Für Österreich ein recht honoriger „Liberaler“ –

Falls nicht doch Susanne Fürst oder ein Überraschungskandidat antritt, müsste einer aus der Riege der Honoratioren ran. Denkbar wäre der eher liberale FPÖ-Volksanwalt und frühere Klubobmann Walter Rosenkranz […] Aufgrund ihrer regelmäßigen Auftritte in der ORF-Sendung „Bürgeranwalt“ genießen Volksanwälte eine gewisse Bekanntheit. 2016 hätten sich viele in der Partei den damaligen FPÖ-Volksanwalt Peter Fichtenbauer als Kandidaten gewünscht. Regelmäßig war in der Vergangenheit auch der Wiener Abgeordnete und Notar Harald Stefan für hohe Ämter im Gespräch, etwa als Justizminister […]

In der Ausgabe 27 vom 3. Juli 2022 der Wochenzeitschrift ist dies zu lesen. Es geht in diesem Artikel um das Spekulieren, wer aus dieser Partei des Rosenkranz um das Amt der Bundespräsidentin —

Es darf festgehalten werden, das Profil eines „Liberalen“, wie es in Österreich gezeichnet wird, ist das Bild eines Menschen, der beispielsweise „eine Gruppe junger Menschen“ der identitären Gesinnung „erfrischend“, „charmant“

In Österreich wird als „Liberaler“ verstanden, wer, wie Walter Rosenkranz, zu jungen Menschen spricht, die ihm dafür charmant mit ihren Fahnen erfrischend, also wohltuend, unverblümt ihre Gesinnung zuwinken.

Walter Rosenkranz, ein Parade-„Liberaler“ nach der österreichischen Definition eines „Liberalen“ —

Der „Liberale“ in Österreich unterscheidet sich von dem „Rechten“ in Österreich gar recht. In dem Artikel von 3. Juli 2022 macht die Wochenzeitschrift die Unterscheidung noch einmal deutlich: Walter Rosenkranz, einer von den „Honoratioren“ in Österreich, ein honoriger „Liberaler“

Hingegen Susanne Fürst: eine „Rechte“ …

Mit dieser Zuschreibung ist diese Wochenzeitschrift wenig, um ein Wort des derzeit Staatshonorigsten zu verwenden, „sensibel“, so eine Zuschreibung ist für ihn, den Staatshonorigsten, „nicht unheikel“. Denn, so der Staatshonorigste, in Österreich, „davon ist die FPÖ natürlich weit entfernt“.

Für das Messen der Entfernung, so entfernt ihre Partei davon ist, „rechts“ zu sein, von ihr zum „Liberalen“ … Sie aber müssen die Entfernung nicht messen. Sie kennen die Entfernung. Die Entfernung zu messen, ist jedoch für „Quereinsteiger“ in Österreich extrem wichtig, um zu wissen, wo sie schneller ankommen —

In ihrem Artikel vom 3. Juli 2022 nennt die Wochenzeitschrift noch ein paar Namen, und sie geht dabei sensibel vor, ohne Zuschreibungen, die für sie in Österreich heikel — Für sie ganz unheikel nennt sie die Namen von österreichischen „Honoratioren“, von Peter Fichtenbauer und von dem Notar, der nicht nur einen honorigen Beruf ausübt, sondern auch honorige Geschichtsvermittlung —