Vom Niveau einer staatstragenden Partei, ehemals kurz ÖVP, jetzt NIEDRIGPETER

FPÖ unzensuriert Peter_ 23-06-2017Es kann nicht aufregen, zu welchen Karikaturen Peter_ auf FPÖ unzensuriert verlinkt, am 23. Juni 2017. Von ihm ist nichts anderes zu erwarten. Wer sich von der FPÖ unzensuriert erwartet, sie würde, endlich nach Jahren, einem Peter_ auf ihrer Copysite das stürmische Schreiben verweigern, erwartet sich von ihr zu viel, und immer das Falsche.

Das ist wohl das Kennzeichen schlechthin, weshalb die FPÖ immer noch gewählt wird, weil von der FPÖ stets das Falsche erwartet wird.

Die Darstellung von Martin Schulz, zu der auf FPÖ unzensuriert Peter_ verlinkt, nun, die ist wohl eindeutig, es ist offensichtlich, welche Gesinnung und welchen Ismus sie bedient. Und das freut gleich nicht wenige, die den Kommentar von Peter_ positiv bewerten. Wie stets die Zustimmung zu den Kommentaren der Schreibstaffel keine geringe ist. Was von einer FPÖ unzensuriert zu erwarten ist, um an ein Beispiel zu erinnern, daß sie in der Nachfolge von René Magritte, der von seiner gemalten Pfeife behauptet, sie sei keine Pfeife, als Kommentar hierzu schreibt: „Dies ist keine Hakennase.“

Weshalb FPÖ unzensuriert und ihr Peter_ überhaupt noch zu erwähnen sind, ist nicht, um sich darüber aufzuregen. Es ist von ihnen je nichts anderes zu erwarten. Und das haben die Wählerinnen für sich entscheiden, ob sie nicht endlich damit aufhören wollen, die FPÖ zu wählen, weil sie stets das Falsche, also das, was die FPÖ je nicht erfüllen kann, von der FPÖ erwarten. Freilich, und das ist sehr erschreckend, wird das, was von der FPÖ je zu erwarten ist, für nicht wenige Wähler das Richtige sein, das also, was sie sich von der FPÖ erwarten, bekommen sie von der FPÖ, weil es für sie das Richtige ist. Zum Beispiel, weil es zu den Karikaturen paßt, einen „ausgeprägten Patriotismus“ …

Aber es muß der FPÖ unzensuriert dafür gedankt werden, daß sie Peter_ seit Jahren auf ihrer Copysite schreibend stürmen läßt. Ohne diese gesinnungsgemäß rechte Großzügigkeit gäbe es nicht die zweite Karikatur über „Tarnung“ und „Realität“, die unmißverständlich das Niveau einer zweiten Partei in Österreich vor Augen führt. Denn diese Karikatur, wie in der Collage gesehen werden kann, erinnert augenblicklich an die Broschüre der christschwarzen Partei, die zeitlich mehr oder weniger im Übergang  der Obmannschaft von Reinhold Mitterlehner zu Sebastian Kurz oder – im Wirtschaftsjargon gesprochen – während der feindlichen Übernahme der christschwarzen Obmannschaft veröffentlicht wurde, im Mai 2017. Vielleicht verzichtete die ÖVP nur deshalb darauf, ihre Broschüre mit einer Karikatur zu schmücken, weil die gesamte Broschüre bereits eine Karikatur … Dabei stellt sich nur eine Frage, wer übernimmt hierbei das Niveau von wem, die ÖVP von … die Annahme dürfte eher zutreffen, daß Peter_ mit dem Rosenkranz aufgezogen wurde zu seinem recht österreichischen Niveau …

Jetzt fällt zur ÖVP doch noch einmal die „Dies ist keine Hakennase“-Karikatur ein. Wird es auch in diesem Jahr einen Leopold-Kunschak-Preis geben? Und wird diesen in recht guter christschwarzer Tradition Sebastian Kurz als Obmann feierlich übergeben? Mit seiner Pfeifen-Variation: „Dies ist kein Antisemit.“?  2016 durfte das noch Reinhold Mitterlehner als Obmann machen,  die Preise übergeben an Karim El-Gawhary, Kurt Seinitz … und wie stets wird den Preisträgerinnen und Preisträgern außer Preisbekommfreude zu Leopold Kunschak nichts eingefallen sein, vor allem nicht eingefallen sein, auf den Preis zu verzichten.

Und noch einer aus der Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert fällt jetzt ein zu „Dies ist keine Hakennase“. Es ist Franz Dinghofer. Ob der sich Franz Dinghofer Nennende auch schon zur Ikone aufgestiegen ist, wie der historische Franz Dinghofer für die FPÖ, vermag nicht beantwortet werden. Das haben die zwei Parteien auch gemein, also die identitäre Parlamentspartei die Partei Kurzschwarze: Preise zu vergeben, die eine im Angedenken an Leopold Kunschak, die andere an Franz Dinghofer … und noch eine Pfeifenvariante: „Dies ist keine Kornblume.“

Und wenn der Schreibstaffler Dinghofer über Christian Kern als „Juden“ Kommentare auf FPÖ unzensuriert schreibt, dann sind diese nicht positiv gemeint, also positiv für Christian Kern … es sind vor allem Verdächtigungen.

Eine andere Kapitelüberschrift wäre wohl zutreffender: Österreich, das Land der Magrittes: Dies ist kein…

Und als Sebastian Kurz sprach, da geschah …

Gleich nach dem Morgenjournal am 19. Juni 2017 versichern in einem Telefonat die zwei vom zurzeitigen Außenminister beauftragten Kartographen, ihm eine Landkarte von Europa für seine Außenarbeitsorientierung nach seinen Geographiekenntnissen zu zeichnen, den Satz ihres Auftraggebers

„Großbritannien auf unserem Kontinent bleiben wird.“

noch im Ohr, wie klug es von ihnen gewesen sei, sich auf den Kompromiß geeinigt zu haben, dem Außenminister eine Landkarte vorzulegen, die es dem Außenminister ermöglicht, je nach seiner Tagesverfassung und je nach seinem Sekundenbedarf nicht nur Großbritannien auf dem europäischen Kontinent zu verorten, sondern auch anhand ihrer Landkarte die Richtigkeit seiner Aussage beweisen zu können.

Bei dieser telefonischen Versicherung, die richtige Lösung für den Außenminister gefunden zu haben, beklagen sie ein weiteres Mal, daß es zwar nicht zu ihrer Berufsehre gereiche, eine Landkarte gezeichnet zu haben, auf der Großbritannien zweimal vorkomme, aber schließlich, so ihre gegenseitige Beruhigung, sei es ein Auftrag gewesen, der zu erfüllen war, und darüber hinaus sei ihnen vom Außenminister nicht mitgeteilt worden, wo er auf dem Kontinent Großbritannien wünsche. Ihre Landkarte sei daher die bestmögliche Lösung, die es dem Außenminister erlaubt, Großbritannien auf dem Kontinent „als Nachbar“ zu verorten, wo es ihm gerade opportun erscheint. Ihr Telefonat gleich im Anschluß an das montägliche Morgenjournal beenden sie mit der gegenseitigen Versicherung, wieder einen Kunden zufriedengestellt, einen Kunden zum König gemacht zu haben, und einer merkt noch an, nicht ohne Stolz, er werde wohl, ehe zum Interview eilte, noch rasch einen Blick auf ihre Landkarte geworfen haben, um sich zu vergewissern, wo Großbritannien diesmal für das Morgenjournal …

Menschgemäß ist das eine Wortklauberei, die zwei beschäftigungslose Kartographen seit langem ohne Aussicht auf Aufträge morgendlich am Telefon betreiben, und die im Grunde nicht zu berichten ist. Von einem gewissen Wert zu erzählen aber ist eines, Österreich hat mit Sebastian Kurz einen Außenminister, der mehr ist als nur ein Außenminister, wahrlich ein Seher, ein Prophet. Denn. Er weiß, daß Großbritannien auf dem „Kontinent bleiben wird“, er weiß, daß Großbritannien „Nachbar“ bleiben wird. Und er ist mehr als ein Prophet, mehr als ein Seher. Er ist ein Gestalter, dem ein Wort genügt – und gestaltet ward … Er kann, daß alle bleiben, wo sie sind. Menschen in Afrika, Inseln sich nicht von ihrem Kontinent fortbewegen, auf dem sie sind. Inseln ihre bisherigen Nachbarinnen, wer auch immer diese sind, … Und wenn er morgen einem Meer gebietet, kein Meer der Schiffahrt mehr zu sein, so wird das Meer sich sogleich aufrichten als Mauer bis zum Monde … Wer Inseln Einhalt gebieten kann, zu wandern, von einem Kontinent zum …, so ein Mensch vermag alles, und es wird höchste Zeit, zu ihm zu pilgern und ihn auf Knien zu bitten: „Herr, sprich nur ein Wort, und augenblicklich gestoppt wird sein die Temperaturwanderung des Klimas!“

Und wer jetzt noch nicht restlos von seinen Fähigkeiten überzeugt ist, braucht wohl noch einen Blick auf sein lichtes Weltprogramm …

 

Großbritannien auf dem Kontinent - Sebastian Kurz

Märchenmai in Österreich

Märchenmai 2017 Österreich

Der Märchenmai 2017 in Österreich begann mit der kurzschen Märchenwiederholung, er wolle nicht Obmann der christschwarzen Partei werden, um es in derselben Woche diktierfreudig zu werden.

Der Märchenmai 2017 in Österreich wurde fortgesetzt mit dem brandstetterischen Märchen, er wolle nicht Vizekanzler werden, um es gleich am nächsten Tag zu werden, und so eingeübt in das Erzählen von Märchen, erzählte er das nicht nur in den Nachrichten des österreichischen Rundfunks – aufgesagt, eingelernt, auswendig leicht dahergesagt …

„… nun, ich kann gut nachvollziehen, dass er das nicht machen kann … sebastian kurz hat gesagt, ich sag’s ganz offen, genauso hat er es formuliert, ich will, daß was rauskommt dabei, ich will, daß wir da noch etwas zuwege bringen, und deshalb will ich dich bitten, das zu tun … gerade du, der mit allen, auch vom koalitionspartner, die hier in der regierung tätig sind, ein gutes Verhältnis hast …“

Was für ein Märchen. Der Neid der Grimms, der Respekt der Gebrüder, ja, der ist gewiß …Ein gemütlich wirkender Opa erzählt ein Märchen weiter, scheint das Märchen wie ein kleiner Bub selber zu glauben, das ihm erzählt wurde, hat sich brav alles gemerkt, und der symphatische Opa als Kind erzählt es weiter, was ihm der Märchenprinz ja genauso gesagt

Was für ein Märchenwaldauftritt. Wenn der Märchenprinz ruft, dann folgt das märchenprinzverliebte Kind als Opa …

Nun soll also, nach diesem Märchen, die Regierung, die es, kurz gesagt, wegen des Märchenprinzen nicht mehr gibt, noch umsetzen, was die Regierung, als es sie noch gab, Anfang des Jahres 2017 vereinbarte, auch mit der Märchenprinzunterschrift … vielleicht sollte die Vereinbarung herausgezogen werden, um nachzusehen, ob seine Unterschrift überhaupt noch sichtbar ist, oder er mit einer Märchentinte gezeichnet …

Bei Märchen fällt unweigerlich ein Lied von Ludwig Hirsch ein, das Lied von der Omama: der böse Wolf, ein kleiner Dackel, der Märchenprinz, ein schiacher Lackel … Aber auch das von der Verunsicherung, wie ein Märchenprinz mit seinem Nobelhobel in der Bauernscheunediskothek …

Wie schwarz es in einem Märchenwald ist, wer davon keine Vorstellung hat, kann hier in die Finsternis hineingehen

Auch wenn der liebe Opa als märchenglaubendes Kind auftritt und treu sagt, er sei kein politischer Profi, so harmlos sind die Opas nun doch selten nicht …. wie er jetzt wieder die Internetüberwachung forcieren will, wie er ganz genau weiß, worüber er sich beim Internet entrüsten darf, welche Unternehmen er in die Pflicht und welche Copysites er nicht, also die von der zweiten Märchenprinzenpartei …

Wie finster es in einem Märchenwald ist, haben Sie, wenn Sie oben in die Finsternis hineingegangen sind, erfahren, und mit ein wenig Vorstellungsvermögen können Sie jetzt vielleicht schon vorstellen, wie schwarz es werden kann, in Österreich, wie schwarz es wieder werden kann, wenn die nächsten zwei Auto-Mobilmärchenprinzen im Oktober 2017 von Ihnen …

Kurz an Rußland in der Nacht gedacht

Wird an Putin nur kurz in der Nacht gedacht

Wird an Rußland in der Nacht gedacht, fällt ein, die erst kürzlich gesetzlich verankerte  mildere Bestrafung der häuslichen Gewalt, fällt ein das Christentum, das eben wieder vorprescht, um Abtreibung als Mord wieder zu brandmarken, das Christentum, das gesetzlich verankert wissen will: Abtreibung als Mord …

Es fällt das Rußland ein, in dem Vladimir Putin regiert. Und zu Putin und Christentum fällt Österreich ein, das Österreich, in dem nicht wenige, so die aktuellen Meinungsumfragen, für einen Christen sich erwärmen, einen Christen als Bundeskanzler sehen würden wollen, der viel von christlichen Werten hält, und es

„mit, nicht gegen“

 Vladimir Putin halten will.

Oh, es sind schon jene zu hören, die jetzt sofort sagen werden, daß seien doch Orthodoxe, das seien doch Fundamentalistische, da müsse unterschieden werden, das könne nicht so verkürzt Christentum genannt werden. Nun, was für den Islam recht, kann für das Christentum nur billig sein. Wer unterscheidet in der breiten medialen und breiten öffentlichen Debatte die verschiedenen Strömungen im Islam? Es heißt kurz und schlicht: Islam. So darf es auch einfach kurz heißen: Christentum.

Ein Kirchenvertreter, ist aktuell im Mai 2017 zu lesen, habe die Duma aufgefordert, den „Schwangerschaftsabbruch mit Mord“ gleichzusetzen, und er verteidige die „Prügelstrafe als Teil ebenjener christlichen Werte“ … Und weiter und wieder: „Es ist unzulässig, wenn die traditionelle Erziehung in christlichen Familien verboten wird und die Kinder den Eltern gleichgestellt werden“, sagte er. Den Eltern zu verbieten, ihre Kinder mit körperlicher Züchtigung zu erziehen, verstoße gegen die Heilige Schrift, so der Klostervorsteher. 

Wiedergänger über Wiedergängerinnen … es fällt ein Gedicht ein, das hochgerühmt, das zu feierlichen Anlässen … und es wird gedacht, lange vor diesem Gedicht, lange vor der Zeit, auf die in diesem Gedicht … lange davor hätte ein Gedicht geschrieben werden müssen, deren ersten Zeilen hätten lauten können und müssen:

|Schwarze Bücher der Frühe|wir beten sie abends|wir beten sie mittags und morgens|wir saugen sie nachts|wir saugen und saugen|wir
saugen sie ein|wir saugen sie aus|wir schlagen Gräber in Alphabete|da liegen wir bequem|

Ein Gedicht, das keines Titels bedarf. Zum leichteren Auffinden aber verschlagwortet werden könnte, mit „Heilige Schriften“ oder „Todesfugen“ …

Todesfuge - Heilige Schriften

 

Domain of naught

Von Gustave Flaubert heißt es, er wollte immer einen Roman über das Nichts schreiben, er wollte ein Buch schreiben, in dem nichts geschieht, nichts passiert. Vielleicht ist er einem Witz von Laurence Sterne zu ernst erlegen. In Tristram Shandy sind zwei Seiten vollkommen geschwärzt. Zwei geschwärzte Seiten: das ist bereits ein ganzer Roman. Zwei geschwärzte Seiten, damit hat Sterne bereits ein ganzes Buch vorgelegt, in dem nichts geschieht, nichts passiert.

Seither ist viel Zeit vergangen. Viele sind gekommen und kommen immer noch, die ein Flaubert werden wollen, die das schreiben wollen, was Flaubert nicht gelang, einen Roman des Nichts zu schreiben, ein Buch, in dem nichts geschieht, nichts passiert. Sie probierten und probieren es, freilich ohne dabei den Witz von Sterne zu haben.

Vielleicht gelang das Flaubert deshalb nicht, weil er zu groß dachte, das Kleine übersah. In dieser Hinsicht war sein Unglück, in Frankreich zu leben und nicht in Österreich … kurz gesagt, soher konnte es ihm gar nicht in den Sinn kommen, viele Stufen tiefer zu beginnen, einen Roman zu versuchen, in dem nichts geschieht, nichts passiert. Er hätte beginnen müssen, das Nichts zu lokalisieren. Denn. Auch das Nichts muß eine Adresse haben. Das ist aber nicht das Versäumnis von Flaubert. Das kann ihm nicht angelastet werden. Damals mußte noch nicht alles eine Anschrift haben. Wie heutzutage. Heutzutage müssen sogar Küchenmaschinen, der Hergottswinkel, die Waschmaschine schon eine Adresse haben.

Daß Flaubert ein Roman über das Nichts nicht gelang, könnte auch einen ganz profanen Grund gehabt haben: es fehlte ihm einfach ein Modell für das Nichts …

Ein Tristram Shandy von heute würde mit einer geschwärzten Seite auskommen, sie zeigte eine schwarze Website, auf der nichts geschieht, eine schwarze Webpage, auf der nichts passiert – die Domain des Nichts.

Und mit diesem zitierten, bloß der Gegenwartstechnik angepaßten Witz ist noch ein weiterer ganzer Roman geschrieben, ein weiteres ganzes Buch geschaffen, in dem nichts geschieht, nichts passiert. Und damit die Lesenden wissen, was für eine schwarze Seite das ist, ist in das Inhaltsverzeichnis geschrieben:

Ach, www.liste-sebastian-kurz-die-neue-volkspartei.at

Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei