Die Wahrheit des rechtsextremistischen Präsidenten in Österreich

Am 23. Oktober 19 wurde der Rechtsextreme mit 74,1 Prozent zum Präsidenten NR III gewählt. Und am 24. Oktober 19 war er schon unterwegs, in Österreich, diesmal in der Steiermark, um wieder eine Rede zu halten, in Leoben, die nur so von Wahrheit trieft.

„Wir sind das Land mit der höchsten Ausländerquote in der gesamten Europäischen Union.“

Das sagt der rechtsextremistische Präsident. Und das ist nur ein Beispiel aus seiner gestrigen Rede für die Wahrheit, wie er, der Präsident NR III, sie meint.

Es könnten noch weitere Beispiele aus seiner gestrigen Rede dafür angeführt werden. Es ist auch viel Aufgewärmtes in seiner Rede. Wann immer dieser rechtsextremistische Präsident eine Wahlrede zu halten hat, wird von ihm das Gleiche vorgebracht. Auch diesmal. Bekannt schon aus Wahlauftritten aus der Vergangenheit. Als hätte er ständig einen Gas-Campingkocher mit einer Kochschüssel mit, in der er aufwärmt, was er dann den Menschen serviert. Daß das den Menschen noch schmecken kann, es muß ja schon ganz schal schmecken, das vielfach Aufgewärmte. Ein Film über ihn und seine aufgewärmten Reden würde wohl heißen: „Und täglich hämmert der Holzmann“.

Österreich also habe, so der rechtsextremistische Präsident, die „höchste Ausländerquote in der gesamten Europäischen Union“. Dieses eine exemplarische Beispiel aus seiner gestrigen Rede wird nicht angeführt, um ihm vorzuwerfen, er lügt. Denn. Was so leicht zu überprüfen ist, kann keine Lüge sein. Dieses Beispiel aus seiner gestrigen Rede wird nicht angeführt, weil es ihm gegen „Ausländer“ geht. In seinem Fall ist es viel schlimmer noch.

Ein Mann in seiner Position, ein Mann in einem solch hohen Staatsamt, der, wie in dieser Sache, und das ist nur ein Beispiel, eine Statistik nicht zu lesen vermag, ist gemeingefährlich. Nicht auszudenken, was dieser Mann noch alles nicht geistig zu erfassen vermag, ein Mann der Gesetzgebung in Österreich. Was solch ein Mann vor allem mit seinen Mannen im Parlament für Gesetze gebierte, wenn sie könnten, wie sie wollten. Erst im September 19 lieferte er mit seiner Partei neuerlich ein Beispiel mit einem Antrag im Parlament ab, das wieder aufzeigt, wie er mit seiner Partei kaum bis gar nicht imstande ist, etwas geistig zu erfassen, ein Antrag, bei dem es nicht um „Ausländer“ ging.

„Da hat man uns angelogen. Und ich lasse mich nicht gerne anlügen.“

Das sagt der rechtsextremistische Präsident auch, in seiner gestrigen Rede. Wie schön, daß er sich daran hält, und er nicht lügt. Er versteht halt bloß keinen Sachverhalt. Das wäre nicht weiter schlimm. Wer versteht schon alle Sachverhalte. Aber nicht jeder Mensch ist, so wie er, in so einem hohen Staatsamt und unmittelbar Mitwirkender an der Gesetzgebung in Österreich.

NS Etwas Lustiges gab es in seiner gestrigen Rede doch auch. Wie er versucht, für sich und seine Verwandten eine soldatische Familienbiographie herbeizureden.

NNS Seine Lobpreisung von Viktor Orbán in seiner gestrigen Rede kann nicht unerwähnt bleiben, die Heilssprechung „seines Freundes“, der zur Zeit wie kaum ein Zweiter in Europa für einen hinterfotzigen Antisemitismus steht, weil dazu ein weiterer Präsident in Österreich gleich einfällt, der jetzt mit „Workshops gegen Antisemitismus und Rassismus“

Dieser Präsident wurde ebenfalls am 23. Oktober 19 gewählt, in Österreich, im Parlament. Er erhielt, wird berichtet, „in etwa 88 Prozent“. Was für ein österreichisch parlamentarisches Präsidium. Der Rechtsextreme zum Präsidenten NR III gewählt mit 74,1 Prozent, wahrscheinlich weil er so ein recht freundliches Gschau hat.

Und warum dieser Mann mit etwa 88 Prozent zum ersten Nationalratspräsidenten gewählt wurde? Vielleicht als Anerkennung, weil er es versteht, so recht hohe Gäste in das Parlament zu holen, so recht Identitätsstiftende …