Lauda, dem bei „Politikern das Speiben“ kommt, unterstützt Kurz

Sebastian Kurz ist „Politiker“, und sonst ist nichts bekannt. Er ist ewig und drei Tage nichts als „Politiker“. Einer, der von der „Politik“ sein Geld bezieht. Er war noch nie in der Wirtschaft, also arbeitete noch nicht … er verdient für seine Sprüche Steuergeld. Also, so wie Niki Lauda verstanden werden darf, müßte Sebastian Kurz für ihn der ultimative Auslöser für sein „Speiben“ sein.

Niki Lauda gesteht das, wer ihn zum „Speiben“ bringt, im Juni 2017 und Wolfgang Fellner feixt dazu.

Nun unterstützt Niki Lauda also den Politiker schlechthin … Und es kommt ihm dabei nicht das „Speiben — es gibt wohl Zeiten, in denen das „Speiben“ zurückgehalten werden kann, die „Speibe“ hinuntergeschluckt werden kann, zugunsten von höheren Werten in Zahlen, die Sebastian Kurz beispielhaft, also für einen Lauda, vertritt.

Vor Jahrzehnten – fällt hierzu noch ein Spruch von dem Luftkreiser ein –, als Niki Lauda wieder einmal, kurz gesagt, die „Politik“ in Österreich maßlos ärgerte, sah er ein Rezept in seinem Sinne darin, daß eine Diktatur wohl die … es ist so lange her, die genaue Formulierung nicht mehr erinnerlich, und Niki Lauda wird seinen Spruch von damals selbst auch bereits vergessen haben, aber manches muß nicht bewußt in Erinnerung bleiben, um Jahre, Jahrzehnte später nach diesem seine oder ihre Zuneigung zu richten.

Sie passen recht zueinander. Die zwei Männer. Der eine das österreichische Werbegesicht der Entsolidarisierung, mit der er Geld verdient: „Ich habe nichts zu verschenken“, und der andere, der nichts hat oder alles, was er hat, aus Steuergeld hat, dennoch meint, er wolle nichts verschenken, er wolle also das nicht verschenken, was nicht ihm gehört, der etwa meint, es müssen Menschen erst etwas einzahlen, ehe sie etwas bekommen dürfen — wie er selbst? Was für ein Vorbild er doch ist, in das tatsächlich jedwede Hoffnung gesetzt werden darf: Sebastian Kurz zahlt Steuern aus Steuergeld. Doch, wie bekannt: die Hoffnung enttäuscht zuerst.

Kurz Lauda

 

Dr. Wilfried Grießer, Hafenecker, Sommerfeld oder kurz etwas über Groteske in blau

Wilfried Grießer - Christian Hafenecker - FPÖ

Besonders wenn es um Hetze, Verhetzung, kurz gesagt, um den Haß gegen sogenannte ausländische Menschen geht, wird immer noch gerne und wohl zur Abgrenzung aufgrund der in Österreich recht ausgeprägten Standesdünkel verbreitet, das seien eben dumpfe Menschen, vor allem stumpfe Männer mit Glatze, sogenannte Verliererinnen besonders aus dem Gemeindebau, halt Bildungslose

Das mit der Glatze ist schon richtig. Nur. Der Kopf ist nicht außen rasiert. Sondern innen. Es sind, wie besonders bei den Identitären zu sehen, adrett gekleidete Männer und auch einige adrett gekleidete Frauen. Sie haben volles Haar, ordentlich gescheitelt. Aber könnte in das Innen ihrer Köpfe gesehen werden, würden Glatzen zu sehen sein: synapsenkahle Schädel.

Nach dieser Einleitung zu einem Buch, das in einem Kommentar von Caroline Sommerfeld auf der Copysite der identitären Parlamentspartei vorgestellt wird, am 20. September 2017.

Es geht um die sogenannte „Migrationskrise“. Hochtrabend der Titel: „Flucht und Schuld. Zur Architektonik und Tiefenstruktur der ‚Willkommenskultur'“.

Es reichen die wenigen sommerfeldschen Sätze zu diesem Buch, um zu wissen, daß dieses Buch von einem adretten, auf jugendlich hergerichteten Mann geschrieben ist, der sich der zurzeitigen Mode der innengetragenen Glatze nicht entziehen kann.

Der Philosoph Gottlieb Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) ist für Griesser wichtig, weil er die Denkfigur der „Dialektik“ zur Beschreibung des wirkenden „Weltgeistes“ in der Gesellschaft erfunden hat. Ein Zustand entwickelt aus sich heraus stets sein Gegenteil, aus beiden entsteht ein neuer Zustand, usw. usf. Der Zustand der Deutschen ist fest im Griff des Tabus namens „3. Reich“. Daraus entwickelt sich das krasse Gegenteil, die alte Schuld soll aufgehoben werden in neuer „Willkommenskultur“. Doch das gelingt nicht, der historische Widerspruch wird im Alltag offen erkennbar.

Denn die Begriffe, die der „Willkommenskultur“ zugrundeliegen, sind eigentlich religiöse Begriffe. Ist das Christentum schuld an der „Willkommenskultur“, der Öffnung des Schoßes der „deutschen Mutter“ Angela Merkel für die Entladung der jungen Männer aus aller Herren Länder in ihn? Wilfried Griessers Gedanken geraten gelegentlich vom Philosophischen ins unfreiwillig Sexualgroteske.

Wenn allein bedacht wird, in welchen Ländern der Erde die meisten Menschen aufgenommen werden, also millionenfach mehr als in Österreich oder in Deutschland, somit in Ländern, die nicht mehrheitlich christlich sind und die nichts mit dem „3. Reich“ zu tun haben, also in dieser Hinsicht keine „Schuld“ aufzuheben haben, offenbart bereits, wie unnötig es ist, das Buch überhaupt nur anzublättern.

Ein Buch also, nicht mehr als eine weitere Groteske. Und, wie Sommerfeld schreibt, auch eine „Sexualgroteske“. Mit der Sexualität dürfte Wilfried Grießer es überhaupt haben, und vor allem es schwer haben.

Sein Buch wird in der Tiefe keine andere Qualität haben, als seine Aussage:

Dass nicht alle seine Mannen ein „Nein heißt Nein!“ verstehen, das zeigt die Stellungnahme zur Reform des Sexualstrafrechts, die Wilfried Grießer, der bei der niederösterreichischen Gemeinderatswahl im Jänner in Mödling für die FPÖ antrat, abgab: „Auf daß der Mann sich als Mann setzt, muß er die Frau zum Ding bzw. zur „Ware“ herabsetzen“, schrieb der „Lehrbeauftrage“ in dem Dokument, das auf der Parlamentshomepage abrufbar ist. Und: „Mitunter lieben es Frauen … von einem ,wildgewordenen’ Penis ,überfallen’ zu werden“.

Und damit dreht sich die freiheitliche Spirale der Groteske weiter. Wie in der Collage gelesen werden kann. Der Abgeordnete der identitären Parlamentspartei, Christian Hafenecker, wollte „jeglichen FPÖ-Bezug“ aus dem Artikel entfernt haben, mit dem vom Hochgeistigen eines FPÖ-Kandidaten berichtet wurde, er drohte gar mit Klage.

Von Christan Hafenecker konnte schon einmal etwas erzählt werden, wie im Kapitel

Beim Anheizen der Stimmung sind sich FPÖ-NRs einig, wie darauf zu reagieren ist

gelesen werden kann.

Und auch von Caroline Sommerfeld:

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Übrigens, was noch gegen das Buch von Wilfried Grießer spricht. In ihrem Kommentar vom 20. September 2017 empfiehlt Caroline Sommerfeld auch die Bücher von Sieferle – nun ja …

Wie verführerisch schön das Plattschäbige zu klingeln vermag

Vergessen darf auch nicht werden, in welchem Verlag das Buch von Wilfried Grießer erschienen ist … im Ares-Verlag. Nun, das ist verzeihlich und verständlich, daß FPÖ unzensuriert Werbung für ein Ares-Buch macht, bei dieser inniglichen gesinnungsgemäßen und wirtschaftlichen Verflechtung.

Und abschließend darf nicht vergessen werden, in welche Buchhandlung wieder einmal gelockt wird, um das grießersche Buch zu kaufen:

Vom Parlament, vom Rathaus nur eine Armlänge zur Stöhr

Und ganz abschließend, aber das Wesentlichste: Dr. Wilfried Grießer ist in der Erwachsenenbildung tätig. Sie können lachen, auch wenn es kein Witz ist. Es müssen, wie es um die Bildung der Erwachsenen in Österreich bestellt ist, viele, recht viele Grießers in der Erwachsenenbildung tätig sein …

NS Zur identitären Parlamentspartei finden und aus ihr schlüpfen wahrlich des Landes Meisterdenker, wie auch dieser …

Vor einer Nationalratswahl würfen laut FPÖ unzensuriert Menschen stets ihre Kinder zum Zwecke der Erpressung ins Meer

Würde nicht gerade eine Nationalratswahl bevorstehen, am 15. Oktober 2017, in Österreich, wäre das nicht mehr aufmerkenswert.

FPÖ unzensuriert bringt heute, am 15. September 2017, einen Kommentar:

„Video: Afrikanische Migranten werfen Kinder ins Meer, wenn Aufnahme verweigert wird“

Das ist Aktualität. Das ist freiheitliche respektive identitäre Aktualität. Es ist vom 5. August 2013. Wie in der Collage gelesen werden. Nach FPÖ unzensuriert ist für Aktualität die erste Bedingung: Damit etwas aktuell ist, muß es mindestens vier Jahre alt sein.

Vor vier Jahren versuchte FPÖ unzensuriert schon einmal auf diese Art gesinnungsgemäß die Stimmung zu heben. Wie nachgelesen werden kann:

Ungelöschte Kindermordphantasien auf freiheitlicher Unzensuriert At

Geschrieben am 25. August 2013. Das war auch unmittelbar vor einer Nationalratswahl, vor der am 29. September 2013. Und nun vor der nächsten Nationalratswahl wieder …

Es wird aber darauf verzichtet, welche Kommentare die Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert am 15. September 2017 hinzufügt, zu zitieren; es sind bloß genauso abscheuliche wie jene vor über vier Jahren.

Es wird ebenfalls darauf verzichtet, wer am 15. September 2017 noch so aktuell wie die FPÖ unzensuriert ist. Es reicht zu wissen, wer vor über vier Jahren, wie nachgelesen werden kann, es auch verbreitete. Und das waren Gruppierungen, zu denen je nicht einfallen kann, sie beispielsweise als redlich zu beschreiben.

Das also ist freiheitliches respektive identitäres Wahlprogramm. Es muß bei jeder Wahl einsetzbar sein. Aktualität muß mindestens vier Jahre alt sein. Ein Regierungsprogramm nach diesem Wahlprogramm will gar nicht erst vorgestellt werden; es müßte sofort schwarz vor den Augen werden.

Vor Nationalratswahlen werfen laut FPÖ unzensuriert Menschen stets ihre Kinder zum Zwecke der Erpressung ins Meer.png

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Über eine Million Menschen in Österreich sind Sebastian Kurz vollkommen egal.

Das ist auf den Punkt gebracht, das Interview mit Sebastian Kurz am 5. September 2017 in der ZIB 2 mit Armin Wolf.

Wenn Sie damit liebäugeln, am 15. Oktober 2017 Liste Kurz – die neue Volkspartei zu wählen, sollten Sie sich sofort dieses Interview ansehen.

Sebastian Kurz hat für Sie eine glasklare Botschaft. Oder mit seinem christlich-sozialen Hintergrund: ein unmißverständliches, eindeutiges Evangelium: Sie zählen nicht für Sebastian Kurz. Sie kommen im Programm von Sebastian Kurz nicht vor. Na ja, Programm, es sind halt Ansagen.

Und das kurz’sche Ansageevangelium ist für Sie keine frohe Botschaft.

Wenn Sie zu den Menschen in Österreich gehören, die zwar arbeiten, aber so wenig verdienen, daß Sie keine Lohnsteuer zu zahlen haben, oder sehr wenig Lohnsteuer zu zahlen haben.

Armin Wolf: „Könnte man auch andere Maßnahmen finden?“

Sebastian Kurz: „Wie bitte -„

Armin Wolf: „Für die gibt’s gar nichts in Ihrem Programm.“

Sebastian Kurz: „Na ja, Herr Wolf, das ist selbstredend. Unser Ziel ist es, arbeitende Menschen …“

Für Sie hat Sebastian Kurz nur ein schnappiges „Wie bitte“ … Und so wie Kurz es spricht, ist es äußerst fraglich, ob dahinter ein Fragezeichen gesetzt werden kann. Bei Kurz klingt es nach einem Ausrufezeichen:

Wie bitte!

Aber sehen Sie sich das gesamte Interview an. Und dann werden Sie sich wohl auch fragen:

Wie bitte, dieser Mann will gewählt werden? Auch von Ihnen?

Sehen Sie sich das Interview an, nehmen Sie beispielsweise die Modellrechnungen hinzu, die vom fellnerischen Blatt veröffentlicht wurden: „Das bringt die ÖVP-Entlastung für Sie persönlich“.

Dann können Sie Sebastian Kurz nur antworten: Wie bitte!

Um ein Beispiel von diesen drei Kurzentlastungen herauszugreifen. Angenommen, Sie verdienen 1.800,00 Euro im Monat. Das fellnerische Blatt führt, wohl deshalb, damit es nach recht viel klingt, die Jahres-Entlastung mit 526,00 Euro an.

Pro Monat sind das gerade einmal 43,83 Euro.

Nicht einmal drei Prozent von Ihrem monatlichen Bruttogehalt macht die kurz’sche Entlastung für Sie im Monat aus. Denken Sie jetzt auch daran, wie viel Sie seit dem letzten Jahr im Monat mehr ausgeben müssen, allein durch die Anhebung der Umsatzsteuer um drei Prozent von zehn Prozent auf dreizehn Prozent. Dann denken Sie dabei auch daran, wie viel mehr Sie für Ihre Wohnung aufgrund der Indexanpassung vom letzten April zahlen müssen. Und so weiter und so fort.

Bleibt Ihnen noch etwas von diesen 43,83 Euro, oder müssen Sie schon zuzahlen? Und wenn ja, woher nehmen Sie es, wo müssen Sie etwas streichen, wegnehmen, verzichten?

Auch bei den zwei anderen Beispielen, für den Fall, daß Sie so viel verdienen, mit 2.300,00 und 2.800,00 Euro sind es nicht einmal die drei Prozent, die dem Finanzminister seit dem letzten Jahr durch die Erhöhung der Umsatzsteuer … Übrigens, dieser Finanzminister möchte auch der nächsten Regierung als Finanzminister angehören. Und das wird dieser nicht ohne Rücksprache mit Sebastian Kurz verlautbart haben.

Aber sehen Sie sich das Interview an. Es geht um die Ansage von Sebastian Kurz, „kleinere und mittlere Einkommen zu entlasten“ …

Und wenn Sie sich das Interview angesehen haben, Sie sich alles durchgerechnet haben, mit Ihrem Einkommen, mit Ihren Ausgaben, mit Ihrer Steuerleistungen, mit Ihren Sozialversicherungsbeiträgen, mit der für Sie angesagten kurz’schen Entlastung, werden Sie nur eines ausrufen können:

Wie bitte!

Und er, Kurz, redet auch von Eigentum schaffen, Sie sich also Wohnraum leisten sollen können. Mit dieser monatlichen Entlastung von 43,83 Euro? Da werden Sie wohl nicht zu jenen gehören, die „erstmals Eigentum“ schaffen, „wollen“ schon, aber können …

Armin Wolf fragte nach dem Finden von anderen Maßnahmen und Kurz kurz:

Wie bitte!

Andere Maßnahmen beträfen etwa indirekte Steuern, wie die oben erwähnte Umsatzsteuer, die Sie ungleich härter treffen, als einen Menschen mit beispielsweise 17.512,00 Euro brutto im Monat, oder die Sozialversicherungsbeiträge, die alle Menschen mit einem Durchschnittslohn ungleich stärker belasten, als etwa den mit beispielsweise 17.512,00 Euro brutto im Monat.

Sebastian Kurz und Kapelle new nemesis.png

Die beste Voraussetzung, um sich etwas leisten zu können, etwas schaffen zu können, sich etwas anschaffen zu können, sind wesentlich höhere Löhne und wesentlich höhere Gehälter. Aber danach brauchen Sie Sebastian Kurz erst gar nicht zu fragen, ob er sich für höhere Gehälter und höhere Löhne einsetzen würde wollen. Darauf wäre seine Antwort wohl nur ein kurzes:

Wie!

Ohne Bitte. Vielleicht setzte er mit einem Zitat von einer christlich-sozialen Ikone nach:

Sie sollten sich stattdessen an Kraut und Kartoffeln gütlich tun, wenn das Geld für Fleisch nicht reiche.

„Neue Gerechtigkeit“ flötet also Sebastian Kurz. Na ja, „neue Gerechtigkeit“ – was daran das „Neue“ … es ist ein alter christlich-sozialer Schlager, den nun Sebastian Kurz singt und Sie zum Träumen bringen will, daß mit einer Wahl von ihm …

„Ich bau dir ein Schloß, so wie im Märchen.“ Das sang Heintje. Es wird das Bübchen dies ehrlich gemeint haben, als er, Heintje, seiner Mamatschi ein Schloß bauen wollte, so wie im Märchen. Und seine Mutter wird ihm wohl nicht böse gewesen sein, als sich das Bauen eines Sch.., als sich nicht mal das Anschaffen einer Eigentumswohnung ausging, wie ach, wird sie verständnisvoll gesagt haben, mit Eintausendachthundert im Monat, und sie wird wohl glückselig gewesen sein, wie brav und hart arbeitend ihr großer Sohn … und sich gefreut haben, daß ihm ihr Kraut mit Kartoffeln so gut schmeckt, was für einen Appetit er immer noch hat, auf ihre Kartoffeln mit Kraut …

Aber vielleicht hätte er diesen Schlager seiner Mamatschi nie gesungen, hätte er als Bub schon gewußt, wie viel er verdienen, wenn er groß ist, und nie viel mehr verdienen wird, und dazu noch die Preissteigerungen bei Eigentum …

Und damit kein Bübchen seiner Mamatschi ein nie zu erfüllendes Lied mehr zu singen braucht, singen Sie mit der Melodie von diesem alter Schlager diesen Text, dann haben Sie das gesamte Programm – und das ist keine Ansage vor der Nationalratswahl, sondern das permanente alte Programm – von Sebastian Kurz für Sie …

Ich bau dir Kartoffeln an

Ich bau dir Kartoffeln an, so wie im Leben,
die ess‘ ich mit dir, dann ganz allein.
Ich bau dir Kartoffeln an, wenn ich einst gross bin,
dann kannst du satt und glücklich sein.
Der blaue Himmel schaut auf uns herab,
sag dir jeden Tag, wie viele Kartoffeln ich hab.
Und alle Träume zieh’n so schnell vorbei,
an der Wirklichkeit für uns zwei.
Ich bau dir Kraut an, du wirst schon sehen,
bald bin ich schon gross, dann zieh’n wir ein.
Wo Kartoffeln für mich am Herde stehen,
da wird jeder Sonntag ein Tag sein.
Der blaue Himmel schaut auf uns herab,
sag dir jeden Tag, wie viel Kraut ich hab.
Und alle Träume zieh’n so schnell vorbei,
an der Wirklichkeit für uns zwei,
an der Wirklichkeit für uns zwei.

sebastian kurz und seine Kapelle new nemesis - Programm für Sie

 

„Bei allem Respekt“, Martin Engelberg: Was für „unsägliche“ Kurzschlüsse!

Es ist Sonntag. Ein Tag also, der einlädt, über Unnützes, nein, nicht nachzudenken, aber Unnützes hin und her zu wenden; beispielsweise die Frage, womit sich wohl Martin Engelberg die „ehrenvolle Einladung“ verdient hat.

Möglicherweise war sein Quergeschriebenes „Bei allem Respekt, hohe Herren: Was für unsägliche Vergleiche!“ vom 18. Mai 2017 ein Motivationsschreiben, um eingeladen zu werden, auf der Kurzliste zu kandidieren.

Die von Martin Engelberg vorgebrachten „Klarstellungen“ müssen Sebastian Kurz recht gefallen haben, um ihn dann eine „ehrenvolle Einladung“ zu senden, scheint doch alles, was Sebastian Kurz dazu selbst sagen könnte, zwischen den Zeilen zu liegen, die Martin Engelberg in diesem seinem Motivationsschreiben zieht.

Ehe etwas zu den sechs „Klarstellungen“ von Martin Engelberg angemerkt wird, muß geschrieben werden, selbstverständlich sind es „unsägliche Vergleiche von aktuellen Ereignissen mit der Nazi-Zeit“, aber ebenso unsäglich sind die Kurzschlüsse des Martin Engelberg.

Es hebt zwar die Unsäglichkeit der Vergleiche von aktuellen Ereignissen mit der Nazi-Zeit nicht auf, wenn gesagt wird, es sind eben bemühte Vergleiche, um auf die triste Lage der Menschen aufmerksam zu machen.

Die Kurzschlüsse von Martin Engelberg sind aber unsäglicher, weil die von ihm angesprochenen aktuellen Ereignisse keinen tatsächlichen Bezug zur Gegenwart haben.

Zweitens: Die meisten Asylwerber, schreibt Martin Engelberg, kämen nicht direkt aus den Kriegsgebieten zu uns, sondern aus Flüchtlingslagern in der Türkei, im Libanon und in Jordanien. Was hätten Juden in der NS-Zeit dafür gegeben, schreibt er, in genau solche Flüchtlingslager fliehen zu können. Hätte man sie, schreibt er weiter, nur entkommen lassen und hätte es vor allem Länder gegeben, die sie aufgenommen hätten.

Ist das nicht auch die Position von Sebastian Kurz, sie kämen nicht direkt zu uns, sondern …? In genau solche Flüchtlingslager, ach wie paradiesisch sind heutzutage doch die Flüchtlingslager.

Hätte es vor allem Länder gegeben, die sie aufgenommen hätten … Es müssen tatsächlich keine Vergleiche mit der Nazi-Zeit gezogen werden, aber es darf mit Erschütterung gefragt werden, hat es seit damals bei Ausblendung der Nazi-Zeit sich etwas Entscheidendes in der Aufnahmebereitschaft der Länder geändert? Wenn, wie von Martin Engelberg, die Gegenwart ausgeblendet wird, kann es so geschrieben werden, wie Martin Engelberg es schreibt.

Drittens: Als Beweis dafür, schreibt Martin Engelberg, wie sehr Deutsche und Österreicher aus der Geschichte gelernt hätten, dass Juden auf der Flucht vor den Nazis in kaum einem Land Aufnahme finden konnten, sollen jetzt die Grenzen für Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika geöffnet werden. Damit würden Menschen gerade aus solchen Ländern die Pforten geöffnet werden, die heute den höchsten Grad an Antisemitismus haben. Sie würden profitieren quasi vom Leid jener Juden, die sie so hassen. Was für eine Ironie der Geschichte!

Täglich, besonders auch in diesem Jahr, ist in Österreich nur ein Ruf von Politik und Medien und der sogenannten Bevölkerung zu hören: Auf die Grenzen! Nur ein Mensch mit einem ganz besonderen Gehör wie Martin Engelberg kann diesen von Millionen angestimmten Ruf aber hören …

Martin Engelberg ist ein moderner Mann, dem das Outsourcing nicht fremd ist. Vielleicht ist es seine besondere Art von Ironie, gerade in einem Land wie Österreich mit einer Hübner-schon-wieder-Partei den Antisemitismus auszulagern, zu den Flüchtlingen … ach, diese Flüchtlinge, was für Profiteure, sie profitieren nicht nur, kurz gesagt, von den österreichischen Sozialleistungen, auch von den Juden, von … Das müssen wohl auch, nach dem Kurzschluß von Martin Engelberg, junge Flüchtlinge sein, die in der ÖVP …

Die ÖVP muß quasi wohl immer noch von Leopold Kunschak profitieren, aber sie hassen ihn nicht …

Viertens: Zu diesem engelbergschen Punkt muß nichts angemerkt werden, es wäre nur eine Wiederholung von dem zweiten Punkt …

Fünftens: In einem schlauen Schachzug, schreibt Martin Engelberg,  sei es dem politischen Islam gelungen, den Begriff der Islamophobie im Schuldbewusstsein von Deutschen und Österreichern einzuprägen. Einerseits machten sie sich damit als „die neuen Juden“ auch vor berechtigter Kritik unangreifbar, andererseits verkehrten sie die Situation auch noch ins Gegenteil: Die Moslems von heute würden verfolgt wie damals die Juden in der Nazi-Zeit. Daher müssten wir heute den Moslems beistehen, was damals gegenüber Juden so sträflich unterblieben sei. Aber mit Verlaub, Herr Bundespräsident: Was für ein Unterschied!

Wie eingeprägt das Schuldbewußtsein ist, das kann Martin Engelberg nur bestätigt werden. Deshalb wollen Menschen in Österreich nach der aktuellen Bertelsmannstudie so viele wie in keinem anderen Land in Europa keine Muslime und keine Musliminnen in ihrer Nachbarschaft, nämlich 28 Prozent.

Wie eingeprägt das Schuldbewußtsein ist, das kann Martin Engelberg nur bestätigt werden. Deshalb gibt es in Österreich nicht die geringste Kritik, wagt niemand aus Politik und Medien den Islam zu kritisieren. Täglich sind in Österreich ausnahmslos Hohelieder auf den Islam zu hören, zu lesen … auch das Fernsehen bringt nur Belangsendungen zur Lobpreisung des …

So schlau dürfte der politische Islam doch nicht sein, wie Martin Engelberg unterstellt, jedenfalls nicht so schlau wie die weiteren „neuen Juden“, wie sich in Österreich noch welche selbst als solche bezeichnen und dabei mit sich selbst sehr viel Mitleid haben. Denn. Die verkehren nicht nur alles in das Gegenteil, sie machen sich auch wählbar, und nicht für wenige, und sie werden, wie es derzeit aussieht, in der nächsten Regierung sitzen, als Partnerinnen von der Partei, kurz gesagt, für die Engelberg nun „ehrenvoll“ kandidiert. Was für recht löbliche Zeiten werden dadurch anbrechen, Martin Engelberg als Abgeordneter Koalitionspartner der „neuen Juden“ …

Sechstens: Es gäbe, schreibt Martin Engelberg, einen weiteren wichtigen Unterschied zwischen Judentum und Islam: Im Judentum gelte das talmudische Prinzip „Dina de Malchuta Dina“, was so viel heiße wie: Das Gesetz des Landes sei Gesetz. Demnach seien Juden verpflichtet, die Gesetze des jeweiligen Landes zu respektieren und zu befolgen. Sofern es sich also nicht um einen Unrechtstaat handelte, stünden die staatlichen Gesetze über den Regeln der Halacha, des jüdischen Gesetzes.

Ein Punkt, von dem gefragt werden kann, wie paßt dieser dazu? Zu dem Heranziehen von Vergleichen von aktuellen Ereignissen mit der Nazi-Zeit, wie es von Martin Engelberg gescholten wird. Wo ist dabei das Heranziehen? Im Vorspann schreibt Martin Engelberg: Das fast schon pathologische Herbeizerren von Vergleichen mit der NS-Zeit scheint zu einer Mode geworden zu sein. Es scheint wie schon ein pathologisches Herbeizerren von Unterschieden zwischen …

Darüber hinaus aber sicher ein Punkt, der Sebastian Kurz wohl auch sehr motiviert haben könnte zur „ehrenvollen Einladung“ … Legte doch Kurz, wie gelesen werden kann, „drastische Zahlen“ … es ging dabei um „staatliche“ und „religiöse Gesetze“ … Martin Engelberg hätte hier auch den Unterschied zwischen Judentum und Christentum anführen können. Denn im nach wie vor gültigen Katechismus ist festgeschrieben, daß religiöse Gebote über staatliche Gesetze …

Nun als Kurzkandidat wird Martin Engelberg wohl nicht mehr belegt beschreiben, welche zentrale Stelle Muslimen und Musliminnen in Österreich schriftlich festgelegt vorschreiben, über die staatlichen Gesetze ihr Evangelium …

Erstens: Die, schreibt Martin Engelberg, aus Syrien, Afghanistan und anderen Ländern flüchtenden Menschen würden nicht aufgrund einer bestimmten Religion oder ethnischen Zugehörigkeit verfolgt werden. So tragisch ihr Schicksal sei: Sie seien Leidtragende von Umstürzen und Kriegen in ihren eigenen Ländern. Die Juden in Nazideutschland seien jedoch verfolgt und ermordet worden – einzig und allein, weil sie Juden gewesen wären. Sie seien ganz gezielt Opfer einer wahnsinnigen Ideologie, eines wahnsinnigen Regimes und wahnsinnig gewordener Gesellschaften geworden. Der Tod im Holocaust sei kein Kollateralschaden eines Krieges gewesen.

Hier schreibt Martin Engelberg schon ganz als Politiker kurz’schen Zuschnitts . Tragisch ihr SchicksalUmstürze und Kriege in ihren eigenen Ländern, also selber verantwortlich, hausgemacht und es gibt halt Kollateralschäden – so tragisch das … Was getan werden kann, das weiß sein „Spitzenpolitiker“: zu schließen die Routen und kolonialistisch zu helfen …

Siebtens: Einen siebenten Punkt führt Martin Engelberg nicht. Aber wenn es um die Vergangenheit geht, um die Gegenwart, um Antisemitismus, darf nicht Antiziganismus,  fehlen. Vielleicht hätte Martin Engelberg sogar darüber geschrieben, gäbe es die geringste Möglichkeit, Antiromaismus wie Antisemitismus zu den Flüchtlingen auszulagern zu können. Aber gerade der Umgang mit den dieser Ethnie zugeordneten Menschen widerspricht deutlich der Ansicht von Martin Engelberg, wie sehr in Österreich aus der Geschichte gelernt worden wäre … eine recht herausragende Rolle hierbei spielen, wie wäre es auch anders möglich, die „neuen Juden“, die möglicherweise nach dem 15. Oktober 2017 Sitznachbarn von Sebastian Kurz auf der Regierungsbank …

Motiviationsschreiben des Martin Engelberg

Das Programm oder die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

Die Vollverschleierung des Sebastian Kurz

„In Sarajevo oder Pristina werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern.“ 

Das ist eine Ansage von Sebastian Kurz. Den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, nun, es gibt Aussagen, die sind von einer solchen Niedrigkeit, das sie keiner Überprüfung wert sind.

Aber immer, wenn Sebastian Kurz, Saudi-Arabien erwähnt, muß daran gedacht werden:

Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee.

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung.

„Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen.“ Beweise legt Sebastian Kurz keine vor.

Wie auch?

Die Melodie zu Niedrigkeiten, wird von altersher gewußt: auf Belege wird gepfiffen.

Wie das wohl praktisch ablaufen könnte, daß „Frauen dafür bezahlt“, werden, „voll verschleiert auf die Straße zu gehen“? Ob es dafür in Pristina ein kleines Lokal gibt, in dem saudi-arabische Königsdiktaturmänner sitzen, zu denen die Frauen in Hotpants kommen, von ihnen Nikabs oder Burkas ausgehändigt bekommen und dazu Taschengeld, dessen Höhe abhängig von ihrer Verpflichtung, wie lange sie auf den Straßen herumstreichen?

Hätte Sebastian Kurz aber gesagt:

In Wien oder Prikalitz werden zum Beispiel Frauen dafür bezahlt, voll verschleiert auf die Straße zu gehen, um das Straßenbild zu ändern. 

Das hätte trotz Niedrigkeit doch gleich ganz anders geklungen, beinahe glaubwürdig. Denn. In Wien gibt es tatsächlich so ein Haus, und das ist kein Häuschen, sondern ein der saudisch-arabischen Königsdiktatur entsprechendes Palais

Es kann doch gefragt werden, wozu ist diese Stelle in Wien gut, wenn in Prikalitz Sebastian Kurz bezahlt wird, aufzupassen, daß es keinen saudi-arabischen Einfluß … vielleicht ist die Stelle in Wien ja dafür eingerichtet, daß enorm reiche saudi-arabische Frauen in Hotpants nach Wien reisen, zuerst das Zentrum aufzusuchen haben, eingekleidet, also vollverschleiert, dafür mit einem Taschengeld für die Nobelboutiquen im inneren Grabens Wien ausgestattet werden, und nebenbei das Straßenbild Prikalitz‘ …

Der Satz von Sebastian Kurz hat in Wahrheit aber zu lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu ministrieren, um nichts zu ändern. 

Es muß auch nicht mühsam überlegt werden, wie solch eine Bezahlung praktisch vor sich geht. Er bekommt ein Gehalt. Sein Gehalt bezahlen die Menschen in Österreich durch ihre Steuerleistungen.

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kandidieren, um nichts zu ändern.

So könnte der Satz mit Blick auf die bevorstehende Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 auch lauten. Nichts zu ändern, so wird es mit Sebastian Kurz weitergehen, der nun selbst bereits seit ein paar Jahren der Regierung angehört, so wird es mit der ÖVP weitergehen, die seit Jahrzehnten in Österreich in Regierungsverantwortung auf Bundesebene, auf Bundeslandebenen, auf Gemeindeebenen … es mag möglicherweise psychoanalytisch klärbar sein, weshalb dennoch Menschen an Änderungen glauben, in ihm einen „Spitzenpolitiker“ sehen, es als eine „ehrenvolle Einladung“ empfinden, von ihm …

Und nach der Nationalratswahl könnte der Satz, wenn den Meinungsumfragen geglaubt werden kann, der Satz lauten:

In Wien und Prikalitz wird zum Beispiel Sebastian Kurz dafür bezahlt, voll verschleiert zu kanzleien, um nichts zu ändern.

Ändern würde sich dann aber doch eines. Sein Gehalt wäre ein noch höheres. Unverändert aber bliebe, wer es bezahlt, nämlich die Menschen in Österreich durch ihre Abgabenleistungen, von allen Menschen, nicht nur von jenen, die ihn wählen werden, weil sie meinen, es würde sich mit ihm etwas ändern.

Er, Kurz, trägt zwar weder Burka noch Nikab, sondern edle und moderne Anzüge auf der Straße, aber von seiner politischen Vollverschleierung kann sich jeder Mensch überzeugen, mit einem Klick auf sein Programm

Und noch etwas kann kommen, zwar ebenfalls keine Änderung, das es aber, wie hypogut bekannt, wieder sehr teuer machen würde, mit ihm eine, kurz gesagt, blaue Regierungsbeteiligung – kurz und schlecht das Neue in alten Schüsseln …

Thomas Drozda, Agenturminister der FPÖ

Eine Werbeagentur, von der identitären Parlamentspartei damit beauftragt, ein Herauskommen aus dem neuerlichen Fall „Hübner schon wieder“ zu finden, hätte der FPÖ zu keiner anderen Sprachregelung raten, keine andere finden können, als die von Thomas Drozda, der formalerweise als Kunst- und Kulturminister geführt wird, aber tatsächlich ein Agenturminister der FPÖ ist.

„Ich finde es gut, wie klar die FPÖ in der Causa Hübner gehandelt hat.“

Wie klar die FPÖ gehandelt hat. Wahrlich. Da trat die FPÖ vor, hieß plötzlich Johannes Hübner, die erklärte, sie werde nicht mehr kandidieren, während Johannes Hübner, der plötzlich FPÖ hieß, die sich immer noch verteidigte, die nicht einsah, was sie von sich gab, und die weiter kandidieren wollte.

Das also ist die Klarheit von der Werbagentur Drozda. Ein sofortiges Zurücklegen des Nationalratsmandates, ein sofortiges Ausschließen aus der FPÖ, das wären zu unklare Handlungen gewesen.

Und Klarheit vermittelt die Aussage von Drozda in noch einer Hinsicht. Welchen Stellenwert die Agentur Drozda dem österreichischen Parlament gibt. Keinen. Denn sonst hätte er wohl zuerst einen Rücktritt verlangen müssen. So gering ist ihm also das Parlament, daß ihm eine Nichtkandidatur völlig ausreicht.

Und noch eine Klarheit wird der Agentur Drozda verdankt, mit seiner Aussage in seinem Interview mit der „Kronen-Zeitung“ am 5. August 2017:

„Martin Graf muss man dann beurteilen, wenn er gewählt ist. Aber ich will heute keine Zensuren vergeben.“

Zu spät, immer zu spät. Das wäre die mündliche Beurteilung.

Zensuren in traditioneller Weise: Sehr gut für Thomas Drozda als Agentur für die identitäre Parlamentspartei. Nicht genügend für Thomas Drozda in seiner formalen Position als Kultur- und Kunstminister. Nicht genügend auch im Fach Politik. Sehr gut im Fach Parteipolitik zugunsten der identitären Parlamentspartei. Sehr gut auch im Fach Persönliches Weiterkommen.

Ein gutes und sicheres Gehalt reicht menschgemäß aus, um für alles zu kandidieren. Auch wenn Drodza dem Parlament keinen hohen Stellenwert beimißt, für das Parlament kandidiert er trotzdem an wohl noch sicherer Stelle, die ihm den Einzugs in Parlament garantiert, also zum garantierten Lohnzettel.

Insgeheim erwartet er sich wohl wieder ein höheres Gehalt. Denn auf die Frage, ob er bei einer rot-blauen Koalition mit an Bord wäre, sagt sie, die Agentur Drozda:

„Wir haben einen Kriterienkatalog, zu dem ich mich zu hundert Prozent bekenne. Über Koalitionen kann man nach der Wahl nachdenken.“

Was von solchen Kriterienkatalogen zu halten ist, wird nicht erst seit

Kriterienkatalog auf Kärntnerrotrealismusart

Werte, Töchter der Zeit

Das Kleid des Kaisers ist durchsichtig

dem sozialdemokratischen Kriterienkatalog gewußt. Einer der ältesten Vorreiter für solche Kataloge ist der christliche Kriterienkatalog, mehr bekannt unter dem Titel „Bibel“. Die massivsten Verletzung, das absolute Ignorieren und Negieren der Nächstenliebe, das Barbarische, das Massenmörderische begann erst, als ein neuer Kriterienkatalog geschrieben ward, in dem, wie heute noch stets verwiesen wird, nur von Liebe und Frieden geschrieben wurde, beim oberflächlichen Lesen kann der neue Kriterienkatalog so gelesen werden.

Thomas Drozda ist bloß ein weiterer Grund, weshalb es am 15. Oktober 2017 so wichtig ist, daß es zu keiner Rückkehr kommt, wichtig für die Menschen im Land, wichtig für  das österreichische Parlament:

Österreich - Wenn der Vorhang fällt - Nach der Nationalratswahl 15-10.2017

Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

PS Zu den oben vergebenen Noten gibt es auch, nicht mündliche Beurteilungen, aber Notizen, die die Noten um einiges klarer machen. Vor allem jene über sein Hauptaufgabenfeld Kunst und Kultur, die anders klingt als der Werbespruch in eigener Sache, Künstlerinnen und Künstler seien mit ihm als … zufrieden:

„Plan A für Kunst und Kultur, wenn ein nächster Termin dazu ansteht.“

Thomas Drozda - Agenturminister der identitären Parlamentspartei