Das Programm oder die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

Die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

„In Sarajevo oder Pristina werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern.“ 

Das ist eine Ansage von Sebastian Kurz. Den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, nun, es gibt Aussagen, die sind von einer solchen Niedrigkeit, das sie keiner Überprüfung wert sind.

Aber immer, wenn Sebastian Kurz, Saudi-Arabien erwähnt, muß daran gedacht werden:

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee.

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung.

„Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen.“ Beweise legt Sebastian Kurz keine vor.

Wie auch?

Die Melodie zu Niedrigkeiten, wird von altersher gewußt: auf Belege wird gepfiffen.

Wie das wohl praktisch ablaufen könnte, daß „Frauen dafür bezahlt“, werden, „voll verschleiert auf die Straße zu gehen“? Ob es dafür in Pristina ein kleines Lokal gibt, in dem saudi-arabische Königsdiktaturmänner sitzen, zu denen die Frauen in Hotpants kommen, von ihnen Nikabs oder Burkas ausgehändigt bekommen und dazu Taschengeld, dessen Höhe abhängig von ihrer Verpflichtung, wie lange sie auf den Straßen herumstreichen?

Hätte Sebastian Kurz aber gesagt:

In Wien oder Prikalitz werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern. 

Das hätte trotz Niedrigkeit doch gleich ganz anders geklungen, beinahe glaubwürdig. Denn. In Wien gibt es tatsächlich so ein Haus, und das ist kein Häuschen, sondern ein der saudisch-arabischen Königsdiktatur entsprechendes Palais

Es kann doch gefragt werden, wozu ist diese Stelle in Wien gut, wenn in Prikalitz Sebastian Kurz bezahlt wird, aufzupassen, daß es keinen saudi-arabischen Einfluß … vielleicht ist die Stelle in Wien ja dafür eingerichtet, daß enorm reiche saudi-arabische Frauen in Hotpants nach Wien reisen, zuerst das Zentrum aufzusuchen haben, eingekleidet, also vollverschleiert, dafür mit einem Taschengeld für die Nobelboutiquen im inneren Grabens Wien ausgestattet werden, und nebenbei das Straßenbild Prikalitz‘ …

Der Satz von Sebastian Kurz hat in Wahrheit aber zu lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu ministrieren, um nichts zu ändern. 

Es muß auch nicht mühsam überlegt werden, wie solch eine Bezahlung praktisch vor sich geht. Er bekommt ein Gehalt. Sein Gehalt bezahlen die Menschen in Österreich durch ihre Steuerleistungen.

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kandidieren, um nichts zu ändern.

So könnte der Satz mit Blick auf die bevorstehende Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 auch lauten. Nichts zu ändern, so wird es mit Sebastian Kurz weitergehen, der nun selbst bereits seit ein paar Jahren der Regierung angehört, so wird es mit der ÖVP weitergehen, die seit Jahrzehnten in Österreich in Regierungsverantwortung auf Bundesebene, auf Bundeslandebenen, auf Gemeindeebenen … es mag möglicherweise psychoanalytisch klärbar sein, weshalb dennoch Menschen an Änderungen glauben, in ihm einen „Spitzenpolitiker“ sehen, es als eine „ehrenvolle Einladung“ empfinden, von ihm …

Und nach der Nationalratswahl könnte der Satz, wenn den Meinungsumfragen geglaubt werden kann, der Satz lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kanzleien, um nichts zu ändern.

Ändern würde sich dann aber doch eines. Sein Gehalt wäre ein noch höheres. Unverändert aber bliebe, wer es bezahlt, nämlich die Menschen in Österreich durch ihre Abgabenleistungen, von allen Menschen, nicht nur von jenen, die ihn wählen werden, weil sie meinen, es würde sich mit ihm etwas ändern.

Er, Kurz, trägt zwar weder Burka noch Nikab, sondern edle und moderne Anzüge auf der Straße, aber von seiner politischen Vollverschleierung kann sich jeder Mensch überzeugen, mit einem Klick auf sein Programm

Und noch etwas kann kommen, zwar ebenfalls keine Änderung, das es aber, wie hypogut bekannt, wieder sehr teuer machen würde, mit ihm eine, kurz gesagt, blaue Regierungsbeteiligung – kurz und schlecht das Neue in alten Schüsseln …

3 Gedanken zu „Das Programm oder die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

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