Unzensuriert sicherer als Facebook

Manchmal erschließt sich das Gehörte erst viel später. Etwa das auf einer Kundgebung im Frühjahr in Liesing. Der Angekündigte kam nicht, aber Franz Dinghofer  … Im Vorbeigehen ein paar Sätze, wie es so schön heißt, aufgeschnappt. Es ging um das Schreiben von Postings, ein Austausch darüber, wer wo was schreibt. Sie poste auf Facebook und nehme sich dabei kein Blatt vor dem Mund, schließlich sei sie ein freier Mensch. Worauf der Mann, was damals nicht verstanden wurde: für ihn komme Facebook nicht in Frage, aber er könne ihr Unzensuriert empfehlen, sicherer als Facebook …

Nun beim Lesen des Berichts  über die Verurteilung eines Mannes wegen Wiederbetätigung fällt das wieder ein, daß er Unzensuriert eine sichere Heimatseite …

Wenn daran gedacht wird, was es so alles auf FPÖ unzensuriert zum Lesen gibt, das eine oder andere seit Jahren sogar ungelöscht, kann der Mann verstanden werden, daß er Facebook meidet und lieber auf einer für seine Gesinnung sicheren Website …

Schließlich hat sogar der derzeitige Justizminister auf Facebook einen ganz besonderen Kieker.

Was es so auf FPÖ unzensuriert … Nicht nur Sachen, zu dem das Verbotsgesetz aufgeschlagen werden könnte, wie hier zum Beispiel nachgelesen werden kann, oder über Auschwitz,  Buchenwald, eine Fahrkarte für Elfriede Jelinek, Hooton-Plan und so weiter und so fort.

Was wohl der Richter beispielsweise zu dieser Frau, stünde sie je vor Gericht, die auf FPÖ unzensuriert bekennt, gerne N… zu sein und wirbt für ein X bei …

FPÖ unzensuriert und FacebookIn der Verhandlung, in der der Mann wegen Wiederbetätigung verurteilt wurde, weil er u.a. auf Facebook Fotos postete, sagte der Richter:

“Man muss für das Delikt der Wiederbetätigung kein Neonazi sein. Es reicht, dass man durch sein Handeln die NS-Zeit, NS-Organisationen oder NS-Persönlichkeiten positiv darstellt”.

Und bei so einem Satz fällt unweigerlich die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ auch ein, mit diesen recht besonderen Wiederlesungsempfehlungen. Von einem „Führer Sicherheitskorps Flandern“ über einen Lieblingsschriftsteller von … bis hin zu Festschriften als „Fundgrube für jeden Lehrer …“ und so weiter und so fort.

NS Einer der Herren von der Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert, der zwar vor über einem Jahr wegen eines Kommentars der Staatsanwaltschaft bekanntgegeben wurde, wie hier nachgelesen werden kann, war es nicht, der von der sicheren Heimatseite sprach, er kann es aber, da sein Aussehen nicht gekannt wird, durchaus gewesen sein. Ein Liesingkommentar ist aber von ihm nicht untergekommen, hingegen jener von seinem Besuch am Stephansplatz, auf dem der Angekündigte diesmal doch war. Im Oktober 2016 hat dieser Herr wieder einen Termin, eine Karte hat er sich dafür schon besorgt, für den „Kongress des Europäischen Forums Linz“ …

Ein Gedanke zu „Unzensuriert sicherer als Facebook

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