Sehr geehrte Inhaltslose der FPÖ (IP) und der AfD

Den Gender-Irrsinn sichtbar gemacht von HC Königer

Mit diesem Debattenbeitrag lehnt Steffen Königer im Brandenburger Landtag einen Antrag im Namen seiner AfD ab:

 „sehr geehrte schwule sehr geehrte lesben sehr geehrte bigender frauzumann mannzufrau gendervariable genderqueer intersexuelle wedernochgeschlechter geschlechtslose pangender pangeschlechtliche transmännliche und transmänner transweibliche transfrauen transmenschen transmitstern transmenschen transfeminine transgender transgender weiblich transgender frau transgender männlich transgendermann transgendermenschen transmaskuline transsexuelle personen internsternmännlich internsternweiblich intersternmänner internsternfrauen intermenschen intergender integeschlechtlich zweigeschlechtlichen Zwitter hermaprohoditen xyfrauen fem drag drittes geschlecht viertes geschlecht transvestiten crossgender nullgeschlecht sonstigengeschlechter unterstrich unterstrich unterstrich“

Das ist nicht vollständig, sein Debattenbeitrag beträgt nach dem Video rund 2,45 Minuten. Bei einem derartigen Debattenbeitrag ist es nachvollziehbar, daß auf eine ordentliche Transkription zu verzichten ist. Es wurde einfach beim Abspielen rasch mitgeschrieben, ohne es jedoch korrigieren zu wollen, auch auf die vielen je vorangestellten „sehr geehrte“ und „sehr geehrter“ wurde verzichtet, mit denen Steffen Königer seinen Debattenbeitrag wohl besonders höflich und mehr noch: lustig …

Weshalb das überhaupt erwähnenswert ist? Ein solcher Debattenbeitrag. Die FPÖ hat ihre größte Freude damit. Kurz und knapp und nicht nur in bezug auf Gender Mainstreaming: Die FPÖ kann sagen, nenn mich AfD, die AfD kann sagen, nenn mich FPÖ. Nachdem es He-Chr. Strache, wie in der Collage gelesen werden kann, bereits am 10. Juni 2016 verbreitete, dafür als Quelle „Epoch Times“ nahm, wird er möglicherweise, weil dieses Medium ebenfalls „unzensuriert und wahrhaftig“ berichtet, sofort an seine Unzensuriert-Mannen und -Frauen gedacht haben, ihnen vielleicht sogar gesagt haben, sie sollen auch darüber berichten, es entspräche ganz und gar der gesinnungsgemäßen Inhaltslosigkeit … und am 11. Juni dann auch auf der Website der identitären Parlamentspartei …

Wesentlich aber ist in diesem Zusammenhang, was für einen Antrag die AfD und also auch ganz in der Gesinnung der FPÖ mit diesem obigen Debattenbeitrag ablehnt.

Inhaltslose der AfD!

Aufgrund des Inhaltes des von Ihnen abgelehnten Antrages, der im folgenden ob seiner Wichtigkeit vollständig wiedergegeben wird, damit es einmal mehr einsichtig wird, daß Sie auf Inhalt nicht mit Inhalt reagieren können, weil Sie eben Inhaltslose sind, darf hiermit festgehalten werden, die einzige für Sie je noch in Frage kommende, die einzige für Sie tatsächlich korrekte Anrede ist spätestens von nun an, wenn diese in politischen Gremien verwendet wird: Sehr geehrte Inhaltslose der FPÖ! Sehr geehrte Inhaltlose von AfD! Formal nicht korrekt, aber nach eigener Bekundung gerechtfertigt ist bei der FPÖ auch die Anrede mit der Abkürzung für identitäre Parlamentspartei: Sehr geehrte Inhaltslose der IP!

Inhaltsloser Heinz_Christian Königer,

trotz der durchaus heiteren Note können Sie mit dieser Ihrer Begrüßungsorgie nicht über Ihre Inhaltslosigkeit hinwegtäuschen. Möglicherweise haben Sie aber den Inhalt, was menschgemäß bei einem Inhaltslosen verstehbar ist, des Antrages schon nicht verstanden. Es ist, wie bekannt, gerade die deutsche Sprache für Menschen, die das Deutsche als Kopftuch tragen, oft schwer zu verstehen. Deshalb soll Ihnen entgegengekommen werden, lesen Sie und lesen Sie wieder und lesen Sie es auch ein drittes und viertes Mal, was in dem Antrag steht. Und damit es für Sie nicht allzu schwer wird, in kleinen Einheiten. Deshalb nachfolgend nicht der gesamte Antrag, sondern lediglich, was der Beschluß und seine Begründung beinhaltet.

Und wenn Sie einigermaßen sicher sind, es verstanden zu haben, dann die zweite Aufgabe: den gesamten Antrag zu diesem Aktionsplan zu lesen.

Abschließend ist doch festzuhalten, es wird Ihnen wegen Ihrer Inhaltslosigkeit kein Vorwurf gemacht, ein Vorwurf ist den Menschen zu machen, die eine AfD, eine IP wählen, also zwei Parteien, die, würden sie sich darauf besinnen, daß Ehr‘ als wichtiger Teil das Wort Ehrlichkeit beginnen läßt, unter einem einzigen Parteinamen kandidierten: Inhaltlosigkeit.

Der Landtag möge beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert,

  1. die bereits vorhandenen und vom Land Brandenburg geförderten Aktivitäten durch einen „Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg“ zusammenzuführen. Der Aktionsplan soll in einem partizipativen Prozess erarbeitet werden, um einen positiven gesellschaftlichen Wandel hin zu Akzeptanz, Respekt, Wertschätzung und vor allem Dialog zu bewirken und zu verstetigen.
  2. Dabei sind folgende Schwerpunkte zu berücksichtigen:
  • Förderung und Stärkung von Bildung und Aufklärung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt;
  • Förderung des öffentlichen Dialogs und respektvollen Miteinanders mit lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen sowie queeren Brandenburgerinnen und Brandenburgern, insbesondere sollen Gruppen, Vereine und Verbände dazu ermutigt werden, sich mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu beschäftigen und LSBTTIQ*-Menschen als Teil der Gemeinschaft anzuerkennen;
  • Unterstützung und Verstetigung von Selbsthilfestrukturen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation von Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen und queeren Menschen;
  • Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung von bestehenden Familienberatungsangeboten für die Belange von Regenbogenfamilien;
  • Erweiterung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes bzw. des Diversitymanagements in der Verwaltung um die LSBTTIQ*-Perspektive;
  • Wirksame Bekämpfung von Diskriminierung, Gewalt und vorurteilsmotivierte Kriminalität.
  1. sich auf allen politischen Ebenen weiterhin für eine aktive Gleichstellungspolitik einzusetzen sowie bestehende Defizite in der rechtlichen Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität klar zu benennen und sich für die Abschaffung noch bestehender Diskriminierungen einzusetzen.
  2. bestehende gleichstellungspolitische Zielsetzungen um die jeweiligen Aspekte sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu ergänzen, 4. einmal in der Legislaturperiode einen Bericht über die Aktivitäten der Landesregierung zur Umsetzung der im Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt beschlossenen Maßnahmen zu erstellen und diesen dem Parlament sowie der Öffentlichkeit vorzulegen,den Aktionsplan bis Ende 2017 vorzulegen.

Begründung:

Trotz einer insgesamt positiven gesellschaftlichen Entwicklung in den letzten 20 Jahren gehören Diskriminierung, Gewalt und Ablehnungserfahrungen, gleich in welchen Lebensbereichen, für viele Lesben, Schwule, bi-, trans- und intersexuelle und queere Menschen weiterhin zum Alltag.

Laut Brandenburger Verfassung darf kein Mensch aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Feindseligkeit gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ*) hat keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft und ist keinesfalls nur die Angelegenheit der Betroffenen. Die Brandenburger Landesregierung ist bereits in vielen Bereichen aktiv. Es fehlt jedoch bislang ein Gesamtkonzept, das Lücken schließt, und eine gemeinsame Perspektive. Das Ziel des Aktionsplanes ist erreicht, wenn es seiner nicht mehr bedarf.

 

Ein Gedanke zu „Sehr geehrte Inhaltslose der FPÖ (IP) und der AfD

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