Wer eine Bildungsreise tut, hat etwas zu schießen.

Der vielfache Mörder war also auf Bildungsreise, in Europa, und auch in Österreich.

In Österreich war er nicht in Braunau, sondern in Klagenfurt. Und in Klagenfurt hat es ihm der Wappensaal angetan. Das Kärntner Landhaus.

Und das kann verstanden werden. Ein Haus der Geschichte, das ihr so gegenwärtig.

Ob der vielfache Mörder die Gedichte beim Eingang zum Wappensaal gelesen und verstanden hat? Vielleicht hatte der vielfache Mörder einen ortskundigen Reiseführer an seiner Seite, eine hiesige Reiseführerin, die ihm die recht herzangreifenden Gedichte im Stiegenhaus übersetzte.

Was wird nun aus dem Kärntner Landhaus werden?

Enteignet muß es nicht mehr werden. Um Vorkehrungen zu treffen, aus Furcht, es könnte spätestens jetzt durch den vielfachen Mörder eine Pilgerstätte werden, für vor allem Männer und auch Frauen dieser Gesinnung.

Enteignet muß das Kärntner Landhaus nicht mehr werden, wie das Haus in Braunau, um Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, daß das Haus eine Wallfahrtsstätte … Braunau hat aber der vielfache Mörder rechts liegengelassen, und ist gleich nach Klagenfurt …

Sollte das Landhaus abgerissen werden, um zu verhindern, daß es spätestens jetzt durch den vielfachen Mörder zu einer Gesinnungspilgerstätte wird, wenn es denn nicht lange schon eine ist?

Reichte es, die Tafeln im Stiegenhaus abzuschlagen?

Es muß zugegeben werden, es ist lange her, in Klagenfurt gewesen zu sein. Aber es darf angenommen werden, die Gedichte hängen immer noch im Stiegenhaus. Gerade die Veränderungen in letzter Zeit in Österreich verstärken diese Annahme noch, es wird sich bis jetzt kein Mensch gefunden haben, es wird sich kein Mensch finden lassen, der diese Tafeln entfernte, diese Tafeln je noch und schnell gar auch noch nun entfernen wollte.

Der vielfache Mörder war also auf Bildungsreise, in Europa, und auch in Österreich. Braunau ließ er rechts liegen. Wer eine Reise tut, heißt es, hat viel zu erzählen, und wer eine Bildungsreise tut, hat viel zu schießen.

Sollte das Kärntner Landhaus abgerissen werden? Damit dieses Haus jetzt nicht, ausgelöst durch den vielfachen Mörder einen enormen Aufschwung als Gesinnungspilgerstätte … Wie aber in einem Kapitel bereits erzählt, in Österreich kann gar nicht so viel abgerissen werden, um solche Gesinnungspilgerstätten je zu verhindern.

Sogar ein abgerissenes Kärntner Landhaus würde den Bildungsreisenden dieser Gesinnung eine Pilgerstätte werden, ihnen zum Ort des Gedenkens werden, deren sichtbare Zeichen ihrer Gesinnung seien ihnen genommen, zerstört …

Sichtbare Zeichen sind nicht nur die Gedichte im Stiegenhaus. Wer erinnert sich nicht an den Umgang mit den Lobisser-Fresken im Landhaus? An deren Übertünchung. So steht das gesamte Kärntner Landhaus als sichtbares Zeichen für das gesamte Österreich: das Grundierte nur übertünchen, und wenn möglich, mit einer Farbe, die, zumindest beim ersten kurzen Blick, freundlicher …

Wer also eine Bildungsreise tut, hat viel zu schießen.

Der vielfache Mörder, wird berichtet, begab sich auf seiner Bildungsreise zu den Orten von „mittelalterlichen Kriegsherren, die er für die Retter des Abendlands“ …

„Umvolkung“

Gesinnungsbildung

„Ethnomorphose“

… eigentlich hätte ihm eine Bildungsreise ausschließlich nach Österreich schon völlig gereicht, um gebildet genug zum Schießen ausreichend geübt …

„Hauch von Gott – Mittelalter. Und das muß unser Maßstab sein.“

3 Gedanken zu „Wer eine Bildungsreise tut, hat etwas zu schießen.

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