Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

Im Zentrum Mittelmeerroute Kurz - Sobotka - Strache

Schon zum Ende  der Sendung „Im Zentrum“ am 25. Juni 2017 hin entspann sich noch ein Dialog zwischen Gerald Tatzgern und Gerald Knaus mit reitererschen Zwischenfragen. Wäre es ein gemalter Dialog, käme das Bild mit dem Titel „Ohne Worte“ aus. Und jeder Mensch verstünde dennoch auf Anhieb, ohne weitere Erklärung. Ein Bild das tiefste Betroffenheit auslöste, größte Erschütterung.

Gerald Tatzgern, ein Polizist, sprach davon, es müssen „Rechte geändert“ werden, aber er verbesserte sich rasch, damit es nicht so hart und unmißverständlich eindeutig klingt. Es ging dabei darum, einen Teil von Libyen zu besetzen, um dort die Auffanglager, die nun auch irgendeinen schön harmlosen Namen erhalten haben, zu errichten. Zu dem meinte Gerald Knaus, damit wieder beim „Kolonialismus“ … Für Gerald Tatzgern aber kein abwegiger Gedanke …

Mittelmeerroute - Kurzer Traum von einer KolonieTatzgern: „… ultimative variante gar nicht die grenze überschreiten können … praktisch gesehen … es müssen zeichen gesetzt werden … beginnen ein teilgebiet libyens so zu ordnen …“

Knaus: „… das heißt ein gebiet zu besetzen von libyen  … dann sind wir wieder beim kolonialismus …“

Tatzgern „… das kann ich nur befürworten … so diese mittelmeerroute zu schließen wir müssen heute beginnen wirklich beginnen die rechte zu ändern also rechtliche gegebenheiten zu schaffen praktische Gegebenheiten zu schaffen …“

So kurz, so schlecht. Oder, weil es um einen leitenden Polizisten im Bundeskriminalamt geht, kann auf den bereits verwendeten Spruch zurückgegriffen werden: so kurz, so sobotka, oder …

so etwas kommt heraus, wenn Sebastian Kurz spricht, der in Österreich ständig das Tischchen deckt, diesmal mit dem Schließen der Mittelmeerroute, und sein Ideenaas sogleich gierig verschlungen wird.

Das ist bereits mehr als genug, was zu dieser Sendung zu sagen ist. Unerwähnt allerdings darf nicht der Sendeschlußappell von Claudia Reiterer bleiben, es seien „so viele Ideen“ gehört worden, sie, Reiterer, hoffe, die Politik höre sie … Was sollen sie hören? Rechte ändern? Und für Österreich einen Kolonialismus ausrufen?

Ach, eine Sendung, in der es um das „Retten“ von Menschen … um das „Retten“ von Menschen? Wie kann es in einer Sendung das Retten von Menschen gehen, wenn bereits im Sendetitel das Retten mit einem Fragezeichen versehen wurde.

Soweit ist es also bereits in diesem Land, in diesem österreichischen Rundfunk, daß das Retten von Leben, und es geht hier um das Retten vor dem Tod, nur noch eine Frage ist, und keine Verpflichtung mehr.

Eines noch, wenn auch nebensächlich. Wer diskutierte noch mit? Es war Karin Kneissl. Für den ORF eine, nein, mehr schon, die „Afrika- und Nahost-Expertin“. Das mag sie schon sein, aber eine recht nach dem Geschmack der FPÖ. Mehr braucht nicht gesagt zu werden, über ihre Expertise. Die verdienen schon mal ein Gudenus-Küßchen …

Küßchen Küßchen Kneissl Gudenus

PS Zu Beginn der Sendung war die erste reiterersche Frage an Karin Kneissl, könne denn die Mittelmeerroute geschlossen werden … ein wenig später, als wer nicht über das Schließen sprechen wolle, sondern über die Ursachen, meinte Reiterer sofort, auf die Ursachen werde später …

2 Gedanken zu „Im Zentrum ein leitender Polizist – Die kurze Mittelmeerroute zu Kolonialismus und Ändern der Rechte

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