Wie Opposition jetzt

Nationalratswahl Österreich - Absolute Schwächung der Opposition im Parlament

Es ist nun eingetreten, was zu erwarten war, die Opposition im österreichischen Parlament wurde massiv geschwächt.

Und nun sind alle erfüllt und abgelenkt davon, wie wird es der „Chef“ anlegen, mit wem wird der Feudalchristliche die Regierung bilden, und er wird dabei medial unterstützt – über die Gründe dafür nachzudenken, hieße bloß in den seelischen Abgrund des Herrn Karl zu schauen – mit dem Geschwefel von „Betrug am Wähler“, es könne nur „Schwarz-Blau“ …

Und wie die absolute Schwächung der Opposition herbeigeschrieben wurde, wird nun die gaulandsche Bollwerksregierung herbeigeschrieben …

2013 kamen die Oppositonsparteien Neos, Frank, Grüne und FPÖ gemeinsam noch auf 43,62% Stimmenanteil. 2017 kommen – wenn es tatsächlich feudalchristlich blau wird – die Oppositionsparteien Liste Pilz, Neos und SPÖ gemeinsam gerade einmal auf 36,57% Stimmenanteil.

Es ist wohl absolute Wirklichkeitsleugnung, wenn nun etwa Neos stolz von einer Stärkung reden … die selbst noch aktiv zur Schwächung der Opposition im Parlament beitragen durch ihre Minusabgeordnete …

Folge 3: Österreich im langen Herbst, nach der Nationalratswahl 15. Oktober 2017

und generell es fraglich ist, ob Neos als Oppositionspartei nicht eine zu wankelmütige Gesellin ist im klassischen Oppositionssinn.

Darüber ist nun forciert nachzudenken, weshalb es in Österreich nicht möglich ist, die parlamentarische Opposition in Wahlen zu stärken, eine parlamentarische Vielfalt zu wählen, und vor allem, wie es in diesem Land eine starke Opposition geben wird können, wenn es diese nun im Parlament nicht mehr gibt.

Und wenn Zeit verbleibt, kann darüber nachgedacht werden, wie es trotz all dem lauten Geschrei von allen Seiten nach Neuem und nach Veränderungen den Wählerinnen und Wählern nichts anderes einfiel, als eben diese drei Parteien zu wählen, die im Grunde dafür von allen Seiten verantwortlich gemacht werden; daß es Neues, daß es Veränderungen geben muß. Das hat etwas von einem Menschen, der lauthals und überzeugend behauptet, er wolle leben, aber zugleich in der Gewißheit, in ein brennendes Haus läuft, aus diesem je nicht lebend wieder herauszukommen.

Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel

Gegen wen Efgani Dönmez nun unerschrocken vorgeht, ist bekannt, also wofür er nun eintritt, seit er beim Flic der feudal-christlichen Partei untergekommen ist, das ist bekannt, mit Mut gegen die Muslimbruderschaft, gegen türkische Vereine – die Aufzählung, gegen wen er das Wort richtet, kann eigentlich unterbleiben, denn es kann in einer Abkürzung zusammengefaßt werden: SPÖ.

Gegen wen Efgani Dönmez allerdings nichts mehr sagt, seit ihm die feudal-christliche Partei zum Kandidaten auserwählt hat, aber einst doch etwas sagte: Saudi-Arabien,  Abdullah-Zentrum, Raif Badawi.

Zu Raif Badawi äußerte sich Efgani Dönmez noch am 19. März 2017. Freilich, da war er noch nicht Flics Kandidat, der eine recht christliche Anschauung vertritt, die der feudalen Königsdiktatur recht gefallen wird.

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee

Royale Steuern

Eine Familie schickt Geld, auch nach Österreich

Am 19. März 2017 spricht Efgani Dönmez auch – noch – davon, daß Saudi-Arabien den „internationalen Terrorismus“ finanziere. Und er wußte auch zu sagen, wer für ihn „unglaubwürdig“ sei: insbesondere die Grünen.

Efgani Dönmez - stop extremism - Saudi-Arabien - Raif Badawi

Ja, nur wer glaubwürdig ist, weiß, darf es sagen, wer nicht glaubwürdig ist. Und Efgani Dönmez ist wohl der glaubwürdigste Mann an der Seite von … nein, der zweitglaubwürdigste Mann, denn auf den ersten Platz hat in einer straff organisierten Partei in allen Belangen (also auch bei der Glaubwürdigkeit) und überall (ob am Berg oder im Tal) nur einer das Anrecht: le flic lui-même

Worin ist Efgani Dönmez besonders glaubwürdig?

In seinem Kampf gegen Extremismus.

Glaubwürdig und unerschütterlich kämpft Efgani Dönmez gegen Extremismus jedweder Herkunft. Und es gibt kein besseres Kampfmittel gegen Extremismus, als ein Verein: „Stop extremism“, beheimatet in der Bethlehemstraße … kann es eine mehr Zuversicht gebende Adresse geben?

Efgani Dönmez und seine Vorschläge - stop extremism

Im Kampf gegen Extremismus braucht es: Glaubwürdigkeit, Unbeirrbarkeit und Zuversicht. Aber auch Raffiniertheit. Und auch das besitzt Efgani Dönmez: Raffiniertheit. Wie raffiniert wird auf der Website „Stop extremism“ zwar Katar und Türkei erwähnt, wenn es um die Forderung geht, die Finanzierung aus dem Ausland sei stoppen, aber nicht Saudi-Arabien. Die feudalen Extremisten sollen sich in Saudi-Arabien nur sicher fühlen, aber Efgani Dönmez und sein Verein werden, wenn die rechte Zeit gekommen ist, … Es entspricht zwar nicht der machtverteilten Realität in Saudi-Arabien, aber der Satz ist auch in weiblicher Form zu schreiben: Die feudalen Extremistinnen sollen sich in Saudi-Arabien nur sicher fühlen, aber Efgani Dönmez und sein Verein werden … Wie angebracht dieses raffinierte Verschweigen von Saudi-Arabien ist, zeigt sich jetzt besonders, da in Saudi-Arabien Frauen das Autofahren … die Spirale der Gefahr für Europa, oh insbesondere für Österreich … aber in Saudi-Arabien soll es darüber keine Täuschung geben, daß Saudi-Arabien von Efgani Dönmez und seinem Verein nicht genannt werden, es ist bloß Täuschung, um dann …

Nebenbei nur, er und sein Verein schreiben: „Wir haben über Jahrhunderte hinweg für unsere Grundrechte gekämpft – nun müssen wir darum kämpfen, sie zu erhalten.“ Das Erkämpfen von Grundrechten über Jahrhunderte hinweg hatte in Europa und so auch in Österreich sehr viel oder eigentlich ausschließlich zu tun mit der Adresse Bethlehem…

Glaubwürdig ist Efgani Dönmez auch darin, ein Arbeitsrechtexperte zu sein, wie sein und seines Vereins Vorschlag glänzend zeigt: „Arbeitgeber sollen Mitarbeiter mit extremistischem Hintergrund sofort und ohne Anspruch auf Abfertigung kündigen.“ können. Das wird sein Flic nicht gerne hören, aber mit diesem und weiteren Vorschlägen überflügelt Efgani Dönmez ihn … Wie das in der Praxis wohl funktionieren soll? Wie das finanziert werden soll? Wenn Flic die Abgaben für Unternehmen senkt, dann bleibt diesen wieder mehr, um sich neben dem bereits vorhandenen Eigentum endlich wieder etwas aufzubauen: ein Firmenwarte-System …

Was für unvorstellbare Summen in Österreich für Extremismus ausgegeben werden müssen, läßt die Forderung von Efgani Dönmez und seinem Verein nur erahnen: „Neben Schadenersatz für Schäden durch Extremismus fordern wir hohe Geldstrafen: Entweder 20 Millionen Euro, oder das 10fache des Betrages, der für Extremismus ausgegeben wurde.“ Wer in Österreich wohl so hohe Geldstrafen zahlen könnte? Kindergärten? Hinterhofmoscheevereine? Vielleicht aber ist das eine raffinierte Warnung an Saudi-Arabien?

Übrigens

Abdullah-Zentrum, Seyyed Mohajerani – Wären die „Satanischen Verse“ nicht geschrieben worden, hätte es auch keinen Mordauftrag gegeben

ist Seyyed Mohajerani nach wie vor im …

Die Meisterprüfung in Glaubwürdigkeit hat aber Efgani Dönmez noch vor sich, wenn er in die Mitte genommen werden wird, auf der einen Seite sein Flic, auf der anderen Seite die Mannen und Frauen der Partei, die nach dem 15. Oktober 2017 von einer identitären Parlamentspartei zu einer identitären Regierungspartei gemacht werden wird, und dann wird er wohl, glaubwürdig wie stets, erklären, weshalb es gut und rechtens sei, Muslimbrüder nicht anzuprangern, sondern sie einzuladen

Efgani Dönmez in die Mitte genommen

Es werden Bilder der Freude sein, vielleicht gibt es dann sogar Schnappschüsse von Efgani Dönmez, wie er in die identitäre Mitte genommen wird; Hofer und Strache nehmen schon gerne mal wen in ihre …

Und, Hand aufs Herz, wie es schön heißt, Efgani Dönmez hätte es sich verdient, er hat sich doch so bemüht, auch um diese Partei …

Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci auf Einladung der FPÖ in Wien

… und er fand auch schon von dieser Partei Zustimmung.

Am Ende kann nur eines noch geschrieben werden. Es sollte öfters, gerade in Zeiten vor einer Wahl, das Positive hervorgehoben werden. Wenn ein Kandidat, wie eben Efgani Dönmez, so ungemein glaubwürdig ist, es dann auch zu schreiben, daß er glaubwürdig ist, und es sich nicht nur einfach bewundernd zu denken, sondern diese Bewunderung auch zu teilen, es mitzuteilen, und nicht immer nur das Negative zu verbreiten, etwa wie unglaubwürdig doch …

Efgani Dönmez ist nicht nur ein Mann der Glaubwürdigkeit, sondern auch der Inspiration. Und zu seiner Ehre möchte seine und seines Vereins Idee des Gütesiegels „Extremismus-frei“ aufgegriffen werden. Es soll auch ein Gütesiegel „Glaubwürdigkeit“ geschaffen werden. Für das Gütesiegel „Glaubwürdigkeit“ kämen in Österreich nicht viele in Frage, aber zweifellos Egani Dönmez, bereits jetzt, auch ohne Meisterprüfung … Und wer so ein Gütesiegel künsterlisch gestalten könnte? Nun, da gibt es einen Meister aus …

So bleibt nur noch zu dieser Auszeichnung kurz zu wünschen, es möge die Feier dazu, die hier nicht geboten werden kann, sein Flic mit seiner Kapelle new nemesis ihm nachholen, vielleicht bald schon, wenn Ruhe eingekehrt ist und es keine sonstigen Anlässe für …

Literatur und Parteipolitik – Nationalratswahl Oktober ’17, Österreich

Nationalratswahl Österreich - Wenn das Weinen zu spät ist

Es ist tatsächlich aufmerkenswert, wenn einmal im Zusammenhang mit der bevorstehenden Nationalratswahl Literatur vorkommt, wie gestern, am 30. September 2017, als Flic im Mittagsjournal gefragt wurde, ob er denn Romane lese.

Die Antwort darauf von Flic:

„ich les‘ immer wieder, meistens sind es nicht romane, eher sachbücher, biographien und relativ viele akten und unterlagen für meinen job.“

Ehe auf das Verhältnis, richtiger wohl, Nicht-Verhältnis von Literatur und Parteipolitik in Österreich eingegangen wird, stellt sich die Frage, welche Sachbücher von Flic wohl gelesen werden. Es würde hier zu weit führen. Aber es darf die Vermutung geäußert werden, es werden beispielsweise keine Schriften von dem österreichischen Philosophen Franz Fischer bisher dabei gewesen sein. Als Stichworte hierzu seien nur genannt „Proligion“ und „Proflexion“. Es würden sonst die Diskurse, richtiger wohl, die Meinungsaustausche in Österreich anders, besser verlaufen, auch die Meinungen von einem Flic gehaltvoller sein.

Und daß Flic bei der Frage zur Literatur sofort einfällt, er lese Akten und Unterlagen, was er sich selbst wohl hoch anrechnen wird, läßt tief blicken. Es scheinen ihm Akten und Unterlagen Literatur zu sein, jedenfalls in dieser Hinsicht, Akten und Unterlagen wie Literatur zu interpretieren, also daraus, um ein derzeitiges Modewort zu verwenden, fake news zu produzieren.

Ohne den geringsten Willen zur Verklärung soll an eine Fotographie erinnert werden, die Bruno Kreisky zeigt, wie er sich von seinem Sitz erhebt, um Peter Handke die Hand zu schütteln, es sieht wie eine Verneigung aus, der Staatsmann verneigt sich vor dem Dichter. Bruno Kreisky ist zu erwähnen, weil er nicht nur Namen von Schriftstellerinnen kannte, sondern Literatur wohl auch einen Einfluß hatte auf seine Politik, vor allem auf seine Sozialpolitik. Etwa die Lyrik des von ihm genannten Theodor Kramer. Wie anders könnten die Pläne für Menschen mit „kleinen Einkommen“ und das Reden über „Gerechtigkeit“ von Flic sein, läse er etwa Kramer … Aber nicht nur in dieser Hinsicht wäre Kramer eine heilsame Lektüre in diesem Land, also auch für Flic; es sollten vor dem 15. Oktober 2017 Wählerinnen und Wähler lesen, wer an Ihrer Tür läutet, wem Sie mit Ihrem Kreuz die Tür aufsperrten …

Wer läutet draußen an der Tür?
Die Fuchsien blühn so nah –
und wein‘ nicht, sie sind da

Und nun, wie oben versprochen, das Eingehen auf Literatur und Parteipolitik. Mit dem Wort „Nichtverhältnis“ ist  darauf schon erschöpfend eingegangen. Es könnte noch hinzugefügt werden, in den Wahlprogrammen der Parteien kommt Literatur nicht vor; einmal doch, im Flic-Programm:

„Gerade im Ausland wird man häufig auf die großartigen Errungenschaften in Musik, Literatur, bildender Kunst oder Architektur angesprochen.“

Das ist es dann auch schon, im Ausland angesprochen zu werden auf … Wie gut, daß nicht einmal im Ausland gefragt wird, was zu tun gedacht wird, daß es großartige Errungenschaften weiterhin …

Es ist also insgesamt in Österreich weiterhin schlecht bestellt, also nicht nur um die Literatur. Hierzu darf auf die Zusammenfassung von Patrick Kwasi zu den Programmen von einigen Parteien verwiesen werden

Wie schlecht es schon bestellt war, von dieser Regierung mit den Farben rot und schwarz, darf verwiesen werden:

Kunst und Kultur machen keine Arbeit. Endlich.

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“ 

Und wie die Partei und mögliche nächste Regierungspartei mit der Farbe blau es bestellen will — erst gestern wieder einmal ein Ausblick …

Ohne „entartete Kunst“ kann Kunst gar nicht in den Sinn kommen

Vielleicht fragen Sie sich, weshalb nicht geschrieben wurde: Literatur und Politik … Es wäre zu schmeichlerisch gewesen, österreichische Parteipolitik Politik zu nennen.

Lauda, dem bei „Politikern das Speiben“ kommt, unterstützt Kurz

Sebastian Kurz ist „Politiker“, und sonst ist nichts bekannt. Er ist ewig und drei Tage nichts als „Politiker“. Einer, der von der „Politik“ sein Geld bezieht. Er war noch nie in der Wirtschaft, also arbeitete noch nicht … er verdient für seine Sprüche Steuergeld. Also, so wie Niki Lauda verstanden werden darf, müßte Sebastian Kurz für ihn der ultimative Auslöser für sein „Speiben“ sein.

Niki Lauda gesteht das, wer ihn zum „Speiben“ bringt, im Juni 2017 und Wolfgang Fellner feixt dazu.

Nun unterstützt Niki Lauda also den Politiker schlechthin … Und es kommt ihm dabei nicht das „Speiben — es gibt wohl Zeiten, in denen das „Speiben“ zurückgehalten werden kann, die „Speibe“ hinuntergeschluckt werden kann, zugunsten von höheren Werten in Zahlen, die Sebastian Kurz beispielhaft, also für einen Lauda, vertritt.

Vor Jahrzehnten – fällt hierzu noch ein Spruch von dem Luftkreiser ein –, als Niki Lauda wieder einmal, kurz gesagt, die „Politik“ in Österreich maßlos ärgerte, sah er ein Rezept in seinem Sinne darin, daß eine Diktatur wohl die … es ist so lange her, die genaue Formulierung nicht mehr erinnerlich, und Niki Lauda wird seinen Spruch von damals selbst auch bereits vergessen haben, aber manches muß nicht bewußt in Erinnerung bleiben, um Jahre, Jahrzehnte später nach diesem seine oder ihre Zuneigung zu richten.

Sie passen recht zueinander. Die zwei Männer. Der eine das österreichische Werbegesicht der Entsolidarisierung, mit der er Geld verdient: „Ich habe nichts zu verschenken“, und der andere, der nichts hat oder alles, was er hat, aus Steuergeld hat, dennoch meint, er wolle nichts verschenken, er wolle also das nicht verschenken, was nicht ihm gehört, der etwa meint, es müssen Menschen erst etwas einzahlen, ehe sie etwas bekommen dürfen — wie er selbst? Was für ein Vorbild er doch ist, in das tatsächlich jedwede Hoffnung gesetzt werden darf: Sebastian Kurz zahlt Steuern aus Steuergeld. Doch, wie bekannt: die Hoffnung enttäuscht zuerst.

Kurz Lauda

 

Dr. Wilfried Grießer, Hafenecker, Sommerfeld oder kurz etwas über Groteske in blau

Wilfried Grießer - Christian Hafenecker - FPÖ

Besonders wenn es um Hetze, Verhetzung, kurz gesagt, um den Haß gegen sogenannte ausländische Menschen geht, wird immer noch gerne und wohl zur Abgrenzung aufgrund der in Österreich recht ausgeprägten Standesdünkel verbreitet, das seien eben dumpfe Menschen, vor allem stumpfe Männer mit Glatze, sogenannte Verliererinnen besonders aus dem Gemeindebau, halt Bildungslose

Das mit der Glatze ist schon richtig. Nur. Der Kopf ist nicht außen rasiert. Sondern innen. Es sind, wie besonders bei den Identitären zu sehen, adrett gekleidete Männer und auch einige adrett gekleidete Frauen. Sie haben volles Haar, ordentlich gescheitelt. Aber könnte in das Innen ihrer Köpfe gesehen werden, würden Glatzen zu sehen sein: synapsenkahle Schädel.

Nach dieser Einleitung zu einem Buch, das in einem Kommentar von Caroline Sommerfeld auf der Copysite der identitären Parlamentspartei vorgestellt wird, am 20. September 2017.

Es geht um die sogenannte „Migrationskrise“. Hochtrabend der Titel: „Flucht und Schuld. Zur Architektonik und Tiefenstruktur der ‚Willkommenskultur'“.

Es reichen die wenigen sommerfeldschen Sätze zu diesem Buch, um zu wissen, daß dieses Buch von einem adretten, auf jugendlich hergerichteten Mann geschrieben ist, der sich der zurzeitigen Mode der innengetragenen Glatze nicht entziehen kann.

Der Philosoph Gottlieb Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) ist für Griesser wichtig, weil er die Denkfigur der „Dialektik“ zur Beschreibung des wirkenden „Weltgeistes“ in der Gesellschaft erfunden hat. Ein Zustand entwickelt aus sich heraus stets sein Gegenteil, aus beiden entsteht ein neuer Zustand, usw. usf. Der Zustand der Deutschen ist fest im Griff des Tabus namens „3. Reich“. Daraus entwickelt sich das krasse Gegenteil, die alte Schuld soll aufgehoben werden in neuer „Willkommenskultur“. Doch das gelingt nicht, der historische Widerspruch wird im Alltag offen erkennbar.

Denn die Begriffe, die der „Willkommenskultur“ zugrundeliegen, sind eigentlich religiöse Begriffe. Ist das Christentum schuld an der „Willkommenskultur“, der Öffnung des Schoßes der „deutschen Mutter“ Angela Merkel für die Entladung der jungen Männer aus aller Herren Länder in ihn? Wilfried Griessers Gedanken geraten gelegentlich vom Philosophischen ins unfreiwillig Sexualgroteske.

Wenn allein bedacht wird, in welchen Ländern der Erde die meisten Menschen aufgenommen werden, also millionenfach mehr als in Österreich oder in Deutschland, somit in Ländern, die nicht mehrheitlich christlich sind und die nichts mit dem „3. Reich“ zu tun haben, also in dieser Hinsicht keine „Schuld“ aufzuheben haben, offenbart bereits, wie unnötig es ist, das Buch überhaupt nur anzublättern.

Ein Buch also, nicht mehr als eine weitere Groteske. Und, wie Sommerfeld schreibt, auch eine „Sexualgroteske“. Mit der Sexualität dürfte Wilfried Grießer es überhaupt haben, und vor allem es schwer haben.

Sein Buch wird in der Tiefe keine andere Qualität haben, als seine Aussage:

Dass nicht alle seine Mannen ein „Nein heißt Nein!“ verstehen, das zeigt die Stellungnahme zur Reform des Sexualstrafrechts, die Wilfried Grießer, der bei der niederösterreichischen Gemeinderatswahl im Jänner in Mödling für die FPÖ antrat, abgab: „Auf daß der Mann sich als Mann setzt, muß er die Frau zum Ding bzw. zur „Ware“ herabsetzen“, schrieb der „Lehrbeauftrage“ in dem Dokument, das auf der Parlamentshomepage abrufbar ist. Und: „Mitunter lieben es Frauen … von einem ,wildgewordenen’ Penis ,überfallen’ zu werden“.

Und damit dreht sich die freiheitliche Spirale der Groteske weiter. Wie in der Collage gelesen werden kann. Der Abgeordnete der identitären Parlamentspartei, Christian Hafenecker, wollte „jeglichen FPÖ-Bezug“ aus dem Artikel entfernt haben, mit dem vom Hochgeistigen eines FPÖ-Kandidaten berichtet wurde, er drohte gar mit Klage.

Von Christan Hafenecker konnte schon einmal etwas erzählt werden, wie im Kapitel

Beim Anheizen der Stimmung sind sich FPÖ-NRs einig, wie darauf zu reagieren ist

gelesen werden kann.

Und auch von Caroline Sommerfeld:

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Übrigens, was noch gegen das Buch von Wilfried Grießer spricht. In ihrem Kommentar vom 20. September 2017 empfiehlt Caroline Sommerfeld auch die Bücher von Sieferle – nun ja …

Wie verführerisch schön das Plattschäbige zu klingeln vermag

Vergessen darf auch nicht werden, in welchem Verlag das Buch von Wilfried Grießer erschienen ist … im Ares-Verlag. Nun, das ist verzeihlich und verständlich, daß FPÖ unzensuriert Werbung für ein Ares-Buch macht, bei dieser inniglichen gesinnungsgemäßen und wirtschaftlichen Verflechtung.

Und abschließend darf nicht vergessen werden, in welche Buchhandlung wieder einmal gelockt wird, um das grießersche Buch zu kaufen:

Vom Parlament, vom Rathaus nur eine Armlänge zur Stöhr

Und ganz abschließend, aber das Wesentlichste: Dr. Wilfried Grießer ist in der Erwachsenenbildung tätig. Sie können lachen, auch wenn es kein Witz ist. Es müssen, wie es um die Bildung der Erwachsenen in Österreich bestellt ist, viele, recht viele Grießers in der Erwachsenenbildung tätig sein …

NS Zur identitären Parlamentspartei finden und aus ihr schlüpfen wahrlich des Landes Meisterdenker, wie auch dieser …

Wahlkarten

Dr. Alexander Gauland, der in Österreich Gefragte, nicht nur von der identitären Parlamentspartei,

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

sondern auch beispielsweise von einer Qualitätszeitung österreichischen Zuschnitts, wie eben erst heute, am 21. September 2017, will „unsere Vergangenheit zurück“ …

Er, Gauland, will „Vergangenheit zurück“. Wird das, sollte er am kommenden Sonntag in das Parlament in Deutschland gewählt werden, sein erster Antrag im Parlament sein: Das Parlament möge die Rückkehr „unserer Vergangenheit“ beschließen? Und wenn sich eine Mehrheit für die Rückkehr fände, wie würde dann die Vergangenheit praktisch zurückgeholt werden? Es sind eben Forderungen, für deren Umsetzung nie ein Beweis angetreten zu werden braucht. Forderungen, die schon die Schuldabwendung enthalten. In diesem Fall ist die Zeit die Schuldige, die sich weigert, die Abfolge von Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft gegen die gaulandsche Zeitfolge Vergangenheit, Vergangenheit, Vergangenheit einzutauschen.

Von dieser Vergangenheit aber ist nichts zurückzuholen. Vielleicht gibt es keine zutreffendere Beschreibung von Glück als diese: Glück ist, niemals in dieser Vergangenheit gewesen zu sein. Nichts ist von dieser Zeit zu retten, trotz des Glücks, in der nicht gewesen zu sein.

Aber zu viele in Österreich, als wäre das Land nach wie vor in Gaue aufgeteilt, sind in dieser Vergangenheit zur Bedrohung von allen unterwegs und sie kennen, auch jene, die damals nicht lebten, die Gegenwart nur als diese Vergangenheit, ihnen erzählt von einem Menschenschlag, zu dem auch ein Gauland zu zählen ist, der diese Vergangenheit auch nicht aus eigenem Erleben kennt, sondern ihm ebenfalls nur erzählt wurde, insbesondere von Menschen, die mit ihren Erzählungen versuchten, von ihren Händen das Blut abzuwaschen, sich reinzuwaschen, und blieben auch dabei weiter fixiert auf das Reine, von dem sie einst meinten, das Reine sei ihnen der Vorsehung Auftrag.

Um einen Eindruck zu vermitteln, wie recht gefangen diese Menschen in Österreich in dieser Vergangenheit sind, wurde das Spiel Wahlkarten aufgelegt, zum Anlaß der Ausstellung Nationalratswahl Oktober ’17.

Wahlkarten Ausstellung Nationalratswahl Oktober 17

Dieses Wahlkartenspiel ist durch Sie selbst erweiterbar. Es wird Ihnen selber vieles bekannt sein, um für dieses Spiel weitere Wahlkarten herzustellen.

Wenn Sie schon in der Ausstellung waren, vielleicht auch den Kochkurs Brennsuppn und Erdäpfel besuchten, selbst die Rezepte aus Opas uraltem Kochbuch ausprobierten, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, das Wahlkartenspiel zu spielen. Ein Satz Karten dafür liegt bereits auf.

Wahlkarte - Spiel - Steinbruch

 

 

Wahlkarte - Andreas Norbert Hofer

Wahlkarte - Arbeitshaus

Wahlkarte - Straflager

Wahlkarte - Krematorium

 

Wahlkarte - Buchenwald

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Soldatenstolz und Schießbefehl von Gauland

Dr. Alexander Gauland fordert „eine Neubewertung der Taten deutscher Soldaten in beiden Weltkriegen“. Und er will auch „unsere Vergangenheit zurückholen“. Das sagte er, und vielleicht träumte er dabei bereits davon, das Land werde einst Gauland heißen, am 2. September 2017.

Wer „unsere Vergangenheit zurückholen“ will, kommt um den „Schießbefehl“ nicht herum, auch von dem hat Dr. Alexander Gauland bereits …

Deutscher Soldatenstolz und Schießbefehl kommen aber ganz als rechte Bereicherung an, in Österreich, bei der identitären Parlamentspartei. Wie gelesen werden kann, hat Wolfgang Dvorak-Stocker in seinen Kommentar für die FPÖ unzensuriert den gaulandschen Schießbefehl ernst und begierig aufgenommen:

Gauland - Schießbefehl - FPÖ unzesuriert Dvorak-Stocker

FPÖ unzensuriert gefällt: „Rivers of blood“ ersehnt am Christtag von FPÖ unzensuriert für das Neue Jahr

Wer für deutschen Soldatenstolz und Schießbefehl ist, ist ein willkommener Gast, ist er doch der Gesinnung Bereicherung, von Hofer, Vilismsky, Strache … ach, was werden das für Gespräche im Juni 2017 gewesen sein, in Wien, die Gegenwart ganz und gar zurückgeholte …

glücklichen Zeiten entgegen.

Es stehen Wahlen an, in Österreich, in Deutschland.

In Deutschland wird die AfD, so die Umfragen, vielleicht 8 %, vielleicht etwas mehr als 8 % bekommen. In Österreich die identitäre Parlamentspartei, so die Umfragen, aber weit über zwanzig Prozent … Was für ein Unterschied zwischen diesen beiden Ländern.

Und ein noch wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Österreich, nämlich der, wenn es darum geht, welche Partei zu einer Regierungspartei zu machen. Wer will in Deutschland die AfD zu einer Regierungspartei machen? Wer will in Österreich die identitäre Parlamentspartei nicht zu einer Regierungspartei machen? Wer ist in Österreich noch gegen eine identitäre Regierungspartei? Bald kann nur noch von einer Minderheit in Österreich gesprochen werden. Besonders zwei Parteien in Österreich locken in unterschiedlicher Lautstärke die identitäre Parlamentspartei ins Machtbettchen …

Es sind Unterschiede, die nicht zum ersten Mal angesprochen werden, und nie fällt der Unterschied zugunsten von Österreich aus.