Präsident will Österreichs „laizistischen Islam“ stärken

Der Präsident hat nicht nur ein eigenes Hirn, sondern mehr als das, er hat ein ureigenes Hirn, und ein Mann mit einem ureigenen Hirn mußte einfach wie über kurz mit einem der höchsten Ämter im Staat ausgezeichnet werden.

Und ein mit einem ureigenen Hirn ausgestatteter Mann erkennt das Gebot der Stunde, weiß, was not tut, ist gefordert zu handeln, wenn ihm islamische Vorschriften vorgelegt werden:

„Der Bürger hat die Gewissenspflicht, die Vorschriften der staatlichen Autoritäten nicht zu befolgen, wenn diese Anordnungen den Weisungen des Evangeliums widersprechen, den Gehorsam zu verweigern, falls deren Forderungen dem rechten Gewissen widersprechen, dem Dienst Gottes, man muß Gott mehr gehorchen.“

Nur einem Mann mit einem ureigenen Hirn ist es offenbart, daß ein jedweder jüdischer Mensch ein gläubiger Mensch ist, es keinen jüdischen Menschen außerhalb des Glaubens gibt, und die ersten Worte jedweden jüdischen Menschen, sobald er sprechen kann, die Worte des Bekenntnisses zu Staat und Regierung sind, wie es im Gebetbuche Siddur, das einem Manne mit einem ureigenen Hirn das Buch der Bücher seiner Lehre nur sein kann, geschrieben steht, das ein jedweder jüdischer Mensch täglich mit sich führt, bis an sein Lebensende im biblischen Alter, darin gleich dem Manne mit dem ureigenen Hirn, der täglich den Bekenntniskranz zur Regierung …

Nur einem Mann mit einem ureigenen Hirn ist es gegeben, einen Begriff wie „laizistischen Islam“ zu kreationieren, der allen anderen einen absoluten Widerspruch beschreiben würde, aber in Gott ist jedwede Trennung aufgehoben, jedweder Widerspruch aufgelöst, wie ein Leib in seinem Blute in Nichts aufgelöst, in Gott kann märchenhaft beieinander liegen zur Paarung, wie es der Natur in ihrer Einfalt niemals noch eingefallen ist, oh, wie vielfältig wäre die Natur geworden, wäre sie nur den Kreationen Gottes gefolgt, was für wundersame Wesen aus der Paarung eines Kaninchens mit einem Elefanten würde den Menschen erfreuen.

Nur ein Mann mit einem ureigenen Hirn erkennt die Schändlichkeit, die Gefahr der katechetischen Vorschriften, kann einen Mann mit einem ureigenen Hirn nur mit Besorgnis erfüllen, muß ein Mann mit einem ureigenen Hirn ein Zeichen gegen die Ungleichstellung von Frau und Mann setzen, ein Bekenntnis zu den Gesetzen der Gleichbehandlung fordern.

Aber ein Mann mit einem ureigenen Hirn des islamischen Laizismus weiß sich nicht alleine in seinem Kampfe um Trennung von Moschee und Staat, in seinem Widerspruch für Frauenrechte, an seiner Seite stehen auch Frauen, die nicht nur die Rechte der Frauen, sondern auch die Trennung von Staat und Moschee märchenhaft verkörpern …

Halbe Wahrheit ist null Wahrheit.

Kaum zurück, eilt der zurzeitige Bundeskanzler zu Wolfgang Fellner, dem er nicht zu bestätigen braucht, daß er ein eigenes Hirn habe, das bestätigt sich Wolfgang Fellner täglich selbst, und auch, für wen er sein Hirn einsetzt, mit wem er sich ein Hirn teilt, kann doch ein Zusammenspiel von Fragen und Antworten nur in einem gemeinsamen Hirn so verdrahtet …

Zu den Antworten der einen Gehirnhälfte folgen die Fragen der anderen Gehirnhälfte, auch wenn in der Sendung selbst es sich dann so anhört, als würden den Fragen nach „Erfolg“, „dritte große Kraft“, „Machtprobe“, „lästig“ die Antworten folgen.

„Lästig nicht, aber hartnäckig.“ Ist eine Antwort des zurzeitigen Bundeskanzlers. Und diese Antwort ist, erzählt ein Arbeitssuchender auf dem Arbeitsamt Tage darauf, verantwortlich für seinen Traum, in dieser Nacht des Interviews, davon ist er überzeugt. Es träumte ihm ein Straßenrand mit Plakaten und ein Plakat, das sich ihm als „Sebastian Kurz“ vorstellte, sprach zu ihm:

„Ich lüge nicht, aber die Wahrheit ist mir hartnäckig lästig.“

Und das Geträumte beschäftigt den Arbeitsuchenden nun, auch jetzt auf dem Arbeitsamt. Und weil alle Zeit haben, warten müssen, bis sie aufgerufen werden, nicht zur Arbeit, sondern zu einem Gespräch mit dem Arbeitsamtpersonal, erzählt er ausführlich, was ihm durch den Kopf geht, womit sich sein eigenes und ungeteiltes Hirn so beschäftigt, seit diesem Traum in der Nacht des Interviews.

Es stimmt schon, führt er aus, was Sebastian Kurz antwortet, mit dem Ergebnis würden alle leben können, „aber es stimmt, wir sind zufrieden.“ Es stimmt möglicherweise sogar bis zur Hälfte, aber es ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, es sind viele nicht zufrieden …

Es stimmt schon, was Sebastian Kurz antwortet, daß etwas ausgemacht worden, mehr möglich als zu erwarten gewesen sei. Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, es muß erst das Europäische Parlament das Ausgemachte abnicken, wenn es denn zustimmen wird, und am Ende dann wird sich erst herausstellen, ob mehr möglich …

Es stimmt schon, was Sebastian Kurz antwortet, daß der Beitragsrabatt für Österreich nun höher … Das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere ist, der Beitrag für Österreich erhöht sich enorm …

Es stimmt schon, was Sebastian Kurz antwortet, daß es nun eine „Allianz der Nettozahler“ geben würde. Das ist bloß die halbe Wahrheit. Die andere ist, diese „Allianz“ umfaßt nicht alle „Nettozahler“, knapp die Hälfte bloß der „Nettozahler“. Italien ist auch ein „Nettozahler“. Italien ist eines der „Südländer“, über die Sebastian Kurz … Vielleicht würde er über Italien anders reden, wäre jetzt der ehemalige Innenminister Ministerpräsident …

Während er aus seiner Tasche, die er, als er noch Arbeit hatte, bis vor kurzem noch wohl vor allem zum Verstauen seiner Jause verwendete, den „Falter“ in seiner aktuellen Ausgabe 30/20 zieht, sagt er, wie als eine kurze Zusammenfassung seiner Überlegungen in einem Satz, der ihm träumte:

„Halbe Wahrheit ist null Wahrheit.“

Und zur weiteren Überbrückung der Wartezeit und wohl auch ermutigt durch das aufmerksame Zuhören von allen in diesem Wartesaal beginnt er den Kommentar von Armin Thurnher vorzulesen: „Die Totengräber feiern sich als sei…“

Ein „Junggeselle“ aus Puławy, „bereicherte Deutschland“

Und es klagt in einem Kommentar am 23. Juli ’20 die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei, daß die „Toleranten“ keine, ach, so gar keine rechte Toleranz …

Dabei hätte sich doch gerade diese polnische Stadt mehr als nur Toleranz zu verdienen, schenkte sie doch Deutschland, wie die Website sogleich zu berichten weiß, einst Adam Württemberg, der „Deutschland“, wie die Website anerkennt, „bereicherte“, bereicherte mit seiner Orientierung eines niemals verheirateten Mannes.

Er war also sein Leben lang – die alten weißen Männer, auch wenn sie in den Nullerjahren dieses Jahrtausends erst geboren worden sind, werden den Ausdruck noch kennen – ein Junggeselle. Wer erinnert sich nicht an diese grauen Gesellen der Jungen, die so wortreich erklären konnten, weshalb ihnen keine Frau je ins Haus gekommen sei und je noch werde kommen, während sie ihren Pudel streicheln oder verzückt zusehen, wenn sich ihr Pudel am Bein eines Zuhörers …

Puławy hat aus noch einem Grund Toleranz zu verdienen. Für die bruchlose Fortsetzung der Tradition in dieser Stadt, die Deutschland vielleicht als Dank für die Bereicherung durch einen Sohn von Puławy der Stadt schenkte, ein Ghetto für Menschen, die dann, das muß nicht wiederholt werden, Sie wissen, wohin die Menschen dann aus dem Ghetto …, diese Tradition, Menschen für unerwünscht zu erklären. Einst wurde es kürzer formuliert, als jetzt in Polen, nicht nur in Puławy, mit diesem Ungetüm: „LGBT-ideologiefreie Zone“ …

Vielleicht deshalb, um Mißverständnissen vorzubeugen, ja nicht falsch verstanden zu werden, hieße es einfach wie kurz: „schwulenrein“ … das wäre ihnen wohl peinlich, ertappt zu werden, hieße es dann: Puławy, bewohnt „rein“ von „Schwulen“ …

Vom Debacle zum Dilemma

„In Österreich konzentriert sich die Debatte auf das Lueger-Denkmal am Stubenring. Eine eindrucksvolle Skulptur, die den ’schönen Karl‘ in Überlebensgröße zeigt […]“

Ja, so ein Nationalsozialist hat halt schon beizeiten wa …

Und mit Oliver Rathkolb, auf dessen Zusatztafel sie zu sprechen kommt, schreibt Barbara Coudenhove-Kalergi mit fort, Karl Lueger sei „ein bedeutender Wiener Bürgermeister“ …

Mag sich Barbara Coudenhove-Kalergi auf Oliver Rathkolb verlassen, nun, das Urteil, das über Karl Lueger bereits vor über einhundert Jahren gefällt wurde, scheint verläßlicher, etwa 1913 bereits unter „Ein Denkmal-Debacle“ …

Zwischen „Denkmal-Debacle“ und „Denkmaldilemma“ einhundertsieben Jahre, und kein Weiterkommen in diesem Land.

Karl Lueger wird nun, der, um ihm seinen Ring zu erhalten, zu einem ganz großen Bürgermeister hochgeschrieben wird … Karl Lueger wurde aber vor 100 Jahren realistischer beurteilt, wie in der „Wiener Bauindustrie-Zeitung“ in der Ausgabe Nr. 11 von 1913 zu lesen war, unter der Schlagzeile „Ein Denkmal-Debacle“, auch darüber, warum Denkmäler errichtet werden: Lueger war kein Unsterblicher, nicht einmal ein wirklich Großer, nicht einmal Einer, der die Zeit merklich überragte. Nicht so sehr dem Manne, dessen Name das Denkmal einst tragen sollte, galt es, ein Monument zu bauen, sondern vor allem ein Zeugnis für die Macht und das Ansehen jener politischen Partei abzulegen, als deren Repräsentant der Verstorbene – mit Recht oder Unrecht bleibe dahingestellt – gegolten hatte.“

Wer der Nationalsozialist war, der das Denkmal schuf? Ob er dies zu dieser Zeit schon war? Wohl nicht. Die Unzeit kam ja erst. Aber Menschen in Österreich mit ihrer Karl-Identität haben dafür ein Gespür, bereiten sich beizeiten darauf vor, um dann zur rechten Zeit das Richtige zu sein, auch in einer Unzeit das Richtige, das gefällt, zu sein, und dann auch in der Zeit nach der Unzeit wieder, vielleicht das zu sein, was er war, als er das Denkmal schuf, nein, nicht zu sein, sondern das gesamte Leben zu unterwerfen dem Regime Was gefällt

Dabei kann so leicht ein Debakel verhindert werden, es einfach wie kurz gar nicht mehr zu versuchen, weiter Denkmäler zu errichten, das jedoch nach wie vor geschieht, und auch aus einem Dilemma kann so leicht herausgefunden, wenn es denn schon ein Denkmal gibt, beispielsweise dieses für Josef Weinheber, der von Barbara Coudenhove-Kalergi am 23. Juli ’20 auch erwähnt wird. Nicht nur durch eine Zusatztafel, die wie die vorhandene ungenügend ist, weil diese keine Aufklärung über den Bildhauer enthält, sondern durch einen Satz direkt unter dem Namen Weinheber, mit dem klar ist, wer ihm nur dankbar einzig sein kann in Hochachtung …

PS Es ist bei Denkmälern wohl auch endlich angebracht, nicht nur die Abgebildeten, die Dargestellten allein weiter in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auch endlich, wer diese geschaffen hat, wie es exemplarisch die Denkmäler für Weinheber und Lueger nahelegen. Mögen es in vielen Fällen auch nur Karls sein, so werden sie doch weiter genannt, unbefleckt zu würdigende und in guter Erinnerung zu Bleibende, wie es exemplarisch die Zusatztafel für Weinheber und auch die Zusatztafel für Lueger von Oliver Rathkolb …

Das Wissen im blauen Paket

„Wikipedia – die freie Enzyklopädie“ weiß auch etwas zu Karl Hanusch zu berichten.

„1933 wurde er wegen ‚Kunstbolschewismus‘ zunächst beurlaubt, dann entlassen. 1938 erhielt er Malverbot und wurde verfemt.“

Es wird in dem Eintrag auf „Wikipedia“ auch erwähnt, das Bild „Mann mit blauem Paket“, in der Literaturliste auch ein Buch zur „großen deutschen Kunstausstellung, München 1937-1944“ angeführt. Berichtet aber wird nicht, daß Karl Hanusch 1938 mit diesem Bild auf der „Kunstausstellung“ vertreten war, daß der Käufer von dem „Mann mit blauem Paket“ Adolf Hitler war.

Von Interesse daran ist nicht, was vor 1945 war.

Von Interesse daran ist, wie es denn tatsächlich um „Wikipedia“ bestellt ist, ob es tatsächlich eine „Enzyklopädie“ genannt werden, die Wissen objektiv und neutral vermittelt, oder ob es, auch am Beispiele Karl Hanusch, eine Plattform der etwa der lieben Verwandtschaft ist, die ein gutes Bild von ihren Angehörigen der Welt zeigen möchte.

Und kann es ein besseres Bild von einem Verwandten geben, als das, er wäre „verfemt“ gewesen, mit „Malverbot“ belegt? Und kein Wort davon, daß er auf der „großen deutschen Kunstausstellung“ ausgestellt war, kein Wort davon, daß 1938 Adolf Hitler der Käufer seines Bildes war? Und wenn wer wissen möchte, was aus dem Bild „Mann mit blauem Paket“ geworden ist, wird von „Wikipedia“ zu einer Website von Verwandten weitergeleitet, auf der zu lesen ist:

„Das Bild wurde auf Vorschlag der Freitaler NSDAP 1938 zur Großen deutschen Kunstausstellung nach München geschickt. (Kat. Nr. 312). Hitler wollte es erwerben. Möglicherweise wurde es zerstört, als man merkte, daß Karl Hanusch verfolgt und verfemt war.“

Das kann schon sein, daß Adolf Hitler mit seiner Zerstörwut und seinem Vernichtungswillen das Bild nur kaufte, um es zu zerstören.

Es wurde nicht nachverfolgt, ob die Verwandten es von „Wikipedia“ übernommen haben oder die Verwandten „Wikipedia“ mit ihrem Wissen befüllten. Und das ist, muß zugegeben werden, auch nicht leicht nachvollziehbar, von wem welche Anteile der Wissensvermittlung stammen. Eines ist gewiß, Verwandte hatten, wie die Liste der „Autoren“ auf „Wikipedia“ ausweist, haben Teile an diesem Eintrag beigesteuert.

Um es noch einmal festzuhalten, es interessiert nicht, wie Karl Hanusch sich in dieser Zeit verhielt, was er war oder nicht war. Von Interesse sind tatsächlich nur die Darstellungen auf „Wikipedia“, einer „Enzyklopädie“, die heutzutage herangezogen wird als objektives und neutrales Nachschlagewerk, einer „Enzyklopädie“, die anerkannt und gehandelt wird als das ultimative Lexikon …

Und es müssen auch nicht unbedingt Verwandte sein, die in „Wikipedia“ ein nützliches Instrument finden, um Angehörige und somit die eigene Familie in ein recht gutes Licht … wie anhand eines weiteren Beispieles schon erzählt wurde, bei dem es auch um ein Bild, aber um ein manipuliertes Bild geht …

Übrigens, zu „Kunstbolschewismus“ fällt sofort „Kulturmarxismus“ ein, aber nicht, ebenfalls nicht wegen der Zeit vor 1945, sondern wegen Österreich ’18 …

„Das Projekt der neuen österreichischen Regierung besteht also ideologisch gesehen darin, den Kulturmarxismus zu überwinden.“

Und übrigens, ohne Margarete Hanusch gäbe es dieses Kapitel nicht, sie war 1937 und 1938 auch auf der „großen deutschen Kunstausstellung ausgestellt, und bei einem Gang durch die Säle dann ein zufälliges Stehenbleiben vor dem „Mann mit blauem Paket“.

Wer immer den Eintrag auf „Wikipedia“ zu Margarete Hanusch geliefert hat, wird aus welchen persönlichen oder ideologischen Gründen es für wichtig und notwendig erachten, daß es kein Wissen über ihre ausgestellten Werke auf der „großen deutschen Kunstausstellung“ 1937 und 1938 gibt, zumindest kein Wissen auf „Wikipedia“ …

Franz Werfel und Josef Weinheber

Ein Denkmal muß nicht immer mit einer Zusatztafel erklärt werden, die wiederum eine weitere Zusatztafel benötigt, damit die Aufklärung komplettiert …

Zum Beispiel das Weinheber-Denkmal im Schillerpark am Schillerplatz.

Es reicht, unter dem Namen „Weinheber“ einen Satz noch in den Sockel zu meißeln. Mit der in der Sekunde ein jeder Mensch, der vor das Weinheber-Denkmal tritt, weiß, wer Josef Weinheber aus welcher Zeit und weshalb dem Josef Weinheber hier im Schillerpark am Schillerplatz ein Denkmal errichtet ward, in der Denkmalreihe von Nikolaus Lenau, Friedrich Schiller, Anastasius Grün und Franz Werfel …

Gerade die Widmung an Franz Werfel, der am 26. August 1945 im Exil starb, in Beverly Hills, kann für den Sockelsatz für Josef Weinheber, der am 8. April 1945 mit seinem Selbstmord in Kirchstetten seinem Führer ein nacheiferndes Vorbild war, ideale Vorlage sein:

„In Dankbarkeit und Hochachtung
Das armenische Volk“

Es muß auch nicht lange nachgedacht werden, nicht lange über eine Formulierung gegrübelt werden, auch die Kosten für Zusatztafeln gespart werden.

Es kann einfach mit „in Dankbarkeit und Hochachtung“ begonnen und geendet werden mit „der Führer und seine nationalsozialistische Volksgemeinschaft“ … Damit ist alles über Josef Weinheber gesagt und auch über die, deren einzigen Dank und deren einzige Hochachtung er …

Shortly dedicated a song in times of Corona – „We want to land so much“

Bestimmungen in Zeiten von Corona verleiten dazu, zu fragen, wie kommt es wohl zu den Bestimmungen, die beispielsweise eine Bundesregierung in Österreich fällt.

Etwa das auf der Website des Bundeskanzleramtes zu findende Bundesrecht konsolidiert: „Gesamte Rechtsvorschrift für Landeverbot für Luftfahrzeuge aus SARS-CoV-2 Risikogebieten, Fassung vom 21.07.2020“ …

Ordentlich sind 18 Staaten aufgelistet, aus denen, kakanisch formuliert, keine „Luftfahrzeuge“ in Österreich landen dürfen.

Brasilien und die USA sind nicht darunter.

Dabei wären das zwei Staaten, die schon beim Schreiben der Landeverbotsliste aufgrund ihrer ansteigenden hohen Infektionszahlen ebenfalls unbedingt auf die Liste der Landeverbote …

Wie es wohl dazu kam, daß weder die USA noch Brasilien auf die Liste kamen?

Dafür aber …

Vielleicht hat eine Beamtin aus der Kurz-und-Kogler-Beamtenschaft nach Lektüre einer Expertise sowohl Brasilien als auch die USA und möglicherweise auch Israel auf die Liste des Landeverbots gesetzt gehabt, aber – sagen Sie jetzt nicht sofort, das sei zu absurd, blättern Sie vorher alle Bestimmungen durch und dann … –, die Liste wurde dem Bundeskanzler vorgelegt, und er strich schlicht wie kurz die USA und Brasilien durch. Auf den mehr als erstaunten Blick und auf den Hinweis der Beamtin auf die besorgniserregenden Infektionszahlen in Brasilien und in den USA hin erzählte der rührselig werdende Bundeskanzler der Beamtin, Bolsonaro und Trump hätten ihm doch ein Ständchen so recht schön gebrummt: „I mecht‘ so gern land’n“ …

Und als er ihr noch recht erinnerungsselig sagte: „Ja, da muß man sich doch einfach hinlegen. Ja, da kann man doch nicht kalt und herzlos sein!“ Da war auch die Beamtin voll der Rührung, ging zurück in ihre kakanische Schreibstube, löschte Brasilien und die USA aus der Liste des Landeverbots.

Als ein Beamter das sah und zu ihr etwa murmelte, das sei doch unverantwortlich, Brasilien und die USA nicht auf die Liste des Landeverbots, das mache die Liste doch zu einer willkürlichen Liste, zu einer absurden Liste, meinte die Beamtin aus der Leopoldstadt bloß, streifte ihre Ärmelschoner zurecht, es seien halt seine Hawarer.

Und das verstand der Beamte, sagte noch „Ja, eh – Mahlzeit!“

Weinheber & Bock

Steht die Büste des leaders noch im Looshaus?

Sie werden entrüstet sagen, selbstverständlich steht die Büste des leaders nicht mehr in der Vorhalle des Looshauses, in dem einst das Herrenausstattungsgeschäft Goldmann & Salatsch …

Na ja, im Schillerpark steht noch ein Weinheber-Abguß nach einer Büste von Josef Bock, der beide Büsten schuf, die von Josef Weinheber und seinem Führer.

Vielleicht sind Sie so freundlich und betreten einmal die Vorhalle des Looshauses, um Nachschau zu halten. Es möchte keine Überraschung mehr erlebt werden, die eine auf dem Michaelerplatz reichte, gleich gegenüber, in der Kirche, der kniende Dollfuß …

Auch dieser Zusatztafel scheint doch geboten, eine Zusatztafel zu errichten, die von dem Bildhauer Bock mehr … Und beide Zusatztafeln müßten dann auch gleich viel näher an das Weinheber-Denkmal herangerückt werden. Denn. So weit entfernt, wie die Zusatztafel jetzt platziert ist, werden wohl nur die Aufmerksamsten auf die Idee kommen, Weinheber-Zusatztafel und Weinheber-Denkmal gehörten zusammen, viele, die meisten wohl, werden die Schillerpark verlassen mit einem Rätsel, wer wohl dieser Weinheber gewesen sein mag, dem mit einem Denkmal gewürdigt wird, ein Politiker? ein Kammerschauspieler? ein Operettenkomponist? ein Herrenausstatter der Kaiserin?

So weit entfernt die Weinheber-Zusatztafel, es muß wohl ein Respektabstand für den Künstler, der einst den leader modellierte, sein, damit sein Werk in rechter Pracht ungestört von lästiger Vergangenheitsaufklärung wirken kann.

Elf Jahre vor seiner Schaffung seiner Büste seines Führers, dreizehn Jahre vor Schaffung seiner Büste des Lyrikers seines Führers stellte er sich als sozialdemokratischer Kandidat der Wahl in der Leopoldstadt für die Bezirksvertretung … Wohl auch er ein guter Beispielgeber, wie wandelbar Identität ist, der Zeit gehorchend, der Not gehorchend, der Eitelkeit gehorchend, der Gier nach materieller und immaterieller Anerkennung gehorchend …

NS Es wird mehr und mehr verständlich, weshalb es gerade Männer und Frauen mit dem Deutschlandlied wieder und wieder auf den Michaelerplatz zieht. Es muß der Duft der Diktatur sein, der ihnen ihre gesinnungsgemäße Demokratie ist. Die eine Seite duftmarkiert durch Dollfuß, auf der anderen Seite muß auch die einst hier gestandene Büste des Führers immer noch seinen Duft ausströmen, auch wenn diese schon lange nicht, wie doch eher vermutet werden darf, in der Vorhalle des Herrenausstatters stehen dürfte.

Der Michaelerplatz also, ihnen eine ihrer recht heiligen Pilgerstätten. Und da gibt es in Österreich manche, die sich Sorgen machen, ein Haus in Braunau könnte als Pilgerstätte …

Edelweiß und Enzian

Kurz ist es her, daß es im österreichischen Parlament wegen eines neuen Preises hoch herging, vor allem deshalb, weil die FPÖ diesen „Bruno-Kreisky-Preis“ genannt haben wollte, dabei hätte die FPÖ auch „Franz-Olah-Preis“ vorschlagen können.

Beiden Männern hat die FPÖ schließlich viel zu verdanken. Sie mußte sich entscheiden. Sie entschied sich für Bruno Kreisky, ihm durch einen Namenspreis zu danken. Und das kann verstanden werden. Sie hat Bruno Kreisky mehr als Franz Olah zu verdanken. Durch die Wahlrechtsreform erhielt die FPÖ nicht nur augenblicklich bei gleichbleibendem niedrigen Wahlergebnis sofort vier Mandate im Parlament mehr, als ein Jahr zuvor, damit verbunden auch mehr Geld.

Wie schnell hingegen ist eine Million Schilling wohl verbraucht gewesen, die die FPÖ Jahre zuvor von Franz Olah heimlich erhielt. In beiden Fällen war das Gegenüber von Bruno Kreisky und Franz Olah ein Mann, an den vor kurzem im Parlament erinnert wurde, aber nicht im positiven Sinne: Friedrich Peter.

Zu der Zeit von Franz Olah wurde Geld noch nicht flott in Sporttaschen übergeben. Es war eine biedere Zeit, es wurden noch Sparbücher angelegt, die dann heimlich übergeben wurden. So legte Franz Olah zwei Sparbücher an, mit je fünfhundert Tausend Schilling, und er übergab diese heimlich Friedrich Peter mit dem Ersuchen, diese Million für die Demokratie in Österreich zu verwenden. Denn. Friedrich Peter ersuchte Franz Olah um finanzielle Unterstützung, weil es für eine Demokratie notwendig sei, daß es im Parlament eine Opposition zu den Regierungsparteien geben müsse, und die FPÖ, einfach wie kurz gesagt, am Sand … Zwischen dem Ersuchen von Friedrich Peter an Franz Olah und der Übergabe der Sparbücher durch Franz Olah an Friedrich Peter lag nur eine Woche. So schnell entschied Franz Olah, die FPÖ mit dem Geld von anderen zu unterstützen.

Es waren zwei anonyme Sparbücher mit je 500 Tausend Schilling. Ein Sparbuch auf „Edelweiß“, das zweite auf „Enzian„.

Weshalb wählte Franz Olah gerade „Enzian“ und „Edelweiß“ als Losungswörter aus?

Dachte Franz Olah vielleicht, „Enzian“ und Edelweiß“ verkörpere Österreich wie keine andere Losung?

„Edelweiß“ und „Enzian“ werde sein Ersuchen an Friedrich Peter, sich für die Demokratie in Österreich einzusetzen, besonders bekräftigen, und Friedrich Peter mit seiner Partei werden nicht anders können, „Edelweiß“ und „Enzian“ vor Augen, als sich für die Demokratie in Österreich stark zu machen?

Einerlei, warum sich Franz Olah gerade für „Edelweiß“ und Enzian“ entschied, eines ist gewiß, Friedrich Peter konnte Franz Olah recht leicht das Versprechen geben, auf „Enzian“ und „Edelweiß“ schwören, er und seine Partei würden sich für die Demokratie in Österreich …

Sind doch gerade „Edelweiß“ und „Enzian“ mit einer dritten Blume im Strauß die Leitblumen freiheitlicher Gesinnung, einfach wie kurz gesagt, bis herauf zu diesen Tagen, in denen die FPÖ im österreichischen Parlament Dank an Bruno Kreisky rapportiert. Der freiheitlichen Gesinnung ist unzweifelhaft die Demokratie eingeschrieben. Aber hierbei kommt es auf die Übersetzung des Wortes Demokratie an, mit einem deutschen Wort ist ihr Verständnis schlicht wie kurz kenntlich gemacht: Volksgemein

Vielleicht aber war Franz Olah ebenso wenig „Illusionist“ wie der Präsident, der dies vor kurzem einbekannte, und er wählte die Codes „Enzian“ und „Edelweiß“, weil er zu genau wußte, wen er mit einer Million unterstützt, was dieser Partei „Edelweiß“ und „Enzian“ gesinnungsgemäß bedeuten. Vielleicht hatte er, Franz Olah, die Hoffnung, diese Partei werde sich daran erinnern, daß „Edelweiß“ und „Enzian“ einfach nur Blumen sind, und nicht das, was aus ihnen die Täterinnen aus dem Portschyland machten …

Aber von altersher ist es schon bitter bekannt, die Hoffnung, die Hoffnung enttäuscht zuerst …

Was wäre wohl gewesen, hätte die FPÖ nicht die Million bekommen? Wenn die FPÖ ihren Blumenhandel damals schon hätte für immer zusperren müssen? Im österreichischen Parlament plötzlich nur noch zwei Parteien gewesen wären, zwei Regierungsparteien nur noch, ohne Opposition?

Das wäre wohl nicht so hingenommen worden, und es wären wohl andere Parteien zusätzlich in das Parlament gewählt worden, es wären vielleicht sofort neue Parteien gegründet worden, die in das Parlament gewählt worden wären … Was hätten sich die Menschen in Österreich in all diesen Jahrzehnten seit damals ohne FPÖ, kurz gesagt, alles erspart?

In Austria, identity has a baptismal name: Karl.

Wird für „Der Herr Karl“ von Helmut Qualtinger und Carl Merz um eine kurze Inhaltsangabe ersucht, gefragt, ob dieser etwas mit der österreichischen Wirklichkeit zu tun habe, wer denn dieser „Herr Karl“ sei, wen der „Herr Karl“ verkörpere, wer seine Vorbilder seien, fallen Bezeichnungen, Zuschreibungen, beispielsweise „Durchschnittsbürger“, „Fleisch gewordener Wiener Opportunist“, „selbstgerechter Hausmeister-Typ voll bestialischer Gemütlichkeit“; schlicht wie kurz: der „Herr Karl“ ist für alle stets der sogenannte „kleine Mann von der Straße“, niemals aber der sogenannte „große Mann“ in seiner …

Dabei, wenn bedacht wird, wer dort vor allem verkehrte, wo Qualtinger und Merz ihre Männer als Vorbilder fanden, die sie zu einem „Herrn Karl“ bis zur Kenntlichkeit verdichteten. Es waren darunter „hochrangige Polizeibeamte“, „Schauspieler“, „Journalisten“, „Halbwelt“. Nicht auszuschließen, daß unter diesen Vorbildern auch Künstlerinnen waren, vielleicht sogar Josef Müllner, der Schöpfer des KL-Denkmals.

Der Inhalt von „Der Herr Karl“ kann auch ganz kurz anhand von ein paar Daten von Josef Müllner zwischen 1926 und 1949 etwa nüchtern erzählt werden, wo er überall dabei gewesen sein muß, um das zu erreichen, das „Der Herr Karl“ nicht erreichte, obgleich auch er versuchte, wie Qualtinger und Merz ihn eindrucksvoll erzählen lassen, ebenfalls überall dabei zu sein, überall mitzutun, wie es ihm die Zeitenläufte zu gebieten schienen.

Und wenn einst die Zusatztafel zur Zusatztafel zum KL-Denkmal mit dieser schlichten wie kurzen Aufzählung von Auszeichnungen aus dem Leben des Josef Müllner auf dem KL-Platz steht, können sogenannte Stadtführerinnen, Guides erzählen, und dabei auf diese Zusatztafel zeigen, daß dies in der kürzesten Fassung im Grunde der Inhalt von „Der Herr Karl“ ist, dem Werk über den Menschen in Österreich mit seiner Karl-Identität.

Vielleicht ist es aber gar nicht der einzelne Mensch in Österreich, der eine Karl-Identität besitzt, sondern Österreich ist es, das die Karl-Identität einzig besitzt, ein selbstgerechter Hausmeister-Typ mit bestialischer Gemütlichkeit als Durchschnittsstaat, der sich gegenüber Menschen opportunistisch verhält, wie es ihm die Zeitenläufte geboten erscheinen, sich stets dem jeweiligen ihm gezeigten Gesinnungsbild anzudienen, es ihm ermöglicht, beispielsweise gegenüber Josef Müllner bis heute herauf sich zu verhalten, wie er meint, daß Josef Müllner es von ihm erwartet, daß er, der Staat, sich ihm gegenüber zu verhalten hat, um sein Wohlwollen sich zu verdienen, zu sichern.

Menschgemäß ist es Unsinn oder zu einfach wie kurz gesagt, daß ein Staat eine Identität besitzt. Es sind die Menschen, die einem Staat eine Identität zuschreiben, die, wenn überhaupt so etwas wie eine Identität festgestellt werden kann, deren eigene ist, wie sie meinen, und sich selbst dabei mit dem Staat verwechseln. Kurz ist es her, daß ein Mensch mit einer solchen Identität im österreichischen Parlament eine Rede hielt und dabei ganz darin verblieb, die Zuschreibungen, wer „Der Herr Karl“ sei, fortzuschreiben, wenn er davon spricht,

„Erst wenn wir alle aufstehen, erst dann, wenn jeder im Wirtshaus aufsteht, wenn er hört, dass ein Witz gemacht wird oder dass verächtlich geredet wird, erst dann, wenn er aufsteht und dagegen auftritt, dann wird es uns gelingen, den Antisemitismus einzudämmen.“

wenn alle „im Wirtshaus dagegen aufstehen“, also nur in der Villa, im Palast der sogenannten „kleinen Leute“ und nicht dort auch, wo beispielsweise er, der Präsident, auftritt; denn dort wo er, der „große Mann“ hintritt, gibt es keinen Antisemitismus und auch keine Karl-Identität …