Blick-Gebot für den Mann erübrigt jedwedes Gebot der Verhüllung gegen die Frau.

Sure 24 Vers 31.jpg

„Gemäß einer weiteren Überlieferung suchte eine junge, hübsche Frau Auskunft beim Propheten, Segen und Friede auf ihm während der großen Pilgerfahrt. Der mit ihm anwesende, ebenfalls junge Gefährte, al-Faḍl ibn ʿAbbās starrte sie dabei unaufhörlich an. Deshalb drehte der Prophet, Segen und Friede auf ihm, den Kopf des jungen Gefährten sanft in eine andere Richtung und beantwortet dann ihre Frage. (Vgl. al-Buḫārī, Nr. 6228 und Kommentar von Ibn Ḥaǧar; Muslim, Nr. 1334; u.a.) Das Gesicht der schönen jungen Frau war offensichtlich unbedeckt. Anstelle die Frau aber zur Gesichtsbedeckung aufzufordern, unterstrich der Prophet, Segen und Friede auf ihm, die Einhaltung des Gebots (Koran 24:30), Frauen nicht mit aufdringlichem, unziemlichem Blick anzustarren.“

Das steht in dem sogenannten Gutachten „Stellung der Verhüllung im Islam“, veröffentlicht am 16. Februar 2017 von der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich.

Es ist also ein Problem des Mannes. Und das wird nicht erst seit dem Propheten, Vergessen für ihn, Segen und Friede für die Menschen, gewußt. Dennoch wird dieses Problem des Mannes nicht besprochen. Dieses Problem des Mannes, das und der die Ursache für die Verhüllung der Frau ist.

Es geht heiß her darüber, in der österreichischen Politik und in den österreichischen Medien. Es wird viel dazu gesagt. Es wird viel dazu geschrieben. Aber nur über Foulard, nur über die Frau. Nicht aber über den Blick, nicht über den Mann. Nicht also über Regard, wie der Blick im Französischen … Deutlicher wird es noch, worum es geht, wenn die englische Bedeutung von Regard einbezogen wird: Respekt, Achtung.

Um den Mann, um seinen Blick geht es nicht heiß her. Hierin sind sich, wie bereits ausgeführt,

Duzdar zu Österreich: „Frauenrechte stehen über der Religion“.

alBlick-Gebot stattt Kopftuch-Gebot.jpgle einig. Von der gutter press bis zu den Qualitätszeitungen in Österreich. Das letzte Beispiel dafür vom 11. März 2017: „Nein zur Spaltung der Muslime, Herr Mufti!“ Wenn es um die Spaltung geht, heißt es männlich Muslime. Wenn es um die Musliminnen geht, gibt es männliche Ratschläge: „Es ist Zeit, dass muslimische Frauen die Stimme erheben und solchen archaischen Vorstellungen eine Absage erteilen.“ Schreibt Mouhannad Khorchide. Und auf derselben Seite: „Kopftuch und Kopfschütteln“. Sigrid Moser-Billouch. Sie schreibt: „Professor Ednan Aslans Forderung nach einer ‚ganz anderen theologischen Grundlage aus der Gegenwart der Muslime in Europa‘ im Diskurs pro und kontra Kopftuch ist überaus wünschenswert.“ Wenn es um die theologische Grundlage geht, heißt es männlich Muslime. Wenn es um den Diskurs geht, ist das Objekt die Frau, das Kopftuch.

Es sind also Männer und Frauen, die gar so aufgeklärt daherschreiben, darin ganz und gar einig, der Mann ist außen vorzulassen, das Problem ist nicht der Mann, die Frau ist es, Foulard ist es. Der Frau ist zu gebieten, ein Tuch zu tragen. Der Frau ist zu gebieten, kein Tuch zu tragen.

Wäre der Prophet, Vergessen für ihn, Segen und Friede den Menschen, konsequent gewesen, hätte er zur Sure 24, 30 eine andere folgen lassen, die das Blick-Gebot für den Mann um ein Kleidungsgebot für den Mann erweitert hätte. Dann hätte es sich erübrigt, eine Sure 24, 31, die in

Ein ewiges Kreuz mit den Schnurren

zur Gänze zitiert ist, zu schreiben, gegen die Frau.

Das aber kann der Prophet, Vergessen für ihn, Segen und Friede für die Menschen, nicht schreiben, er ist ein Mann, und was er als Mann tun kann, tut er, wie es seine Zeitgenossen aus 2017 tun …in dem oben zitierten Gutachten kann gelesen werden, er, der Prophet, Vergessen für ihn, Segen und Friede für die Menschen, dreht dem jungen Konkurrenten, und der Mann ist dem Manne ein aus der Arena zu jagender Hengst, den Kopf weg, damit er, der Prophet, Vergessen für ihn, Segen und Friede für die Menschen, allein die schöne junge Frau im Anstarren genießen kann.

Soher hätte die Sure auf diese Weise vor Jahrhunderten bereits geschrieben werden müssen. Aber es ist nie zu spät, etwas zu ersetzen,  neu zu schreiben:

Sure 24,  Vers 31
Und sprich zu den gläubigen Männern, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihr unbändiges Verlangen nicht im Auge funkeln lassen und daß sie ihre Reizungen nicht den Frauen anlasten sollen, und wenn ihnen dies nicht gelingt, so sollen sie über ihre Augen ein Tuch ziehen.

Sure 24 31 Koran Mohammed.jpg

2 Gedanken zu „Blick-Gebot für den Mann erübrigt jedwedes Gebot der Verhüllung gegen die Frau.

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