Am 2. November 2023 ist dies in der „Kronen-Zeitung“ zu lesen, eine scharfe Kritik der FPÖ, und wenn diese Tageszeitung derart scharf die FPÖ kritisiert, sollte den Menschen in diesem Land, die wahlberechtigt sind, das eine letzte Warnung sein, was sie zu erwarten haben, wenn sie die FPÖ wählen,
in einer Stärke, die scheinbar rechtfertigte, sie an einer Regierung zu beteiligen, sie wieder zu einer Regierungspartei zu machen …
Und sollte sie, die FPÖ, gar dreißig Prozent bekommen, wie es so manche mit dem großen Daumen gerechnete Umfrage vermutet,
stehen diesen dreißig Prozent siebzig Prozent gegenüber, die gegen eine Regierungsbeteiligung der FPÖ … sie, die FPÖ, wäre dann wieder bloß eine gemachte und nicht gewählte, hinter, wie es so treffend heißt, verschlossenen Türen …
das Hindenburg-Syndrom wieder einmal zuschlagend —
Es muß im Grunde zu dem, was die Kronen-Zeitung zur FPÖ bis zur Kenntlichkeit der FPÖ schreibt, nichts mehr hinzugefügt werden:
Angesichts der hohen Umfragewerte werden die Attacken der FPÖ gegen ihre Feindbilder immer geschmalzener. Die Blauen drohen Medien und wollen ihnen „Benehmen“ lehren.
Es war wieder einmal eine Woche, in der die FPÖ allerlei Auffälligkeiten offenbarte. Da gibt es Oberösterreichs Vizechef Manfred Haimbuchner, der Journalisten und Islamisten in einen Topf wirft. Bei einer Bierzeltrede vor rund 1000 Besuchern in Micheldorf plärrte er in die Menge, wenn Herbert Kickl Kanzler werde, werde er „Journalisten und Islamisten wieder das Benehmen lehren“.
Martin Glier, Pressesprecher von NÖ-Landeshauptfrau-Stellvertreter Udo Landbauer, richtete dem Kabarettisten Florian Scheuba über X (vormals Twitter) aus, dass dieser 2024 nur noch beim AMS auftreten könne (siehe unten). Quasi eine Ankündigung, wo kritische Persönlichkeiten unter einer FPÖ-Regierung arbeiten dürfen.
Unterschied zwischen Bierzelt und Polit-Debatte
Angesichts der Umfragen laufen die Blauen offenbar zur Höchstform auf, wenn es darum geht, die Medien anzugreifen. Das überrascht Politologin Kathrin Stainer-Hämmerle wenig: „Medien und Asylwerber sind beliebte Feindbilder unter den FPÖ-Wählern.“ Haimbuchner meint auf „Krone“-Anfrage, er habe nicht „Islamisten mit Journalisten verglichen, sondern eine Zuspitzung vorgenommen“. Er gibt zwar zu, dass „jeder über sein Benehmen in jeder Form nachdenken sollte“. Aber der FPÖ-Politiker führt als Rechtfertigung für seine Attacken an, dass ein „Tonalitätsunterschied zwischen einer Parteiveranstaltung im Bierzelt und politischer Sachdiskussion erlaubt sein muss“. Auch dieses Verhaltensmuster sei typisch für die Blauen. „Regeln, die die FPÖ bei anderen geltend macht, gelten für sie selber nicht“, so Stainer-Hämmerle. Als Beispiel nennt die Politikexpertin den Burger-Sager von Kanzler Karl Nehammer (ÖVP). Auch der fiel während einer Parteiversammlung. Diesen Ausrutscher jedoch hat die FPÖ genüsslich ausgeschlachtet. Ähnliches passierte beim 24. Frauenmord.
Als mutmaßlicher Täter gilt ein blauer Regionalpolitiker. Die FPÖ wollte partout nicht mit den Taten ihres Parteimitglieds in Verbindung gebracht werden und rief einige Redaktionen durch. Allerdings, wenn Täter nicht aus ihren Reihen kommen, ist die FPÖ alles andere als zimperlich. Hat der Täter Migrationshintergrund oder gehört er dem politischen Mitbewerb an, werden ganze Gruppen wie „die Ausländer“ oder „die Linken“ gleich mitverurteilt.
Auch wenn dieser Artikel, gerade in der Kronen-Zeitung, wieder einmal die FPÖ bis zur äußersten Kenntlichkeit, deren Konsequenz ihre Unwählbarkeit zu sein hat, darstellt, muß doch einiges, zur Erinnerung, zur Untermauerung der Unwählbarkeit hinzugefügt werden, zu den im Artikel genannten Namen …
Manfred Haimbuchner, ein Redner, der sich sicher fühlt, wenn in seinem Hintergrund das Bild eines gesinnungsgemäßen „Idealisten“ ihm den Rücken stärkt,
eines Idealisten, der mit des Haimbuchners Literaturgeschmack wohl eine recht rechte Freud …
Martin Glier, es ist nicht die erste Aufregung um ihn, und wie es in Österreich um Aufregungen bestellt ist, sie dauern
kurz … Nun ist er, Glier, wie zu lesen ist,
„Pressesprecher von NÖ-Landeshauptfrau-…“

Tatsächlich aber —
es geht um das Wort „Blutzeuge“ —
zitiert hat Martin Glier die ihm gesinnungsgemäße „alternative …“. Und was in diesem Kapitel nicht zitiert wurde, soll nun zum fünften Gedenken an diese Kurzaufregung um Glier nachgereicht und also zitiert werden, aus dieser ihm gesinnungsgemäßen „alternativen …“:
Johann Brandstätter (26. Juli 1934 in Gailberg, Kärnten) war ein deutscher Widerstandskämpfer gegen das Dollfuß-Regime in Deutsch-Österreich und ein Blutzeuge der nationalsozialistischen Bewegung, der in der Kampfzeit während der Juli-Erhebung sein Leben für Freiheit und Meinungsrecht gab.

und zu Runen fällt unweigerlich beim Blick auf das Foto, mit dem die Kronen-Zeitung ihren oben zitierten Artikel bebildert,
ein Mann auf, mit dem Rücken zu Herbert Kickl,
stünde Herbert Kickl auf dem Foto nicht,
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