Norbert Hofer hofft auf Übernahme der Regierungsverantwortung

Salto zeigen - Norbert Hofer FPÖ

Norbert Hofer meint, es werde ihm und seiner identitären Partei gelingen, Regierungsverantwortung zu übernehmen.

Ein „ganz, ganz wichtiger Punkt der Regierungsverhandlungen“ — es macht Sinn, daß  Norbert Hofer bereits jetzt sich Gedanken macht über Regierungsverhandlungen. Wer verhandelt, muß sich zur Zeit darauf vorbereiten. Norbert Hofer bereitet sich darauf vor. Wer sonst als der Gesinnungskopf der identitären Partei sollte auch Regierungsverhandlungen führen? Etwa der Mann, der ihm als Bierhallenstimmungsmacherobmann dient?

Und was ist das für ein „ganz, ganz wichtiger Punkt“, den Norbert Hofer verhandeln will? Sollte es ihm und seiner Partei gelingen … Südtirol.

Weshalb Südtirol der von Norbert Hofer gesinnungsgeführten identitären Partei eine derartige „Herzensangelegenheit“ ist, wurde bereits zur Genüge ausgeführt; es muß nicht wiederholt werden.

Wie schreibt Herwig Seidelmann über Norbert Hofer? „So sollte ein Bundespräsident sein.“ Ob er damit auch meinte, ein Bundespräsident in Österreich sollte sich Gedanken darüber machen, daß Menschen die Staatsbürgerschaft bekommen, damit sie ebenfalls wahlberechtigt sind? Norbert Hofer macht sich diese Gedanken – für Menschen, die in einem anderen Staat leben und dort wahlberechtigt sind. Daß es in Österreich selbst Menschen gibt, die in Österreich geboren sind, aber kein Wahlrecht besitzen … wenn sie Südtiroler und Südtirolerinnen wären, dann würde Norbert Hofer wohl einen Gedanken an sie verschwenden, aber so … Und es sind nicht nur acht Menschen, die in Österreich geboren sind und seit ihrer Geburt ausschließlich in Österreich leben, und dennoch kein Wahlrecht besitzen, ohne Teilhabe an der politischen Gestaltung des Landes, es sind …

So also sollte ein seidelmannscher Bundespräsident sein … Menschen, die in einem anderen Land leben und dort bereits ihr Parlament haben, zu sagen, auch das österreichische Parlament sei ihr Parlament. Was wäre das auch für unseidelmannscher Bundespräsident, sagte er, ginge er auf in Österreich geborene Menschen ohne Wahlrecht zu, das österreichische Parlament sei auch ihr Parlament. Vielleicht denkt Norbert Hofer —

Der Schutzherr aber sprach wahrlich, euch, die ihr südlich der Berge ein Parlament euer eigen schon nennt, will ein zweites gegeben werden, jenen aber, die im eigenen Land keines ihr eigen nennen, soll es noch für Generationen und Generationen weiter verwehrt bleiben.

— Menschen ohne Wahlrecht, die das österreichische Parlament soher nicht als ihr Parlament sehen können, also kein Parlament haben, wird das Parlament schon nicht abgehen können.

Wie unwichtig werden im Angesicht der schönen südtirolerischen Berge – die endlich wieder zu Österreich gehören sollen, oder doch, so gewiß sind sie sich nicht in der identitären Partei, zu Deutschland? – alle anderen für Menschen in Österreich wichtige Punkte, die, könnte gemeint werden, als „ganz, ganz wichtige“ Punkte in einer Regierungsverhandlung … etwa die Punkte Arbeitslosigkeit, Wohnraumschaffung, Bildung, Kinderbetreuung und so weiter und so fort.

NS Diesem Interview, das Norbert Hofer dem Magazin „Salto“ im Februrar 2016 gab, wie in der Collage mit einigen Ausschnitten aus diesem gelesen werden kann, ist zu entnehmen, sein Vater habe ihm den Bezug zu Andreas Hofer mitgegeben. Über die Traditionsweitergabe der Hofers wurde bereits geschrieben. Daher kann der Titel nicht mehr geändert werden. Aber hier in der Verlinkung zum hoferischen Brauchtumsstaffellauf kann dieser erweitert werden: Von Hofer zu Hofer zu Hofer zu Hofer und – Wählende behütet! – zurück.

Norbert Hofer hofft auf Übernahme der Regierungsverantwortung

Bumsbereite entscheiden sich am 22. Mai 2016 für die Naßzelle und nicht für die Wahlzelle

Bumser kann – noch – nicht geschrieben werden. Weil es sind bis jetzt, und es wird gehofft, daß es nur dabei bleibt, unzensurierte Bekundungen auf der Website der identitären Partei, willige Bumserinnen zu sein, oder respektive und typisch für viele Menschen in Österreich: bequem dazu aufstacheln, aber andere sollen dann das Bumsen übernehmen.

Vor der Wahl am 22. Mai 2016 noch sollten Sie sich fragen, was für eine Art Wähler oder Wählerin Sie sind.

Wenn Sie bereits jetzt für Norbert Hofer werben, und Sie ihn auch wählen wollen, zugleich von sich sagen können, Sie sind ein Bumser, eine Bumserin beziehungsweise ein Bumswilliger oder eine Bumswillige, dann können Sie nur Norbert Hofer wählen, wie beispielsweise Francino, der recht viel für das Bumsen überhat.

Freilich dieses Bumsen gebiert kein Leben, sondern Tod:

„Bumm Bravo; Russland zeigt Euch wieder mal wie es gemacht wird. Leider haben sie, die sich in der Gebetshalle befindlichen Terroristen nicht gleich darin eingesperrt. bevor die Sprengladung gezündet wurde
Diese Linken Grünen sollten alle kompostiert werden, was man sich auch immer darunter vorstellen kann“

Ohne den in Norbert Hofer vernarrten Patriotismus kann so eine Bumsschreiborgie nicht abgehen:

„Bei
Mir würden Muslime täglich Staub fressen, wie am obigen Foto zu sehen ist. Zusätzlich noch den Stiefel im Nacken, damit sie wissen was los ist
Dieses Pack hat in unserer zivilisierten Welt nichts verloren“

Auch Herwig-„So sollte ein Bundespräsident sein: ‚Suaviter in modo, fortiter in re'“-Seidelmann kann sich dem Vergnügen wieder einmal nicht entziehen. Aber es will nicht alles zitiert werden. Wenn Sie es lesen möchten, öffnen Sie die Collagen.

Wie in den Collagen gelesen werden kann, nehmen an dieser Schreibstaffelbumsorgie wieder recht viele teil: zwar stumm, genauer, schreiblos: aber, wie gelesen werden kann, recht viele, wieder einmal, stimmen zu – ein digitales Applaudieren, ein digitales Anfeuern …

Es gibt eine Alternative am 22 Mai 2016

Wenn Sie also selbst eine digitale Applaudierende oder ein Bumswilliger sind, können Sie am 22. Mai 2016 nur Norbert Hofer wählen, der Ihnen, wenn schon nicht das Einhalten seiner Wahlversprechen, eines aber garantieren kann, selbst recht viel für Bumser überzuhaben, wie schon berichtet wurde: für die sogenannten südtirolerischen Braunbumser: „Große Freude, Kameraden, erfüllte Dankbarkeit, daß eine Straße nach …“ – Identifikation des Kandidaten mit den Bumsern – Identifikation der Bumswilligen mit dem Kandidaten …

Gestern in Linz – ausgerechnet in Linz, wo manches schon begann und endete in … – sprach Norbert Hofer von dem „Wert der Freundschaft“ und sagte: „Wir sind Freunde“ … Ob das ein Versprecher war? Und er eigentlich sagen wollte: „Wir sind ….“?

Wenn Sie keine Bumser sind, dann haben Sie am 22. Mai 2016 eine Alternative.

Und jenen, die Bumserinnen oder Bumswillige oder digitale Applaudierende sind, kann gesagt werden, Sie haben auch eine Alternative. Wenn es Ihnen so recht um das Bumsen geht, könnten Sie ja am 22. Mai statt in die Wahlzelle beispielsweise auch in die Naßzelle; vielleicht spielt sogar – die Wahlveranstaltungen sind dann alle längst vorüber – der Leibsänger Ihrer identitären Kornblumenpartei dort wieder auf, so wie er wohl eine Kornblumenträgerwahlveranstaltungspause im April 2016 dafür nutzte … Es geht dort mit Sicherheit kaum politisch korrekt zu, aber das schert Sie wohl ganz und gar nicht, mit Bestimmtheit aber, was Ihnen recht wichtig sein dürfte, laut und fidel …

Golden Time - Alternative für Bumswillige am 22 Mai 2016

Kornblumenerlaß wegen antiösterreichischer Umtriebe

Als ob es erst heute im Morgengrauen gewesen wäre, so gegenwärtig ist die Erzählung des Urgroßvaters über die Kornblume, die er einst seinen Urenkeln zum Aufwachen vortrug:

Zum Linzer Kornblumenerlaß

In unserem lieben Oesterreich bedarf noch so manches der Klärung. Eines dürfte genügen. So herrscht eine gar köstliche Verwirrung im klerikalen Lager. Während ein Teil — ich verweise auf die christlich-deutschen Turnvereine — sich mit den schwarz-rot-goldenen Farben schmückt „Gut Heil!“ schreit und sich bis zur „Wacht am Rhein“ versteigt oder — man denke an die schwarzen Stemmklubs Vorarlbergs — sogar einem alldeutschen Verbande der Deutschen Turnerschaft angehört, wüten andere, die offenbar nach den alten Instruktionen vorgehen noch immer gegen die deutschen Schutzvereine, die nach ihrer Meinung nur die „Los von Rom“-Bewegung fördern, rufen die Polizei zu Hilfe wenn bei festlichen Anlässen aus deutschen Kehlen die „Wacht am Rhein“ ertönt und schreien vernadernd: „Hoch- und Vaterlandsverrat!“ wenn sie das deutsche Dreifarb oder sonstige deutsche Abzeichen erblicken. Angesichts solcher geradezu unhaltbarer Zustände ist es wohl hoch an der Zeit, daß die Führer — die Hirten — allgemein gültige Weisungen hinausgeben, damit der Wirrwar in der Schafherde nicht noch größer werde und nicht etwa ein einfach Schwarzer einen schwarz-rot-goldenen Schwarzen des Hochverrates bezichtige oder am Ende gar — und das wäre das Aergste — die Sache Roms schaden leide. Einem schwarzen Heißsporn älterer Richtung ist jedenfalls auch der Statthalter von Oberösterreich, der auch Vorsitzender des Landesschulrates aufgesessen, als er den „Kornblumenerlaß“ hinausgab. Am Linzer Turn- und Spielfeste das unter regster Anteilnahme der Bevölkerung am 5. Juni stattfand, turnten nämlich auch Schüler mit, die Kornblumen trugen. Selbstverständlich nahm daran niemand Anstoß und es waren Landesschulinspektoren, BezirksschuIinspektoren, Regierungsräte, Statthaltereiräte, Schulräte, Schuldirektoren und Offiziere anwesend! Jeder fand Gefallen an dem frisch-fröhlichen Treiben der Jugend. Da kam der Erlaß des Statthalters an die Direktion des Linzer Staatsgymnasiums, worin ausgeführt wurde daß der Umstand, daß Schüler des Gymnasiums mit Kornblumen geschmückt erschienen seien, allgemeine Entrüstung hervorgerufen habe, daß dies ein Zeichen antidynastischer Gesinnung sei und aufs schärfste mißbilligt werden müßte. Natürlich ließen sich die Nationalen Oberösterreichs dies nicht gefallen. Der deutsche Volksbund für Oberösterreich richtete ein von unserem wackeren Turngenossen, den Landtagsabgeordneten Joses Helletzgruber und Franz Langoth gezeichnetes Protestschreiben an den Statthalter, in dem es heißt: „Der deutsche Volksbund für Oberösterreich als größte Bereinigung aller deutsch und freiheitlich fühlenden Männer Oberösterreichs glaubt ein Recht zu haben, in dieser Angelegenheit volle Wahrheit zu fordern und erwartet umso mehr, daß Eure Exzellenz die gewünschte Aufklärung geben werden, als die Nichterfüllung dieses Ansuchens und die damit zugestandene Richtigkeit der erwähnten Verfügung seitens des Präsidiums des Landesschulrates mit vollem Rechte die „allgemeine Entrüstung“ aller deutschen Bewohner des Landes Oberösterreich hervorrufen würde.“ Auch der Linzer Gemeinderat nahm zu dem Erlasse Stellung. Ja die Sitzung vom 17. 6. in der die nationalen Gemeinderäte mit Kornblumen im Knopfloche erschienen waren, stellte Gemeinderat Melichar eine scharfe Anfrage an den Bürgermeister Dr. Dinghofer, der sich bereit erklärte wegen Zurücknahme des Erlasses vorstellig zu werden. Die Wirkung blieb nicht aus. Der Erlaß wurde in seinen Hauptpunkten zurückgezogen. Es ist nun auch zu erwarten, daß die klerikalen Führer ihrem Anhange neben den schwarz-rot-goldenen Farben auch das Tragen der Kornblume gestatten werden. Und damit dürfte die harmlose Blume ihre staatsgefährliche Eigenschaft eingebüßt haben.

Das, so war Urgroßvater Helge – im Morgengrauen weckte er seine Urenkelkinder auf, um ihnen aus der Geschichte zu erzählen. Er erzählte ihnen nie Märchen zum Einschlafen. Das ging auch nicht. Weil. Wenn sie schlafen gingen, schlief Helge immer schon recht tief. Seine Zeit war das Morgengrauen. Und das wollte er mit seinen Urenkeln teilen.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Das sagte Helge nicht. Er hatte Achtung vor ihnen. Und er wußte um die Klugheit seiner Urenkeln. Sie hätten es ihm auch nicht geglaubt, daß die Menschen aus seinen Erzählungen aus der Geschichte noch leben könnten. Jene etwa aus seiner Geschichte der Kornblume, der eine staatsgefährliche Eigenschaft zugeschrieben wurde, die zum Zeitpunkt der urgroßväterlichen Erzählung so alt sein müßten, wie kein Mensch alt werden kann. Aber Helge ermunterte sie, ihn zu fragen, wenn sie etwas nicht verstanden, weshalb er zum Beispiel „antiösterreichischer Gesinnung“ sagt, wenn es doch „antidynastischer Gesinnung“ heißt. Hierzu muß erklärt werden, daß Helge zuerst stets in eigenen Worten erzählte und dann seinen Erben auftrug, es nachzulesen. Das war für Urgroßvater eine Art von Selbstprüfung, ob er sich auf sein Gedächtnis noch verlassen konnte. Die Fragen der Kinder beantwortete er zumeist wieder mit einer Erzählung aus der Geschichte.

Über die Kornblume wurde 1909 sogar im Reichsrat debattiert, nachdem antiösterreichisch gesinnte Gymnasiasten bei einem Linzer Sportfest die gefiederte blaue Ackerblume öffentlich getragen und damit den Zorn der Unterrichtsbehörden heraufbeschworen hatten.

Die Geschichte nach 1909, fügte Helge erklärend hinzu, bewies wohl, daß es nicht nur eine „antidynastische“, sondern eine tatsächliche „antiösterreichische Gesinnung“ sei der deutsch und freiheitlich fühlenden Männer – so gegenwärtig war dem Urgroßvater die Vergangenheit, daß er stets im Präsens von ihr sprach.

Helge hätte seine Geschichtserzählungen durchaus schließen können mit dem Satz: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Nicht nur in Märchen leben Menschen in alle Ewigkeit weiter, sondern auch in der Geschichte, wie seine Nachfahren wissen. Mag etwa der damalige Bürgermeister von Linz lange schon für sich selbst tot sein, aber er lebt. Und er geht immer noch dort ein und aus, wie es seiner Reputation angemessen ist. Freilich heißt der Reichsrat nicht mehr Reichsrat, es ist auch nicht mehr das ungeliebte Gebäude eines Kaisers, aber es ist immer noch ein Präsident, der den Bürgermeister, der späterhin auch einmal Präsident war, zu sich ruft – Ehre und Treue, wem Ehre und Treue gebührt, zwischen Präsidenten …

Jede von Helge erzählte Geschichte endete mit dem eindringlichen Appell an seine Nachfahren, der Presse nicht zu glauben, die Presse nicht zu lesen, sondern einzig die „Deutsche Wacht“, in der unzensuriert die Wahrheit und nichts als die Wahrheit geschrieben werde. Und dann las er stets zur Erbauung und zur Gesinnungsfestigung seiner Nachfahren etwas aus der Rubrik „Vermischtes“ vor:

(Jüdische Provisionsreisende ) In der letzten Zeit ereignen sich viele Fälle, wo jüdische Provisionsreisende bei ihrem Besuche ein Handtuch und eine Serviette um je 16 Heller zum Kaufe antragen unter der Bedingung, wenn die Kunde auch ein größeres Stück Leinwand abnehme. Natürlich gehen viele auf den Leim, kaufen die Leinwand um 1 K. bis l K. 20 H. den Meter, obwohl diese höchstens 50 H. an Wert besitzt und erhalten dann eine Anzahl Handtücher und Servietten das Stück zu 16 H. in dem Bewußtsein, ein gutes Geschäft gemacht zu haben, bedenken aber nicht, daß sie das ganze um wenigstens 30 v. H . überzahlt haben. Vor solchen Reisenden wird besonders gewarnt!

So war Urgroßvater Helge. In Erinnerung auch sein Ritual. Ehe er in seinen Papieren und Büchern stöberte, um sie seinen Erben zum Lesen aufzubereiten, lehnte er stets seine zwei Stöcke an die Wand mit der Zierleiste Schwarz-Rot-Gold. Auch noch in den Jahren, als er ihnen im Morgengrauen nichts mehr erzählen konnte, weil er in völliger geistiger Finsternis seine Tage zubrachte, war diese Zierleiste ihm weiter ungemein wichtig, war diese ihm so etwas wie seine Erweckungsleiste, damit er wenigstens einmal im Jahr noch zu Bewußtsein kommen, erwachen konnte, wenn auch stets für eine bloße Minute, um gerade einmal einen einzigen Auftrag erteilen zu können, die Zierleiste mit einem frischen Anstrich zu versehen.

Kornblume - staatsgefährliche Eigenschaft