Was Österreich ohne Ibizkaja immer noch hätte: eine Bundesregierung mit diesem Innenminister und seinem Kurz

„Herbert Kickl keinen Platz in einer Regierung haben sollte. Er hat sich als Innenminister in verschiedenen Bereichen durch sein Verhalten eigentlich schon disqualifiziert, er hat dann am Höhepunkt der Ibizakrise in einer sehr sensiblen Phase für die Regierung und auch für die Republik aus meiner Sicht nicht richtig reagiert und das führt dazu, daß er mein Vertrauen für eine Regierungsfunktion nicht hätte.“

„Ich habe keine guten Erfahrungen gemacht mit Herbert Kickl als Innenminister.“

Das sagt in der gestrigen Nacht im Fernsehen Sebastian Kurz. Am 30. Juli 19 zu Armin Wolf.

Das heißt, ohne Ibizkaja würde es diesen Innenminister immer noch geben, auch heute noch, am 31. Juli 19, und Sebastian Kurz wäre immer noch und weiter …

Was wäre Sebastian Kurz immer noch und weiter? Einer, der siebzehn Monate lang nicht handelt, nichts tut, bloß zusieht, obgleich er weiß, daß vor allem einer stellvertretend namentlich genannt in dieser Bundesregierung sich in diesen siebzehn Monaten „disqualifiziert“ hat …

Was heißt das, sich zu disqualifizieren? Manchmal ist es gut und wichtig und notwendig, die vielen Bedeutungen von einem Wort anzuführen – Disqualifikation: Untauglichkeit, sich einer Sache unwürdig erweisen, sich unmöglich machen

Er, Kurz, hat also siebzehn Monate gebraucht, um eines zu lernen, den Stoff wenigstens soweit zu begreifen, daß einer untauglich, unwürdig, unmöglich ist.

Es gibt eine alte Wahrheit, daß jeder Mensch seine eigene Zeit nach seinen eigenen Fähigkeiten braucht, um etwas zu lernen, etwas zu verstehen, etwas zu begreifen. Auch ihm, Kurz, ist diese Zeit zuzugestehen, aber nicht in solchen verantwortungsvollen Positionen, dafür sind die Risiken zu hoch, die negativen Auswirkungen auf Menschen nicht in Kauf zu nehmen.

Ohne Ibizkaja hätte es Sebastian Kurz im Fortbestehen dieser Koalition vielleicht auch noch gelernt, in zwei oder drei Jahren endlich den Stoff, aus dem die FPÖ ist, erfaßt, nämlich daß nicht nur einer aus dieser Partei untauglich, unwürdig … also in einem halben Regierungsjahrzehnt das begriffen, was sonst in Österreich seit Jahrzehnten gewußt wird: die Unwürdigkeit der identitären Parlamentspartei zum Regieren …

… und dafür ist er nicht zu schelten, ist er, Kurz, doch mit dieser Lernschwäche gesegnet, die er mit gar so vielen Wählern teilt, mit der Lernschwäche gesegnet, die gar so viele Wählerinnen seit Jahrzehnten bestimmt, immer wieder diese Partei zu wählen.

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz den Menschen in Österreich weiter einen Innenminister zugemutet, der untauglich, unwürdig, unmöglich …

Ohne Ibizkaja also hätte Sebastian Kurz noch auf Jahre hinaus, zumindest bis zur nächsten regulären Nationalratswahl, den Menschen in Österreich zugemutet, daß sie mit diesem Innenminister weiter „schlechte Erfahrungen“ machen, so wie er, Kurz, in diesen siebzehn Monaten schon „schlechte Erfahrungen“ gemacht hat, freilich, mit einem wesentlichen Unterschied, die „schlechten Erfahrungen“ hatten und haben auf ihn, Kurz, im Gegensatz zu allen Menschen in Österreich keine Auswirkungen, vor allem keine schlechten; er, Kurz, würde nur irgendwann das Büro im Bundeskanzleramt für immer verlassen müssen, vom geistigen Alter her mit einer sofortigen Pensionsantrittsberechtigung.

Und wer einmal damit begonnen hat, Menschen dem auszusetzen, mit ihm schlechte Erfahrungen zu machen, hört damit je nicht auf, im Gegenteil, er muß die Dosis erhöhen und erhöhen, die Auswirkungen auf die Menschen durch diesen Innenminister, hätte es Ibizkaja nicht gegeben, hätten nur die Steigerung auf diesem begonnenen Weg erfahren: schlecht, schlechter, schlechteste, total schlechteste …

Von Sebastian Kurz kann nicht von einem Wiederholungstäter gesprochen werden, denn das setzte voraus, daß er Taten setzt, handelt, und wer, wie Kurz, siebzehn Monate lang einen Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen gewähren und vorführen läßt, sich siebzehn Monate lang dem aussetzt, mit einem solchen Mann schlechte Erfahrungen zu machen, kann schwerlich, ist unmöglich ein Mensch der Tat zu nennen, oder eigentlich schlimmer noch, auf diesem sonderlichen Weg doch ein Wiederholungstäter, ein Wiederholungstäter der Untätigkeit.

Aber wer einmal diesen stellvertretend namentlich genannten Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen machen ließ, ihn recht gerne weitermachen gelassen hätte, wäre ihm, Kurz, nicht Ibizkaja in die Parade gefahren, kann von den Untauglichen, Unwürdigen, Unmöglichen nie mehr lassen, und so ist keine Überraschung, daß er sich schon dem nächsten Innenminister zugewandt …

Es war in der gestrigen Nacht keine Überraschung, daß er, Kurz, ein weiteres Mal die Gültigkeit seines ihn einzig vollauf getroffenen Porträts bestätigte, vor allem mit seiner Antwort auf die Frage von Armin Wolf, was denn der Unterschied zwischen dem Disqualizierten und — „in den öffentlichen Stellungnahmen gibt’s keinen Unterschied“ …

„In den Gesprächen, die ich mit FPÖ-Vertretern gehabt hab, wo Sie bekanntermaßen nicht dabei waren. Nein, aber wir hatten ja Vier-Augen-Gespräche, wir hatten Telefonate. Ich glaub, das wissen Sie, daß Sie nicht dabei waren, glaub ich, daß ist keine Überraschung für Sie. Als das Ibiza-Video veröffentlicht worden ist, gab es natürlich einen Austausch […] einige Telefonate mit Norbert Hofer und da gab’s natürlich aus meiner Sicht unterschiedlichste Überlegungen und eine davon war, gemeinsam mit Norbert Hofer die Frage zu stellen […] die Koalition fortzusetzen.“

Armin Wolf wird in der gestrigen Nacht erleichtert das Studio verlassen haben, jetzt mit Sicherheit zu wissen, daß er, Wolf, „nicht dabei war“, als Kurz mit Hofer … Vielleicht war bei Armin Wolf ein wenig Überraschung dabei, von Sebastian Kurz zu erfahren, was er selbst wissen sollte, also wo er, Wolf, wann wo dabei und wann wo er, Wolf, nicht dabei …

Raketen, Torpedos, Glocks und Kriterien

„Hintergrund des Artikels war der Polizeieinsatz gegen einen unbedeutenden FPÖ-Mandatar [..]“

Es ist dieser „FPÖ-Mandatar“, so schreibt es die Website FPÖ unzensuriert am 17.07.19, also ein „unbedeutender FPÖ-Mandatar.

Kurz zu Erinnerung: Dieser „FPÖ-Mandatar“ feuert „29 Kugeln“ auf Sträucher und stellt sich dabei vor, wird berichtet, auf zwei Menschen zu schießen.

Was sie wohl für Kriterien für die Bestimmung, wann wer bedeutend und wann wer unbedeutend ist, anlegt?

Ist ihr ein Kriterium, daß dieser „FPÖ-Mandatar“ ihr ein „unbedeutender“ ist, weil er sich stets mit „Unbedeutenden“ abgab, sich stolz nur mit „Unbedeutenden“ zeigte?

Ob ihr, dieser Website, der Mann, der nach den Sträucherschüssen meint, es sei schade, daß er, der „FPÖ-Mandatar“, die zwei Menschen nicht getroffen habe, ebenfalls ein „Unbedeutender“ ist? Das verrät diese Website nicht. Ist es ein weiteres Kriterium, „unbedeutend“ ist, wer für diese Partei kandidiert, wie ebendieser Mann, der einst für die Partei als Kandidat für das österreichische Parlament …?

„Immerhin hätten ja Norbert Hofer, Heinz-Christian-Strache und Johann Gudenus angegeben, über Waffen aus dem Hause Glock zu verfügen. Das genügt aber bereits, um alle FPÖ-Politiker pauschal zu verdächtigen. […] Denn scheinbar ist man für den Standard neuerdings schon verdächtig, wenn man in Österreich Waffen besitzt und Wert auf Eigenschutz legt.“

Recht besondere Kriterien scheint diese Website auch in bezug auf „Eigenschutz“ zu besitzen. Dieses Kriterium erfüllt wohl ein Mann wie Guido Leitner, in 17 Kandidat dieser Gesinnungsgemeinschaft für das österreichische Parlament, für den erst eine „Panzerabwehrrakete“ den totalen „Eigenschutz“ zu bedeuten …

Jener Mann, bei dem eben erst eine „Luft-Luft-Rakete“ gefunden wurde, hat diese vielleicht gar nicht verkaufen wollen, möglicherweise stellt sich nach weiteren Einvernahmen heraus, er habe diese Rakete aus „Eigenschutz“ …

Unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ sind wohl auch die Aufrufe zur „Spendenaktion“ für „Torpedos“ auf ebendieser Website von einem Mann oder einer Frau zu verstehen …

Und auch unter dem Aspekt des „Eigenschutzes“ das recht großzügige Angebot auf ebendieser Website von, darf angenommen werden, einem Mann, neuwertige „9 mm para“ vergeben zu wollen, weil eben „Eigenschutz“ ein recht hohes …

Nichts ist absurder als die Wirklichkeit

Bis zum gestrigen Tage 15. Juli 19 wäre es absurd vorgekommen, zu fragen, ob die Aufrufe auf FPÖ unzensuriert erfolgreich waren, die Aufrufe, für die Anschaffung von „Torpedos“ zu spenden, für eine „crowdfunding aktion“.

Nachdem jetzt aber bei einem „Neonazi“ eine „Rakete“ gefunden wurde, die ebenfalls bestimmt nicht billig ist, die sich vor allem der berühmte „Mann aus dem Volke“ nicht so leicht wie eine Glock leisten kann, erscheint es ganz und gar nicht mehr absurd, nachzufragen, ob der Spendenaufruf auf FPÖ unzensuriert für „Torpedos“ erfolgreich war.

„Der 60-Jährige, der vor Jahren für eine neofaschistische Partei kandidiert haben soll, habe die Rakete an Extremisten“, ist in der „Bild“ zu lesen, also in Italien für eine „neofaschistische Partei“ … in Österreich hat eben erst, muß kurz, weil Österreich in der Disziplin Vergessen Serienweltmeister und unangefochten ständig, um ein Wort des gewesenen Ibizakanzlers zu verwenden, „Spitze“ ist, erinnert werden, ein einstiger Kandidat für das österreichische Parlament es bedauert …

… ein Kandidat für das Parlament in Österreich eben erst bedauert, daß zwei Menschen nicht mit Kugeln, daß zwei Menschen nicht mit 29 Kugeln …

Die „Bild“ empfiehlt, auch zu lesen, wie in der Collage gelesen werden kann, wie ein Innenminister „Zwietracht“

… und wie einer, der einst auch für eine Partei kandidierte, aus dem fahrenden Auto …

Es wäre im Grunde, dies kurz zum Schluß, gar nicht absurd gewesen, einmal nachzufragen, auch ohne den Fund einer Rakete bei einem „Neonazi“, wie viele Spenden für „Torpedos“ nach einem Jahr eingegangen sind, waren die Aufrufe hierzu doch auf einer Website, auf der vieles beklagt wird, nur eines nicht, rechten Zuspruch zu haben, zumal nichts absurder – als die Wirklichkeit …

Horst Seehofer schreibt vor

Zu Beginn einen Syllogismus zu einem Kandidaten der Nationalratswahl am 29. September 2019 in Österreich.

Am 3. Juli 19 wird von den getöteten Menschen in Libyen berichtet.
Am 7. Juli 19 ist von der Forderung von Sebastian Kurz nach Rückführungen zu lesen, auch nach Libyen.
Sebastian Kurz fordert die Rückführung zum Getötetwerden.

Dieses bittere Verhalten gegenüber Rettungsschiffen am Mittelmeer und diese unhaltbaren Mißstände in den sogenannten Flüchtlingslagern nicht erst seit dem Juli 19 haben wohl Horst Seehofer veranlaßt, einen Brief an Sebastian Kurz zu schreiben:

„Wir können es nicht verantworten, dass Schiffe mit geretteten Menschen an Bord wochenlang im Mittelmeer treiben, weil sie keinen Hafen finden“, schrieb Seehofer […] Daher seien für die aktuellen Seenotrettungsfälle rasche europäische Lösungen in gemeinsamer Verantwortung nötig. „Ich appelliere daher eindringlich an Sie, dass Sie Ihre Haltung, die italienischen Häfen nicht öffnen zu wollen, überdenken“, fügte Seehofer hinzu.
Wegen der gemeinsamen europäischen Verantwortung „und unseren gemeinsamen christlichen Werten“ dürfe es im Einzelfall keinen Unterschied machen, durch welche Organisation Migranten aus dem Mittelmeer gerettet wurden, woher die Besatzung stammt und unter welcher Flagge das Schiff fährt.

Horst Seehofer hat diesen Brief selbstverständlich nicht an Sebastian Kurz geschrieben, sondern an Matteo Salvini, den italienischen Innenminister.

Es hätte für Horst Seehofer auch keinen Sinn ergeben, es wäre für Horst Seehofer die reinste Zeitverschwendung gewesen, an Sebastian Kurz zu schreiben, also an einen ohne Verantwortung, an einen bloßen Kandidaten unter sehr sehr vielen Kandidatinnen für die Nationalratswahl im September 19 in Österreich, oder kurz gesagt, an einen Tal-und-Alm-Wanderer.

Aber Sebastian Kurz hat auf diesen nicht an ihn gerichteten Brief reagiert, als wäre er selbst höchstpersönlich angeschrieben worden. Aber für Briefe mit dem Appell zum verantwortungsvollen Handeln ist Sebastian Kurz kein Empfänger. Wie auch? Ohne Amt, ohne Verantwortung. Selbst dann, wenn er, Sebastian Kurz, eine Position zum Handeln innehätte, fehlt ihm alles zum verantwortungsvollen Handeln.

Sebastian Kurz ist je kein Empfänger für welche Briefe auch immer.

Dennoch hat Sebastian Kurz gegen den Inhalt des Schreibens von Horst Seehofer sofort reagiert, wie Björn Höcke.

Beifall für seine Haltung bekam Salvini vom Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke. Er sagte am Samstag bei einem Treffen des rechtsnationalen „Flügels“ der AfD, Salvini tue das, „was meinem Herzen entspricht“.

Björn Höcke ist aus der Partei, auf deren „Vertreter zu stoßen“ sich er, Sebastian Kurz, „sichtlich …“

„Was meinem Herzen entspricht“, oh, das ist viel, recht viel, zu viel, in viel zu vielen Kapiteln erzählt, als es je noch kurz zusammengefaßt werden könnte.

Salvini hat auf das Schreiben von Horst Seehofer auch reagiert, wie es seinem „Herzen entspricht“, als schlüge in ihnen nur ein Herz …

Salvini, dem Sebastian Kurz so recht leicht zur Herzseite springt, ist, zur Erinnerung, wer es noch nicht wissen will, jener Mann, der Geschichte lebt, von der gesagt wird, es wäre ihnen lieber, diese Geschichte hätte nie stattgefunden, dann hätten sie von dieser Geschichte niemals in Geschichtsbüchern lesen müssen, so „widerlich“, um ein Wort von Sebastian Kurz zu verwenden, ist diese sogar als Lektüre.

Horst Seehofer schreibt Sebastian Kurz vor, aber abschreiben tut Sebastian Kurz von denen, die ihm in der dunkelsten Ecke vom Pausenhof signalisieren, wie recht ihnen das Zusammenhocken mit ihm da bei den Mülleimern …

Ibizkaja

„FPÖ-Sprecher: ‚Poster ist kein Parteimitglied‘
In einer Reaktion betont die Landespartei, dass der Autor kein FPÖ-Mitglied sei. ‚Der Mann ist weder Mitglied, noch Parteifunktionär und hat mit der FPÖ nichts zu tun‘, sagte ein Parteisprecher. Auch der Landesparteivorsitzenden Marlene Svazek sei der Mann nicht bekannt.“

Wie wahr, was kann ein Mann schon mit der Partei zu tun haben, der für diese Partei kandidierte, für diese Partei Abgeordneter des österreichischen Parlaments werden wollte, den diese Partei als Abgeordneten haben wollte. Auf der Wahlliste der Partei an elfter Stelle gereiht, einst.

Seine Zuneigung zu dieser Partei hat er jedenfalls nicht verloren. Allerhand dazu ist zu finden. Und auch er einer mit Gespür für Waffen. Neun Millimeter scheint die Sehnsuchtsgröße von Männern dieser Gesinnungsgemeinschaft zu sein. Es wird nicht gewußt, wie groß eine Waffe 9 mm ist. Vielleicht hat diese die ideale Größe, um sie in einem Kornblumenstrauß zu verstecken? Die ideale Größe, um sie als Ballgeschenke …?

Einerlei.

Eines ist gewiß. Er wäre als Abgeordneter eine Bereicherung gewesen, mit seiner gepflegten Sprache. Die absolute Kompetenz als Gesetzesgeber. Sind es doch Männer mit dieser Voraussetzung der gepflegten Sprache, die „Paragraphe“ schreiben, wie jener in der kurzen Zeit des Ibizakanzlers …

Den „Club 3 Kornblume Österreich-Deutschland“, in dem dieser Mann Kostproben seiner gepflegten Sprache …,

„Die Facebook-Gruppe ‚Club 3 Kornblume Deutschland und Österreich‘ mit einigen blauen Promis war eine der größten Hass- und Hetzgruppen im deutschsprachigen Raum. Bis zum Herbst 2017 – dann verschwand sie urplötzlich. Auslöser war meine Anzeige wegen des Verdachts der Wiederbetätigung gegen den einzigen Administrator der Gruppe, einem Kärntner. Am Montag, 29.4.19, musste er sich deswegen vor einem Geschworenengericht in Klagenfurt verantworten und wurde verurteilt.“

soll es auf der Plattform des Unternehmens Facebook nicht mehr …

Aber in Zeiten von Ibizkaja hat, wie es scheint, auch der „Club 3 Kornblume“ sein gelobtes Land endlich gefunden: „VKontakte“, Russland.

Ob dem „Club 3 Kornblume“ alle dorthin gefolgt sind, vor allem seine prominenten …? Das wird nicht gewußt. Zum Beispiel der Abgeordnete Keuter aus Deutschland. Wer könnte das wissen? Wer hat Kontakt mit ihm? Oder könnte wenigstens recht leicht Kontakt zu ihm herstellen? Vielleicht jener Mann, der sich Ibizakanzler nennen darf, schon in so jungen Jahren, und er „freute sich sichtlich“ … kurz, ein Anruf vielleicht und schon könnte gewußt werden, ob Keuter in das gelobte Land …

Zur Erinnerung

Vielleicht grämt sich jetzt der Mann. So viele Jahre unermüdlich für die Partei im Einsatz. Und dann. Nur ein paar Schüsse am Vormittag. Sofort aus der Partei ausgeschlossen, noch desselben Tages.

Vielleicht hätte er sich dabei filmen lassen sollen. Was ist schärfer als scharfe Kugeln? Wie scharf wäre das erst gewesen, gefilmte scharfe Kugeln? Dann wäre die Partei vielleicht milder mit ihm gewesen, hätte sie abgewogen, berücksichtigt seine Lebensverdienste für die Partei.

Aber der Mann muß sich nicht grämen. Er hatte ein schönes parteipolitisches Leben. Traf hohe und höchste Kameraden und Kameradinnen seiner Partei, im eintrachtigen Umgange, manche von ihnen waren sogar für kurz Hohe und Höchste im Staate.

Daran soll er sich nun dankbar erinnern, vielleicht bei einer Wanderung bergauf. Wie schnell vergißt der Mensch die guten Zeiten, in denen er auf gewichtige Menschen traf. Und damit er nicht als Aufschneider abgetan wird, wenn er beispielsweise in der Rosshütte dann erzählt, mit wem er recht bekannt war, soll ihm dieses eigens für zum Abschiede und Trost erstellte Erinnerungsblatt Hilfe sein. Da werden die achthundert Gäste in der Stube staunen. Denn. Es sind rechte Persönlichkeiten, recht bekannt in Österreich und Land, die ihren Weg weitergehen wollen.

Es ist zu hoffen, ihm mit dem Erinnerungsblatte eine kleine Freude zu machen, eine, die den Gram, die Enttäuschung vertreibt, ihn friedlich der Zeiten erinnern läßt, im sicheren Schoße der Partei, der Aufmerksamkeit der Hohen und Höchsten gewiß.

Nun, kurz zum Abschluß, bloß ein paar Hinweise auf Kapitel, die vom rechten Gespür der identitären Parteien für Waffen erzählen.

Mit welchem beginnen?

Vielleicht. Damit die Erinnerung daran nicht so rasch verblaßt. Es war in der kurzen Zeit des Ibizakanzlers, als ein besonderer Mann recht eifrig an dem neuen österreichischen Waffengesetz …

Zu vergessen nicht das Kapitel, in dem von gesinnungsgemäß mit Waffen posierenden Männern auf Altherrenart …

Auch das recht schöne Kapitel: Schießen ist ein schöner Sport …

Das Kapitel über recht besondere Geschenke zum Anlaße eines Balls in der Hofburg …

Das Kapitel, das von jenen erzählt, die zu den Waffen greifen wollen, sie darüber dann, sollte es je dazu kommen, vielleicht auch sagen werden, Schießen sei ein schöner Sport, und erbost darüber sein werden, wenn die Getroffenen diese Meinung nicht teilen werden können.

Das Kapitel, das von der Reinwaschung eines Mörders erzählt, für den Partei ergriffen wird. Für seinen Mord alle anderen verantwortlich gemacht werden. Schuld ist der Andere, aber, dabei darauf vergessen wird: der Andere ist ein Ich.

Ein Hinweis noch, ein letzter, auf ein Kapitel, das von einem ebenfalls besonderen Mann in Österreich erzählt, der Salvini unterstützt. Und zwar deshalb, weil aus dieser Partie der Lega, die zur großen Allianz auch mit der identitären Partei aus dem Österreichischen vereint, ein Mann mit seiner Glock nicht auf dem Balkon blieb, sondern schießend durch die Straßen fuhr …

Mit einem allgemeinen Gedanken soll dieses Kapitel geschlossen werden. Es gibt viele, die den Begriff Patriotismus nicht aufgeben wollen, diesen nicht Parteien wie den identitären Parteien überlassen wollen, die sich recht eifrig als patriotische Parteien darstellen. Vielleicht sollte eine Unterscheidung getroffen werden. Um zwischen Patriotismus und dem Patriotismus der identitären Parteien zu unterscheiden, vielleicht von einem Waffenismus der identitären Parteien sprechen …

„Wir für Kurz – Kurz unterstützt Salvini mit Putin – Tonband belastet Lega“

„Der ehemalige österreichische Kanzler Sebastian Kurz unterstützt […] Innenminister Matteo Salvini. Kurz […] illegal auf den Weg […] endlich beenden.“

„Laut dem Bericht von Buzzfeed, der auf den Audioaufnahmen basiert, sollen sich sechs Männer, drei aus Italien, drei aus Russland, am 18. Oktober vergangenen Jahres im Metropol Hotel in Moskau getroffen haben, um Pläne für eine ‚große Allianz‘ zu schmieden. Bei dem Treffen soll es darum gegangen sein, wie Millionen Dollar aus Russland verdeckt an Salvinis Lega geschleust werden könnten.

Die Oppositionsparteien in Italien glauben ihm nicht und forderten den Lega-Chef auf, sich vor dem Parlament zu erklären. ‚Nach dem Ibiza-Gate in Österreich scheinen die Buzzfeed-Enthüllungen zu bestätigen, dass es obskure Beziehungen zwischen Russland und national-populistischen Parteien gibt‘, kommentierte Benedetto Della Vedova, Chef der Oppositionspartei „+ Europa“ am Mittwoch.“

In welcher Sache Sebastian Kurz den Innenminister unterstützt, ist hier nicht zu erwähnen und schon gar nicht auszuführen, keine Zeile des Eingehens darauf wert, weil das von Salvini und Kurz in dieser Sache je Vorgebrachte nicht nur auf das Verkürzeste verkürzt ist, sondern in keiner Weise je ein positiver Beitrag ist, ja, die Beiträge von Kurz und Salvini nicht einmal diskutabel sind. Zu belegenden Dokumentationszwecken jedoch ist es unumgänglich, die Unterstützung von Kurz für Salvini in einer Collage festzuhalten.

Das Umfeld, zu dem sich Sebastian Kurz hingezogen fühlt, das Feld, auf dem sich Sebastian Kurz wohl zu fühlen scheint, ist aber doch immer wieder zu erwähnen.

Sebastian Kurz kennt dieses Umfeld bestens. Und der Mensch des einfachen Gemüts verläßt nicht gerne und schon gar nicht freiwillig das Umfeld, das er kennt, denn es gibt ihm Sicherheit, das Feld, bewahrt ihn vor Auseinandersetzungen, vor Herausforderungen, denen er sich nicht gewachsen fühlt. In Österreich ist ihm dieses Umfeld der Serienehrlichkeit abhanden gekommen. Das ist zu bekannt, um es noch einmal ausführen zu müssen. Es reicht diesmal zu sagen, in Österreich war es kein Tonband, sondern ein Video.

Und nun ist Sebastian Kurz auf der Suche nach diesem seinen verlorenen Umfeld. Seine Unterstützung für Salvini scheint ihm Hoffnung zu geben, wieder auf sein ihn schützendes Sehnsuchtsumfeld zu gelangen.

Salvini mit seiner Lega verkörpert doch diese Serienehrlichkeit in traditioneller Reinkultur.

Michael Köhlmeier, das fällt kurz nebenher auch zum durch Sebastian Kurz unterstützten Innenminister ein, hat eben erst gemeint, in einer Prüfung des Sebastian Kurz über sein Wissen über Geschichte „es würde einen grausen“ …

Sebastian Kurz weiß von Geschichte sicherlich genug, und dennoch „graust“ es ihn nicht, Salvini zu unterstützen, der schon mit seiner Frage allein Geschichte „grausig“ lebt.

Was bleibt dann noch zu sagen? Nichts.

Außer, weil heutzutage alles kleingenau erklärt werden muß, die Kapitelüberschrift.

Kurz unterstützt Salvini und Tonband belastet Lega sind in Anführungszeichen gesetzt, weil es zwei, wie in der Collage gelesen werden kann, zusammengezogene Überschriften aus Medien sind. Mit Putin ebenfalls in Anführungszeichen. Ebenfalls unter Anführungszeichen: Wir für Kurz. Weil mit dieser Parole geht die türkisgetupfte schwarze Partei zur Zeit in den Wahlkampf talwärts …

Die Kapitelüberschrift könnte aber auch einfach wie kurz zusammengefaßt lauten:

Wir für – Kurz für Salvini mit Putin …

„Mit Putin“, ein Wort von Sebastian Kurz selbst.

Wie das war, mit Putin, vielleicht wird er einst selbst darüber schreiben, vielleicht sogar in einer eigenen Glosse, sollte sich die Jury und der ehrenwerte Vorsitzende sich für ihn entscheiden, Kommentarist von Österreich ab dem letzten Septembertag seiner Kolumne Bundeskanzler zu sein, vielleicht wird er sich einst schreibend erklären, es muß nicht immer ein Video oder ein Tonband sein, wie das war, mit Putin, vielleicht wird er es mit Idealismus erklären, mit einem Begriff, dessen traditionell österreichische Bedeutung und vor allem ehrenreiche österreichische Auslegung ihm von seiner für eine recht kurze Zeit gewesene Regierungspartnerin erst so recht gelehrt wurde …

Oh, Österreich, treues Land des Idealismus …