Hofers Alternative: „Primaten, trottulös“ oder „Muselzecken“

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Heute, am 8. September 2016, fällt Odin Wiesinger, Monate nach Veröffentlichen dieses Kapitels, ein oder auf, er müsse, wie in der Collage gelesen werden kann, mitteilen, „Muselzecken“ stamme nicht von ihm, er sei nicht das „fb-profil“ „Manfred Wiesinger“, „damit ihrs wisst, und der wahrheit zuliebe“ …

Es ist wohl nicht leicht, einen Roman zu lesen, der nicht im Stil einer, auch seiner, gesinnungsgemäßen Welt geschrieben ist. Und es ist ein Roman, aus dem er nun ein Kapitel las. Übrigens, nicht zum ersten Mal. 

Und in diesem Wirklichkeitsroman Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich kommen mehrere Wiesingers vor. Da ist einmal der Manfred Wiesinger, der zum Odin wurde, dann gibt es den Manfred Wiesinger, der ein Manfred blieb. Was beide verbindet ist, sie sind auf unterschiedliche Weise Freunde von Norbert Hofer, wie in den betreffenden Kapiteln gelesen werden kann. Und der vom Manfred zum Odin Gewordene ist darüber hinaus der „Lieblingsmaler“ des höchstrichterlich beschenkten Kandidaten.

Menschen und Romanfiguren haben, eine Binsenweisheit, viel gemein. Sie sind nur an sich interessiert. Sie wollen nur das lesen, was sie betrifft, es interessiert sie nicht, was es noch für Figuren gibt. Sie beharren darauf, einzig zu sein. Wie leicht es fällt, sich vorzustellen, wie Odin im Oberösterreichischen an einem Bild sitzt, das sein Kandidat lieben wird, und, den Pinsel schwingend, aufschreit: „Der Wiesinger bin i!“ Aber es gibt auch den Wiesinger ohne Pinsel, und der ist nicht anders als der Wiesinger mit Pinsel. Der eine weiß etwas über „Muselzecken“, der andere kennt sich in der Malerei in der „Art von Primaten“ aus und weiß auch, was ein Künstler, er spricht nur von Künstlern, heutzutage sein muß, um … und er, also Odin mit Pinsel, weiß auch, wer „trottulös“ …

Einen Roman zu lesen, heißt, aber ausschließlich dann, wenn etwas zu diesem geschrieben werden will, nicht nur den gesamten Roman zu lesen, sondern diesen auch aufmerksam zu lesen. Es hätte ihn beispielsweise hellhörig machen müssen, daß etwa im Kapitel Doch das ist nichts Neues wieder von den „Wiesingers“ … Dann hätte Odin Wiesinger etwas anderes geschrieben, als das, was er heute geschrieben, wahrscheinlich, darf angenommen, er hätte nichts geschrieben.

In diesem Roman schreibt sich zwar die Wirklichkeit als eine verkommene, aber die Wahrheit verkommt in diesem Wirklichkeitsroman nicht.

 

Ein Gedanke zu „Hofers Alternative: „Primaten, trottulös“ oder „Muselzecken“

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