Relief in der in die Operngasse mündenden Faulmanngasse

Die Operngasse in Wien hätte wohl so etwas wie ein „austrofaschistischer Boulevard“ werden sollen, wenn der Ständestaat nicht so kurz …

Es fiele in der Gegenwart wohl keinem Menschen ein, die Operngasse einen Boulevard zu nennen. Auch in der Vergangenheit werden jene, die dieses Wiener Grätzel ständestaatlich begannen nach ihrer Gesinnung zu verändern, nicht daran gedacht haben, die Operngasse einen Boulevard zu nennen. Paßt doch Boulevard so gar nicht zum Ständestaat mit Tracht und seiner darunter getragenen Niedertracht …

„Boulevard“ können die Operngasse nur jene von außerhalb Wiens nennen, wie Philipp Eichhof in Gdańsk, Polen …

Er schreibt über dieses Grätzel mit verlängerter Operngasse u.a. von „kapitalistischer Stadterneuerung“, von der „normalen kapitalistischen Architektur des Austrofaschismus“ … Das scheint passender als „austrofaschistischer Boulevard“, passender zu dieser Gasse, vor allem auch weil es besser paßt zu dem dort fett aufgemalten Spruch „Es gibt nur einen Adel, den Adel der Arbeit“ (Kruhi 176).

Es soll jetzt, wie berichtet wird, dieser Spruch kontextualisiert, also mit einer Erklärung versehen werden, daß es ein Spruch von Adolf Hitler … Wie weit wohl die Erläuterung gehen wird? Auch geschrieben werden wird, daß es doch kein Spruch von Adolf Hitler ist, sondern von einem K…

In einer bildnärrischen Zeit ist es vielleicht angebrachter, nicht durch die langen Text auf einer Tafel zu erklären, von wem dieser Spruch, sondern einfach wie kurz durch ein Relief.