Startup Regierungsentwurf

Morgens um sieben sind die Rechtklugen in Österreich, mußte schon oft gedacht werden, am klügsten, wie auch an diesem Morgen …

Gernot Blümel: „Wir wollten auch in Absprache mit der Internetwirtschaft verhindern, daß Start-up-Gründungen davon vielleicht verunmöglicht werden.“

Ehe Sie weiterlesen, überlegen Sie kurz, auf was für eine Frage könnte Gernot Blümel diese Antwort gegeben haben?

Richtig! Sie können sich gratulieren, ebenso klug zu sein wie Gernot Blümel.

Und für jene, die nicht so klug wie Blümel sind, kurz: Es ist die blümelische Antwort auf die Frage, weshalb solche „Forenbetreiber“ wie „Unzensuriert“ von diesem geplanten, wie es nun in diesem Regierungsentwurf vorliegt, Gesetz gegen „Hass im Netz“ nicht erfasst …

Die Aussagen von so recht klugen Männern bieten stets mannigfache Deutungsmöglichkeiten. Ist von ihm gemeint, Unzensuriert sei ein Startupunternehmen oder sieht er in den Damen und Herren der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei potentielle Gründer und Gründerinnen von Startupunternehmen, die bereits auf Unzensuriert ihre Gründungsideen ausloten? Die Damen und Herren der Schreibstaffel werden doch stets von vielen motiviert, zu ihren Ideen der …

Etwa Biersauer, ein Herr oder eine Dame mit immer viel Zuspruch zu seinen oder ihren Ideen, auch gestern sie oder er wieder mit einer Startupidee: „Hundefutter“ … „Hundefutter“ allein als Produkt wäre noch keine recht besondere Startupidee, aber in Verbindung mit der Schaffung von Arbeitsplätzen für ganz bestimmte Menschen wird es zu einer recht besonderen Startupidee. Damit aber noch nicht genug. Ein derart motivierter Startupgründer begnügt sich nicht damit. Eine derart motivierte Startupgründerin weiß, eine „Hundefutter“-Startupfirma kann nur dann erfolgreich noch sein, sich nur dann gegen die massive „Hundefutter“-Konkurrenz durchsetzen, wenn sie von diesen bestimmten Menschen nur das Beste „verarbeiten“ …

So durfte auch an diesem Morgen um sieben mit einem Rechtklugen mit Zuversicht der Tag begonnen werden, daß es in Österreich, jedenfalls zur Zeit, nicht zu einer Verhinderung von Startupideen wie die von Biersauer kommen soll …

Schade nur, daß Biersauer unerwähnt läßt, in welchem Landstrich die „Hundefutter“-Fabrik errichtet werden soll, ob es viele kleine Produktionsstätten über das ganze Land verteilt oder ein großer Komplex konzentriert an einem Ort, an dem zwar noch wenige bis gar keine von den Menschen leben, für die diese speziellen Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, nach dieser biersauerischen Startupidee, aber dann, wenn dieser IB-Komplex (IB steht für Industrielle Ballaststofffertigung) errichtet ist, viele, gar alle es an diesen Ort hinziehen würde, soher diese Startupidee auch eine Gegenbewegung zur Landflucht wäre, gar eine ideale Gegenbewegung, durchaus derart attraktiv, es in den Firmennamen aufzunehmen, aber nicht eingeschränkt auf Hundefutter – die Produktdiversifikation muß von Anfang an mitgedacht werden –, sondern kurz: I. G.-Futter …

Ein Gedanke zu „Startup Regierungsentwurf

  1. Pingback: Gernot Blümel kurz zur Klarnamenpflicht: „Das ist ja ein Blödsinn.“ | Prono ever

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