Folge 4: Nationalratswahl 15.10.2017 in Österreich – Nicht die 1960er wählen!

Nationalratswahl 2017 Österreich - Nicht die 60er Jahren wählen

Es kommt stets auf Sie an, wie Sie sich in einer Wahl entscheiden, wem Sie Ihre Stimme in einer Wahl geben, aber es ist noch nie so sehr auf Sie angekommen, wie in der bevorstehenden Nationalratswahl am 15. Oktober 2017.

Diesmal ist es nämlich nicht eine Entscheidungsfrage, welche Regierung bekommt Österreich nach dem 15. Oktober 2017 aufgrund des Wahlergebnisses, sondern welches Jahrzehnt wird gewählt werden. Ein vergangenes Jahrzehnt, in dem es nur drei Parteien sind, die wieder alles entscheiden würden, die wieder alles im Griff haben würden, wie es in den 1960er Jahren war, und es spricht vieles dafür, daß, sollten die Parteien SPÖ, ÖVP und die identitäre Parlamentspartei gestärkt bei gleichzeitig massiver Schwächung der anderen kandidierenden Parteien aus der Wahl am 15. Oktober 2017 hervorgehen, zu diesem Grauzustand der 1960er Jahre kommen könnte. Denn. Diese drei Parteien präsentieren sich bereits in vielen Bereichen derart ununterscheidbar, daß, welche der drei Parteien nach dem 15. Oktober auch immer eine Oppositionspartei sein wird müssen, nicht von einer tatsächlichen parlamentarischen Opposition gesprochen werden wird können.

Entschieden ist bereits, welche Regierung es geben wird, offen ist bloß die Farbzusammensetzung, wie in der Serie u.v.a.m. bereits geschrieben wurde.

Deshalb kann am 15. Oktober 2017 es nur eine Wahl geben.

Jede kandidierende Partei zu wählen, jede kandidierende Partei massiv zu stärken, deren Name nicht FPÖ ist, deren Name nicht ÖVP ist, deren Name nicht SPÖ ist. Das heißt nicht, daß alle drei Parteien im gleichen Maße unwählbar sind. Es gibt dabei Abstufungen.

Tatsächlich immer unwählbar ist die identitäre Parlamentspartei, dann eine ÖVP, solange sie eine kurzschwarze ist, und dann eine SPÖ, die sich einer FPÖ aus Bequemlichkeit einer FPÖ an den Hals wirft, die sich nicht ihrer Stärken besinnt, eine Partei des Aufbruchs zu sein, wie sie es vor allem in den 1970er Jahren war: zum Vorteil und zum Wohl der Menschen in diesem Land. Diese Besinnung auf ihre eigentlichen Stärken, auf ihre gesinnungsgemäßes Streben und ihre gesinnungsgemäßen Anliegen kann einer SPÖ vielleicht am besten gelingen, wenn ihr die Möglichkeit gegeben wird, als Oppositionspartei sich zu reorientieren.

Ein Wahlergebnis am 15. Oktober 2017, das eine kurzblauschwarze Regierung zur Folge hätte, wäre das denkbar schlechteste Wahlergebnis. Eine blaukurzschwarze Regierung ist kein zukunftsweisendes Experiment. Dieses Experiment gab es bereits als schüsselschwarzblaue Regierung, und es ist für alle Menschen in diesem Land teuer gescheitert. An diesem gescheiterten Experiment hat das Land heute noch kostenintensiv zu kiffeln. Das alles ist hypobitter bekannt. Stolz und arrogant ist diese schwarzblaue Schüssel aufgestiegen, und zerschellt jetzt materialisiert als Abfangjäger endgültig, aber enorm teuer und zum Schaden von allen.

Es kann also am 15. Oktober 2017 nur darum gehen, Mehrheiten für Regierungsvarianten fern von FPÖ, ÖVP und SPÖ zu schaffen, eine starke parlamentarische Opposition fern ÖVP, FPÖ und SPÖ zu wählen.

Alles andere ist keine Zukunft.

Alles andere ist nur Rückkehr in das graue Jahrzehnt der 1960er.