Sebastian Kurz zwischen Saudi-Arabien und Australien der Kerker von Raif Badawi – Ein Amtszeitresümee

Sebastian Kurz - Amtszeit verbracht zwischen Saudi-Arabien und Australien

Nachdem nun die furchtbaren und grausamen Zustände in den Flüchtlingslagern aufgrund der australischen Flüchtlingspolitik wieder einmal medial prominent behandelt werden, stellt sich eine vielleicht sonderlich anmutende Frage, wie wird einst das politische Wirken von dem derzeitigen Außenminister beurteilt werden.

Einst könnte allerdings bald schon sein. Ob seine christschwarze Partei nach der nächsten Nationalratswahl noch eine Wahlstimmenstärke aufweisen wird, um als Regierungspartei in einer Koalition noch in Frage zu kommen …

Es wird über Sebastian Kurz geschrieben werden können.

Sebastian Kurz empfahl noch im Jahr 2016 die australische Flüchtlingspolitik als Vorbild.  Trotz des Umstandes, daß bereits zwei Jahre zuvor – und dafür hätte er nicht einmal eine sogenannte ausländische Zeitung aufschlagen müssen – beispielsweise berichtete die Tageszeitung „Der Standard“ über diese verheerende australische Flüchtlingspolitik:

Das Regime der ‚vorgeschriebenen Internierung von Bootsflüchtlingen‘ sei ‚der Folter gleichzusetzen‘. Young war für psychiatrische Dienste in den Lagern verantwortlich, bis er die Arbeit nicht mehr mit seiner Verpflichtung als Arzt in Einklang bringen konnte, Menschen vor Schaden zu schützen. ‚Wenn wir Folter als eine bewusste Schädigung von Menschen definieren, um sie zu einem bestimmten Resultat zu zwingen, entspricht Australiens System der Definition.'“

Dennoch fiel Sebastian Kurz zwei Jahre später nichts anderes ein, als …

Einst werde über Sebastian Kurz geschrieben werden können? Nein. Bereits jetzt kann über das Wirken als Außenminister von Sebastian Kurz ein Resümee gezogen werden. Denn einst, wenn er dieses Amt nicht mehr haben wird, wird nichts mehr über ihn zu schreiben sein. Es soll ja nicht nur, wie es so schön heißt, über Tote nichts Schlechtes geschrieben werden, sondern auch über ehemalige Amtsinhaber und Ministerinnen, vor allem wenn sie in der Bedeutung des Begriffes Politik unbedeutend waren, geschwiegen werden.

Und von dem kurzschen Vorbild Australien ist es nicht weit nach Saudi-Arabien, eine Peitschenlänge … Und auch hier hat sich Sebastian Kurz besonders hervorgetan, derart, daß er vielleicht, wenn er einst nicht mehr Amtsinhaber ist, dankbar sein wird, daß niemand ein Resümee über seine Amtszeit … es fehlte eigentlich nur noch der Vorschlag von Sebastian Kurz, Raif Badawi möge sich artig beim saudischen König bedanken, nicht mehr ausgepeitscht zu werden, sondern zehn Jahre im Kerker sein darf, und zwar dafür, nichts getan zu haben …

Übrigens, wenn Sie auf der Website des auch von Sebastian Kurz verteidigten Personenkultszentrum in Wien nach dem Namen von Raif Badawi suchen oder gar nach einem Einsatz für Raif Badawi, werden Sie nichts … dafür aber beispielsweise einen Namen von einem Mann, der sich zu Raif Badawi seinen Teil denken wird, aber läßt die anderen reden … soher kann nicht gewußt werden, was er sich zu Raif Badawi denkt, gewußt aber wird, was er einst sagte, wäre das Buch nicht geschrieben worden, hätte es keine Fatwa …

Aber auch in der Bedeutung des Begriffes Politik Bedeutungsloser hat bei Amtsabgabe, das gebietet die Höflichkeit, das Anrecht auf wenigstens einen Satz auf seine abgelaufene Amtszeit; im Falle von Sebastian Kurz könnte dieser lauten:

Es waren keine schlechten Menschen, zu denen Sebastian Kurz fuhr, sie hatten wie er Werte.

Sollten Sie meinen, Sebastian Kurz verdiente doch ein oder zwei Sätze mehr, wenn er einst … können Sie, wenn Sie möchten, hier nach seinem Namen suchen und aus den gefundenen Kapiteln noch weitere Sätze … vielleicht einen mit „Wundermacher“ ….

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