Und als Sebastian Kurz sprach, da geschah …

Gleich nach dem Morgenjournal am 19. Juni 2017 versichern in einem Telefonat die zwei vom zurzeitigen Außenminister beauftragten Kartographen, ihm eine Landkarte von Europa für seine Außenarbeitsorientierung nach seinen Geographiekenntnissen zu zeichnen, den Satz ihres Auftraggebers

„Großbritannien auf unserem Kontinent bleiben wird.“

noch im Ohr, wie klug es von ihnen gewesen sei, sich auf den Kompromiß geeinigt zu haben, dem Außenminister eine Landkarte vorzulegen, die es dem Außenminister ermöglicht, je nach seiner Tagesverfassung und je nach seinem Sekundenbedarf nicht nur Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu verorten, sondern auch anhand ihrer Landkarte die Richtigkeit seiner Aussage beweisen zu können.

Bei dieser telefonischen Versicherung, die richtige Lösung für den Außenminister gefunden zu haben, beklagen sie ein weiteres Mal, daß es zwar nicht zu ihrer Berufsehre gereiche, eine Landkarte gezeichnet zu haben, auf der Großbritannien zweimal vorkomme, aber schließlich, so ihre gegenseitige Beruhigung, sei es ein Auftrag gewesen, der zu erfüllen war, und darüber hinaus sei ihnen vom Außenminister nicht mitgeteilt worden, wo er auf dem Kontinent Großbritannien wünsche. Ihre Landkarte sei daher die bestmögliche Lösung, die es dem Außenminister erlaubt, Großbritannien auf dem Kontinent „als Nachbar“ zu verorten, wo es ihm gerade opportun erscheint. Ihr Telefonat gleich im Anschluß an das montägliche Morgenjournal beenden sie mit der gegenseitigen Versicherung, wieder einen Kunden zufriedengestellt, einen Kunden zum König gemacht zu haben, und einer merkt noch an, nicht ohne Stolz, er werde wohl, ehe zum Interview eilte, noch rasch einen Blick auf ihre Landkarte geworfen haben, um sich zu vergewissern, wo Großbritannien diesmal für das Morgenjournal …

Menschgemäß ist das eine Wortklauberei, die zwei beschäftigungslose Kartographen seit langem ohne Aussicht auf Aufträge morgendlich am Telefon betreiben, und die im Grunde nicht zu berichten ist. Von einem gewissen Wert zu erzählen aber ist eines, Österreich hat mit Sebastian Kurz einen Außenminister, der mehr ist als nur ein Außenminister, wahrlich ein Seher, ein Prophet. Denn. Er weiß, daß Großbritannien auf dem „Kontinent bleiben wird“, er weiß, daß Großbritannien „Nachbar“ bleiben wird. Und er ist mehr als ein Prophet, mehr als ein Seher. Er ist ein Gestalter, dem ein Wort genügt – und gestaltet ward … Er kann, daß alle bleiben, wo sie sind. Menschen in Afrika, Inseln sich nicht von ihrem Kontinent fortbewegen, auf dem sie sind. Inseln ihre bisherigen Nachbarinnen, wer auch immer diese sind, … Und wenn er morgen einem Meer gebietet, kein Meer der Schiffahrt mehr zu sein, so wird das Meer sich sogleich aufrichten als Mauer bis zum Monde … Wer Inseln Einhalt gebieten kann, zu wandern, von einem Kontinent zum …, so ein Mensch vermag alles, und es wird höchste Zeit, zu ihm zu pilgern und ihn auf Knien zu bitten: „Herr, sprich nur ein Wort, und augenblicklich gestoppt wird sein die Temperaturwanderung des Klimas!“

Und wer jetzt noch nicht restlos von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, braucht wohl noch einen Blick auf sein lichtes Weltprogramm …

 

Großbritannien auf dem Kontinent - Sebastian Kurz

Ein Gedanke zu „Und als Sebastian Kurz sprach, da geschah …

  1. Pingback: Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte | Prono ever

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s