Verpacken und Verschicken

Vor kurzem wurde von Österreich 1 im Zusammenhang mit dem Karl-Lueger-Denkmal wieder die Denkmalschutzfrage aufgeworfen, vom „ideologischen Streit“ um das Karl-Lueger-Denkmal geschrieben, der seit …

Wie leicht aber ist das doch zu lösen.

Es muß das Karl-Lueger-Denkmal einfach verpackt und zugestellt werden.

Die einzige Frage, die dabei zu klären ist, soll es an seine Eigentümerin oder gleich direkt an den Ort seiner Wiederaufstellung verschickt werden.

Dort, in Texing, wieder aufgestellt werden. Vor dem Haus in Privatbesitz. Und steht Karl Lueger unzerstört auf dem Privatgrund, ist dem Denkmalschutz Genüge getan.

Was steht doch nicht alles auf Privatgründen, und darf auf Privatgründen selbverständlich herumstehen. Und steht Karl Lueger auf einem Privatgrund, ist damit augenblicklich der „ideologische Streit“ beendet. Was auf einem Privatgrund geschieht, eignet sich nicht für einen „ideologischen Streit“. Auf einem Privatgrund darf gemacht werden, was gemacht werden will. Es kann gebadet werden, es kann Karl Lueger dabei stehen, der die Badende

Freilich, Auseinandersetzungen sind nie ganz zu vermeiden, aber das sind keine „ideologischen“ Auseinandersetzungen, sondern nur Aufregungen von Anrainerinnen, die meinen, ein Recht zu haben, sich einzumischen, was auf einem Privatgrund passiert, Anrainer, die sich erregen, wenn sie an einem Privatgrund vorbeimaschieren, auf diesem etwas zu sehen bekommen, daß sie …

Und ist Karl Lueger endlich verpackt und endlich verschickt, steht er dann dort endlich auf einem Privatgrund, kann auf dem luegerbefreiten öffentlichen KL-Platz in Wien das geschaffen werden, was längst überfällig ist, ein Erinnerungsort, der davon erzählt, daß der Holocaust nicht allein eine Shoah war, sondern auch ein Porajmos.

Was in Österreich aber nicht zu vermeiden ist, und mögen noch so viele Mahnmale errichtet werden, noch so viele Tage der ergriffenen Mahnung sogar höchststaatsspitzlich zelebriert werden, ist das Vorführen von Menschen, genauso, als hieße in Wien der jetzige Bürgermeister Karl Lueger, als wäre Leopold Kunschak Nationalratspräsident, als wäre das Vorführen von Menschen unter Denkmalschutz gestellt. Und von dem wird reichlich Gebrauch gemacht, in Österreich wissenschaftlich Gebrauch gemacht, wie wieder vor kurzem, als Österreich 1 über ideologischen Streit und Schutz des Demonstrationsdenkmals