Der Friedensnobelpreis hat mit der Verleihung an Barack Obama seinen Wert total eingebüßt

Aber viel Wert hatte der Friedensnobelpreis schon davor nicht, wird nur daran gedacht, wer diesen bekam, zum Beispiel Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, auch, wer diesen nicht bekam, etwa Mohandas Karamchand Gandhi …

Aber mit der Verleihung an Barack Obama ist der Friedensnobelpreis absolut nichts mehr wert, schlimmer, ist dieser zum gemeingefährlichen Preis geworden. Und wer je diesen Preis noch bekommt, muß sich dafür genieren, für diesen ausgewählt worden zu sein, und wer je diesen Preis noch annimmt, muß sich dafür noch mehr genieren, diesen anzunehmen …

Vielleicht war die Verleihung an Barack Obama gedacht als eine Art Ermunterung und eine Form von Unterstützung, sich tatsächlich für den Frieden einzusetzen. Tatsächlich aber war die Verleihung an Barack Obama nichts anderes als eine paradoxe Intervention … Jahre nach der Verleihung soll Barack Obama gesagt haben, er sei wirklich gut im Töten von Menschen

Barack Obama - a cruel record

Jimmy Carter: „Eine grausame Bilanz“ …

Vielleicht wurde vom Nobelpreiskomitee bei der Zuerkennung des Friedensnobelpreises an Barack Obama auch gar nichts gedacht, war das Nobelpreiskomitee ebenfalls nur der zu dieser Zeit noch grassierenden Massenpsychose erlegen – ein Messias, seht! Ein Messias, preiset! Preiset den Messias … Gepreist wurde, aber nicht gesehen … Messiasse enttäuschen immer, wie viele Jahrtausende müssen noch vergehen, bis die Erkenntnis endlich menschliches Allgemeingut geworden sein wird, daß Messiasse immer nur enttäuschen können, und, assassins ihrer eigenen Heilsversprechen sind, und sich dabei zusehends verwandeln, um am Ende nur eines noch zu sein, asses …

Es ist falsch zu sagen, der Friedensnobelpreis habe erst mit der Verleihung an Barack Obama seinen Wert total eingebüßt; denn: eigentlich bereits mit der Verleihung an Henry Kissinger und Lê Đức Thọ, bekamen diese den Preis doch zu einer Zeit, als der Krieg noch dauerte, somit wurde im Grunde ein Kriegsnobelpreis verliehen … Im Unterschied zu Henry Kissinger und auch zu Barack Obama nahm aber Lê Đức Thọ den Preis mit der Begründung, sein Gegenüber, also Henry Kissinger, hätte den Waffenstillstand verletzt, es gäbe keinen Frieden  … Damals schon eine, wenn es als solche gedacht war respektive überhaupt gedacht wurde, eine paradoxe Intervention, die fehlschlug … Le Duc Tho wurde kein Friedensmensch, wie seine weitere kriegerische … Und auch aus Barack Obama wird kein Mensch des Friedens mehr, wie sein forcierter Einsatz von Kampfdrohnen …

… a hitman is a president is a hitman is a president is a hitman …

Drone: modern toy for killing without accusation, without trial, without offence

Auch das österreichische Bundesheer will mit Drohnen sich (b)rüsten

Seit der „Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer am 20. Jänner 2013 sind mehr als zwei Wochen vergangen und schon liegt der Einkaufszettel des Bundesheeres vor, auf dem auch Drohnen stehen …

DrohnenDrohne: eine längst schon zum Symbol gewordene Waffe zum Ermorden von Menschen, die keine strafrechtlich zu verfolgende Tat begingen, dafür aber ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Richter und Richterinnen getötet werden …

Es wird schon gewußt, die Drohnen für das österreichische Bundesheer sollen unbewaffnet sein, das will auch Verteidigungsminister Norbert Darabos so, und er kann sich viele Möglichkeiten des Einsatzes vorstellen: beim Katastrophenschutz, auch für die Unterstützung des Innenministeriums beim Assistenzeinsatz an der Grenze – Drohnen zur Unterstützung des Innenministeriums im Inland … (Nur nebenher: vom Assistenzeinsatz an der Grenze kann Norbert Darabos nach wie vor nicht lassen, trotz der neuerlichen vernichtenden Kritik durch den Rechnungshof an diesem Assistenzeinsatz.)

Weshalb heute noch einmal auf diese „Volksbefragung“ zurückgekommen wird, ist einfach zu erklären. Obgleich in den Wochen vor der „Volksbefragung“ es eine rege öffentliche und mediale und parteipolitische Diskussion über – nein, nicht über das Militär – das Nebensächlichste in diesem Zusammenhang gab, wurde doch auch von Bedrohungen gesprochen, Bedrohungen durch den Terrorismus, aber es wurde nicht über die Bedrohung durch das Militär selbst breit gesprochen, und diese Bedrohung durch das Militär selbst ist immer wieder anzusprechen, diese Bedrohung durch das Militär selbst muß, sogar in Österreich, auf die Agenda zur breitesten Diskussion.

Es gibt dazu auch einen aktuellen Anlaß, es heute anzusprechen, zum einen die bevorstehende Bestellung von John Brennan zum CIA-Chef und die Veröffentlichung durch NBC eines Papiers des US-Justizministeriums über den rechtlichen Rahmen über die gezielte Tötung von US-Bürgern und Bürgerinnen, wie beispielsweise in „Obamas Drohnen-Stratege Brennan: Amerikas neues Schlachtfeld“ – ein Absatz daraus genügt, um zu verstehen, welchen Bedrohungen Bürger und Bürgerinnen weltweit ausgesetzt sind und immer mehr ausgesetzt sein werden:

Das 16-Seiten-Papier des Justizministeriums unterliegt zwar keiner besonderen Geheimhaltung, denn es wurde offenbar an ausgewählte Parlamentsmitglieder verteilt, es zeigte jedoch erstmals, wie großzügig Obama die Regeln auslegen lässt. Demnach sind Erkenntnisse über einen konkret bevorstehenden Anschlag für die gezielte Tötung eines US-Bürgers nicht erforderlich; es genüge, wenn die Regierung feststelle, der US-Bürger sei „in letzter Zeit“ in entsprechende „Aktivitäten“ verwickelt.

„Gezielte Tötung“ heißt auch ein Buch von Armin Krishnan, aus dem hier bereits mehrere Male zitiert wurde, und das durch diese aktuelle Enthüllung noch brisanter wird, zeigt es doch erschreckend auf, welchen Bedrohungen Bürgerinnen und Bürger nicht nur der Vereinigten Staaten im 21. Jahrhundert vermehrt ausgesetzt sein werden, wenn dem nicht Einhalt geboten wird. Auch in Europa, auch in der Europäischen Union – für das polnische Millitär gibt es auch eine Einkaufsliste, auf der ebenfalls Drohnen stehen, in Polen aber nicht nur für die Aufklärung, schon für den militärischen Einsatz

Darauf war heute wieder einmal hinzuweisen, daß auch in Österreich eine breite Diskussion über die Bedrohungen der Bürger und Bürgerinnen zu führen ist, die versteckt hinter dem Schlagwort „Terrorismusbekämpfung“ entwickelt werden, zumal Österreich nicht aus der Welt ist, auch wenn in diesem Land Diskussionen zu oft den Anschein erwecken, Österreich gehöre nicht zu dieser Welt. Dem ist aber dann doch nicht so, das zeigt beispielsweise auch der Umstand, daß in Österreich Drohnen erzeugt und exportiert werden … Auch der österreichische Staat hat beispielsweise wie die  Vereinigten Staaten seine internationalen Verflechtungen, zum Beispiel mit Saudi-Arabien, um beim Thema zu bleiben, wenn auch von unterschiedlicher Qualität: die Vereinigten Staaten, wurde ebenfalls aktuell enthüllt, hat in Saudi-Arabien eine geheime Drohnenbasis und Saudi-Arabien hat in Österreich ein Abdullah-Zentrum

Abschließend soll noch einmal die „Volksbefragung“ angesprochen werden. Vor dieser wurde auch viel von Kostenersparnis und Wirtschaftlichkeit gesprochen. Nun ist abzusehen, daß ordentlich viel Steuergeld für das Bundesheer ausgegeben werden wird, aber das Steuergeldausgeben für das Militär, können sowohl ÖVP als auch SPÖ zu ihrer Verteidigung anführen, war auch nicht Gegenstand der „Volksbefragung“. Und darüber hinaus war es klar, daß es eine Geld-Her-oder-Geld-Her-Volksbefragung