Terror würde nichts sein gegen Staatenterror

Nun, was nicht gedacht wurde, tritt ein, Angst vor dem Terror. Aber weiter nicht vor dem Terror, den vor allem irrgeleite und einem Glauben aufgesessene Männer ausüben, sondern vor dem drohenden Staatenterror. Wenn das, was nun in Frankreich passiert, zum europaweiten Standard der Staaten wird, Rechtsstaatlichkeit auf diese Weise zur Norm werden sollte.

Nein, es ist noch nicht Angst, aber es beunruhigt, es erschreckt.

Es erschreckt und beunruhigt, wie jetzt in Frankreich Menschen aus dem Umfeld des Mörders gleich „festgenommen“ werden, um sie zu „verhören“.

Es erschreckt und beunruhigt, wie Medien in Europa nun darüber berichten, wie selbstverständlich sie es hinnehmen und verbreiten, Menschen seien als „Verdächtige festgenommen“ worden. Dabei ist nicht einmal geklärt ist, ob der Mörder in Nizza tatsächlich Komplizen und Komplizinnen hatte. Aber schon wird europaweit berichtet: „Verdächtige“ …

Daß es Ermittlungen gibt, daß Menschen aus dem nahen und näheren Umfeld eines Täters oder einer Täterin befragt werden, das ist ein normaler und verständlicher und eines Rechtsstaates angemessener Vorgang, um zu weiteren Erkenntnissen über einen, wie in diesem Fall, Mörder zu gelangen. Aber daß dafür Menschen gleich inhaftiert werden, das erschreckt und beunruhigt. Es wurde etwa die von dem Mörder getrennte Ex-Ehefrau am letzten Freitag festgenommen worden. Heute, 17. Juli 2016, soll sie wieder „freigelassen“ worden sein. Es kann auch nachvollzogen werden, daß sogar eine von einem Mörder getrennte Ex-Ehefrau befragt wird, um zu einem vollständigen Bild von einem Mörder zu kommen, daß gedacht werden kann, auch das nachvollziehbar, sie könnte vielleicht ein Steinchen zum Puzzle Motiv des Mörders legen … aber sie dafür gleich von Freitag bis Sonntag „festzunehmen“ … In Frankreich ist es derzeit wohl besser, als Einzelgänger oder Einzelgängerin tief in einem Wald zu leben, und auch nie eine Familie gehabt zu haben …

Es kann durchaus nachvollzogen werden, wenn Medien in Frankreich jetzt darüber berichten, als wäre es eine Selbstverständlichkeit und vollkommen in Ordnung, wenn Menschen, die mit einem zum Mörder gewordenen Menschen Kontakt hatten, gleich „festgenommen“ werden, aber es ist nicht nachvollziehbar, daß im übrigen Europa darüber ebenso berichtet wird, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, wer etwa einen Mörder kennt, ist auch gleich einmal „festzunehmen“, wer mit einem Mörder einmal verheiratet war und von ihm getrennt lebt, ist auch gleich für Tage „festzunehmen“ …

Das erschreckt und beunruhigt äußerst.

2 Gedanken zu „Terror würde nichts sein gegen Staatenterror

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