SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner: Hitler „muß endlich klar gegen Nationalsozialismus und Antisemitismus auftreten und sein Durchgriffsrecht nutzen.“

Das fordert Pamela Rendi-Wagner nicht. Aber weil es in der Daueraffäre Österreich wieder einmal um den Nationalsozialismus geht, ist dieses Gedankenspiel erlaubt, was hätte sie, Rendi-Wagner, beispielsweise in den vierziger Jahren gefordert? Daß Adolf Hitler sein „Durchgriffsrecht“ gegen Himmler, gegen Eichmann, gegen Seyß-Inquart, gegen … „nutzen“ muß?

So kommt es vor, wenn sie, Rendi-Wagner, fordert, wie von der Tageszeitung „Kronen-Zeitung“ am 1. November ’19 zitiert:

„Hofer muss endlich klar gegen Nationalsozialismus und Antisemitismus auftreten und sein Durchgriffsrecht nutzen.“

Von wem fordert sie das? Von einem Rechtsextremen.

Was befördert sie damit? Den Glauben daran, es muß einen sogenannten starken Mann geben, einen, der durchgreift, dann ist alles gut, wenn es einen Führer gibt. Gendergemäß müßte hier auch die sogenannte starke Frau, die Führerin angeführt sein, aber es entspricht so gar nicht der österreichischen Wirklichkeit und vor allem nicht der zurzeitigen hoferischen Partei.

Was sagt sie damit noch aus? Norbert Hofer wäre nicht nur freundlich, sondern auch gut, aber seine Partei, aber seine Kameraden, die sind nicht so.

Was sie dabei vergessen machen will. Norbert Hofer ist die Führerfeder des Parteiprogramms der identitären Parlamentspartei.

Was sie dabei vergessen machen will. Unter Strache-Hofer und zur Zeit unter Hofer mehr als je zuvor Burschenschafter als Abgeordnete im österreichischen Parlament, unter Hofer also, kurz zusammengefaßt, so viele Budenmänner wie nie zuvor im Parlament der österreichischen Republik.

Was ihr Appell an Hofer noch ist. Es ist eine gefährliche Forderung an Hofer, sein „Durchgriffsrecht“ noch mehr zu „nutzen“. Auch sein jahrzehntelanges Mitdurchgreifen und schließlich zurzeitig alleiniges Durchgreifen haben seine Partei noch mehr dazu gemacht, zu dem, was er, Hofer, unter einer „normalen Partei“ verstehen will, er dies sich als Ehre und Stolz wohl recht hoch anrechnen wird.

Kurz ist es her, um genau zu sein, im September ’19 erst war es, daß Hofer mit seinem Stefan im Parlament mit einem Antrag ihren lebenslänglichen Gesinnungsbund erneuerten. Als ihre Treuzeugen kämen viele aus ihrer Kameradschaft in Frage, in diesem besonderen Fall des Wegnehmenwollens von Eherechten aber recht Pfeiffer …

Statt von einem gesinnungsgemäßen Anführer etwas zu verlangen, daß er aufgrund seiner Gesinnung gar nicht leisten kann, auch deshalb, weil das von Rendi-Wagner beschworene „Durchgriffsrecht“ gegen ihn selbst zuerst schlagend werden müßte, hätte sich Rendi-Wagner an jene zu wenden, die von ihrem Durchgriffsrecht endlich deutlich und unmißverständlich Gebrauch zu machen haben, an die Wahlberechtigten mit ihrem Durchgriffsrecht mittels deren Wahlrecht.

Um sich Regierungsumsatzsteuergunst zu verdienen, kann in Österreich nur eines empfohlen werden: Künstler werdet Hotels, Künstlerinnen werdet Campingplätze, kurz gesagt, Tourismusbetriebe.

Tourismusministerin verteidigt Zurücknahme erhöhter Mehrwertsteuer

Im Morgenjournal von diesem Dienstag, 27. Februar 2018, verteidigte der diesmal mit der Stimme von Elisabeth Köstinger sprechende Sebastian Kurz die „Zurücknahme der Mehrwertsteuer für Tourismusbetriebe.“

Österreich will im Tourismus noch wettbewerbsfähiger werden. Hotels, Pensionen und Betreiber von Campingplätzen könnten mit einer Senkung der Umsatzsteuer auf Nächtigungen von 13 auf zehn Prozent rechnen, sagte Tourismusministerin Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag in Krumpendorf. Die entsprechende Vorlage werde am Mittwoch im Ministerrat behandelt. Das Gesetz solle zum 1. November in Kraft treten. Das Volumen der Entlastung für die Betriebe bezifferte die Ministerin mit 120 Millionen Euro jährlich. Trotz Rekordzahlen bei den Gästen seien die Gewinne seit Jahren rückläufig.

Weiterhin aber wird es die erhöhte Umsatzsteuer für Künstler geben. Künstlerinnen müssen demnach enorme Gewinne machen. Denn. Wären die Gewinne auch bei ihnen seit Jahren rückläufig, die Ministerin, die so viel von Sebastian Kurz spricht, läßt keinen anderen Schluß als den zu, in Wahrheit ist sie Sebastian Kurz, würde sofort die Umsatzsteuer für Kunstschaffende senken.

Wenn Kunstschaffende also auch die Regierungsumsatzsteuergunst erlangen wollen, kann ihnen nur eines geraten werden: Werdet Hotels, werdet Campingplätze, werdet Pensionen, kurz, Tourismusbetriebe.

Damit ist aber nicht gemeint, die Kunst aufzugeben. Malerinnen etwa könnten aus ihren Ateliers kleine, aber feine Pensionen machen, mit ein zwei oder drei, vier Betten. Und Gäste zahlen für ihre Übernachtungen den Quadratzentimeterpreis, den sie für ihre Bilder festgelegt haben, und sie, die Gäste, bekommen zur Erinnerung an Atelierpensionsübernachtung das Bild, das sie sich ausgesucht haben.

Das könnte der Kunst in Österreich einen neuen Auftrieb geben. Allein schon die dafür zu findenden Namen für die Atelierhotels könnten eine neue Kunstrichtung begründen: Atelier zur schönen Aussicht und so weiter und so fort.

Soher kann erst so recht verstanden werden, wenn der zurzeitige Bundeskanzler als Tourismusministerin davon spricht, Österreich wieder zur Spitze – das geht eben nur mit der Kunst

Österreich ist, heißt es immer wieder bei seinem ergebensten Kritiker als Schriftsteller, also bei Thomas Bernhard, ein kunstfeindliches, ein kunstzerstörendes Land, oder so ähnlich, wer will sich schon seiner Wörter genau erinnern. Das Gegenteil ist der Fall. SPÖ und ÖVP haben 2016 diese Kunstmotivation durch die Erhöhung der Umsatzsteuer aus reiner Liebe zur Kunst in Gang gebracht, und FPÖ und ÖVP gehen diesen Weg aus reiner Liebe zur Kunst unbeirrt weiter, ihr größtes Anliegen, Kunstschaffende zu motivieren, sie derart herausfordernd zu fördern …

 

 

Indirekte Steuern – Das schwarz-rot-blaue Schröpfen der Menschen mit „kleinen und mittleren Einkommen“

Indirekte Steuern

Die identitäre Parlamentspartei und bald zur identitären Regierungspartei gemachten will, heißt es in ihrem Wirtschaftsprogramm, vermehrt auf „indirekte Steuern“ setzen.

Das heißt, die Menschen mit geringen Einkommen werden geschröpft. Es muß noch nicht ausgeführt werden, was das bedeutet, hohe indirekte Steuern. So viel kann im Gegenzug die Senkung von „direkten Steuern“ gar nicht ausmachen, daß Menschen mit geringen Einkommen dabei mit einem fetten Minus aussteigen.

Das wurde schon vorgerechnet, anhand des Programms von ÖVP-Kurz:

Erdäpfelschalen statt Butter aufs Brot

Aber es scheint, die Menschen wollen geschröpft werden, so wie sie wählten, am letzten Sonntag, 15. Oktober 2017. Sie wählten die Parteien mit den Farben schwarz, rot, blau …

Die feudal-christlich-rote Regierung hat das blaue Setzen auf „indirekte Steuern“ schon 2016 umgesetzt, also die Umsatzsteuer erhöht:

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Fairness in der Übersetzung von zwei Parteien in Österreich: „Blondheit“ und „Kirchheit“

Dennoch ist es kein Widerspruch, wenn die identitäre Parlamentspartei schreibt, sie wolle auf „indirekte Steuern“ setzen und zugleich werde „mehr Geld für den privaten Konsum“ bleiben. Es wird „mehr Geld“ bleiben, jenen, die bereits „mehr Geld“ haben, dank der Menschen, die jetzt schon gerade noch Geld haben, um den täglichen lebenserhaltenden Einkauf bis zum 25. oder bei viel Glück bis zum 28. eines jeden Monats …

Auch daran kann abgelesen werden, es wurde nicht Veränderung gewählt, die Nationalratswahl ’17 wurde zu keiner Wahl des Neuen, sondern es wurde lediglich das Phantasma der Veränderung gewählt.

Es ist nur noch blauer geworden.

 

FPÖ unzensuriert, Heide Schmidt und Alexander Surowiec

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Es stellt sich doch die Frage, weshalb Heide Schmidt, wenn sie über eine „Schmuddelseite“, über einen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ spricht, sich dazu versteigen muss, einen Vergleich anzustellen, eine Nebensächlichkeit als das Gesamte hinzustellen, das Gesamte auf eine Nebensächlichkeit zu reduzieren, und dazu gleich der FPÖ eine Note Eins minus zu geben, oder in mündlicher Benotung ausgedrückt: „Fast harmlos“.

Sie, Heide Schmidt, nennt es „Ironie der Geschichte“.

Es ist keine „Ironie der Geschichte“.

Es ist dieses Klugherzeiggerede in Österreich ohne Kenntnisse. Und seltsamerweise oder treffender österreichgemäß fällt es stets zugunsten von … auch in diesem Fall der identitären Parlamentspartei aus.

Heide Schmidt wird nicht viel über FPÖ unzensuriert wissen. Das hält sie dennoch nicht davon ab, gleich positiv über die gesamte FPÖ zu reden, Wähler und Wählerinnen diese schmackhaft zu machen.

Es wird nicht gewußt, was schlimmer ist. Mit Unkenntnis so zu reden, im Besitz vollständiger Kenntnisse zu sein. Oder gegen eigene Kenntnisse Persilzeugnisse auszustellen.

Bei dem von Heide Schmidt angesprochenen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ handelt es sich um Alexander Surowiec. Allein dieser mit seinem Referatsverhältnis mit den … verwehrt bereits jedwede Ausstellung eines positiven Zeugnisses für die identitäre Parlamentspartei  …

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

In einem Land mit einer sogenannten Bildungselite, die mit Blindheit für das Gesamte geschlagen ist, kann es nach dem 15. Oktober 2017 zu keiner anderen Regierung kommen als …

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Es kann für den 15. Oktober 2017 nur gehofft werden, daß allein die sogenannte Bildungselite durch ihre Wahl zu solch einer Regierungspartei beiträgt, dann kann es keine identitäre Regierungspartei geben, weder an der Seite der feudal-christlichen Partei noch an der Seite von …

Auf die anderen Wähler und Wählerinnen, denen von der sogenannten Bildungselite alles, was nur im Entferntesten mit Bildung zu tun hat, abgesprochen wird, ist Verlaß. Das haben sie in Österreich erst im Dezember 2016

Die Menschen sind klüger, als Belehrer und Belehrerinnen sie haben wollen.

eindrucksvoll bewiesen … hätten sie so gewählt, wie im Parlament gewählt wird, hieße heute der Bundespräsident … und nicht nur in Österreich, wie gelesen werden kann:

Glücklichen Zeiten entgegen

Sebastian Kurz wählt am 15. Oktober 2017 neuen politischen Stil: also nicht schwarz, nicht rot und nicht blau

Es sei also für ÖVP-Kurz die Wahl am 15. Oktober 2017 eine „Volksabstimmung“, ob in Österreich ein „neuer politischer Stil“ gehabt werden wolle.

Das heißt, er wird, wenn er das wirklich will,

Rot-Blau-Schwarz am 15.10.2017 zu wählen, heißt, Demokratie der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zu wählen.

weder schwarz noch blau noch rot wählen.

Nebenbei. Bisher wurde stets gedacht, Wahlen sind Wahlen über Inhalte. Für Sebastian Kurz sind also Wahlen Volksabstimmungen über Stil. Was ist Stil? Verschleierung der Inhaltslosigkeit.

Er, Kurz, wird aber, das ist zu erwarten, doch sich selbst wählen. Denn einen „neuen politischen Stil“ zu wählen, also nicht die Parteien mit den Farben schwarz, blau, rot, hieße, Inhalte zu wählen, die ein neuer politischer Stil sind, und das ist für ihn doch eine Herausforderung als Überforderung.

Und es ist wohl auch allein das schon eine Überforderung, den Stil zu wechseln, in dem er aufgewachsen ist. Ein Stil, der gerade in diesen Tagen, seine Vornehmheit zur Schau stellt und vorneweg …

Nebenbei, aber zugehörig. Wie zu lesen ist, sei Sebastian Kurz im „Grenzland“ gewesen. In Spielfeld. Jetzt noch von „Grenzland“ zu schreiben, wie diese Tageszeitung, mutet befremdend an, wie aus einer Zeit, als diese Provinz „südliches Bollwerk“ war gegen … und also nicht Teil der Europäischen Union — —

Nebenbei. aber zugehörig zu „Volksabstimmung“ und „Grenzland“ … Wird von Sebastian Kurz noch vor dem 15. Oktober 2017 zu vernehmen sein?

Wahl am 15. Oktober ist Eintritt in die Volksarmee. 

Denn. Was wäre das für ein „Grenzland“, in dem Wahlen „Volksabstimmungen“ sind, ohne „Volksarmee“?

Übrigens. Von Nigel Farage stammt „Volksarmee“ und die Deutung von Wahlen als Eintritt in die „Volksarmee“.

EU-Wahl heißt für den von He.-Chr. „Strache bewundert[en] UKIP-Chef“ nicht zu wählen, sondern in die „Volksarmee“ einzutreten

Von einem Millionär also. Und auch Sebastian Kurz nimmt doch nur Anleihen bei den Erfolgreichsten …

Wie beispielsweise bei „Jetzt. Oder nie.“

ÖVP-Kurz - Wahlen im Grenzland sind Volksabstimmungen

 

 

Thomas Drozda, Agenturminister der FPÖ

Eine Werbeagentur, von der identitären Parlamentspartei damit beauftragt, ein Herauskommen aus dem neuerlichen Fall „Hübner schon wieder“ zu finden, hätte der FPÖ zu keiner anderen Sprachregelung raten, keine andere finden können, als die von Thomas Drozda, der formalerweise als Kunst- und Kulturminister geführt wird, aber tatsächlich ein Agenturminister der FPÖ ist.

„Ich finde es gut, wie klar die FPÖ in der Causa Hübner gehandelt hat.“

Wie klar die FPÖ gehandelt hat. Wahrlich. Da trat die FPÖ vor, hieß plötzlich Johannes Hübner, die erklärte, sie werde nicht mehr kandidieren, während Johannes Hübner, der plötzlich FPÖ hieß, die sich immer noch verteidigte, die nicht einsah, was sie von sich gab, und die weiter kandidieren wollte.

Das also ist die Klarheit von der Werbagentur Drozda. Ein sofortiges Zurücklegen des Nationalratsmandates, ein sofortiges Ausschließen aus der FPÖ, das wären zu unklare Handlungen gewesen.

Und Klarheit vermittelt die Aussage von Drozda in noch einer Hinsicht. Welchen Stellenwert die Agentur Drozda dem österreichischen Parlament gibt. Keinen. Denn sonst hätte er wohl zuerst einen Rücktritt verlangen müssen. So gering ist ihm also das Parlament, daß ihm eine Nichtkandidatur völlig ausreicht.

Und noch eine Klarheit wird der Agentur Drozda verdankt, mit seiner Aussage in seinem Interview mit der „Kronen-Zeitung“ am 5. August 2017:

„Martin Graf muss man dann beurteilen, wenn er gewählt ist. Aber ich will heute keine Zensuren vergeben.“

Zu spät, immer zu spät. Das wäre die mündliche Beurteilung.

Zensuren in traditioneller Weise: Sehr gut für Thomas Drozda als Agentur für die identitäre Parlamentspartei. Nicht genügend für Thomas Drozda in seiner formalen Position als Kultur- und Kunstminister. Nicht genügend auch im Fach Politik. Sehr gut im Fach Parteipolitik zugunsten der identitären Parlamentspartei. Sehr gut auch im Fach Persönliches Weiterkommen.

Ein gutes und sicheres Gehalt reicht menschgemäß aus, um für alles zu kandidieren. Auch wenn Drodza dem Parlament keinen hohen Stellenwert beimißt, für das Parlament kandidiert er trotzdem an wohl noch sicherer Stelle, die ihm den Einzugs in Parlament garantiert, also zum garantierten Lohnzettel.

Insgeheim erwartet er sich wohl wieder ein höheres Gehalt. Denn auf die Frage, ob er bei einer rot-blauen Koalition mit an Bord wäre, sagt sie, die Agentur Drozda:

„Wir haben einen Kriterienkatalog, zu dem ich mich zu hundert Prozent bekenne. Über Koalitionen kann man nach der Wahl nachdenken.“

Was von solchen Kriterienkatalogen zu halten ist, wird nicht erst seit

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

Werte, Töchter der Zeit

Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig

dem sozialdemokratischen Kriterienkatalog gewußt. Einer der ältesten Vorreiter für solche Kataloge ist der christliche Kriterienkatalog, mehr bekannt unter dem Titel „Bibel“. Die massivsten Verletzung, das absolute Ignorieren und Negieren der Nächstenliebe, das Barbarische, das Massenmörderische begann erst, als ein neuer Kriterienkatalog geschrieben ward, in dem, wie heute noch stets verwiesen wird, nur von Liebe und Frieden geschrieben wurde, beim oberflächlichen Lesen kann der neue Kriterienkatalog so gelesen werden.

Thomas Drozda ist bloß ein weiterer Grund, weshalb es am 15. Oktober 2017 so wichtig ist, daß es zu keiner Rückkehr kommt, wichtig für die Menschen im Land, wichtig für  das österreichische Parlament:

Österreich - Wenn der Vorhang fällt - Nach der Nationalratswahl 15-10.2017

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

PS Zu den oben vergebenen Noten gibt es auch, nicht mündliche Beurteilungen, aber Notizen, die die Noten um einiges klarer machen. Vor allem jene über sein Hauptaufgabenfeld Kunst und Kultur, die anders klingt als der Werbespruch in eigener Sache, Künstlerinnen und Künstler seien mit ihm als … zufrieden:

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Thomas Drozda - Agenturminister der identitären Parlamentspartei

Leopold Kunschak, Franz Dinghofer, Karl Renner – Die nach ihnen benannten Preise der drei Parteien erzählen viel vom Zustand Österreichs in seinem Halbdunkel

Kunschak - Dinghofer - Renner und Peter_ unzensuriert.jpg

Wie artig Karim El-Gawhary für den Leopold-Kunschak-Medienpreis sich bedankt, und ebenso wohlerzogen seine „Gratulation an alle anderen Preisträger“ – den Preisträgerinnen nicht; Frauen wird ja ohnehin zur Genüge gratuliert, bei den Geburten ihrer Kinder …

Und weil Karim El-Gawhary gar so artig gratuliert zu den Leopold-Kunschak-Preisen soll artig von den Preisen der drei Parteien, die wohl nach dem Oktober 2017 am liebsten wieder allein zu dritt im Parlament sein würden wollen, erzählt werden. Denn. Sogenannte staatstragende Parteien, oder, wie es heute oft zu hören ist, sogenannte Systemparteien, oder, so kurz wie schlecht gesagt, das Establishment, das solche Preise vergibt, machen es auch ein wenig einsichtiger, weshalb Österreich ist, wie eben Österreich ist, weshalb seine Medien sind, wie sie seine Medien sind, weshalb sein Politik ist, wie seine Parteipolitik ist.

Da wäre also der christschwarze oder nun kurzschwarze Leopold-Kunschak-Preis. Wie viele Journalistinnen und Journalisten haben diesen schon bekommen. Es wäre wohl leichter aufzuzählen, von welchem österreichischen Medium wurde noch kein Journalist oder noch keine Journalistin ausgezeichnet. Ob Eva Twaroch sich 2015 für ihren Leopold-Kunschak-Preis auch so artig bedankt hat, wurde nicht erhoben; gefreut wird es sie wohl haben …

René Magritte muß in Österreich den höchsten Staatsorden posthum noch bekommen, Plätze, Gassen, Straßen müssen in Österreich noch nach ihm benannt werden. Mit seinem Titel „Dies ist keine Pfeife.“ lieferte er so etwas wie die Vorlage für die österreichische Formel, die für viele Gelegenheiten abrufbar ist.

Eine Formel, die nicht einmal gesagt zu werden braucht, nach der aber in diesem Land stillschweigend und einverständlich agiert wird.

Im Fall von den Leopold-Kunschak-Preisen heißt die Formel: „Dies ist kein Antisemit.“

Mit Blick auf zwei besondere Kunschak-Preisträger wäre die Meinung nicht von der Hand zu weisen, der Erhalt des Kunschak-Preises spornt noch einmal so recht an …

Und aus der Mitte entspringt die Extreme, das Identitäre

Bei den Preisen der drei sogenannten Systemparteien gibt es Abstufungen. Das gesinnungsgemäß forciertestes Geschäft betriebt die identitäre Parlamentspartei mit ihrem Franz-Dinghofer-Preis, wenn darauf geschaut wird, wer damit ausgezeichnet wird, und das ist nur in Österreich möglich, nicht irgendwo in einer halbdunklen Bude, sondern im Parlament von Österreich. Wahrscheinlich gibt es keine halbdunklen Buden, weil das ganze Land im Halbdunkel …

Für Franz Dinghofer können mindestens zwei Formeln verwendet werden, abwechselnd und auch gleichzeitig: „Dies ist keine Kornblume.“ „Dies ist kein Antisemit.“

Die Kornblume von Norbert Hofer seit 107 Jahren Symbol für antiösterreichische Gesinnung

Und dann gibt es noch den Karl-Renner-Preis der Sozialdemokratie. „Dies ist kein Ja.“ Aber auch: „Dies ist kein Antisemit.“

Homophobie, Antisemitismus – Diskursniveau von Karl-Renner-Publizistik-Preisträger Norbert Leser jenes von Karl Tropper?

Ob damit Österreich verstanden werden kann, ein wenig mehr, vielleicht. Aber eines kann schon verstanden werden, daß die drei Parteien wieder, nach der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017, am liebsten allein im Parlament auf ihren Stühlen gemeinsam wetzen möchten, verbindet sie doch so einiges, auch nach wem sie ihre Preise benannten und weiter vergeben. Und alle drei Parteien tun nicht wenig dafür, den Anschein zu erwecken, als stünden am 15. Oktober 2017 nur sie, die Dreifaltigkeit österreichischer Tradition, zur Wahl, sie tun nicht wenig dafür, bemühen sich, vergessen zu lassen, daß noch weitere Parteien kandidieren. Und die Medien mit ihren vielen Preisträgern und Preisträgerinnen unterstützen sie dabei, so gut sie es eben vermögen.

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie