Gewinsel eines Bestohlenen ist für einen die Wahrheit, der träumt, Bürgermeister sein können

Wie gehört wurde, daß gegen seine schriftliche Erregung über den Einbruch in seinem Haus gewettert wird, wurde gedacht, wie verstiegen geht es denn eigentlich in diesem Lande schon zu, daß Bestohlene nicht einmal mehr sich empören dürfen, wenn sie bestohlen werden. Und der nächste Gedanke war, etwas gegen diese Verstiegenheit schreiben zu wollen, also etwas für Gerald Pichowetz zu schreiben. Die Vorwürfe gegen ihn unter Zuhilfenahme seiner schriftlichen Erregung zu entkräften. Soher war es nicht zu vermeiden, auch zu lesen, was er schrieb, das Ganze lesen zu müssen. Jedoch, bereits nach ein paar Zeilen … Was Gerald Pichowetz vorsetzte, eignet sich in seiner Gesamtheit in keiner Weise, um ein Wort für ihn ergreifen zu können.

Verstiegener kann kaum noch geschrieben werden, als Gerald Pichowetz es tat.

Gerald Pichowetz - O FröhlicheEs ist zum Kopfschütteln, daß dieses Gewinsel Tausende von Menschen sogar wert befinden, es zu teilen, daß diese Verstiegenheit Tausenden von Menschen gefällt. Vielleicht meinten diese Tausenden von Menschen, es sei ein Kabarettbrief, immerhin handelt es sich bei Gerald Pichowetz auch um einen Kabarettisten, wie jetzt geschrieben wird, und deshalb dieses tausendfache Gefallen, dieses tausendfache Teilen, weil sie meinten und weiter meinen, er habe einen freiheitlichen Brief, eine freiheitliche Presseaussendung parodiert, genial parodiert, denn er hat dabei nicht einmal auf die Rechtschreibfehler vergessen, also auf das Markenzeichen freiheitlicher Schreibe. Und darüber hinaus, es kann doch von einem Kabarettisten, der zusätzlich auch noch ein Theaterdirektor ist, nicht angenommen werden, daß er nicht zu schreiben vermag, die Sprache, also sein erstes und wichtigstes Handwerkzeug, nicht beherrscht. Und der Inhalt? Verstiegen und aberwitzig, wie es nur ein Kabarettist versteht, von der Bühne herab seinem Publikum zu servieren, um die Absurdität freiheitlicher Anschauungen und freiheitlicher Wirklicheitswahrnehmungen zu entblößen.

Gerald Pichowetz - He Chr Strache Gewinsel als WahrheitEs ist aber erschreckend, daß einer, der, wie jetzt wieder einmal zu hören ist, davon träumt, Bürgermeister von Wien sein zu können, dann wieder einmal davon, Kanzler von Österreich sein zu können, weil ihm im Traum von der Vorsehung geflüstert wird, er hätte hierfür auch die Fähigkeiten, dieses Gewinsel als Wahrheit nimmt. Wobei es nicht erschreckend ist, daß He.-Chr. Strache dieses Verstiegene und dieses Gewinsel als Wahrheit nimmt, sondern, es ist tatsächlich erschreckend, daß Tausende und Tausende von Menschen eine solche Partei wählen und weiter wählen wollen, deren Mandatare und Mandatarinnen, von He.-Chr. Strache aufwärts, in diesem Gewinsel ihre Wahrheit ordentlich wiedergegeben sehen.

Das soll nicht vergessen werden. Das sollen jene, die die FPÖ wählen, nicht vergessen, was sie wählen. Nämlich, auch, dieses Gewinsel – Wahrheit der FPÖ. Gerald Pichowetz kann sich noch darauf ausreden, er habe einen Kabarettbrief geschrieben, er kann sich auch darauf ausreden und für sich in Anspruch nehmen, er sei unmittelbar nach dem Einbruch noch zu erregt gewesen, auch wenn dabei sich eines doch deutlich zeigt, es scheint ihm doch einiges an Niveau und denkerischer Kraft zu fehlen. Denn. Gerade in einer Ausnahmesituation, in der Empörung zeigt es sich am deutlichsten, wer fern und wer nicht fern von Niveau, wer fähig ist, Politik und Gesellschaft nicht mit dem Geschehen in seiner Küche zu verwechseln …

Aber He.-Chr. Strache, dem dieses Gewinsel seine Wahrheit ist, wurde nicht bestohlen, ganz im Gegenteil, er und seine Partei wurden nicht bestohlen, ganz im Gegenteil, die FPÖ wird nicht bestohlen, er und seine Partei sind also je in keiner Ausnahmesituation, sind also je nicht in der Rolle, Opfer von Diebstählen zu sein, ganz im Gegenteil, so auch diesmal, als er, He.-Chr. Strache, das über das pichowetzische Gewinsel schrieb. Ganz im Gegenteil. Er war in seiner betuchten Normal-Situation, auf seinem alltäglichen Niveau, auf dem Höhepunkt (in seinem Fall Synonym für Nullpunkt) seiner denkerischen Kraft.

Was für ein Land, solche Theaterdirektoren zu haben, was für ein Land wird es erst sein, mit solchen Bürgermeistern, die ihre Regierungserklärungen von floridsdorferischen Kabarettisten schreiben lassen werden, die schon heute gelesen werden können – was für eine Ernüchterung, eine letzte müßte das, je in Betracht zu ziehen, die identitäre Gemein-Schaft wäh… Außer es werden gesinnungsgemäß Wahlen als Niedertrachtscastingshows in kreuzschmucker Tracht …

 „Liebe Einbrecher, wir haben uns über Euren Besuch sehr gefreut! Gut ausspioniert, denn um diese Zeit halte ich gewöhnlich meine Ruhezeit vor der Vorstellung! Da bin ich aber froh, dass ich nicht einen von Euch Beiden in meinem Schlafzimmer zu Besuch hatte. Da ich keine ‚Botschaft‘ habe, wäre mir deswegen eine EinbrecherIn da schon entschieden lieber! Also, über das demolierte Kellerfenster rege ich mich ja nicht auf, wird wohl die Versicherung übernehmen, die wird allerdings durch Euer fleißiges treiben bald einmal die Prämien erhöhen müssen… und eine Terrassentür eintreten…tststs, wer macht den so etwas? Also passt da wenigstens ein bisserl auf, damit die Reparaturen nicht zu teuer werden. Bedaure, dass sich einer von Euch geschnitten hat und hoofentlich ist Euch beim laufen über die Terrasse mit dem Fuß nichts passiert, als der Balken nachgegeben hat?! Meine Frau freut sich Euch Armen, mit 100% ausländischem Hintergrund, ihren gesamten, hart erarbeiteten und schwer verdienten Schmuck schenken zu dürfen. Vor allem die für Euch gar keine Werte darstellenden Schmuckstücke, aber aus Familienbesitz stammenden, sollen und werden Euch nicht viel einbringen, aber was soll’s, Weihnachten steht vor der Tür und Ihr habt mir echt geholfen, denn nun weiß ich wieder, was ich meiner Frau schenken soll! Ich habe mir da ja die letzten Jahre echt schwer getan, da ich ja schon nicht mehr wusste, was für Schmuck meine arme Frau noch benötigt, weil sie ja den Rachen gar nicht voll kriegen kann von Gold und Edelsteinen. Aber keine Sorge, wir reichen, fettgefressenen Österreicher, können uns das ja leisten – reden uns auch unsere Politiker ein, darum sind ja so viele von Euch da! Nehmt uns nur was weg – am besten Alles! Wir sind ja so reich und kaufen uns alles nach!!! Habe die Preziosen bereits alle nachbestellt! Leider geht es sich vor Weihnachten nicht mehr aus, dass der Goldschmied die schönen Schmuckstücke anfertigt! Wird wohl ein wenig dauern… wartet einmal… also bis jetzt waren es 17 Jahre…naja, Inflation hatten wir auch, die Zeiten werden schlechter – keine Angst – für Euch nicht, wir Österreicher teilen gerne. Wir haben ja auch überwältigend für die EU gestimmt, aber da hat wahrscheinlich keiner gewusst, dass so viele Bedürftige von Euch kommen! Klar, Betteln, Hausieren, Einbrechen und Koks verhökern, sind einträgliche Geschäfte und fördern die Wirtschaft – leider steuerfrei! Das muss sich ändern! Ihr müsst meine Unbildung entschuldigen, aber ich habe das System erst jetzt durchschaut. Ihr seid ja wahre Robin Hood’s, nehmt es den Reichen und gebt es den Armen! Grenzt ja fast schon an Umwegrentabilität! Wie die Staaten, nehmen sich Banken und der Steuerzahler hat dann eine Bank, ohne persönlichem Konto, aber dafür eine Haftung! Clever! Ach, echt toll diese Politiker, dann werden sie zum Lohn auch Banker; und warum auch nicht die Steuer erhöhen? Bei dem was Ihr uns wegnehmt und dem jährlichen Spendenrekord für Eure weiteren Bedürftigen entsteht natürlich der Eindruck, dass Geld in Hülle und Fülle da ist!! Was ja auch stimmt, denn die € 8.000,– und den Lap Top könnt Ihr ja sicher gut brauchen. Ihr könntet aber die entwendeten Euro’s zumindest an Eure Mitstreiter von der Bettelmafia bezahlen, ach, habe vergessen, dass es die ja gar nicht gibt! Manchmal frage ich mich, wo ich nur meinen Kopf habe? Nein, diese Medien verbreiten wahrlich nur böse Gerüchte! Also was Ihr mit dem kaputten Fabergé Ei anfangen werdet und mit der Uhr meines Urgroßvaters, die ist aus Nickel… € 40,–… f e t t …! Schade, dass wir Euch überrascht haben! Wenn Ihr gewartet hättet, wäre bestimmt noch etwas Brauchbares angefallen. Aber jetzt bitten wir Euch um ein wenig Zeit, bis wir wieder Neues zusammengetragen haben. Ihr sollt Euch ja nicht beklagen, lasst es uns wissen! Und noch eine Bitte, schickt so viele wie möglich von Euch zu uns, damit ich eigenständig von so einem Gutmenschen bei uns die Tür eintreten kann und er Eure Versorgung übernimmt, wenn es nichts mehr zu stehlen gibt. Naja, die Gewissheit, dass Ihr zumindest nie dem AMS auf der Tasche liegen werdet, durch Euren krisensicheren Job, ist ja die Sachspende wert!! Liberalismus über Alles vor allem über das Eigentum von Dritten! Freue mich schon darauf, wenn einmal unsere Kinder zum ‚Einkaufen‘ zu Euch fahren! Eine logische Konsequenz, wenn von uns alles bei Euch ist! Also fröhliche Festtage und Prosit 2015 sowie eine Menge süßer Befindlichkeiten, wie Pest, Krätze, Durchfall, Blinddarmdurchbruch, Angina eitrig, Krebs – egal welcher, Cholera, Ruhr und Arschjucken – vor allem Arschjucken, dort wo Ihr nicht hinkommt!“

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