Dass es im Nord kein Kreuz gibt, ruft jetzt ÖVP-Ministerinnen, einen Großvater und ein Kind auf den Plan.

Wieselburg. Im „Krankenhaus Nord“ in Stadtteil Floridsdorf wird auf Kreuze verzichtet – das ruft jetzt die Bundes-ÖVP auf den Plan. Es ist ja ein rechtliches Niemandsland: Während etwa die Kreuze in Schulen Inhalt des Konkordats bzw. gesetzlich geregelt sind, entscheidet bei den Spitälern klarerweise der Betreiber, im Fall des KH Nord eben der Krankenanstalten-Verbund.

2 Ministerinnen. Am Mittwoch war Europaministerin Karoline Edtstadler zu Gast auf Fellners Bauch-TV – und sie machte klar: „Ich bin römisch-katholisch erzogen. Ich war die erste Ministrantin meines Heimatortes. Meine Mutter hat in einer erzbischöflichen Schule unterrichtet. Das Kreuz gehört in Krankenhäuser, hat in Schulen seinen Wert. Ich werde dafür kämpfen.

Auch Kultusministerin ­Susanne Raab hat eine klare Meinung dazu: „Das Kreuz ist ein geistes- und kulturwissenschaftliches Symbol Europas, wie der VfGH festgestellt hat. Daher bleibt es in Klassenzimmern und im öffentlichen Raum. Für mich persönlich kann das Kreuz auch als Zeichen der Hoffnung auf baldige Genesung verstanden werden und kann Patienten im Krankenhaus Trost spenden.“ 

1 Großvater. Auch ein Großvater hat eine klare Meinung dazu: „Das Kreuz ist ein national-patriotisches Symbol, geschaffen in der tiefsten Zeit unserer Bewährung. Daher bleibt es überall, seine Rückkehr zu fordern. Ich bin in seinem Sinne erzogen. Ich war der jüngste Jugendführer meines Heimatortes. Meine Oma hat in einer Napatra unterrichtet. Das Kreuz gehört hin. Ich werde dafür kämpfen.“

1 Kind. Auch ein Kind erinnnert sich warm an das Kreuz. „Kurz durfte ich meine Hand dem Schöpfer reichen. Eine Frage stellte er mir. Was war mir im Spital Trost und Hoffnung? Es war das Kreuz, mit seinem Versprechen auf ewige Gesundheit. Im Angesichte des Kreuzes war mir, als ich im Sterben lag, der Schmerz der Blinddarmentzündung leicht. Die Zuversicht, zum Schöpfer mich zu begeben, ohne daß ein Nagel in meinen Körper geschlagen, unversehrt in der Schönheit meines junges Lebens vom Schöpfer aufgenommen zu werden, zu empfangen immerwährende Gesundheit, war mir Trost des Kreuzes.“