Der Nikolo stammt aus der Coca.

Was aus Menschen in Österreich so wird, die von dieser Gesinnungsbude aus einmal für das sogenannte höchste Amt im Staat kandidiert haben, der eine abgeschoben zu einer Partei, wenn nicht ganz falsch erinnert wird, im Salzburgischen, der andere in ein Ministerbüro, und beide eint weiter, daß keine Hostie zwischen ihre Gesinnung des Kreuzes paßt.

Die Abgeschobene war in dieser Woche zum Fleischhacker geladen. Es ging um das Abendland. Und worum es geht, wenn es um das Abendland geht, war sofort wieder einmal klar, mit der ersten Wortmeldung der Abgeschobenen klar, schon in dieser fiel nach wenigen Minuten der Name Konrad Lorenz. Für die Abgeschobene eine gesinnungsgemäße Bezugsgröße. Und eine für jene, die in den letzten Regierungsverhandlungen saßen

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

und manche von ihnen zu Ministern und Ministerinnen gemacht wurden, an einem Montag im Dezember 17.

Gegen diese Diskussionen in österreichischen Fernsehanstalten helfen, um nicht in diesen Niveauabgrund zu stürzen, vielleicht Witze, wären es bloß Diskussionen in Fernsehanstalten, aber es wird Österreich zur Zeit von solch einer Fernsehanstalt regiert. Dennoch ein Witz. Vielleicht helfen Witze doch gegen alle Fernsehanstalten, wo immer sie ihre Studios haben, am Ballhausplatz, in einer Flugzeuglagerhalle …

Der Spengler Oswald sieht, daß die Pferdemetzgerin Abendland gerade ihren Laden schließen will, und ruft ihr von weitem in Sorge, nichts mehr für seinen Sonntagsbraten zu bekommen, schon laut zu: „Was ist noch übrig?“ Die Abendland streckt dem Spengler die Hand zum Gruß entgegen und ruft zurück: „A Hitlerkeule.“

Ein schlechter Witz. Durchaus. Angepaßt eben an das Niveau der Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz herum …

Und dann geht es beim Fleischhacker weiter, auch um den Nikolo. Mit einem guten Witz. Ein Diskutant, der einmal, wenn es nicht falsch in Erinnerung ist, ein Stellvertreter in einer AKP-nahen Organisation war, reklamiert den Nikolo für die Türkei, und die Abgeschobene wendet sofort ein: aus Griechenland der Nikolo. Daß damals die Gegend von diesem Bischof weder die Türkei noch das Griechenland –, sondern … Daß der Nikolo heute überhaupt noch gekannt wird, ist wohl einzig seiner wirklichen Heimat geschuldet, aus der er tatsächlich stammt, nämlich aus der Flasche Coca Cola.

Servus TV - Abendland - Was ist noch übrig

Die Abgeschobene hat aber nur vorgebracht, was vor kurzem einer aus ihrer Gesinnungsschaft erst von sich gegeben hat, dem beim Nuckeln an der Cola-Flasche auch sofort Griechenland und das zu verteidigende Abendland einfällt, und wo, wo sonst? In einer Fernsehanstalt … „Das sollte uns mahnen!“

Und dieser Mann, zwischen dem und der Abgeschobenen gesinnungsgemäß auch keine Hostie paßt, ist im Grunde auch ein Abgeschobener. Das hat, wenn es nicht falsch in Erinnerung hat, etwas mit der österreichischen Variante der Pegida zu tun. Also auch mit dem Umfeld des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich …

Was in Österreich alles abgeschoben wird. das fällt nebenher zum oben gebrauchten Wort Variante nebenher auch ein: das sind alle nicht abzuschiebenden Koalitionsvarianten …

„Abendland: Was ist noch übrig?“

Solche Fragestellungen sollten sich tatsächlich schon lange erübrigt haben. Untauglich sogar für Witze. Und das nicht nur deshalb, weil gewußt wird, wohin das führt, das Geschwefel um die „Verteidigung des Abendlandes“. Seit Adolf Hitler, dem Blutsturz des christlichen Abendlandes …

Es ist eher schon zu fragen, was wird nach der nächsten Hitlerei übrig sein?

Unter einem Aspekt hätte diese Kreuzstillstandsobsession, dieser Hostienbestandswahrungsfetischismus etwas Positives, allerdings hätte für diesen einzigen positiven Aspekt die Entwicklung vor 1933 stoppen müssen, dann hätte sich das christliche Abendland nicht zu seiner negativsten unter so vielen negativen Auswirkungen entwickelt, nämlich zur massenmörderischen Hitlerei.

Abendland - Letzte Hitlerkeule der Pegida.png

„Der Untergang des Abendlands“. Oswald Spengler. Immer wieder Oswald Spengler. Vor einhundert Jahren – wieder so ein Jubiläum, das in das Gedenkreich 18 paßt – erschienen, kopffüllend weiter für österreichische Fernsehanstalten. Als wären seit einhundert Jahren keine Bücher mehr erschienen. Als hätte nicht ebenfalls vor bald einhundert Jahren, genauer, vor vierundneunzig Jahren, etwa ein Thomas Mann in einem Essay das Spenglerische … es wird ja nicht verlangt, daß in den Fernsehanstalten nur noch sogenannte Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen … aber es darf doch erwartet werden, daß in den Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz nicht nur Bücher bestimmend sind, die vor einhundert Jahren geschrieben und schon vor einhundert Jahren zerpflückt, als kalt und unbrauchbar für jedwede Zukunft …

Eine Selbstermahnung: nicht ungerecht werden, daß in den Fernsehanstalten in und um den Ballhausplatz nur ein einziges Buch in einhundert Jahren … In diesen einhundert Jahren wurde ja dann doch noch ein zweites Buch in die Fernsehanstalten geschleppt.

 

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