Sicherungsverschrottungsgesetz

Mit strahlendem Gesicht verliest die Nachrichtensprecherin das neueste Vorhaben der österreichischen Bundesregierung:

Österreich wird Weltspitzensicherungsland

Um Österreich an die Spitze der Welt zu führen, Österreich zum sichersten Land der Welt zu machen, wird die österreichische Bundesregierung am Freitag, dem 1. März 2019, ein Gesetz verabschieden, und zwar das Sicherungsverschrottungsgesetz.

Dieses Gesetz sieht vor, daß Personen, die auffällig geworden sind, nicht nur ihr Führerschein lebenslänglich entzogen wird, sondern diese Personen auch ihren Personenkraftwagen zur Verschrottung zu übergeben haben.

Nach diesem Gesetz wird jede Person als Gefährderin eingestuft, die wegen Geschwindigkeitsübertretung amtsbehandelt wurde. Als Gefährderin wird bereits jede Person angesehen ab der ersten Verhängung eines Mandates.

Nach diesem Gesetz wird jede Person als Gefährderin eingestuft, deren Alkoholisierung festgestellt wurde. Ab dem ersten positiven Alkoholtest ist jede verkehrsteilnehmende Person als Gefährderin zu führen. Positiv ist jeder Alkoholtest ab 0,0001 Promille.

Es erfolgt bereits bei der ersten Geschwindigkeitsübertretung und bereits beim ersten positiven Alkoholtest der Entzug des Führerscheins und die sofortige Einbehaltung des motorbetriebenen Fahruntersatzes.

Es wird mit dem sofortigen Bau einer Sammelverschrottungsanlage abseits bewohnter Gebiete begonnen. Alle motorbetriebenen Fahruntersätze werden zur Verschrottung in dieses Sammellager verbracht.

Dieses Gesetz wurde, so die Regierungssprecherin, notwendig, da die Bundesregierung erkannt habe, zu oft scheuen Personen, denen der Führerschein abgenommen wurde, nicht davor zurück, dennoch ihren in ihrem Besitz befindlichen motorbetriebenen Fahruntersatz illegal in Betrieb zu nehmen, im Straßenverkehr gesetzesbrecherisch unterwegs zu sein. Sie stellen eine Gefahr für die Sicherheit im Land dar. Um amtsbekannten Gefährderinnen jede Möglichkeit zu nehmen, das Leben der Bevölkerung in Gefahr zu bringen, die Sicherheit zu einhundert Prozent zu gewährleisten, hat sich die Bundesregierung zu diesem Gesetz entschlossen.

Mit diesem Gesetz werde, so die Regierungssprecherin, Österreich zum Sicherheitsweltspitzenland.

Um aber diesen Weltspitzensicherheitsplatz nachhaltig abzusichern, ist darüber hinaus gesetzlich eine Sicherheitsnachbarschaftsprämie vorgesehen. Der Bundesregierung ist es bewußt, die Überwachung durch die Sicherheitskräfte von Militär und Polizei kann niemals lückenlos sein. Deshalb kommt es hier entscheidend auf die Expertise der Bevölkerung an. Ihre Einschätzung, ob eine Person eine Gefährderin ist, ihre Meldung einer Person als Gefährderin, wird mit einer Sicherheitsnachbarschaftsprämie Anerkennung gezollt. Die Expertise der Bevölkerung ist mit Mandat und Alkoholtest gleichgesetzt im Vollzug des Sicherungsverschrottungsgesetzes.

Besonders freue es die Bundesregierung, für die Leitung des Verschrottungssammellager, das den Namen „Klimawandel“ gesetzlich führen wird, einen besonders geeigneten Mann gewonnen haben zu können, der davon überzeugt ist, mit der Führung von „Klimawandel“ einen größeren Dienst für das Land und für die Bevölkerung leisten zu können, als er es je als Landeshauptmann zu leisten hätte vermögen. Gerne habe er deshalb zugunsten der Leitung von Klimawandel auf die Position eines Landeshauptmannes verzichtet.

Abschließend stellt die Regierungssprecherin mit Bedauern fest, daß weder der Bundeskanzler noch der Vizekanzler an diesem historischen Freitag bei der Gesetzesverabschiedung persönlich anwesend sein werden können, da sie sich bereits vor drei Monaten dazu entschlossen haben, am 1. März 2019 ihren persönlichen Feiertag zu begehen.