Der FPÖ unzensuriert „rechtsextreme Poster“

Unterm Kreuze ist ein aufmüpfig‘ Weib zu richten

Es konnte gesinnungsgemäß nicht ausbleiben, daß FPÖ unzensuriert einen Kommentar zur Aussage von Renate Künast bezüglich Kopftuch und Gericht kopierend schreibt, dabei sich verlinkend auf die „Junge Freiheit“, auf Alice Schwarzer und sich selbst bezieht.

Das Lachhafte an diesem Kommentar kann an dem fettierten „Kopftuch verträgt sich nicht mit Neutralität“ allein schon festgemacht werden. Wie in der Collage durch ein paar Beispiele gezeigt, hängen sowohl in Deutschland als auch in Österreich Kreuze in Gerichten. Und wie manche Gerichtssäle hergerichtet sind, erinnern diese nicht an Gerichtssäle, sondern an Kirchen. Soviel zur Neutralität. Um Neutralität geht es also in keiner Weise.

Damit will aber in keiner Weise die Aussage von Renate Künast verteidigt werden, die von der „Rheinischen Post“ wie folgt zitiert wird:

„Das gebiete die religiöse Neutralität des Staates. ‚Ein Kopftuchverbot wäre ein gravierender Eingriff in die Religionsfreiheit‘, erklärte Künast.“

Wie stark Religion die Gesellschaft immer noch in Geiselhaft hält, zeigt auch die Sichtweise von Renate Künast. Statt sich dafür stark zu machen, daß auch Gerichte endlich weltanschaulich neutrale Orte werden, spricht sich Renate Künast für eine gänzlich falsch verstandene Religionsfreiheit aus, dafür, daß eine weitere Religion Einzug in den Gerichten hält.

Es ist ohnehin eine Zumutung, in einem zum Kirchenraum verunstalteten Gerichtssaal Verhandlungen zu erleiden, Urteile über sich ergehen zu lassen, in Staaten, die sich säkular geben, aber zu was für einer Steigerung der Zumutung, wird die Fürsprache der Religionsfreiheit, wie sie von Renate Künast verstanden wird, weitergedacht, noch kommen könnte, ist leicht vorstellbar, wenn eine Richterin nicht ein Kopftuch, sondern eine Burka … ein Mensch verurteilt wird von einem Menschen, dessen Gesicht er nicht einmal mehr schauen darf.

Es kann also nicht mehr darum gehen, einer falsch verstandene Religionsfreiheit das Wort zu reden, es kann nur mehr darum gehen, auch die Gerichte endlich zu weltanschaulich neutralen Orten zu machen. Es muß endlich damit forciert begonnen werden, weltanschauliche Kämpfe auch von den Gerichtssälen fernzuhalten. So wie es christliche Richter und Richterinnen gibt, die ihren Gerichtsaal als Kirche mit Kreuz und Kerzen haben wollen, darauf beharren, ist es gut vorstellbar, daß moslemische Richter und Richterinnen ihren Gerichtssaal dann als Moschee haben werden wollen, darauf beharren werden, mit Kopftuch, Burka und so weiter und so fort. Für die Schaffung von Arbeitsplätzen allerdings keine schlechte Sache. Dann wird es wohl eigene Gerichtsbedienstete geben müssen, die die Gerichtsäle herrichten, einmal für die eine, dann für die andere Religion, also Weltanschauung. Und das in Staaten, die vorgeben, säkular … Aber ein zu hoher Preis für die Schaffung von Arbeitsplätzen …

Wie in der Collage gelesen werden kann, nur ein paar Beispiele, wird Renate Künast auf die unerträglichste Art gerichtet … das ist wohl die berühmte Ökomene: christlich-moslemische Verdammung der Frau … Derart abscheulich, das es nicht zum Zitieren ist. Auffällig daran wieder die Zustimmungen für das Abscheuliche.

Einer der Kommentatoren, nämlich Arnold Kühlmann, allerdings ist zum Zitieren, weil seine Wertung der anderen Kommentatoren und Kommentatorinnen bemerkenswert ist:

„Ich teile nicht alle Ansichten der rechtsextremen Poster hier, aber man braucht Verbündete, wenn man die nächsten zwanzig Jahre im Bürgerkrieg überleben will. Dann lieber bei den Rechten als bei den naiven Lämmern, die zum Dank von den Fachkräften zwangsislamisiert werden. Denn der Islam ist ja angeblich das Beste und für den Bekehrten ist es ein Geschenk Allahs. Na dann Künast Kopftücher auf und … in die …, wann immer er sein Feld bestellen will, …!“

„Rechtsextreme Poster“. Es muß also von außen nicht bewertet werden. Die Verbündeten wissen es selbst zu genau. Wie auch die aus der FPÖ genau wissen, was für eine Partei die FPÖ ist: eine identitäre. Und die aus der FPÖ genau wissen, was ihnen Südtirol als Herzensangelegenheit bedeutet.

„Bürgerkrieg“. Kann es verwundern, daß Arnold Kühlmann Verbündete zum „Überleben des Bürgerkriegs“ sucht, wenn erst vor wenigen Tagen ein Intellektueller, wie FPÖ unzensuriert kopierte, davor gewarnt hat, ein Berater von ….

Das ist aber auch christliche Tradition des Abendlandes. „Wann immer er sein Feld bestellen will …“ Das erinnert an ein Gedicht von Friedrich Ludwig Barthel – „Von Männern und Müttern, ’38“: „Mütter sind immer die Gleichen und immer liegen die Äcker breithin und dulden den Pflug.“

Und auch Eva Dietz weiß genau, wer welchen Schaden, aber sie weiß auch genau, wer keinen Schaden anrichten wird, wenn er gewählt werden sollte, für den sie wirbt, wie hier gelesen werden kann: Gerne N… – X bei …

Das sind Werte, die auf FPÖ unzensuriert offenbart werden … Um die wird es wohl recht vordringlich gehen in der Tagung im Oktober in Linz …

FPÖ unzensuriert rechtsextreme Poster

 

Ein Gedanke zu „Der FPÖ unzensuriert „rechtsextreme Poster“

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