungsdelikte gab es in Österreich beispielsweise 1975 und im Vergleich dazu 2015? Wie gefährlich war es doch in Österreich Jahrzehnte vor dem Jahr 2015, das für so viele in Österreich als das Jahr gilt, in dem in Österreich alles Schreckliche begann, weil „Fremde“ … Es begann mit 2015 in bezug auf Tötungsdelikte nichts Schreckliches. Keine Steigerung der Tötungsdelikte. Das Schreckliche der Jahre seit 2015 ist die offensichtliche Unfähigkeit in Österreich, mit dem sogenannten Fremden umgehen zu können.

Es will aber hier mit der Statistik in keiner Weise etwas entschuldigt werden, schon gar nicht der mordende Mann, der in Österreich hauptsächlich im familiären Verbund zum Gewalttäter und auch in seltenen Fällen zum Mörder wird. In dieser Hinsicht ist der Mann ein Serbe, der ein Österreicher, der Österreicher ein Tschetschene, der ein Syrer und dieser ein Kosovare, der wieder ein Mann des Fernsehens, der im Hinblick auf körperliche Gewalt nicht amtsbekannt, und dadurch nicht harmlos in seiner Wirkung auf Meinungsfestigung …

Mit dem Verweis auf die Statistik will lediglich festgehalten werden, es gibt keinen Anlaß für Hysterie, aber sehr viel Grund, gelassen und besonnen zu agieren, verantwortungsvoll Schritte zu setzen, die diese erfreuliche Entwicklung, die es in den letzten Jahrzehnten in Österreich gab, nicht zum Stoppen bringt.

Ein Gedanke zu „Kurz zur Unfähigkeit in Österreich, mit dem ihm Fremden umgehen zu können.

  1. Pingback: Mittwoch, 30. Jänner wieder ein Frauenmord in Österreich und Selbstmord des Mörders | Prono ever

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