Franz Werfel und Josef Weinheber

Ein Denkmal muß nicht immer mit einer Zusatztafel erklärt werden, die wiederum eine weitere Zusatztafel benötigt, damit die Aufklärung komplettiert …

Zum Beispiel das Weinheber-Denkmal im Schillerpark am Schillerplatz.

Es reicht, unter dem Namen „Weinheber“ einen Satz noch in den Sockel zu meißeln. Mit der in der Sekunde ein jeder Mensch, der vor das Weinheber-Denkmal tritt, weiß, wer Josef Weinheber aus welcher Zeit und weshalb dem Josef Weinheber hier im Schillerpark am Schillerplatz ein Denkmal errichtet ward, in der Denkmalreihe von Nikolaus Lenau, Friedrich Schiller, Anastasius Grün und Franz Werfel …

Gerade die Widmung an Franz Werfel, der am 26. August 1945 im Exil starb, in Beverly Hills, kann für den Sockelsatz für Josef Weinheber, der am 8. April 1945 mit seinem Selbstmord in Kirchstetten seinem Führer ein nacheiferndes Vorbild war, ideale Vorlage sein:

„In Dankbarkeit und Hochachtung
Das armenische Volk“

Es muß auch nicht lange nachgedacht werden, nicht lange über eine Formulierung gegrübelt werden, auch die Kosten für Zusatztafeln gespart werden.

Es kann einfach mit „in Dankbarkeit und Hochachtung“ begonnen und geendet werden mit „der Führer und seine nationalsozialistische Volksgemeinschaft“ … Damit ist alles über Josef Weinheber gesagt und auch über die, deren einzigen Dank und deren einzige Hochachtung er …