Österreich von Kurz aus einem anderen Land gesehen

Zur neuerlichen Zusendung betreffend die gesinnungsgemäß zensurierte Website merkt die zusendende Person an, sie möchte sich nun doch zu erkennen geben, da sie es unhöflich fände, weiterhin Nachrichten über die Regierungsoberausruferin, deren Heimatland – wofür sie nichts könne und sich dennoch schäme – auch das ihre sei, anonym zu übermitteln.

Und Lilith Kurz, mit diesem Namen unterzeichnet sie ihre E-Mail, schreibt weiter:

„Für einen Moment dachte ich, die Regierung sei zur Besinnung gekommen und habe den Zugriff auf diese Website unterbunden. Das aber ist wohl zu hoffnungsvoll.

Eher scheint es so zu sein, daß die Verantwortlichen der Website von sich aus den Zugriff auf einen einzigen ihrer Kommentare verweigern, und zwar auf den Kommentar über den Tod von Dr. Hans Berger, veröffentlicht am 02.09.18.

Den Kommentar habe ich Ihnen bereits übermittelt.

Möglicherweise beschlich die Verantwortlichen der Website die Befürchtung, diesmal in Anbetracht der entsprechenden Gesetze, die trotz dieser Regierung nach wie vor noch gültig sind, ein wenig zu weit gegangen zu sein, die Befürchtung, Behörden könnten aufgrund der Gesetzeslage nicht anders, als tätig zu werden, sogar diese Website, auch wenn sie der Regierung treueste Vasallin ist, unter Beobachtung zu stellen.

Vielleicht geht es den Verantwortlichen darüber hinaus auch um den Schutz einer Person, bei der angenommen werden darf, es handle sich um einen älteren Mann, dessen Kommentare zum Klagekommentar über den für sie schmerzlichen Verlust von Dr. Hans Berger nun auch nicht mehr aufrufbar sind, ist doch der Zugriff auch auf diese nun verweigert. Vielleicht ist dieser Mann bereits im hohen Alter von Hans Berger. Und erfüllt von gesinnungsgemäßer Nächstenliebe sind die Verantwortlichen dieser Website darum besorgt, diesen Mann vor einer Untersuchungshaft zu schützen. Eine Sorge, die nicht unbegründet ist. Vor etlichen Jahren gab es einmal eine Anzeige gegen ihn.

Vor etlichen Jahren also gab es diese Anzeige. Passiert ist seit damals nichts. Denn. Seit etlichen Jahren schreibt er auf dieser Website seine Kommentare, ungehindert, unbelästigt, und bekommt für seine Kommentare eine Menge an Zustimmungen, wie auch jetzt wieder zu seinen letzten am 02.09.18. Kommentare, die nicht zitierbar sind, aber in die Collage aufgenommen, damit es belegt ist. Mehr als die Kommentare eines solchen alten Mannes erschüttert, wie viele zu derartigen Kommentaren ihre Zustimmung bekunden.

FPÖ unzensuriert - Zugriff verweigert 04-09-18

Wie ich erfahren habe, ist in Ihrem Land, also in Österreich, die Gesetzeslage eine ähnliche, augenscheinlich sogar die gleiche, wie in meinem Land, das auch das sogenannte Heimatland dieser Website ist, und ich nehme an, in Ihrem Land, also in Österreich, würden die Behörden längst schon gegen einen solchen Mann und gegen eine solche Website entsprechende Schritte auf rechtsstaatlicher Grundlage einleiten.

Hätte ich, ich muß Ihnen das gestehen, nicht familiäre Verpflichtungen, die ich gerne erfülle, ich wäre längst nach Österreich ausgewandert, nicht nur, weil es ein schönes Land ist – welches Land auf dieser Erde ist nicht schön? –, sondern weil es ein Land ist, in dem es eine solche Website als Regierungsoberausruferin nicht gibt, weil es ein Land ist, also Österreich ein Land ist, in dem nicht zwei Parteien die Regierung ohne Not und vollkommen freiwillig und sich aufgebend anvertraut wird, wie in meinem Land, obgleich es viele andere Koalitionsvarianten gegeben hätte und gibt, und auch, weil es ein Land ist, also Österreich ein Land ist, in dem ein Mann mit solchen Kommentaren keine einzige Zustimmung erhielte, ein Mann mit solchen Kommentaren längst schon den Behörden Rede und Antwort stehen hätte müssen.

FPÖ unzensuriert - Des verbeamteten Schafotts - 02-09-18

Sie werden sich vielleicht fragen, weshalb ich Ihnen diese Nachrichten über diese gesinnungsgemäß zensurierte Website und deren Kommentarstaffel schicke. Es ist wohl die Sehnsucht, in Ihrem Land, also in Österreich, leben zu wollen, wo es das alles nicht, das einen Menschen, kurz gesagt, nur mit Scham erfüllen kann.“

Lilith Kurz wurde nicht gefragt, ob es veröffentlicht werden darf. Aber sie wird es verstehen, daß es verbreitet werden muß, ist es doch ein schönes Kompliment an Österreich, wird in einem anderen Land Österreich doch auf eine so gute Art gesehen, daß es nicht verschwiegen werden kann, gerade jetzt, da manche in Österreich beginnen zu klagen, Österreich verliere sein Gutes.

2 Gedanken zu „Österreich von Kurz aus einem anderen Land gesehen

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