Abwesenheitsrecht

Kaum war das Kapitel fertiggeschrieben, hat der Innenminister, dem das role model for the cheapest of the cheap als zurzeitiger Bundeskanzler vertraut, bestätigt,

Kurz zusammengefaßt: Das „Widerwärtige“, das „Skandalöse“ und das Role model des Tiefstbilligen im zurzeitigen Österreich.

es wird sich kein „Kronjurist“ finden, um etwas vorzulegen, das nicht reichlich billig ist.

„Anwesenheitspflicht.“

Das wird dem Innenminister wohl ganz allein eingefallen sein, ist er doch geschult in Kehrreimen, vielleicht war er davor kurz bei seinem geliebten Hölderlin auf der Mölker Bastei, und dann fiel ihm „Anwesenheitspflicht“ ein, in der Zuversicht, diese Verharmlosungwortschöpfung, nein, eine Wortschöpfung ist das vom Innenminister ganz und nicht, bloß die Ausleihe eines bestehenden Wortes für Verharmlosungszwecke, aber eine ausreichende für seinen Bundeskanzler, wie hoch können schon die Ansprüche eines zurzeitigen Bundeskanzlers sein, der selbst bekannt ist als die Idealbesetzung eines Fahnenträgers des Tiefstbilligen …

Seinem ersten Chef gefällt dieses Tiefstbillige recht gut, wie er eben in einer Fernsehsendung so recht putzig seines Innenministers Wort erklärt, und dafür herzig ins Zentrum rückt die „Soldaten“, für die es ja auch und auch in den Kurzentren seien Menschen auf „Kur“ einer „Anwesenheitspflicht“ … Ja, was bei seinem ersten Chef auf recht fruchtbare Scholle fällt, muß bei seinem zweiten Chef doch erst recht … scheinen doch seine Schollendenkfurchen bald tiefer …

FPÖ.png

„Anwesenheitspflicht“. Ugarte würde sich, lebte er noch, wohl in alle seine Ordensmedaillen abwechselnd weiß vor Wut und blautürkis vor Neid beißen, daß er die „Ausgangsperre ab 22.00 Uhr“ nicht „Anwesenheitspflicht ab 22.00 Uhr“ benannte, vielleicht, so könnte sein Kurzschluß sein, wäre er mit „Anwesenheitspflicht“ doch noch länger an der Macht geblieben …

Es soll die Arroganz niemals so weit gehen, das Billige zu ignorieren, warum nicht auch einmal beim Billigsten eine Anleihe nehmen?

Warum also nicht „Eingangssperre“ durch „Abwesenheitspflicht“ ersetzen? Gemeint damit dasselbe, wie der Innenminister dasselbe meint mit „Ausgangssperre“ und „Anwesenheitspflicht“.

Vielleicht ist es für die identitären Funktionäre, für die identitären Mandatarinnen, kurz gesagt, für die identitäre Regierungspartei sogar Anreiz, selbst dafür zu sorgen, abwesend zu sein, ist doch die „Pflicht“ ihr ein heilig …

Abwesenheitspflicht.

Anwesenheitspflicht.png

Aber auch „Abwesenheitsrecht“ durchaus eine weitere Variante für „Eingangssperre“, das könnte Wählerinnen es durchaus leichter machen, zur Erfüllung der Eingangssperre respektive Abwesenheitspflicht, diese Partei nicht mehr zu wählen, wenn es heißt, es gibt auch ein Abwesenheitsrecht, die Wähler sich mit keinem unbehaglichen Gefühl herumschlagen müssen, mit ihrer Stimmabgabe bestimmte Gesinnungsgemeinschaften auszuschließen, denn so gütig und voller Skrupel sind Menschen, die wählen, daß sie sogar jene wählen, die sich gesinnungsgemäß selbst ausgeschlossen haben, von Beginn an, seit ihrer Gründung …

Es kann zwar, nein, es will der Titel des Kapitels

Mehrfachauswahl – Eingangssperre oder Ausgangssperre

dennoch nicht mehr geändert werden, aber die Wortausleihe, genauer, das Verfahren des Innenministers soll aufgenommen und gesagt werden, das Kapitel kann bei gleichem Inhalt, ganz nach dem Verfahren des Innenministers, auch schlicht wie kurz heißen:

Abwesenheitsrecht

 

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