Machthaber und kleine Präsidenten sich mehr von der Dummheit oder von der Klugheit versprechen

Klugheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten

Es wird im Internet ein Text von Dietrich Bonhoeffer verbreitet: „Von der Dummheit“. Allerdings, wie in der Collage gelesen werden kann, verkürzt. Dabei ist das von ihm von der Dummheit Gesagte nicht derart umfangreich, daß es nicht in seiner Gesamtheit zitiert werden könnte.

Und es lohnt, das Gesamte zu lesen, wie es in die Collage aufgenommen ist. Das grau unterlegte Zitat mit Bild ist das im Internet verbreitete, rechts davon in zwei Spalten der gesamte Text.

Das Zitat wird von Menschen verbreitet, um ein Land als Beispiel zu nennen, also in Österreich, von denen angenommen werden darf, es sind keine Werber und keine Wählerinnen des kleinen Präsidenten. Und doch wird von dem bonhoefferischen Text nur jener Teil zitiert, der uninteressant ist, scheint die Zufriedenheit mit sich selber zu mehren, also nicht dumm zu sein, auch weil das Gute gewählt wird. Ab der Stelle, ab der der bonhoefferische Text tatsächlich interessant zu werden beginnt, wird nicht mehr zitiert, und dieser Teil setzt mit dem Satz ein:

„Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen.“

Daß Dietrich Bonhoeffer gegen Ende seines Textes die Überwindung der Dummheit in der Furcht Gottes als innere Befreiung des Menschen zum verantwortlichen Leben vor Gott — nun, wie auch anders? Er war ein lutherischer Theologe …

Der an den Schluß wohl ob seiner Wichtigkeit gesetzte Satz lautet:

„Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen.“

In der Türkei, um ein anderes Beispielland noch zu nennen, versprechen sich viele, viel zu viele Menschen mehr von der Dummheit des Machthabers, und in Österreich kann noch nicht von einem Machthaber, sondern lediglich von einem kleinen Präsidenten gesprochen werden, von dem sich ebenfalls viele, viel zu viele Menschen mehr versprechen, nicht Dummheit, aber die ist es, die sie bekommen werden. Im Mittelteil seines Textes beschreibt Bonhoeffer auf leichte und klare Art, wie ein Land mit Dummheit geschlagen wird, in dem dann jedwede Bösartigkeit Gesetz werden kann.

Der Text von Dietrich Bonhoeffer bietet sich auch für viele Paraphrasen an, etwa für die: Die Dummheit der einen braucht die Macht der anderen. Und die Macht ist die Macht der Wählerinnen und Wähler.

Diese Paraphrase kann auch als eine gesehen werden, die dem bonhoefferischen Satz unmittelbar voranzustellen ist, zur Klärung, wie es zur Macht der einen gekommen ist und immer noch kommt.

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