Das Netzwerk

Es kann Schreibenden von Romanen nicht angelastet werden, wenn es in Romanen zu Wiederholungen kommt, sind doch Schreibende besonders von Romanen der Wirklichkeit, die ihnen solche Figuren beschert, ausgeliefert, und wenn es in Romanen zu Wiederholungen kommt, dann können Wiederholungen nur den Figuren angelastet werden, die sich, einfach wie kurz gesagt, weigern, sich zu entwickeln, u. v. a. m. Wiederholungen hinter sich zu lassen.

So eine entwicklungsverweigernde Figur ist Alexander Surowiec, die am 20. März ’24 wiederholt, was sie bereits acht Jahre zuvor von sich gab: „Fette weg von der Straße“ —

Eine solche Wiederholung allein wäre noch kein Grund, keine Berechtigung, ein weiteres Kapitel mit dieser Figur zu schreiben, aber plötzlich taucht diese Figur, von der gerade noch schwach in Erinnerung gewesen, sie sei in mehreren Kapiteln vor vielen, vielen Kapiteln vorgekommen, wieder auf, in der medialen Berichterstattung, und dieses ihr Auftauchen verleitet dazu, diese Figur in einem weiteren Kapitel auftreten zu lassen, auch wenn es eine Figur ist, der vor langer Zeit kein langes Romanleben zugedacht war; Schreibende denken, aber die Wirklichkeit, insbesondere die österreichische Wirklichkeit, schreibt, was sie je nicht geschrieben haben wollen, was sie je nicht weiterschreiben wollen, und so kehrt auch Alexander Surowiec als Figur in den Roman zurück, wie so viele Figuren, die in den Roman zurückkehren, die nicht in den Roman zurückkehren sollten, kehrten sie aber nicht zurück, wäre der Roman mit einem Male beendet, endlich beendet, endlich Schluß

Es würde ein zu langes Kapitel werden, zu erzählen, was diese Figur über die Jahre alles von sich gab, so soll nur weniges aus diesem Jahr ’24 erzählt werden …

Am 10. Jänner verbreitet Alexander Surowiec dies:

Hier die Antwort von dem Aktivisten und Migrationsexperten Martin Sellner zu den angeblich geheimen Vertreibungsplänen der AfD, worüber heute früh in allen Medien berichtet wurde.

Nun wird Alexander Surowiec „Correctiv – Recherche für die Gesellschaft“ wohl nicht mehr dankbar sein, wie er Jahre zuvor schrieb, als es nicht um Martin Sellner ging:

Liebe Redaktion, lieber Jonathan und Frederik, ich danke euch, dass ihr mir vor mehr als einem Jahr die Chance gegeben habt, sich der größten Herausforderung meines Lebens zu stellen. Heute ist meine investigative Digitalzeitung Fass ohne Boden online gegangen. Die erste Story folgt am Abend. Herzliche Grüße aus Wien
Alex
Dankbarkeit hat eine kurze Halbwertszeit. Nicht bei uns. Diesen Kolleginnen und Kollegen möchten wir einfach nur danke sagen: CORRECTIV Jonathan Sachse und Frederich Richter NZZ.at Julia Herrnböck und Georg Renner Puls 4… FASS-OHNE-BODEN.AT

Am 18. Februar schreibt Alexander Surowiec dies:

Wir kickln die Kammer. Zur Abwechslung ein nicht weichgespülter Slogan. FPÖ Freiheitliche Arbeitnehmer Niederöste

Inzwischen liegt das Gesamtergebnis der AK-Wahlen 2024 vor, und was dieser Figur ein „nicht weichgespülter Slogan“ ist, nun, „kickln“ heißt nichts anderes, alles bleibt wie es war, und „kickln“ heißt auch, 2,20 % insgesamt mehr, mehr ist mit „kickln“ nicht machbar …

Am 23. Februar schreibt Alexander Surowiec, sein „Fass ohne Boden“ verbreitend“, dies:

Angesichts eines brutalen Messerangriffs im Asylheim Traiskirchen fordert der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer die Verhängung von Waffenverbotszonen […]

Und am 16. März dies:

Gouverneur Henry McMaster unterzeichnete am 7. März ein Gesetz, das South Carolina zum 29. Staat der USA macht, in dem die Einwohner Handfeuerwaffen ohne Genehmigung tragen dürfen. In Österreich will der Innenminister Waffen im öffentlichen Raum verbieten.

Einem Innenminister aus der landbauerischen Partei hätte diese Figur wohl nicht unter die Nase gerieben, daß in South Carolina „die Einwohner Handfeuerwaffen ohne Genehmigung“, ein Innenminister aus der landbauerischen Partei würde wohl auch ein Gesetz unterzeichnen, das Österreich zum xten Staat von einem Staat machen würde, in dem die Einwohner …

Am 14. März dies:

Eine klare Ansage: „Make Hackler great again“ – dieser Spruch stand auf einer Kappe, die der Spitzenkandidat für die Arbeiterkammerwahl Daniel Jägerbauer trug.

Das ist eine derart wichtige Ansache — „Make Hackler great again“ –,

daß Alexander Surowiec diese nicht nur FA-FPÖ bestätigen, sondern auch Roger J. Stone und Donald Trump wissen lassen muß, wahrscheinlich aus Dankbarkeit, für die klaren Ansagen auch von Stone, wie A. S. am 20. März eine beispielhaft klare Ansage von Roger Stone verbreitet, die er, Stone, aber auch nur Jahrzehnte später verbreitet:

„I say one Communist in the US Congress is one Communist too many”…..Sen.Joseph McCarthy

Am 27. März dies:

Pädophilie in Österreich: Brisantes Buch über das Netzwerk der Kinderschänder

Die Figur verbreitet etwas von der gesinnungsgemäß zensurierten Website, für die das Buch von Werner Reichel „brisant“ ist, wie Alexander Surowiec ihr nachschreibt. Was an diesem Buch sofort auffällt, ist das Wort „vermutlich“, gleich schon zu Beginn in Zusammenhang mit Alfred Charles Kinsey; „vermutlich“, es wird vermutet, es werden Vermutungen angestellt, wohl in der Absicht, es werden Lesende diese aufgewärmten Vermutungen als Fakten sich einverleiben; Beuschel und Gulasch sollen nach dem Aufwärmen besser schmecken, aber ein Buch mit nachgeschriebenen aufgekochten Vermutungen wird niemals besser, schon dessen Geruch ist ein verbrannter. Wie soll es auch anders sein bei einem von Werner Reichel aufgewärmten Beuschel, nachgerührt in solch einer Verlagsschüssel.

Was an diesem Buch „Das Netzwerk der Kinderschänder – Politik, Macht und Pädophilie in Österreich“ „brisant“ sein wird, ist recht vorstellbar, hat es doch Werner Reichel geschrieben, ist es doch in einem Verlag erschienen, der

Das „Netzwerk der Kinderschänder“ ist aufgrund seiner politischen Brisanz vorerst nur exklusiv im Frank&Frei-Onlineshop und über den Kopp-Verlag erhältlich.

der sich seiner ehrenmächtigen Verbindungen mit Recht rühmen dürfte,

und auch Alexander Surowiec hatte schon die Ehre der Einladung zur Industriellenvereinigung, aber nicht nur,

auch zum Kongress,

aus dem Referentinnen für kurz Innenminister hervorgehen …

Willkommen im #Team Alexander Surowiec, Bakk. MA Der Investigative Journalist Alexander Surowiec (38) wird mich künftig als meine rechte Hand im Bereich der Presse und Strategie verstärken. Der gebürtige Steirer verdiente sich seit 2016 mit seiner investigativen Rechercheplattform „Fass ohne Boden“ zahlreiche Lorbeeren. Seine Enthüllungen über das BVT, Innenministerium und die Filzdecke Wien fanden Medienresonanz in Medien wie Correctiv, Kronen Zeitung und oe24. Gemeinsam Ziel ist, den Sumpf in dieser Repbulik trocken zu legen. Kennen gelernt habe ich ihn 2007 während seiner Zeit an der Theresainischen Militärakademie. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Die Zudecker und Vertuscher in dieser Republik können sich warm anziehen. #schnedlitz #FPÖ Weniger anzeigen

Wer sonst ist in der rechten Geistesverfassung als der Bundesgeneralsekretär der identitären Parlamentspartei derart Alexander Surowiec zu loben, ihn als seine „rechte Hand“ zu prothesieren, so von ihm, dem Bundesgeneralsekretär, verkündet am 10. November ’20.

Was an dieser Verkündigung des Bundesgeneralseketärs aufmerkenswert ist,

wo er Alexander Surowiec kennengelernt hat,

in der „Militärakademie„,

in der „Militärakademie“

in einem recht speziellen Netzwerk

und in was für einem recht speziellen Netzwerk also,

im leitkulterellen „Neustädter Geist“

im Nachgang eines Hofer auch …

wie rührend sein Wunsch der frommen Gesinnungsart: „Weniger anzeigen“ … Wie falsch aber so ein Wunsch oder so eine Bittgebet nach weniger Anzeigen ist, müßte gerade einem, der einmal den Beruf eines Landwirten ausübte, dünken, weiß doch eine jede Bäuerin, daß, was gesät wird, wird geerntet,

ein jeder Bauer auf dem bodenvernutzten Land weiß: die Saat ist die Ernte —