Kasperl und was Blauer ersehnt: „Im Oktober ist Schluss“

Blauer und Kasperl

Menschgemäß ist es nicht neu, daß Kasper des Faschistoiden bezichtigt wird, ebenfalls, daß Kasper mannigfachen Einsatz fand, etwa für die nationalsozialistische Propaganda, auch u.v.a.m. für die Verkehrserziehung nach dem Jahr 45 in Österreich, es aber auch schon vor dem jakobschen Kasper eine Puppe Kasper gab: zur Kriegstreiberei im Krieg von 14 bis 18 des letzten Jahrhunderts. Kasper in Westdeutschland anders zum Einsatz kam als in Ostdeutschland.

Nun gibt es eine helle Aufregung, weil Kasperl als „Nazidrecksau“ bezeichnet wurde. Es muß wahrscheinlich so undifferenziert geschrieben werden, um aufzuregen. Und diese Aufregung, der sich auch FPÖ unzensuriert nicht entziehen kann, macht wieder und einmal mehr deutlich, wessen Gesinnung …

Wie milde und nachsichtig auch Gesinnungsmenschen aus der FPÖ sein können, zeigt sich diesmal in der Verteidigungsschreibe für Max Jacob:

„Dass die Hohnsteiner Puppenbühne auch für die Truppenbetreuung im Dritten Reich eingesetzt wurde, ergab sich aus der schrecklichen Zeit, in der Max Jacob lebte, ist aber gleichzeitig ein Indiz für Herrn Heindl, den Kasperl als Alt-Nazi und alle die ihn mögen als Nazis abzustempeln.“

Geschichtlich darauf einzugehen, wie das tatsächlich war, was hier so nachsichtig beschrieben wird, es sei halt eine schreckliche Zeit gewesen, ist nicht von Interesse. In der Gegenwart, im Jahr 2016, noch so schreiben zu können, ist allerdings von Interesse. Hierbei vor allem augenblicklich anzuprangern, wie es FPÖ unzensuriert macht, daß eine solche Publikation Förderung erhält.

Es wäre wohl keine „Frechheit“, schriebe Andreas Heindl etwa darüber, wie es keinen Anstand und keine Höflichkeit gegen das deutsche reich und Adolf Hitler gab. Das wäre keine „Frechheit“, sondern wohl recht hoch förderungswürdig. Und wäre der Schriftleiter einer solchen Publikation auch noch ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments, dann … es muß gar nicht in der Möglichkeitsform geschrieben werden, dieses Magazin gibt es, der Schreiber allerdings heißt nicht Andreas Heindl …

Oder schriebe Andreas Heindl, was auf FPÖ unzensuriert geschrieben wird, gestern wäre er zum Schriftleiter ….

Und diese Kasperl-Geschichte zeigt auch wieder und ein weiteres Mal auf, worauf Menschen, wie Blauer, hoffen, wenn ihr Gesinnungskamerad gewählt werden sollte, am 2. Oktober 2016: „Im Oktober ist Schluss …“

Übrigens, wie in der Collage gelesen werden kann, wird von Maxpolitico ebenfalls recht genau gewußt, wer ein „Faschist“ ist – ob sie darin dem Gesinnungskameraden nacheifern?

NS Maxpolitico fand erst vor kurzem Eingang in ein Kapitel, weil auf dieser Website recht viel Anstand und Höflichkeit gezeigt wird, gegen einen Mensch, der schon zum Bundespräsidenten gewählt wurde, aber noch einmal antreten muß, weil dem mit Chancen überhäuften Gesinnungskameraden richterliche Güte zuteil wurde …

2 Gedanken zu „Kasperl und was Blauer ersehnt: „Im Oktober ist Schluss“

  1. Pingback: Als Kasperl für die Truppen Hitlers spielte und Max Jacob von der Gestapo abgeholt wurde | Prono ever

  2. Pingback: Norbert-Hofer-Kennender schreibt für FPÖ unzensuriert nächste Verleumdung – „Filmaufnahmen pädophiler Spiele diverser roter Politgrößen“ | Prono ever

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s