Wenn er im Dezember 2012 schreibt, daß keine Regierung um eine drastische Erhöhung des Verteidigungshaushaltes herumkommen werde, für die Umstellung und den Erhalt einer Hochtechnologie- und Profiarmee … Hat Ihnen Hannes Androsch, Herr Verteidigungsminister, bereits seine drastische Wunschzahl genannt, und wenn ja, sind Sie mit diesen drastischen Vorstellungen einverstanden bzw. stimmt dieser drastische Steuergeldbedarf mit Ihrem eigenen Steuergeldbedarf für Investitionen in Verschrottungsprodukte überein?
Und wie viel Steuergeld wird es für die Rüstungsindustrie werden sollen? In Polen, wie kürzlich das Beispiel gegeben wurde, werden es gar nicht so lange nach der Umstellung auf ein Berufsheer nun 31,7 Milliarden Euro werden, die in den nächsten zehn Jahren für das Berufsheer ausgegeben werden wollen, Dieser Betrag umgelegt auf das kleine Land Österreich und seine Verhältnisse werden es dann, Herr Verteidigungsminister, wie viele Milliarden sein? Denkt Hannes Androsch, Ihr Verteidiger des Berufsheeres, der nicht vor Ihnen stand, als Michael Häupl den Kronenwahlkampfschuß -, möchte Hannes Androsch auch Drohnen haben, wie sie u.v.a.m. nun beispielsweise in Polen für die Berufsarmee – auch für den militärischen Einsatz – angeschafft werden sollen?
In einem stimmt der sozialdemokratische Großindustrielle Hannes Androsch mit Armin Krishnan argumentativ überein, daß die Zeit der Massenheere vorüber sei, aber damit hat es sich dann auch schon, denn die Zukunft des Krieges, dem menschgemäß keine Zukunft gewünscht wird, wird eine andere sein … Hannes Androsch versucht auch in diesem Artikel für Österreich, ach für Österreich, eine terroristische Bedrohung herbeizuschreiben, vor der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu warnen, während er zugleich Großeinkäufe bei der Waffenindustrie propagiert, und sieht wieder einmal, als wäre er ein Wiedergänger eines freiheitlichen Politikers, die Herausforderung für das Bundesheer auch darin, Gefahren durch unerwünschte Migration aus anderen Regionen abzuwehren, und industriellengemäß geht es ihm ein weiteres Mal um Ressourcensicherheit, wie im Dezember 2012 in den Wirtschaftsnachrichten gelesen werden konnte:
Allerdings sind in der Zwischenzeit andere sicherheitspolitische Gefahren und Herausforderungen entstanden. Dazu gehören die Bedrohung durch terroristische Angriffe, die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen, das Streben nach Ressourcensicherheit. unerwünschte Migration aus anderen Regionen, Naturkatastrophen oder Cyber-Attacken. Unwahrscheinlich ist allerdings, daß die Kosten für die Umstellung und den Erhalt einer Hochtechnologie- und Profiarmee gleich bleiben werden. Um eine drastische Erhöhung des Verteidigungshaushalts wird daher keine Regierung herumkommen.
Wenn davon ausgegangen werden will, Hannes Androsch habe sich mit militärischen Zukunftsszenarien theoretisch beschäftigt, wofür sein Hinweis, daß die Zeit der Massenheere vorüber ist, als Indiz genommen werden könnte, dann verschwiege Hannes Androsch aber bewußt, welche militärischen Zukunftsszenarien theoretisch – basierend auf praktischen Entwicklungen – debattiert werden, wie beispeilsweise von Armin Krishnan in „Gezielte Tötung“.
Ehe mit einen Zitat aus „Gezielte Tötung“ geschlossen wird, um ein weiteres Mal aufzuzeigen, was auch ein Hannes Androsch nicht anspricht und worüber in Österreich nicht breitest diskutiert und nicht breitest geschrieben wird in bezug auf militärische Zukunftsszenarien, sollen die wirtschaftlichen Argumente, wie sie von Hannes Androsch und gleich vom Verteidigungsminister für die Beibehaltung des Militärs in seiner bevorzugten Art in Erinnerung gerufen werden, was zu diesen bereits geschrieben wurde:
Steuergeldabgabentisch der Rüstungsindustrie
Wofür Waffen um 310 Milliarden Steuergeld gekauft werden
Wer volkswirtschaftlich argumentiert, kann weder für Wehrpflicht noch Berufsheer sprechen
Aber es gibt für den 20. Jänner 2013 ein Ausstiegsszenario für Bürger und Bürgerinnen, deren Umsetzung Sie sich überlegten sollten, beschrieben ist es in:
Der Regierung ihr leeres Heft ablehnen
Nun aber wirklich nur noch das oben angesproche und somit weitere Zitat aus „Gezielte Tötung“:
Darüber hinaus scheinen westliche Regierungen angesichts einer sich verschlechternden Wirtschaftslage mit größeren Unruhen, Ausschreitungen und Aufständen sowie einer schwindenden Mittelschicht, zunehmender Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen sozialen Ausgrenzung und Verarmung ganzer Bevölkerungsgruppen zu rechnen. In den USA und Europa wird spätestens seit 2001 keineswegs grundlos der Einsatz der Streitkräfte im Inneren diskutiert, allerdings vorerst unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung.
Selbst in Deutschland haben sich mehrere deutsche Spitzenpolitiker für einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren starkgemacht, zuletzt Innenminister Hans-Peter Friedrich, der eine entsprechende Verfassungsändeurng vorschlagen hat.
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