Was ist denn das für eine (Glaw-i-nitsch) Ihre direkt gegarte Demokratie?

Aber auch von Unwiderstehlich kann gelernt werden, in Hinkunft wird jede Zeitungsseite, die von Thomas Glavinic beschrieben ist, sofort ungelesen umgeblättert werden, seine Bücher haben sich je nach ein paar Seiten Lektüre in Buchhandlungen bisher schon nicht für den Kauf empfohlen, und sein letztes Buch hat gelehrt, nicht einmal mehr in Buchhandlungen je wieder eines aufzuschlagen, die Hoffnung ist (aber nicht zuletzt) gestorben, es könnte je noch ein kaufbares …

Thomas Wir schreiben über nichts GlavinicUm diesem Vorsatz nicht untreu zu werden, muß doch über die letzte gelesene Zeitungsseite noch geschrieben werden, es so leichter im Gedächtnis behalten zu können, keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je mehr zu lesen … Es ist doch allzu leicht, etwas zu vergessen, wie beispielsweise, daß Michael Spindelegger – bei dem Thomas Glavinic „keine Lücke“ fand – Verständnis aufbrachte für den syrischen „Herrscher“, und das auch noch zu einer Zeit als der Krieg gegen …

Um also nicht zu vergessen, weshalb zukünftig keine von Thomas Glavinic beschriebene Zeitungsseite je wieder – ein Merkzettel …

Er, Thomas Glavinic, leitet seine … ein, wisse also über die deutsche Politik besser Bescheid, vermutlich ebenso gut wie Eva Menasse und wahrscheinlich mit ebenso tiefschürfenden Folgerungen … Damit also beginnt Thomas Glavinic seine – was? Seine ironische Politbetrachtung? Seine Polit-Satire? Wenn Ironie, wenn Satire, dann ist es eine selbstentblößende Ironie minus Politik, dann ist es eine selbstentblößende Satire minus Politik …

Selbstentblößende Schreibe minus Politik …

Seine Anteilnahme, schreibt Thomas Glavinic noch im ersten Absatz, am politischen Geschehen in Österreich sei nachhaltig gestört worden, die Freude an österreichischer Politik sei ihm vergangen, weil die Leute, die Wolfgang Schüssel und Jörg Haider dem Land zugemutet … tatsächlich aber zugemutet haben Wählerinnen und Wähler dem Land Jörg Haider und Wolfgang Schüssel. Ob Thomas Glavinic die Freude geblieben wäre, hätte es nur Leute wie Schüssel und Haider gegeben und keine Elisabeth Sickl, keinen Michael Krüger … Thomas Glavinic verwendet die Gegenwartsform, aber in seiner Gegenwart ist es noch nicht angekommen, daß Uwe Scheuch längst schon Vergangenheit ist …

Und wie geht es weiter?

Der zweite Absatz hätte eine eigene Überschrift sich verdient:

Thomas Glavinic errichtet sich einen Altar

Die Idee von Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist blendend, er, Thomas Glavinic, schreibt Thomas Glavinic, ist mit dem raffinierten Plan von Thomas Glavinic zufrieden, auch die Tageszeitung Der Standard … Um zu wissen, wer wählbar sein könnte, ist nur eines notwendig, essen zu gehen, nicht beispielsweise die Parteiprogramme in die Hand zu nehmen, sondern bloß Messer und Gabel … Den Löffel aber bekommen die Menschen, zum Auslöffeln der Suppe, wenn sie nur aus jenen auswählen, die für Thomas Glavinic allein und einzig sich der Wahl stellen, brav werden von ihm die kandidierenden Parteien verschwiegen, die noch nicht im Parlament … Ja, wem Thomas Glavinic die Ehr‘ erweist, muß schon wer sein, das heißt, muß schon wo sitzen, hoch oben …

Hoffentlich werden, da Thomas Glavinic seine Freude an der österreichischen Politik anscheinend gerade wieder gefunden zu haben scheint, Michael Spindelegger und Heinz-Christian Strache dem Land nicht wieder Leute zumuten, die dann Thomas Glavinic wieder zur …

Es will nicht verschwiegen werden, daß Thomas Glavinic auch Informationen liefert. Jetzt erst kann erfahren werden, wo er im Hochsommer mit Heinz-Christian Strache speiste – im Stadtpark, auf einem für Heinz-Christian Stache heimatlichen Boden, wo er sozialis…

Um es nicht zu lange werden zu lassen, die nächsten Absätze nicht mehr einzeln durchgehen, sondern sie zusammenfassen … es wird Sie, Leser und Leserin, höchstwahrscheinlich bereits ebenso langweilen, als bereits das Schreiben darüber … es könnte jetzt schon abgebrochen werden, aber es muß noch Thomas Glavinic Gerechtigkeit widerfahren lassen werden …

Thomas Glavinic überlegt viel

Er, Thomas Glavinic, habe sich viel überlegt, was er Heinz-Christian Strache … Das Ergebnis ist beeindruckend. Das wird ihm, Thomas Glavinic, im Büro der Blaßblauen sogleich auch bestätigt, derartige Ergebnisse könne nur ein guter Schreiber … Seit der Lieferung dieses Ergebnisses soll es Menschen geben, die nicht davon abzubringen sind, zu behaupten, der Schriftsteller Heinz-Christian Strache habe im Hübnerpark den freiheitlichen Spitzenkandidaten Thomas Glavinic … Herbert Kickl muß für Heinz-Christian Strache viel schreiben, und gerade in Zeiten eines Wahlkampfes kann es dazu kommen, damit überlastet zu sein, keine Ideen mehr zu haben, einen ghostwriter zu benötigen … Sollte Herbert Kickl sich bereits in dieser Notlage befinden, von Thomas Glavinic liegt nun eine Bewerbung vor, für ihn, Herbert Kickl, sind die Thomas Glavinic dafür qualifizierenden Stellen markiert: „ein aufmerksamer Linker“, „Innenministerium, drei Frauen schreien, es scheint sich um eine Demonstration“, „Ich nix Chef“, „überall nuckeln Babys an riesigen Milchbrüsten“ …

Das hat mir noch gefehlt. Jetzt mag ich H.-C. Strache! Mein Projekt, die österreichische Politik besser zu verstehen, steht bereits beim ersten Treffen mit einem Politiker auf der Kippe. Ich kann doch nicht plötzlich Sympathien für jemanden entwickeln, dessen Politik ich fürchterlich finde! Aber es hilft nichts, er ist irgendwie nett, und so ziehen wir noch gemeinsam hinüber in ein Bierlokal, wo der FPÖ-Chef die Huldigungen […]

Er, Thomas Glavinic, weiß zuerst nicht viel von Heinz-Christian Strache, findet dann seine Politik doch fürchterlich, um ihn schließlich nett … Puh … Pah! was soll Heinz-Christian Strache denn sonst sein, als nett? Wer ist im persönlichen Umgang nicht nett? Die Zeitgeschichte ist voll von netten Menschen – im persönlichen Umgang … In der Umsonst alias Heute wurde beispielsweise erst am 9. September 2013 über die Tochter des KZ-Kommandanten Rudolf Höss berichtet, die ihren Vater als den „nettesten Mann der Welt“ …

Ob Thomas Glavinic Zukunftsängste plagen? Denn gleich noch eine zweite Bewerbung – wie zur Absicherung, wenn aus der ersten nichts – gibt er ab … Für die Stelle, falls es diesen Posten schon gibt, und wenn nicht, müßte dieser noch geschaffen werden: Budennarr bei den freiheitlichen Schaften … Qualifiziert hat sich Thomas Glavinic, wie gelesen werden kann, dafür … Es flogen die Fetzen, und beide fanden das lustigkomischerweise … Thomas Glavinic sagte Heinz-Christian Strache unangenehme Dinge, er, Thomas Glavinic, zog Heinz-Christian Strache ständig auf, zeihte ihn allerhand Schrecklichkeiten, aber das schien Heinz-Christian Strache zu gefallen … So durfte seinerzeit nur der Hofnarr, allerdings dieser Hinweis in Verbindung mit Freiheitlichen ist zu hoch gegriffen … Hof … Bauernhof … Dorf … Es wird gesagt, sogenannten Dorftrotteln wurde zugestanden, zu reden, wie ihnen der … Das trifft es wohl auch nicht, Heinz-Christian Strache scheint ja zugehört zu haben … Budennarr, ja … Das Handtuch als Kappe müßte Thomas Glavinic wohl ablegen, Schaften legen viel Wert auf das Äußere, auf eine recht ordentliche Uniform … Aber die Schaften würden dann wohl Thomas Glavinic eine schöne Kappe auf ihre Kosten besorgen und vielleicht sogar eine zweite für den Sommer – mit Ventilator zur Kühlung …

Ach, wie gut, daß allen ich sagen kann, daß Unwiderstehlich mein Nam‘

Daß Eva Glawischnig nicht Thomas Glavinic geheiratet hat, daran war nur der Doppelname schuld, der eine Karriere …

Ach, hätte sich Thomas Glavinic nur früher schon umtaufen lassen … Erspart wäre ihm geblieben der ganze Ärger mit dem Namen … Unwiderstehlich können bestimmt alle richtig aussprechen …

Und was für eine Karriere hätte das werden können, er selbst als grüner Spitzenkandidat Unwiderstehlich, während Glawischnig dahoam die Kinder …

Und auch auf das Essen mit Frank Stronach hat sich Thomas Glavinic so gut vorbereitet, haufenweise Überlegungen angestellt … Es fand nicht statt, so konnte er, Thomas Glavinic, Frank Stronach nicht nach den Berufskillern persönlich fragen … Möglicherweise hat Thomas Glavinic andere Killerinnen gemeint, und er hätte Frank Stronach nach seinem Umweltprogramm

Wählen werde er, Thomas Glavinic, Eva Glawischnig, weil, die profundeste politische Überlegung, seit es politische Überlegungen gibt, Eva Glawischnig ein „echter Mensch“ … Und wohl auch deshalb, weil sie Verständnis für seine Probleme und seinen Ärger mit der „SVA“ …

Darum geht es also, um Bares, um Stimmen der eigenen Interessen, wenn es Thomas Unwiderstehlich um „Demokratie geht“ …

Ein Gedanke zu „Was ist denn das für eine (Glaw-i-nitsch) Ihre direkt gegarte Demokratie?

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