Die begründete Angst vor den Stimmen für die FPÖ – Von der orfschen Mitsteinigung des Geistes

Es wird eigentlich nicht mehr gewußt, was ärgerlicher ist, die unverhohlene und schwach widersprochene Verbreitung von Falschem durch Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, von He.-Chr. Strache aufwärts, oder die ohne Not freiwillige und bereitwillige Übernahme freiheitlicher Propaganda als Falschfrage, wie im Bürgerforum des österreichischen Rundfunks am 24. Februar 2015. Denn es ist eine Falschfrage, die Frage nach dem „Ende von Multikulti“. Und es ist zusätzlich und vor allem eine gemeingefährliche Falschfrage in der Verkettung mit „Angst vor dem Terror“.

Die Steinigung des Geistes durch He-Chr Strache -Bürgerforum 24-05-2015 ab Minute 55Würde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätten daraus zumindest zwei Sendungen gemacht werden müssen. Eine Diskussionssendung nämlich darüber, woher denn in einem von Terror unbehelligten Österreich die Angst vor dem Terror komme und vor allem weshalb. Und eine zweite Diskussionssendung darüber, wie gestaltet sich das konkrete Zusammenleben in Österreich von Menschen von unterschiedlicher Herkunft, konkret zum Beispiel zwischen Mitgliedern verschiedener islamisch organisierter Glauben und – das kann bereits nicht ohne Verkürzung, nicht ohne pauschalierende Formulierung gefragt werden, zusätzlich entspricht es auch nicht der Wirklichkeit – Mitgliedern christlich organisierter Glauben. Bei diesen mannigfachen und mannigfaltigen Lebensformen, die es auch in Österreich gibt, ist es in Wahrheit vollkommen absurd und wirklichkeitsfremd, eine gesellschaftliche Diskussion allein je noch über die verschiedenen Glaubensrichtungen führen zu wollen. Außer menschgemäß, es wird etwas Reißerisches gewollt und eine Anbiederung an die identitäre Gemein-Schaft. Denn eine gesellschaftliche Diskussion kann nur unter den Gesichtspunkten der Ökonomie, des Sozialen, des Politischen geführt werden, aber niemals mit einem Hauptaugenmerk auf Organisierte Glauben.

Es hat altgesinnungsgemäß keine zwei Tage gedauert, daß die altgesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Gemein-Schaft aus der ORF-Frage nach dem „Ende von Multikulti“ auch die Schlagzeile „Multikulti vor dem Zusammenbruch“ meißelt und also weiter an ihrer propagandistischen Feststellung …

Schreibt Unzensurix für Strache oder Strache als UnzensurixWürde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätte noch eine dritte Sendung gemacht werden müssen, die der Frage nachgeht, was heißt denn eigentlich „Multikulti“. Ein Ergebnis wäre in einer solchen Sendung mit Bestimmtheit, „Multikulti“ läßt sich nicht darauf reduzieren, wie es jetzt verantwortungslos und leider nicht nur von der identitären Gemein-Schaft gemacht wird, daß auf der einen Seite „Muslime“ und auf der anderen Seite … ja, wer eigentlich? Was heißt denn eigentlich „Multikulti“? Und was eigentlich ist das Gegenteil von „Multikulti“? Monokulti? Als ob es das jemals gegeben hätte. Es gab und gibt je nichts anderes als „Multikulti“ Nach dem Ende von „Multikulti“ zu fragen, heißt, nach dem Ende der Menschheit zu fragen.

Würde der österreichische Rundfunk damit sorgfältig und sorgsam umgehen, hätte er sogar bei dieser reißerischen Frage nach dem Ende von „Multikulti“ bereits anders formulieren müssen. Denn es ging nicht um „Multikulti“, sondern um „Multireli“. Aber auch das wäre eine ebenso falsche Bezeichnung gewesen. Alles, was hier zu „Multikulti“ gesagt wurde, trifft auch auf „Multireli“ zu. Wobei noch gar nicht davon gesprochen wurde, daß es auch andere, viele Weltanschauungen gibt, die nicht unter den Weltanschauungsbegriff Religion fallen.

Aus diesen nun in Österreich mit all diesen Verkürzungen und Verknappungen und Pauschalierungen und sogar an österreichischen Wirklichkeiten vorbeigeführten alles beherrschenden Diskussionen kann nur ein Schluß gezogen werden, es ist gemeingefährlich, wenn aus Österreich in die weite Welt geschaut wird und internationales Geschehen national verbrämt wird. Es kommt nur Stumpfsinn, Unnötiges, Unproduktives, Wahlhilfe für die identitäre Gemein-Schaft heraus.

He-Chr Strache - Steinigung einer FrauEines aber wird genau gewußt, was nämlich wirklich ärgerlich und beängstigend ist. Ärgerlich und beängstigend sind die Wahlstimmen für die FPÖ, für Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, die, von He.-Chr. Strache aufwärts, nicht ohne Falschaussagen auskommen können, wie aktuell der Obmann dieser Gemein-Schaft eben auch in diesem Bürgerforum wieder einmal bewiesen hat, wenn er (ab etwa Minute 55:30 der Sendung vom 24. Februar 2015) die Behauptung aufstellt und das Falsche weiterverbreitet, daß nämlich Gabriele Heinisch-Hosek meine, „Steinigungen gehören sozusagen gegendert im Sinne einer Frauengleichberechtigung“ und er, He.-Chr. Strache hinzufügt, dann bekomme er „Angst“ … Angst kann aber tatsächlich nur eines machen, daß nach wie vor so viele, viel zu viele kein Problem damit haben, solche Menschen in staatsverantwortliche Positionen zu wählen.  Bei Falschem also bekomme He.-Chr. Strache Angst, keine Angst aber habe er davor, daß irgendwer die Forderungen nach der Steinigung einer Frau … Und das ist ein in das österreichische Parlament gewählter Abgeordneter … Berechtigte Angst kann sich aber ausbreiten, wird daran gedacht, wie viele, viel zu viele diese Partei wählen, weiter noch wählen wollen …

2 Gedanken zu „Die begründete Angst vor den Stimmen für die FPÖ – Von der orfschen Mitsteinigung des Geistes

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