Was ist ein Lkw gegen eine Atombombe, einen Supergau? Ein Holzspielzeug.

Was ist ein Lkw gegen Atomwaffen und Atomkraftwerke - ein Transportfahrzeug.jpgEin Fahrzeug für Transporte, das ist ein Lkw.

Und in Österreich ist ein Lkw ausschließlich ein Transportfahrzeug. Dennoch wird hysterisch über einen Lkw in Deutschland eine Groteske nach der anderen ausgestrahlt, weil ein einziger zum Morden mißbraucht wurde. Als  wären die Menschen in Österreich in Gefahr, als wäre – den Patrioten und Patriotinnen gewidmet: als wäre das Land in Gefahr, als wären die Werte in Gefahr.

Aber was sind das für Werte? Es sind die Werte der Gleichgültigkeit. Die Werte der falschen Gewichtung.

Gegen ein Transportfahrzeug will Lebenskultur, Bräuche, Freiheit, Demokratie und so weiter und so fort verteidigt werden, hingegen wird zugesehen, wird akzeptiert, wird verteidigt, die tägliche Aufrüstung des Arsenals zur Vernichtung von allem …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte …

In einer Welt der Überverschwendung an Ressourcen und an Steuergeld für Waffen aller Art zum n-fachen Ermorden von allen Menschen, von allen Lebewesen, in einem Europa mit Dutzenden von Atomkraftwerken, viele davon in unmittelbarer Nähe zu Österreich, wird in Österreich über einen Lkw im fernen Berlin gekreischt, von der Regierung ab…, nein, von der Regierung aufwärts bis zu den Menschen in den letzten grindigen Punschställen zum christlichen Glühen ob der Geburt des Papstes Fetisch.

Es werden in diesem Österreich, auch in Österreich, Menschen hofiert und verteidigt,

Trump, Erdoğan, Putin, Schirach, Assad May

Der geschichtevergessene Sebastian Kurz, Donald Trump oder Adolf Hitler hielt nie Wahlkampfreden

Mother, the man with the knob is here

Kathrin Zechner, Schutzheilige der Wachen

die offen beispielsweise vom Einsatz von Atomwaffen sprechen …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Auslöser für diese Drohung ein: Fake News. Eine gefälschte Nachricht also.

Und wenn eines Tages, eines schönen Tages, stellen Sie sich das vor, eines Tages die ganze Welt durch Atombomben vernichtet sein wird, das ganze Österreich menschenentleert und tierentleert sein wird durch Atomreaktorunfälle, dann werden Sie, wenn Sie dafür noch vielleicht zwei oder vier Sekunden haben, denken, was wäre das für eine schöne Welt gewesen, in der es nur Lastkraftfahrzeuge gegeben hätte, aber keine Atomwaffen, keine Atomkraftwerke, wie äußerst gering wäre Ihre Sicherheit bedroht gewesen, werden Sie denken, und, wie leicht hätten Sie sich davor schützen können, wenn einmal und tatsächlich etwa in Kleinraming ein Lkw als Mordwaffe mißbraucht worden wäre, durch Ihre Aufmerksamkeit, mit einem raschen Sprung zur Seite … Sie hätten dem Anschlag selbst, wenn Sie je in Ihren achtzig oder neunzig Lebensjahren in diese Situation gekommen wären, entgehen können, durch eigenes Handeln, aber ein Supergau, eine Atombombe verhöhnt bloß noch und ein letztes Mal in Ihrer Todesstunde Ihren Glauben an Ihre eigene Handlungskompetenz, an Ihre selbstbestimmte Existenz, an …

Das fällt an diesem Tag, am 27. Dezember 2016, ein, beim Lesen, daß Pakistan mit einem Atomschlag drohte … Regierungsverantwortliche bereits bereit sind, Atomwaffen einzusetzen, nur weil sie eine gefälschte Nachricht lesen – was für eine Unverantwortlichkeit! was für ein Terror! was für eine Bedrohung durch falsche Nachrichten! was für eine Wertelosigkeit!

Lebensgefahr 71 Jahre nach Kriegsende immer noch und weiter

„Die größte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg hat ein Ende: Die Fliegerbombe in Augsburg wurde entschärft. Damit können 54.000 Menschen in ihre Wohnungen zurück.

Von der Evakuierung sind 32.000 Haushalte betroffen. Es sei die größte deutsche Evakuierungsaktion seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Laut der Stadt Augsburg gab es 480 Transporte, Hilfsorganisationen hätten 200 Fahrzeuge im Einsatz. Etwa 4.000 Helfer vom Bayerischen Roten Kreuz, Feuerwehren und Bereitschaftspolizisten aus ganz Bayern sind für den Einsatz nach Augsburg gekommen.“

Gerade in Zeiten, in der mehr und mehr in der Gewalt wieder eine Lösung sehen wollen, ist es notwendiger denn je zu erinnern, was Gewalt bedeutet, was Krieg bedeutet: Vernichtung von Leben ….

Lebensgefahr sogar noch einundsiebzig Jahre nach einem Kriegsende. Und auch enorme finanzielle Kosten, sogar noch einundsiebzig Jahre nach einem Kriegsende. Diesmal: Augsburg in Deutschland.

„Die bislang bundesweit größte Evakuierung wegen einer Fliegerbombe gab es im Jahr 2011 in Koblenz, dort waren 45.000 Einwohner betroffen.“

Gefahr in Österreich - Was unter der Erde liegt - Bomben und Gesinnung.jpgAuch in Deutschland besteht Jahrzehnte nach einem Kriegsende Lebensgefahr, verursacht ein Krieg Jahrzehnte nach seinem Ende noch immer enorme Kosten. Und das ist weltweit nicht anders. Sogar beendete Kriege gefährden noch Jahre und Jahrzehnte Leben, können Jahre und Jahrzehnte später tödlich sein, verursachen Jahrzehnte nach Beendigung von Kriegen noch enorme Kosten, verschwenden Geld, Steuergeld.

Erst vor kurzem mußte daran mit Blick auf Österreich erinnert werden.

Mindestsicherung und Kriegsherbeigerede, dabei verschlingen die letzten Kriege noch enorm viel Steuergeld in Österreich

Was also in Österreich tatsächlich die Sicherheit gefährdet, liegt seit Jahrzehnten, seit einem Jahrhundert unter der Erde – Fliegerbomben und Gesinnung.

Aber aufgescheucht

Servus M. Fleischhacker in der Sache, wie stets, am Punkt

geplappert wird in der 7-Tage-24-Stunden-Show …

Schöne neue Terrorwelt – Heute Österreich sucht seinen Terrorhelden.

Bis nach Auschwitz gehts noch, aber von da an zieht sich der Weg

Glücklicherweise ist es Nestroy erspart geblieben, auch von Auschwitz wissen zu müssen. So konnte er noch von Stockerau schreiben, um über die beschwerliche Reise von Wien nach Amerika zu reden …

Heinz Fischer - Abdullah-Zentrum - Auschwitz

Bundespräsident Heinz Fischer: „Ich persönlich möchte zuerst einmal den Bericht lesen, den der Herr Außenminister verfaßt hat, der ist heute dem Ministerrat vorgelegt worden, zu einer Zeit, wo ich schon in Auschwitz war, ich werde das morgen auf meinem Schreibtisch vorfinden.“

Bis nach Auschwitz gehts noch, aber von da an zieht sich der Weg, von der Vergangenheit in die Gegenwart, könnte die gestrige Reise von Bundespräsident Heinz Fischer beschrieben werden. Über Auschwitz, die Vergangenheit, weiß Heinz Fischer klare und eindeutige Worte zu finden – „unauslöschliche Schande“, über Saudi-Arabien, die Gegenwart, weiß Heinz Fischer dampfend schöne Worte zu finden – „beeindruckende Entwicklung des Landes“, „großer Staatsmann“ …

In der Nacht war Heinz Fischer schon wieder zurück – von Vergangenheit nach Vergangenheit gehts ja rasch … im Studio der Zeit im Bild, um zum Abdullah-Zentrum zu sagen, er möchte, wie der Kardinal, dämpfend wirken

Ach, läge Saudi-Arabien bloß auch in der Vergangenheit, was für klare und eindeutige Worte würde dann sogar Heinz Fischer … Wie viele Teile der heutigen Welt müßten in der Vergangenheit liegen, damit eine klare ablehnende Haltung in der Gegenwart und, viel wichtiger noch, ein eindeutiges Widerhandeln, ein klares Handeln gegen alle unauslöschlichen Schanden…

Aber wird Heinz Fischer gesehen, wird nicht nur das Gesicht des österreichischen Seufzerpräsidenten gesehen, sondern auch die Gesichter von so vielen Staatspräsidenten, von so vielen Regierungsverantwortlichen aus der ganzen Welt, über deren Reisen ebenfalls gesagt werden kann, bis nach Auschwitz gehts noch, aber …

Gedenkveranstaltungen sind gut und wichtig. Aber, im Angesicht der heutigen Welt mit all den nach wie vor und nicht weniger werdenden unauslöschlichen Schanden, sollten all die Regierungsverantwortlichen, deren Handeln kein tatsächliches Handeln ist, nicht einmal ein Bemühen um ein tatsächliches Handeln gegen all die unauslöschlichen Schanden ist, nicht mehr zu Gedenkveranstaltungen eingeladen werden, ihnen also nicht weiter eine Plattform geboten werden, auf der sie sich als das präsentieren können, was sie nicht sind, und vor allem, was sie nicht tun, den Grausamkeiten der Gegenwart tatsächlich Einhalt zu gebieten, ganz im Gegenteil, wird etwa an Barack Obama gedacht, dem der kürzlich verstorbene saudische Terrorkönig ein „aufrichtiger Freund“ war, ein „mutiger Führer“ …

Diesem Mißbrauch von Gedenkveranstaltungen durch höchste Regierungsverantwortliche ist Einhalt zu gebieten. Es kann nicht der Sinn von Gedenkveranstaltungen sein, höchsten Regierungsverantwortlichen Trost zu spenden, sie seien auch gute Menschen. Wenn sie dieser Bestätigung bedürfen, sollen sie sich diese von ihren Familien ausstellen lassen. Es darf mit Sicherheit angenommen werden,  das werden sie in ihren Familien ohnehin zu hören bekommen, wie gut und lieb sie sind – auch die Führer hatten und haben ihre Liebsten, die ihnen bescheinigen, gute … Es kann nicht der Zweck von Gedenkveranstaltungen sein, daß höchste Regierungsverantwortliche die Gelegenheit bekommen, sie als Mittel für ihre Zwecke zu mißbrauchen, und dabei auch noch alle zu ermahnen, aus der Vergangenheit ja zu lernen, einer derart grausamen Vergangenheit ihr Niemals wieder! entgegenschleudern zu können, während sie selbst in der Gegenwart …

100 Jahre Welt Krieg

In der Schule staunte das Kind, von einem einhundertjährigen Krieg zu hören. Einhundert Jahre, dem Kind unvorstellbar, daß ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, das war für das Kind nicht zu verstehen, und auch, daß Menschen einen einhundertjährigen Krieg so einfach hinnehmen

Für Jahrzehnte aber vergaß das Kind, einst in der Schule von einem einhundertjährigen Krieg gelernt zu haben. Vielleicht deshalb, weil ein Leben zu bewältigen war, oder genauer, die einem Leben diktierten Auflagen … Nun, lange schon kein Kind mehr, alt, krank und hinfällig geworden, vor dem letzten Umzug in ein Zimmer ohne Aussicht und wohl auch weiter ohne Bequemlichkeit, ist zu hören – von dem höchsten leitenden Angestellten eines Organisierten Glaubens, ein dritter Weltkrieg sei mit verschiedenen parallel laufenden Konflikten zurzeit im Gange

Mit dieser Definition eines Weltkrieges ist nicht ein dritter Weltkrieg zurzeit im Gange, sondern, die Wahrheit ist,  seit einhundert Jahren ist auf der Welt Krieg. Ununterbrochen, das ist die Wirklichkeit, seit einhundert Jahren …

Seit 100 Jahren auf der Welt KriegWie seltsam kurzsichtig der Blick eines Mannes einer Organisation, die angeblich in Ewigkeiten denkt, und wie weitsichtig sah es ein anderer Mann vor bald einhundert Jahren. Blaise Cendrars war kein Prophet, kein Hellseher, also kein Scharlatan, aber als Schöpfer, als Phantast war sein Blick auf die Welt von einer realistischen Genauigkeit und Weitsichtigkeit, zu dem nur Menschen mit dieser begnadeten Schöpferkraft, Menschen der Phantasie imstande sind, nur wahren Schöpfern von Welten, die keine erfundenen Figuren sind, ist es gegeben, die Wirklichkeit realistisch zu sehen … Und vor seiner Aufzählung der Jahre, der Jahrzehnte, eines ganzen Jahrhunderts ohne Täuschung, ohne Selbsttäuschung und ohne Aussicht auf ein Enden des Mordens, vor diesem bitteren Gedicht, das die Wirklichkeit zu allen ungehört spricht, seit wann der Weltkrieg tatsächlich schon wütet, versteht plötzlich ein Mensch, was er als Kind nicht verstand, bitter, wie leicht unter Menschen ein Krieg einhundert Jahre dauern kann, wie schnell einhundert Jahre Welt im Krieg vergehen, wie leicht einhundert Jahre Krieg auf der Welt in dieser oder jener Region der Welt weggeredet und Leben in Frieden eingeredet werden können.

Es mutet soher auch gar nicht mehr seltsam an, daß der Mann aus einem Grätzel von Rom nur davon redet, es sei zurzeit ein Weltkrieg im Gange. Hätte er die Aufzählung von Blaise Cendrars vorgelesen und gefragt, in welchem Jahr seit 1914 gab es keine kriegerischen Konflikte auf dieser Welt, er hätte die Antwort geben müssen, in jedem Jahr seit 1914 gab es auf der Welt Krieg. Aber das hätte unweigerlich zur Folge haben müssen, daß die Menschen, die ihm in Redipuglia zuhörten, ihn augenblicklich hätten fragen müssen – wo warst du, Adam? Es wäre für ihn peinlich geworden, nicht für ihn als Menschen, sondern für ihn als höchsten Vertreter einer Organisation, vorbei wäre es gewesen,  mit seiner Glaubwürdigkeit, vorbei mit seinem Recht, für den Frieden zu reden, sein Appell für den Frieden in der Sekunde entlarvt als hohles Gerede … Denn. Gab es in den letzten einhundert Jahren einen kriegerischen Konflikt auf dieser Welt, in dem nicht irgend ein Gott in die Schlachten vorgeschickt wurde? Welcher Krieg kam je ohne religiöses Vokabular aus? In welchem Krieg wurden nicht Waffen geweiht? In welchem Krieg wurde nicht um den Sieg gebetet? Irgend ein Gott angefleht, den Feind zu vernichten? Waren nicht Angestellte von Organisierten Glauben mit religiösen Werkzeugen dabei, um die Kampfmoral zu befeuern? Den Kämpfenden das Sterben und Morden leicht zu machen? Ihnen predigend zu flüstern, Blut ist ihrem Gott sein Lieblingsgetränk und wer ihm reichlich davon zu trinken gibt, kann sich seiner Liebe und seinem Wohlgefallen … Dem Mann aus einem Grätzel in Rom wäre als Antwort nur geblieben, zu verstummen, sein Manuskript in den Ausschnitt seines Kleides zu stecken und augenblicklich die Bühne seiner Selbstbeweihräucherung und Werbeveranstaltung für seine Organisation im Eilschritt zu verlassen …

Das Kind versteht nicht, wie ein Krieg einhundert Jahre wüten kann, das ist dem Kind in der Schule noch unvorstellbar. Und nun versteht der alte Mensch nicht, wie kann, nach einhundert Jahren Krieg in der Welt, immer noch auf das Militär gesetzt werden, immer noch so kurzsichtig gedacht werden, das Militär könne irgend etwas dazu beitragen, daß es je heißen könnte, es je eine Aufzählung geben könnte, je ein Gedicht der Wirklichkeit, seit einhundert Jahren auf der Welt Frieden – Weltfrieden, und der Weltfrieden dauert an …

Eines aber weiß der alte Mensch, weder er noch irgend ein anderer Mensch, geht es im Stillstand, in dem bloß das Blut fließt, weiter wie bisher, wird je eine Aufzählung Der Weltfrieden im Vorausschau auf die nächsten einhundert Jahre und schon gar nicht im Jahr 2114 im Rückblick auf einhundert Jahre schreiben können, nur der Vorspruch zu solch einem Gedicht kann geschrieben werden, als unbedingte und prominente Voraussetzung unter vielen Voraussetzungen und Bedingungen dafür, je noch an eine solche Aufzählung nur denken zu können …

Der Weltfrieden

Als der Mensch durch Religionen sich nicht weiter mißbrauchen ließ …

 

 

Der Friedensnobelpreis hat mit der Verleihung an Barack Obama seinen Wert total eingebüßt

Aber viel Wert hatte der Friedensnobelpreis schon davor nicht, wird nur daran gedacht, wer diesen bekam, zum Beispiel Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, auch, wer diesen nicht bekam, etwa Mohandas Karamchand Gandhi …

Aber mit der Verleihung an Barack Obama ist der Friedensnobelpreis absolut nichts mehr wert, schlimmer, ist dieser zum gemeingefährlichen Preis geworden. Und wer je diesen Preis noch bekommt, muß sich dafür genieren, für diesen ausgewählt worden zu sein, und wer je diesen Preis noch annimmt, muß sich dafür noch mehr genieren, diesen anzunehmen …

Vielleicht war die Verleihung an Barack Obama gedacht als eine Art Ermunterung und eine Form von Unterstützung, sich tatsächlich für den Frieden einzusetzen. Tatsächlich aber war die Verleihung an Barack Obama nichts anderes als eine paradoxe Intervention … Jahre nach der Verleihung soll Barack Obama gesagt haben, er sei wirklich gut im Töten von Menschen

Barack Obama - a cruel record

Jimmy Carter: „Eine grausame Bilanz“ …

Vielleicht wurde vom Nobelpreiskomitee bei der Zuerkennung des Friedensnobelpreises an Barack Obama auch gar nichts gedacht, war das Nobelpreiskomitee ebenfalls nur der zu dieser Zeit noch grassierenden Massenpsychose erlegen – ein Messias, seht! Ein Messias, preiset! Preiset den Messias … Gepreist wurde, aber nicht gesehen … Messiasse enttäuschen immer, wie viele Jahrtausende müssen noch vergehen, bis die Erkenntnis endlich menschliches Allgemeingut geworden sein wird, daß Messiasse immer nur enttäuschen können, und, assassins ihrer eigenen Heilsversprechen sind, und sich dabei zusehends verwandeln, um am Ende nur eines noch zu sein, asses …

Es ist falsch zu sagen, der Friedensnobelpreis habe erst mit der Verleihung an Barack Obama seinen Wert total eingebüßt; denn: eigentlich bereits mit der Verleihung an Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, bekamen diese den Preis doch zu einer Zeit, als der Krieg noch dauerte, somit wurde im Grunde ein Kriegsnobelpreis verliehen … Im Unterschied zu Henry Kissinger und auch zu Barack Obama nahm aber Lê Đức Thọ den Preis mit der Begründung, sein Gegenüber, also Henry Kissinger, hätte den Waffenstillstand verletzt, es gäbe keinen Frieden  … Damals schon eine, wenn es als solche gedacht war respektive überhaupt gedacht wurde, eine paradoxe Intervention, die fehlschlug … Le Duc Tho wurde kein Friedensmensch, wie seine weitere kriegerische … Und auch aus Barack Obama wird kein Mensch des Friedens mehr, wie sein forcierter Einsatz von Kampfdrohnen …

… a hitman is a president is a hitman is a president is a hitman …

Sebastian Kurz und Johanna Mikl-Leitner mißbrauchen Behördenschreiben an Zivildienstleistende für Eigenwerbung

Es hängt wohl damit zusammen, daß Regierungsinserate nicht mehr mit den Fotos von Ministerinnen und Ministern geschaltet werden dürfen, wurde damals schon gedacht, als plötzlich amtliche Schreiben an Zivildienstleistende mit dem Foto von Johanna Mikl-Leitner und von ihr unterschrieben versandt wurden.

Das wurde noch übergangen, wer will schon so kleinlich sein, und das gleich als verzweifelte Suche nach neuen Möglichkeiten der Eigenwerbung hinstellen. Auch wurde gedacht, nun gut, Johanna Mikl-Leitner ist für den Zivildienst zuständig, also warum nicht …

Aber jetzt …

Kurz - Mikl-Leitner EigenwerbungZivildienstleistende erhalten nun ihr Zivildienstabzeichen mit einem Begleitschreiben, auf dem nicht nur das Foto von Johanna Mikl-Leitner prangt, sondern auch das von Sebastian Kurz, und beide unterschreiben den Brief …

Die Aufgabenbeschreibung von Sebastian Kurz als Staatssekretär für Integration enthält keinen Hinweis darauf, daß er irgend etwas mit dem Zivildienst zu tun hätte, also kann dieses Begleitschreiben an Zivildienstleistende nur als Eigenwerbung gesehen werden, sowohl für Sebastian Kurz als auch für Johanna Mikl-Leitner …

Und es ist nichts anderes als Eigenwerbung, denn die für den Zivildienst zuständige Bundesbehörde ist die Zivildienstserviceagentur, die von Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz dazu degradiert wird, ihre Werbebriefe zu verschicken. Und wie es bei Werbung üblich ist, entspricht es auch nie ganz der Wahrheit, wie gelesen werden kann. Denn Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz behaupten in ihrem Werbebrief:

Ihr Einsatz während des Zivildienstes wird Menschen zu Gute kommen, die sich in Notlagen befinden oder auf fremde Hilfe angewiesen sind.

Und es ist vor allem ein Werbebrief gegen Integration. Denn. Es sind österreichische Staatsbürger, die zum Zivildienst müssen. Mit diesem staatsbürgerlichen Status hat das Gerede von der Integration aber spätestens beendet zu sein, nicht aber für Kurz und Mikl-Leitner … Für Mikl-Leitner und Kurz soll niemand entlassen werden, sondern auf ewig eingesperrt bleiben in einer einmal zugewiesenen Identität

Andererseits kann es auch etwas Gutes haben – so können sich Zivildienstleistende gleich die Gesichter merken, die für die Ungleichbehandlung von Zivildienstleistenden und Soldaten verantwortlich sind. Denn Zivildienstleistende müssen nach wie vor ein paar Monate länger zum Zivildienst als Wehrpflichtige zum Bundesheer …

Übrigens, Bundesheer … Was ist aus den „großen Reformen“ geworden? Auch gut, ein Bild wieder vor sich zu haben, zur Erinnerung an die unselige Volksbefragung vom 20. Jänner 2013 …

Wien, ein Sonntag auf dem Lande: Trachten, Hungerstreiks und mutterschleppende Soldaten

Einen Sonntag auf dem Lande – in Wien, um genau zu sein, ausschließlich in der Innenstadt, im ersten Bezirk … Das könnte dazu verleiten, eine tagebuchartige Seite zu schreiben. Und was könnte vom 15. September 2013 festgehalten werden? Von diesem Tag auf dem Lande … Eigentlich nur das, was in all den Zeitungen, die sonntags ihre Produkte über Zeitungsständer anbieten, vernachlässigt, unzureichend, nicht …

Trachten

Es ist ein langer Spaziergang durch die Innenstadt, immer mal wieder ist es nicht zu vermeiden, stehenzubleiben, um zu bestaunen, wie trachtig diese Millionenstadt geworden ist … Manche laden ein, ihnen länger nachzusehen, Menschen in schick designten Dirndlkleidern, also auf modern getrimmte – und es bleiben doch nur Dirndln … Ob diese Männer und Frauen sich je fragten, was mit ihnen geschehen wäre, wie es ihnen ergangen wäre, wie versteckt sie leben hätten müssen, hilflos und ohnmächtig ausgesetzt den Verfolgungen, Verdächtigungen durch Trachtenperchten mit ihren von Trompeten begleiteten Psalmen von der Widernatürlichkeit, in jener Zeit, als die Tracht werk- und feiertags Uniform und Messgewand des Landes war? Vielleicht haben sie ein Wissen davon, denn ernst sind ihre prächtig geschminkten Gesichter und erschreckend abweisend sind ihre Blicke, vielleicht doch mehr unsicher und ängstlich, ob sie in diesem ihre Orientierung preisgebenden Outfit heil oder zumindest unbehelligt, wenigstens unbeschimpft, ohne kichernde Nachtuschelei an ihr Ziel … Vielleicht fühlen sie sich doch auch ein wenig unbehaglich in dieser zwar hochgezüchteten aber letztlich doch unmodernen Schneiderkunsttracht, weil sie ahnen, sie tragen bei, die Tracht wieder zur Uniform … und sie verhelfen der Tracht mit zu einem neuen Ansehen, das ihr nicht zusteht, nicht einmal mehr als Putzfetzen verwendet werden sollte, dieser Stoff aus finsterster Zeit …

Erster Hungerstreik

Vor dem Justizministerium, in dem Beatrix Karl auf Leopold Kunschak … Vor diesem Gebäude das Flugblatt erhalten über den ersten Hungerstreik

Zweiter Hungerstreik

Vor dem Stephansdom, von dem endlich nach langer Bemühung eine geschichtsverfälschende Tafel entfernt wurde … Das nächste Flugblattt erhalten, über den zweiten Hungerstreik

Mutterschleppende Soldaten

Stephanskirche - Im Hungerstreik gegen die katholische KircheAn der kleinen Gruppe zieht eine Prozession vorbei, vorneweg eine militärisch marschierende Trachtenkapelle und hinterdrein der doch schon recht gebückte Kardinal Schönborn, der im Vorübergehen die Tafeln über den Hungerstreik gegen die katholische Kirche sich genau besieht, den Kopf von unten herauf zur kleinen Gruppe gedreht, die ihm ihre Tafeln entgegenhalten … Und hinter dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens tragen Soldaten des österreichischen Bundesheeres die Mutter, die irgendwann auch Jungfrau für eine längere oder kürzere Zeit war, Maria genannt, von der angenommen werden darf, sie hat ihrem Mann eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt, um ihre Verhütungsunfähigkeit und die Verhütungsunwissenheit ihres Liebhabers zu vertuschen, ihrer Untreue also einen höheren oder für ihren Mann einen erträglicheren …

Soldaten schleppen eine Ehebrecherin durch WienOb die Soldaten des österreichischen Bundesheeres auch einen Mohammed oder einen Buddha durch die Stadt schleppen würden? Machen das die Soldaten in ihrer Freizeit? Und weil sie noch keine Tracht besitzen, schlüpfen sie in die Uniform? Oder können Soldaten von diesem Organisierten Glauben gemietet werden? Und wie hoch ist die Miete, die die katholische Kirche dafür zahlt, daß Soldaten die Ehebrecherin durch die Stadt schleppen? Oder ist es ein besonderes Service des österreichisches Staates für die römisch-katholische Kirche, und also eine kostenlose Abstellung? Muß die Familie Habsburg auch nichts dafür zahlen, daß das österreichische Bundesheer einen Knochen von ihrem Letzten, der in Österreich ein nicht demokratisch legitimiertes hohes Staatsamt innehatte – vor bald einhundert Jahren, lagern kann?

Vormerken: Nicht vergessen, das Museumsquartier in den nächsten Tagen zu besuchen, um sich zu erkundigen, ob die affichierte Ausstellung „Salon der Angst“ nur in den Räumen der Kunsthalle – oder das ganze Land zum Salon der Angst …