Die Vertreibung von Bazon Brock ins Paradies

Bazon Brock und seine paradiesische Geistesfreiheit

Ohne in den Parsifal gegangen zu sein, vielleicht auch deshalb, um die anstrengende Reise zum Mond nicht auf sich nehmen zu müssen, wollte dennoch, vielleicht um das Gewissen zu beruhigen, wieder einmal in den Schriften zur Diktatur der Kunst geblättert werden, das sich aber als anstrengender herausstellte, als es die Straßenbahnfahrt zum Mond gewesen wäre, denn es mußte hinuntergestiegen werden, in den Keller, zu den aussortierten und ordentlich in Bananenschachteln verstauten Büchern, zur eigenen Überraschung, wie in solchen Momenten es gerne gesagt wird, überrascht also darüber, daß die Schriften von Meese bereits bei den aussortierten und verstauten Büchern zu finden sein müssen.

Auf diese Überraschung folgte eine zweite, eine noch größere Überraschung, als die Schriften zur Diktatur der Kunst im Keller gefunden wurden und sofort, kaum angeblättert, ein Artikel aus dem Buch herausfiel, der nicht in das Werk gehört, sondern wie alle zum Aufbewahren ausgeschnittenen eigentlich in das Zeitungsarchiv.

Weshalb der Artikel über die Antrittsvorlesung von Bazon Brock in Vaduz, in der, wie berichtet wurde, er davon sprach, die Regierungen in Deutschland seit 1998 wären mit dem, was sie angerichtet hätten, „schlimmer als Leninismus, Stalinismus und Hitlerismus zusammen“, „Joschka Fischer einer der größten Verbrecher der deutschen Geschichte“ … „unter Goebbels hätte an den Universitäten im Vergleich zu heute“, spricht Bazon Brock im Januar 2009, wie berichtet wird, „eine geradezu paradiesische Freiheit“ geherrscht, denn keine einzige Hochschule sei liquidiert worden … weshalb also dieser Artikel über die brockschen Auslassungen in den Schriften zur Diktatur der Kunst gelandet ist und nicht im Zeitungsarchiv, kann nicht mehr rekonstruiert werden.

Vielleicht sei, das wäre, wollte nach einer gesucht werden, eine Erklärung, dieser Artikel über die bazonschen Auslassungen gar nicht zum Archivieren vorgesehen gewesen. Die berichteten Auslassungen eines Schwätzers, wie er nach seinem sich selbst gegebenen Vornamen genannt werden darf, ohne damit eine Beleidigung zu begehen, sondern als tiefe Verbeugung vor seiner Selbsterkenntnis.

Es wird sich nicht mehr klären lassen, weshalb Meese bereits aus der Bibliothek aussortiert wurde, weshalb der Artikel doch aufbewahrt wurde, zwar nicht zum raschen Finden im Zeitungsarchiv, aber es macht doch verständlicher, weshalb Bazon Brock die Anzüge von Schachtschneider und Ley aufbügelt, damit diese sauber und adrett sich der Öffentlichkeit und von der Öffentlichkeit sauber und adrett … Es ist eine recht hohe Dienstleistung, die Bazon Brock für sie damit erbringt.

Zum Dank wäre es nur billig und recht, wechselten sie ihre von ihren Ahnen ihnen gegebenen Vornamen Karl-Albrecht und Michael gegen Bazon …

Die Vertreibung von Bazon Brock ins Paradies

2 Gedanken zu „Die Vertreibung von Bazon Brock ins Paradies

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