Das Fürstenbuch, das erst im nächsten Jahr am 20. April veröffentlicht werden wird, ruft nicht nur Peter Sloterdijk auf, sondern auch Michael Klonovsky, für den mit Peter Sloterdijk geworben wird, nach wie vor, kann am 19. November 2025 gelesen werden,
„Feuilletons von ungewöhnlicher Brillanz. Man fühlt sich in die Zeit von Tucholsky zurückversetzt, als die deutsche Sprache noch vibrierte.“
es ist eine Weile, daß Peter Sloterdijk dies sagte, aber für die Reklame alleweil eine dankenswerte Beurteilung. Das macht die Größe der Denkenden aus, Verbindungen herzustellen, auf die sonst kein Mensch aus der Reihe der gewöhnlichen Leute käme, Klonovsky und Tucholsky …
Tucholsky und Klonovsky — nur wer damit rechnen darf, selbst zu den „große[n] Männer[n] im Zeitalter der gewöhnlichen Leute“ gezählt zu werden,
Peter Sloterdijk preist die vibrierende Sprache von Klonovskys Feuilletons, und Martin Mosebach zufolge beschreibt dieses Buch »eine ganz eigene Art zu sein«.
Und sogar das, was Peter Sloterdijk im Fernsehen so leicht von sich gibt, bleibt für lange, lange unvergessen, Peter Hintz beispielsweise
Kitsch und AfD – Zur Ästhetik des aktuellen Rechtsradikalismus. 54books. 26. Februar 2020.
ist nicht umhingekommen, Sloterdijk zu zitieren:
Seit Jahren gilt Klonovsky als „Edelfeder“ der konservativen Publizistik, also als Autor, der sich nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch besonders auszeichne. Klonovsky veröffentlichte 2005 bei Rowohlt einen Roman (Land der Wunder), der zwar nur gemischte Rezensionen bekam, aber seinen Ruf als Künstler-Feuilletonist begründete.
Und Beispiele der klonovskyschen „Brillanz“ hat Peter Hintz angeführt, aber diese „Brillanz ist im Heute auch Norbert Bolz eigen, zu dem Peter Hintz schreibt:
Wie Norbert Bolz ist Klonovsky einer der vielen heutigen Zirkus-Zarathustras, die einem Publikum, das sich in den Dörfern und Villenvierteln nach Erregung sehnt, passende Schenkelklopfer und Untergangsromantik bietet. Dieser neue rechte Kitsch verknüpft sexistische Erotik und rassistischen Hass mit bildungsbürgerlichen Statussymbolen, die das eigene Anspruchsdenken veredeln und damit legitimieren sollen. Das zeigt, wie wenig hinter dem Symbol stecken muss, damit Autoren wie Sloterdijk oder Jäger, die als Inbild von Bürgerlichkeit gelten, nicht nur Gehör, sondern auch gleich ihr Qualitätssiegel schenken.
Mit ihrem makaberen Bestehen auf Stil und Form liefern Klonovskys Texte eine Strategie, mit Hilfe von ein bisschen Mozart-Hintergrundmusik Gewalt entweder zu übertönen oder erst recht attraktiv zu machen. Offensichtlich stellt der Diskurs der „bürgerlichen Mitte“ dafür ausreichend Anknüpfungspunkte bereit und zeigte sich jahrelang auch mehr als willig, Autoren wie Klonovsky selbst zur „Mitte“ zu machen, solange nur die richtigen Kultur-Knöpfe gedrückt werden. Zu diesen auf Distinktion abstellenden Praktiken, mit denen ausgegrenzt werden kann, hat natürlich auch immer wieder das Kitschurteil gezählt. Wenn es heute noch einen Wert hat, sollte es vor allem gegen die neuen Kulturuntergangspropheten und ihre Fans selbst gewendet werden.
Was aber zu diesem am 20. April erscheinenden Buch gesagt werden kann, ist das, was Peter Sloterdijk selbst zu seinem 20.-April-Buch schreibt, jetzt schon am 8. November 2025, genauer, es kann zu diesem Buch nichts gesagt werden, nur, was auffällt, sofort auffällt beim Lesen der sloterdijkschen Werbung für sein Buch.
Alexander habe Achill nachgeahmt und Caesar den Alexander – doch wen haben sich die starken Männer der Gegenwart zum Vorbild genommen? Caligula, Napoleon III., Mao?
Das Buch wird erhellen, ab dem 20. April 2026, wie und warum Peter Sloterdijk gerade auf diese Auswahl — Caligula, Napoleon III., Mao — gekommen ist,
und zusätzlich nicht auf Hitler, der sich doch aufdrängte, wenn das Buch genau am 20. April veröffentlicht werden wird, im nächsten Jahr.
Auf der anderen Seite der Erdkugel sammelt der »Überragende Führer« Xi Zar Putin und Narendra Modi um sich, der einem Vorbild die höchste Statue der Welt errichten ließ.
Ein Fürst, der sich behaupten wolle, statuierte Machiavelli, müsse lernen, nicht gut zu sein. Diese Lektion haben die neuen Autokraten gelernt. Peter Sloterdijk schwingt sich nicht zu ihrem Berater auf, sondern erweist sich als so kühler wie hellsichtiger Analytiker des neuen Typs Fürst. In ihm reaktualisiert sich für Sloterdijk die Frage, ob die moderne Welt über die im Königtum gefundene Lösung für die Verkörperung der Macht in Einzelpersonen hinausgekommen sei.
wusste Donald Trump 2019 über sich zu berichten. Seit Wiederamtsantritt lebt er die Madman-Theorie aus, die ein moderner Machiavelli erdacht haben könnte: Wer als unkalkulierbar gilt, macht die besten Deals. Auf der anderen Seite der Erdkugel sammelt der »Überragende Führer« Xi Zar Putin und Narendra Modi um sich, der einem Vorbild die höchste Statue der Welt errichten ließ.
Es gibt, fällt zum Vorbild ein, einen Lesekreis, der nicht nur
Das Geburtstagsgeschenk von Peter Sloterdijk am 20. April des kommenden Jahres wird nicht von der Art sein, wie es etwa Rudolf Hermann Eisenmenger für den mit einem Geschenk zu Huldigenden schuf, eher eines, darf nach der sloterdijkschen Reklame vermutet werden, der hinterlistigen Art, der am 20. April Geborene ist halt aufgrund seiner Zugehörigkeit zu den „gewöhnliche[n] Leute[n] einfach nicht einmal zu erwähnen, aber wer weiß, vielleicht kommt der 20.-April-Geborene doch vor im Buch „Der Fürst und seine Nachfolger“, das noch nicht vorliegt, bloß die Reklame des Fürsten und seine Nachfolger …
Römische Kaiser wie Nero und Caligula sind berüchtigt, immer wieder werden sie als Beispiele zur Deutung Donald Trumps herangezogen. Wie weit Trump heute Caligula damals ähnelt, weiß Historiker Michael Sommer, der auch eine Lehre aus der Antike für den Umgang mit Trump, Putin und Co. parat hat.
Donald Trump ist ein ausgeprägter Machtmensch, manchmal ist er ein Berserker, manchmal wirkt er wie ein zynischer Stratege. Nach der Demütigung Wolodymyr Selenskyjs im Oval Office im vergangenen Februar unterstellte ihm ein deutscher Journalist ein „Caligula“-Verhalten. Das beschrieb die Lage recht gut. Doch die Frage ist, welchen Caligula haben wir bei Trump erlebt?
Caligula, der dritte römische Kaiser, galt als erratisch und jähzornig. Insofern ist Trump schon ein „Caligula“. Aber es gab auch einen anderen Caligula, den mein Kollege Aloys Winterling beschrieben hat: Demnach war Caligula ein Zyniker allerschlimmster Kategorie, aber ein planmäßig agierender. Er wollte die alte römische Elite, die Senatoren, systematisch demütigen, um seine eigene Stellung zu erhöhen. Auch Trump demütigt und erniedrigt andere mit Leidenschaft. Nun wissen wir weder bei Caligula noch bei Trump, was in ihrem Oberstübchen vor sich ging und geht.
Trump plant Berichten zufolge im nächsten Jahr anlässlich seines 80. Geburtstages einen „Käfigkampf“ vor dem Weißen Haus, das er mit seiner Leidenschaft für alles, was golden glänzt, umdekoriert hat. Da werden Erinnerungen an das „Goldene Haus“ des Kaisers Nero wach, oder?
Der Ausdruck „Cäsarenwahn“ kommt nicht von ungefähr. Das passiert Leuten mit ausgeprägtem Narzissmus, bei denen sich niemand traut, ihnen die Meinung zu sagen. Andererseits sind sie oft ohnehin beratungsresistent. Das traf auch auf den einen oder anderen römischen Feldherrn, Konsul und Kaiser zu.
Seit dem ersten gelesenen AI – Joke wird an jedem Tag einmal, das muß eingestanden werden, nachgesehen, ob es wieder einen neuen KI – Witz gibt, und es kommen unaufhörlich welche dazu, momentan sind es die unter dem Buchstaben B geführten AI – Jokes, genauer, die Bayr-and-Bernhard-Jokes, nach denen bevorzugt gesucht wird, die erfreuen und erheitern, und zwar alle KI – Witze zu Bayr und Bernhard …
So können auch heute wieder drei weitere Witze zur Belustigung erzählt werden, aus der AI – Jokes Collection, Bayr-and-Bernhard-Jokes.
Rudolf Bayr war ein Schauspieler und Dramaturg, der eine bedeutende Rolle in Thomas Bernhards Leben spielte, insbesondere durch seine Funktion als Lektor und Freund des Schriftstellers, was aus den Suchergebnissen hervorgeht, wenn man „Rudolf Bayr Thomas Bernhard“ eingibt und die Ergebnisse auf „Bayr“ und „Bernhard“ filtert, z. B. indem man nach dem Titel eines Buches wie „Thomas Bernhard: Aus dem Leben eines Lektors“ sucht, das mit Bayr in Verbindung gebracht wird. Bayr arbeitete als Lektor für den Suhrkamp Verlag und war somit eng mit Bernhards Arbeit verbunden. Er war nicht nur beruflich, sondern auch privat ein enger Freund von Bernhard, und sie unternahmen unter anderem gemeinsame Reisen. Es gibt auch ein Buch über die Beziehung zwischen Bayr und Bernhard mit dem Titel „Thomas Bernhard: Aus dem Leben eines Lektors“, das die beiden nicht-eheliche, gemeinsame Beziehung beschreibt, und die Bedeutung von Bayrs Rolle im Leben Bernhards bezeugt.
Und der zweite Witz, der heute aus der KI – Witzesammlung, Bayr-und-Bernhard-Witze, zur Erheiterung …
Rudolf Bayr war ein österreichischer Schauspieler und Dramaturg, der am Salzburger Mozarteum studierte und sich in seiner Abschlussarbeit mit Thomas Bernhard befasste. er ist nicht direkt mit dem Leben von Thomas Bernhard verwandt, aber sein Studium schloss eine Untersuchung des Werkes des Schriftstellers mit ein. Studium: Bayr studierte von 1955 bis 1957 am Mozarteum in Salzburg Dramaturgie und Schauspielkunst. Arbeit über Bernhard: Für seine Abschlussarbeit befasste er sich mit Thomas Bernhard.
Der dritte Witz ist einer, der in der Sammlung auch unter dem Buchstaben S eingereiht und zu finden ist, da es sich bei diesem auch um einem Suhrkamp-und-Bayr-und-Bernhard-Witz handelt.
Rudolf Bayr war ein österreichischer Lektor und Schriftsteller, der eng mit Thomas Bernhard zusammenarbeitete. Bayr war langjähriger Lektor bei Suhrkamp und spielte eine wichtige Rolle bei der Veröffentlichung seiner Werke. Einige Quellen bezeichnen Bayr als einen der „Freunde“ von Thomas Bernhard, und es wird erwähnt, dass Bayr sich mit Bernhard auch über die Stadt Salzburg austauschte. Rolle bei Suhrkamp: Bayr war Lektor bei Suhrkamp Verlag und betreute Thomas Bernhard, einen der bedeutendsten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Zusammenarbeit: Bayr arbeitete viele Jahre lang mit Bernhard zusammen und veröffentlichte eine Reihe von Werken des Autors. Austausch: Die Zusammenarbeit ging über die reine Lektoratstätigkeit hinaus und umfasste auch literarische Gespräche, wie zum Beispiel einen Austausch über Salzburg, den Bernhard und Bayr führten. Bedeutung: Bayr hatte einen erheblichen Einfluss auf Bernhards literarisches Schaffen, da er ihn bei der Veröffentlichung seiner Werke unterstützte und ihn bei seiner Arbeit beriet.
Es kann freilich nicht anders sein, auch das Magazin „Freilich“ kommt nicht umhin, am 11. November 2025, eine Dinghofer-Entlastung, die im Grunde eine Rosenkranz-Entlastung, mehr, eine Partei-Entlastung, zu schreiben, und freilich kann eine gesinnungsgemäße Entlastung nur wer aus der Partei schreiben, nämlich Fabian Walch, von „Freilich“ vorgestellt als
Auf das, was Fabian Walch zur Entlastung vorzubringen hat, darauf muß nicht eigens eingegangen werden, es ist bereits das In-etwa-Bekannte, beispielsweise von Christian Hafenecker, beispielsweise von Martin Graf, beispielsweise von Walter Rosenkranz …
So bekannt die Entlastungschreibe und so bekannt die Entlastungsreden sind, so bekannt ist auch Fabian Walch, der am 14. März 2025 sein „Gedenken an 1848: Erinnerungskultur und freiheitliche Geschichtspolitik“ niederschrieb, im Magazin „Freilich“ — Und er Fabian Walch, darf zu seiner Ehre sich rühmen, dabei gewesen zu sein, an diesem Morgen
Mit Nationalratspräsident Walter Rosenkranz rückt 1848 wieder ins Herz des Parlaments. Er hat am Morgen des 13. März 2025 am Wiener Zentralfriedhof der Opfer der Märzrevolution von 1848 gedacht, indem er am entsprechenden Gedenk-Obelisken einen Kranz niedergelegt hat.
Bereits im März 2025 vor dem mauthausnerischen Granit-Obelisken wußte Fabian Walch Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen, so schrieb er desselben Tages seinen Kommentar, wohl noch recht ergriffen von der eben beigewohnten erhabenen Friedhofskranzniederlegung u. a. m. auch dies:
Dennoch war aus diesem Grund der Präsident des Parlaments aus ihren Reihen. Der „Abstieg“ zum sogenannte Dritten Lager erfolgte erst im Nachgang mit der Abtrennung des deutschen Sudetenlandes, das eine Großzahl der nationalliberalen Abgeordneten stellte, durch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs. Seine geringe Popularität jedenfalls rührt daher, dass er ein Nationalliberaler und somit geistiger und ideologischer Vorvater der FPÖ war. Man will sich einfach nicht eingestehen, dass an der Wiege der österreichischen Republik ein Freiheitlicher stand. Dinghofer war nach dem Zweiten Weltkrieg dann Mitglied im Verband der Unabhängigen (VdU), verstarb jedoch wenige Wochen vor der Gründung der FPÖ (7. April) am 12. Jänner 1956.
Wo sonst hätte Franz Dinghofer Mitglied werden können, nach dem Untergang des totalitären nationalsozialistischen Massenmordregimes als im „Verband der Unabhängigen“, gegründet u. a. vom Brigadeführer Anton R., der, das zu erleben war Franz Dinghofer nicht mehr vergönnt, first leader der FPÖ wurde, freilich nur für kurz, bis zu seinem Tod knapp zwei Jahre später, und ihm folgte nach Friedrich Peter als der FPÖ second leader …
Ähnlich verhält es sich mit dem Gedenken an das Revolutionsjahr 1848. Auch hier waren es geistige und ideologische Ahnen der FPÖ, die auf die Barrikaden gingen und neben der Deutschen Einheit vor allem für Grund- und Freiheitsrechte kämpften. Der 13. März gilt als Beginn dieser Revolution. Bisher wurde dies kaum bedacht. Auch deswegen nicht, weil es gerade auch die Burschenschaften waren, die damals das Heft des Handelns in die Hand genommen hatten.
Aber Fabian Walch ist nicht nur ein Historiker, sondern ein ebenso begnadeter Futurologe, wenn er schreibt:
Rosenkranz weiß um die Geschichte Österreichs und um die wichtige und tragende Rolle, welche die nationalfreiheitliche generationenübergreifende Gesinnungsgemeinschaft immer wieder gespielt hat. Und er weiß auch, wie wichtig die Erinnerungskultur ist. Aus diesem Grund dürfen wir davon ausgehen, dass mit Rosenkranz, der nun das zweithöchste Amt im Staat bekleidet, bisher wenig bedachte Ereignisse unserer wechselvollen Geschichte ein Stück weit in den Fokus gerückt werden. Noch wehrt sich der politmediale Komplex dagegen, aber auf Dauer wird ihm das nicht gelingen.
Zukunftsschauer und Vergangenheitsseher Fabian Walch im März 2025 weiter:
Die FPÖ hat schon in der Vergangenheit immer wieder versucht, geschichtspolitische Akzente zu setzen. So etwa der damalige Dritte Präsident des Nationalrats Dr. Martin Graf, der anlässlich des 92. Jahrestages der bereits genannten Ausrufung der Republik Deutschösterreich ein Symposium zu Ehren von Franz Dinghofer initiierte. Im Zuge dessen kam es auch zur Gründung des Dinghofer-Instituts, das sich der Förderung von Forschung und Lehre in den Bereichen Rechtswissenschaften, Medizin, Theologie und Ethik sowie Philosophie, insbesondere der Rechtsphilosophie verschrieben hat. 2018 wurde auch, als die FPÖ Regierungspartei war, 170 Jahre Hans Kudlich (1823–1917) gedacht. Dem österreichischen Bauernbefreier wurde im Palais Palffy in Wien eine eigene Ausstellung gewidmet.
In Österreich dauert die Aufregungsflut kurz, dafür dauert die Aufregungsebbe lange, sehr lange, wie es sich wieder einmal zeigte, kaum stieg die Flut der Aufregung um das Franz-Dinghofer-Symposium im österreichischen Parlament, zog die Aufregung, kann bereits am 14. November 2025 gesagt werden, sich auch schon wieder zurück.
Selbstverständlich ist es keine Gleischaltung, wenn Parlamentskorrespondenz und Unzensuriert und Franz-Dinghofer-Institut am 12. November 2025 wortgleich über Franz-Dinghofer-Verleihungen berichten, wie könnte von ihnen auch anders als wortgleich berichtet werden, wenn es gilt, sachlich, unaufgeregt über einen solchen Anlaß zu berichten?
NS Es wird noch einiges zu erzählen sein, rund um Franz Dinghofer, für heute aber soll das Kapitel geschlossen werden, mit der Bemerkung, wie leicht es doch immer wieder gemacht wird, sich herausreden zu können, das Berechtigte so einfach wegwischen, in das Gegenteil verkehren zu können, das zeigt in diesem November 2025 wieder beispielhaft das von Unzensuriert ebenfalls am 12. November 2025 berichtete: „Hat Ex-Nationalratspräsident Fischer einem Nazi eine Gedenktafel am Parlament gewidmet?“ …
Doch Rosenkranz führte die Vertreter der Mainstream-Medien elegant vor und wies sie auf eine Gedenktafel am Parlament hin, die den damaligen Präsidenten der provisorischen Nationalversammlung von 1918 gewidmet sei – Karl Seitz, Jodok Fink und eben Franz Dinghofer. Die Tafel sei 1994 vom damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer (SPÖ) enthüllt worden. Gedenkkultur sei wichtig, betonte Rosenkranz, der auf Kritik am Symposium einging: In letzter Zeit gewinne er jedoch den Eindruck, dass sich auch eine “Erregungs-, Skandalisierungs- und Verleumdungs-Unkultur” einschleiche.
In der lauten Flut der Aufregung kann es schon passieren, etwas falsch zu hören, so muß es auch SOS-Mitmensch ergangen sein, als diese Organisation am 11. November 2025 ihre Presseaussendung in die Aufregungsflut warf.
„Dass Nationalratspräsident Rosenkranz, der heute eine Glorifizierungsveranstaltung für einen Nazi, Antisemiten und Arisierungs-Profiteur abhält, jetzt auch noch die viel zu früh verstorbene ehemalige Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in seinen bräunlichen Schmutz zu ziehen versucht, ist an Niedertracht nicht zu überbieten“, zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, über die Aussage von Rosenkranz im heutigen Ö1-Morgenjournal entsetzt. Rosenkranz hatte dort behauptet, das von FPÖ-Politikern veranstaltete „Dinghofer-Symposium“ sei im Jahr 2010 von Prammer „begonnen“ worden. In Wahrheit hatte jedoch der damalige dritte Nationalratspräsident Martin Graf, FPÖ-Politiker und Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia, vor 15 Jahren erstmals zu diesem Ehrungs-Symposium für den antisemitischen Politiker und NSDAP-Angehörigen Franz Dinghofer geladen.
SOS-Mitmensch, OTS 0035. 11. November 2025.
Was Walter Rosenkranz vorgestern um 8 wortwörtlich sagte, war dies:
Seit 15 Jahren Jahren, von Barbara Prammer begonnen, hat diese Veranstaltung im Parlament stattgefunden, und anscheinend, seit ich jetzt Präsident dieses Hauses bin, ist es ein Problem, das ist zu vordergründig.
SOS-Mitmensch schließt die Presseaussendung mit der Forderung:
SOS Mitmensch unterstützt die Forderung von Historiker:innen nach einer Absage des „Dinghofer-Symposiums“ und fordert den sofortigen Rücktritt von Nationalratspräsident Rosenkranz.
Um 8 sagt Walter Rosenkranz im Morgenjournal am 11. November 2025 auch das:
Bei allen Schattenseiten, die Franz Dinghofer aufgewiesen hat, nachweislich, man sollte auch die guten Seiten sehen bzw. das, was er mit Haltung gemacht hat.
„Haltung“ dürfte ein Kriterium sein, eine Franz-Dinghofer-Auszeichnung zu erhalten, so ist es gesinnungsgemäß nur wieder folgerichtig, daß in diesem Jahr einem Mann die Ehrung zuteil wurde, wie unten noch zu lesen sein wird, dem ebenfalls „Haltung“ und darüber hinaus „Substanz“ —
„Rufmordkampagne gegen Republikgründer Dinghofer entlarvt. Fakten zeigen: Er war Opfer des NS-Regimes, kein Täter!“
dargestellt zu haben wissen will, ja, das Schlimmste ist doch stets, wenn die „Rufmordkampagne“ aus der eigenen Staffel …
Walter Rosenkranz: In unterschiedlichen Funktionen, einmal habe ich nicht gesprochen, sondern musikalisch umrahmt, also ich bin an sich dort regelmäßig dabei, und morgen wird es von mir kurze Eröffnungsworte geben.
Interviewer: Beim Festakt ein paar Meter hinter Ihnen ist Oskar Deutsch gesesssen, der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, der fordert von Ihnen, daß Sie das Symposium hier im Hohen Haus absagen. Werden Sie das tun?
Walter Rosenkranz: Das werde ich nicht tun.
Interviewer: Eine Reihe von Zeithistorikern hat Franz Dinghofer stark kritisiert, es wird ihm Antisemitismus vorgeworfen, er war Mitglied der NSDAP. Ist das für Sie egal?
Walter Rosenkranz: Egal ist es nicht, aber der historische Kontext muß eingehalten werden, und ich sehe hier mache Historiker die das eine oder das andere, bei jeder Problematik von Personen, die es des 19. Jahrhunderts bzw. auch in der Ersten Republik gemacht haben, die absolut auf den unterschiedlichsten Augen blind sind, ich bin für umfassende Aufarbeitungen und nicht für Brosamen, die unter Umständen sogar parteipolitisch motiviert sind.
Walter Rosenkranz: Das ist die Meinung des Zeithistorikers, und ich repräsentier, ich respektiere auch Meinungen von anderen Menschen, aber es muß nicht unbedingt meine Meinung sein, weil man kann mit dem Andenken, wie es auch heute gesagt wurde, trotz aller Widrigkeiten, die es in der Biographie eines Menschen gegeben hat, trotz aller Schattenseiten, die es in der Biographie eines Menschen gegeben hat, kann man trotzdem auch […]
Der von Wolfgang Sobotka in das österreichische Parlament eingeladene und beworbene Wolfgang Dvorak-Stocker erhält den Franz-Dinghofer-Medienpreis 2025 am 11. November 2025 im österreichischen Parlament,
Aus der Parlamentskorrespondenz ist am 12. November 2025 über die Verleihung an dieses Mannes Verlages zu erfahren:
Im Rahmen der Verleihungen beim Dinghofer Symposium ging die diesjährige Franz-Dinghofer-Medaille an den Biochemiker Gunther Pendl sowie der Franz-Dinghofer-Medienpreis an den Leopold-Stocker-Verlag bzw. an den Verleger und Publizisten Wolfgang Dvorak-Stocker.
Rudolf Bayr war ein österreichischer Psychiater, der Thomas Bernhard bei der Niederschrift seines Romans Auslöschung und bei der Behandlung seiner psychischen Leiden beriet. Es besteht eine enge Verbindung zwischen Bayr und Bernhard, da Bayr Bernhards Arbeit als Grundlage für dessen literarische Darstellung seines Aufwachsens diente. Auslöschung ist der letzte Roman Bernhards und wurde als eines seiner wichtigsten Werke anerkannt. Psychiater und Berater: Dr. Rudolf Bayr war ein Psychiater, der Thomas Bernhard während der Niederschrift von Auslöschung beratend zur Seite stand. Beteiligung am Roman: Bayr trug wesentlich zur literarischen Darstellung von Bernhards Erfahrungen bei und half dem Autor, seine persönlichen Erinnerungen in einen Roman zu verwandeln. Auslöschung als zentrales Werk: Auslöschung ist nicht nur Bernhards letzter Roman, sondern auch eines seiner bedeutsamsten Werke. Behandlung und Unterstützung: Die Beziehung zwischen Bayr und Bernhard war von psychischer Behandlung und literarischer Unterstützung geprägt, um das Werk zu vollenden.
Am 7. November 2025 hat die Tageszeitung „Der Standard“ einen Artikel
Wie Politiker und Manager als Ritter im Georgs-Orden dem Haus Habsburg „dienen“ Der St.-Georgs-Orden schafft es regelmäßig, hochkarätige neue Mitglieder zu werben, samt Ritterschlag durch den Kaiserenkel. Geht es um Nostalgie oder politischen Einfluss?
Es wurden bereits zu viele Kapitel zu diesem Orden … So bleibt bloß eine Hinzufügung noch: Wenn je von diesem Orden wieder geschrieben und gesprochen wird, soll nur noch in der englischen Übersetzung von diesem gesprochen, geschrieben werden, da diese eine zutreffendere Bezeichnung ist, die alles bis zur Kenntlichkeit erhellt, was diesen Orden eines Klans anbelangt, menschgemäß ist es kein Befehl, sonden eine Empfehlung, um gegen die Verharmlosung und Selbstverharmlosung dieses Klans …
In der ersten November-Woche 2025 ist noch etwas bekannt geworden, und zwar der Fall des Schmucks, von dem nun berichtet wird, der Schmuck sei seit einhundert Jahren „verschollen“ gewesen. Für die sogenannte breite Öffentlichkeit mag das so stimmen, aber „verschollen“ ist der Schmuck, den, kurz wie einfach gesagt, auf Befehl von Karl Habsburg seine Gang aus der Schatzkammer der Wiener Hofburg entwendeten, nie gewesen, und eine Komplizin von Karl Habsburg, vielleicht war es sogar ihre Order an ihren Ehemann, den Schmuck entwenden zu lassen, hat den Schmuck in ein kanadisches Versteck … Ein Fall in der Qualität von Kriminalfällen, über die zu berichten der geeignete Platz der Chronikteil von Tageszeitungen ist, wäre da nicht …
Nein, die Familie interessiert dabei ganz und gar nicht, es ist das Übliche in Familien, daß es Geheimnisse gibt, daß in einer Familie nicht alle alles wissen, daß in einer Familie nicht alle eingeweiht sind. So auch in dieser Familie, wie jetzt berichtet wird.
Karl Habsburg sagte als heutiges Oberhaupt der Familie, er selbst habe bis vor einem Jahr nichts von dem Verbleib des Schmucks gewusst. Zwei seiner Cousins hätten ihn damals über das Schließfach informiert. Der Schmuck solle demnächst ausgestellt werden, allerdings vorerst in Kanada und nicht in Österreich. Dies sei eine Geste an Kanada, das Kaiserin Zita nach ihrer Flucht aus Europa 1940 eine Heimat gegeben hatte.
Auch das das Übliche in Familien, vor dem Vater wird vieles verheimlicht, der Mann erfährt vieles überhaupt erst, wenn es ganz und gar nicht mehr zu umgehen ist, unüblich dabei ist bloß, bei anderen Familien wird der Vater und der Mann in Medien in einer Republik nicht mehr als Oberhaupt bezeichnet, und das aber wohl erst und allmählich im Grunde wie in Österreich ab der gesetzlichen Regelung vor fünfzig Jahren:
„Am 1. Juli 1975 wurde die größte Familienrechtsreform in Österreich beschlossen, die den Mann als Oberhaupt der Familie abschaffte und Frauen endlich Selbstbestimmung ermöglichte. Ein Meilenstein gegen das Patriarchat, erkämpft vor allem von Österreichs erster Frauenministerin und der Vorsitzenden des Österreichischen Frauenrings, Johanna Dohnal, gemeinsam mit zahlreichen mutigen Frauen, darunter auch die Gründerinnen des Frauenringes, Hertha Firnberg und Lola Solar“, so Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.
Aber dies nur nebenher. Was im Schmuckfall von Interesse ist, ist die Verklärung dieses Klans zur verarmtenFamilie, obgleich die eheliche Komplizin von Karl Habsburg, der vor einhundertunddrei Jahren auf Madeira starb, offensichtlich nie aus Not gezwungen war, diesen Schmuck wohl von beträchtlichem Wert zu versetzen, um für ihre Familie die täglichen Lebenshaltungskosten aufzubringen, ihr das Überleben …
Nur nebenher auch dies, Schmuck muß für diese Familie besonders anziehend sein, vielleicht das Funkelnde, das Glitzernde, dem sie nicht widerstehen können, so auch Karl Habsburg, also das heurige Oberhaupt dieses Klans, als er, in wenigen Monaten werden es dreißig Jahre her sein, ein Diadem nach Österreich herein
Er soll am 30. Juli 1996 bei einer Kontrolle von Zollbeamten am Flughafen Hohenems ein rund 630.000 Schilling teures Diadem nicht angegeben haben. In erster Instanz ist Habsburg bereits im Juli 1998 verdonnert worden. Nach juristischen Umwegen verhandelte der Berufungssenat der Finanzlandesdirektion abermals über die Erkenntnis. Dabei gelangte der Senat unter dem Vorsitz von Richter Erich Wieder zum Schluss, dass sich der Kaiserenkel des versuchten Schmuggels zu verantworten und dafür rund 183.000 Schilling Strafe zu bezahlen hat. Er schloss sich damit der Erkenntnis der ersten Instanz vollinhaltlich an. Ob Habsburg gegen die Erkenntnis des Senats berufen wird, ist noch unklar. Er zeigte sich in einer ersten Reaktion “erstaunt” vom Spruch der Finanzstrafbehörde werde jetzt die schriftliche Ausführung der Erkenntnis abwarten. Erst dann will er darüber entscheiden, ob er beim Verwaltungsgerichtshof berufen wird. Die Chancen, mit dieser Berufung einen Sieg in dem mühsamen Verfahren davonzutragen, schätzte der der Leiter der Finanzstrafbehörde Vorarlberg, Hofrat Hans Fleischhacker, als “eher aussichtslos” ein. Habsburg selbst ist sich dennoch immer noch kaum einer Schuld bewusst: “Schmuggeln wollte ich sicher nicht”, erklärte er den wartenden Journalisten. Er habe lediglich zuwenig darauf geachtet, ein Diadem anzumelden, das er seiner Frau “für den Besuch eines Balles” mitbringen wollte, sagte er. Im übrigen, so Habsburg vor Richter Wieder, hätte er das Ganze “schon vor drei Jahren erledigen können”. Und zwar dann, wenn er sich auf die Immunität als Europaabgeordneter berufen hätte.
Vorarlberg Online. 29. Oktober 1999.
wie seinerzeit seine Großeltern Schmuck von Österreich aber hinaus … und letztlich nach Kanada, wo jetzt die Beute, wie es in der Chronik immer so schön heißt,
solle demnächst ausgestellt werden, allerdings vorerst in Kanada und nicht in Österreich. Dies sei eine Geste an Kanada, das Kaiserin Zita nach ihrer Flucht aus Europa 1940 eine Heimat gegeben hatte.
Medien in einer demokratischen Republik, auch das scheint nach wie vor dazuzugehören, nicht nur Vater und Mann als Oberhaupt anzureden, sondern auch eine abgesetzte Kaiserin einfach weiter nur als Kaiserin, als wäre sie es nach wie vor…
Da dies nicht von Belang ist, wurde nicht nachgeforscht, ob das Enkerl je gegen das Erkenntnis, gegen die verhängte Strafe beim Verwaltungsgerichtshof Berufung einlegte oder nicht.
Damit wurde der ehemalige Träger der Krone nicht nur zeit seines Lebens des Landes verwiesen, sondern auch sein – bis dato unangetastetes – Privatvermögen eingezogen. Der „Allerhöchste Familienfonds“ wurde sozialen Zwecken zugeführt und zum „Kriegsgeschädigtenfonds“ umgewidmet, dessen Erträge nun Kriegswitwen und -waisen zugutekamen – allerdings ließ die galoppierende Inflation seinen Bestand rasch dahinschmelzen.
Kronen-Zeitung. Dr. Martina Winkelhofer. Was geschah mit dem Vermögen der Habsburger?18. März 2025.
Ein weiteres Kapitel zu Franz Dinghofer – mit Lachnummern, diesmal wieder mit den bereits einschlägig bekannten Mannen Wolfgang Sobotka, Christian Hafenecker und an der Gitarre Walter Rosenkranz …
In einem ungewöhnlichen Schritt hat der frühere Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) deutliche öffentliche Kritik an seinem Nachfolger Walter Rosenkranz geübt.
Der Standard. Sobotka greift Rosenkranz wegen rechter Veranstaltung an: „Bewusste Provokation“ — Zuvor haben mehrere renommierte Historiker in einem offenen Brief die Absage des Dinghofer-Symposiums gefordert, das am 11. November stattfinden soll. Fabian Schmid. 4. November 2025
Eine „bewußte Provokation“ kann die Anfragebeantwortung von Wolfgang Sobotka, als er selbst Nationalratspräsident war, vom 14. Mai 2019 genannt werden, als er zu Franz Dinghofer befragt wurde.
Die Abgeordnete Dr. Alma Zadic hat an den Präsidenten des Nationalrates die schriftliche Anfrage 29/JPR betreffend “ Parlaments-Veranstaltung BAUMEISTER DER REPUBLIK FRANZ DINGHOFER“ gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
1 Ist Ihnen bekannt, dass der in einer Parlamentsveranstaltung geehrte Politiker Franz Dinghofer Zeit seines Lebens ein bekennender Antisemit war?
2 Falls Ja: Wie rechtfertigen Sie eine in Form und Inhalt unkritische Würdigung seines politischen Wirkens in den Räumen des Parlaments?
3 Ist Ihnen bekannt, dass Franz Dinghofer NSDAP-Mitglied war?
4 Falls Ja: Wie rechtfertigen Sie auch in diesem Fall eine in Form und Inhalt unkritische Würdigung seines politischen Wirkens in den Räumen des Parlaments?
5 Falls Frage 1 und 3 mit Nein beantwortet werden: Sind Sie bereit, die historischen Fakten zur Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls eine Tagung zu dem Thema zu organisieren?
6 Wurde die ORFIII-Dokumentation zu Franz Dinghofer von Seiten des Nationalratspräsidiums bestellt?
7 Wurde die Produktion der Dokumentation mit Mitteln des Parlaments finanziert?
8 Wie können Sie sicherstellen, dass derartige Ehrungen fragwürdiger historischer Persönlichkeiten in Zukunft nicht mehr in den Räumen des Parlaments stattfinden?
Zu den Fragen 1 bis 5 sowie 8: Grundsätzlich ist von der rechtlichen Verantwortung für Aktivitäten die politische Verantwortung von Politikern und Politikerinnen zu unterscheiden. Die inhaltliche und politische Verantwortung für Veranstaltungen liegt, wie bereits in einigen Anfragebeantwortungen ausgeführt, bei den jeweiligen Präsidentinnen des Nationalrats und des Bundesrats. Dies gilt im Übrigen auch für Veranstaltungen der Klubs. Es ist jedoch unbestritten, dass für die Würde und das Ansehen des Nationalrats letztlich wir alle verantwortlich sind. Dies habe ich zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben mit der Zweiten Präsidentin und der Dritten Präsidentin des Nationalrats an die Klubobfrau und an die Klubobmänner zum Ausdruck gebracht.
Zu den Fragen 6 und 7: Die Dokumentation über Franz Dinghofer ist Teil der ORF-III-Reihe „Baumeister der Republik“; die Entscheidung über den Programmschwerpunkt zum Gedenken der Republiksgründung obliegt den Verantwortlichen des ORF. Sie wurde nicht vom Nationalratspräsidium bestellt und nicht vom Parlament finanziert.
Das also war die Antwort von Wolfgang Sobotka im österreichischen Parlament, mit der er nicht deutlich zu antworten wußte, was er alles nun, sechs Jahre später, über Franz Dinghofer zu wissen scheint, das er, Sobotka, aber vor einem Jahr auch noch nicht zu wissen schien, wenn er erst jetzt, etliche Jahre verspätet, „bewusste Provokation“ vorzubringen weiß …
Für diesen Künstler muß Franz Dinghofer ein wahrer schöpferischer Ansporn sein, schuf er doch nicht nur eine Mauerfallskulptur zu einem dinghoferischen Symposiumsthema, sondern auch eine Franz-Dinghofer-Medaille …
Christian Hafenecker, Mediensprecher der FPÖ, hielt die Laudatio auf den Verlag „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, der für ihr Webportal unzensuriert mit dem Medienpreis des Dinghofer-Syposiums ausgezeichnet wurde. Als Vorläufer aller alternativer Medien habe unzensuriert die mediale Landschaft umgekrempelt, den „Mainstream-Medien das Fürchten gelehrt“ und sei dabei hinsichtlich der Zugriffszahlen erfolgreicher gewesen als viele der etablierten Nachrichtenportale. Die kritische Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Narrativen und die Ermutigung der Leser, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, machen laut Hafenecker den Erfolg des Mediums aus. Stellvertretend für das gesamte Team hinter unzensuriert nahm Walter Asperl den Preis entgegen.
Bei so viel gesinnungsgemäßer Medienkunst und wiesingerischer Kunst ist es selbstverständlich, daß auch die Vortragskunst nicht zu kurz kommt, die vertreten u. a. m. durch Christian Neschwara, Michael Ley …
Auch nur die Rechtbesten der Moderationskunst werden für die Moderation der dinghoferischen Symposien erwählt, u. a. m. Walter Rosenkranz, der, kurz wie einfach gesagt, ein multikultureller Mann ist, der nicht nur in der Moderationskunst beheimatet ist, sondern auch in der Kunst der Musik, als Gitarrist, für Dinghofer an der Gitarre …
Übrigens, die Musik verbindet Wolfgang Sobotka, der auch als Dirigent und Violoncellist anhörbare Töne von sich gibt, mit Walter Rosenkranz, der nun seit dem 24. Oktober 2024 Nationalratspräsident ist, davor war es Wolfgang Sobotka, und zwar vom 20. Dezember 2017 bis zum 23. Oktober 2024 … Wie viele Jahre früher hätte, wäre Wolfgang Sobotka u. v. a. m. nicht Nationalratspräsident gewesen, hätte es auch seinen Aufschrei gegeben, als Dirigent und Violoncellist, gegen Franz Dinghofer im Parlament, gegen das Franz-Dinghofer-November-Pro im Parlament, das nun seit fünfzehn Jahren …
Zu dieser Lachnummer ist nichts hinzuzufügen, höchstens, es fehlte das „Gespür“ im österreichischen Parlament, denn Walter Rosenkranz ist nicht allein von seiner Partei zum Nationalratspräsidenten gewählt worden,
Der ÖVP-Verfassungssprecher unterstützt diesbezüglich auch eine Resolution namhafter Zeithistorikerinnen bzw. Zeithistoriker, die sich entschieden für eine Absage der Veranstaltung ausgesprochen haben. Auch Rosenkranz sollte diesen Aufschrei aus der Geschichtswissenschaft ernst nehmen. “Gerade in der jüngeren Vergangenheit war das Parlament ein Ort, in dem auf Initiative des damaligen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka viel im Kampf gegen den Antisemitismus und für das Gedenken und die Prämisse ‘niemals vergessen’ getan worden ist. Und das gerade auch in Zeiten, in denen der Antisemitismus auf der Welt wieder zu erstarken begonnen hat”, unterstreicht Gerstl. Abschließend sagt der Abgeordnete der Volkspartei: “FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz ist im Sinne des Parlaments als Ort und Symbol von Freiheit und Demokratie gefordert, die notwendige Sensibilität walten zu lassen und zu handeln.”
Wie 2024 Wolfgang Sobotka hätte im Heurigen Walter Rosenkranz entscheiden können, der 12. November gehe dafür in Ordnung, das seien zwei Tage später … Am 12. November 1938 fand nichts Schlimmes statt, bloß u. a. m. eine Sitzung, in der es gar sachlich um Versicherungsleistungen …
FPÖ – Hafenecker: „Rufmordkampagne gegen Republikgründer Dinghofer entlarvt. Fakten zeigen: Er war Opfer des NS-Regimes, kein Täter!“ Umso grotesker sei der Versuch, Dinghofer heute in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Die wissenschaftlichen Fakten sprechen eine klare Sprache: 1938 wurde Dinghofer von den Nationalsozialisten aus politischen Gründen als Präsident des Obersten Gerichtshofes abgesetzt und zwangsweise in Pension geschickt – weil er nicht im Sinne der NS-Ideologie gehandelt hatte.
Dies nur soll aus der Presseaussendung OTS0057 vom 4. November 2025 von Christian Hafenecker, bei dem von einer einzelnen Lachnummer gar nicht gesprochen werden kann, herangezogen werden, er, Dinghofer, soll zwangsweise in Pension —
„Meine restliche Dienstzeit dauert in keinem Falle so lange bis die restlose Eingliederung des Obersten Gerichtshofes in das Reichsgericht vorgenommen werden kann. Um die Art der Durchführung dieser so hohen und wichtigen Aufgabe in personeller Hinsicht zu er leichtern, halte ich es für zweckmässiger, dass die Ueberleitung des Obersten Gerichtsho fes in das Reichsgericht bereits jetzt von einer Persönlichkeit in Angriff genommen wird, welche sie auch zu Ende führen kann.“1063
er, Dinghofer, hat also selbst, kann gelesen werden im
Bericht der Linzer Straßennamenkommission. Archiv der Stadt Linz. 2022. Auszug aus dem Gesamtbericht zu Franz Dinghofer – Dinghoferstraße,
um die Versetzung in den dauernden Ruhestand am 28. April 1938 mit ebendieser Begründung schriftlich ersucht.
Im April 1938 zeichnete sich im Obersten Gerichtshof aber auch das Karriereende von Ding hofer selbst ab. Er suchte schriftlich am 28. April 1938 beim Justizministerium in Wien um Versetzung in den dauernden Ruhestand an. Neben dem Hinweis auf sein Alter – er war zu diesem Zeitpunkt bereits 65 – begründete er den Antrag folgendermaßen: [siebe oben]
In seinem Antwortschreiben akzeptierte Justizminister Dr. Franz Hueber am 2. Mai 1938 den Wunsch Dinghofers, in den Ruhestand treten zu wollen, und dankte ihm für seine „viel jährige, dem Vaterland gewidmete Tätigkeit“: „Empfangen Sie gleichzeitig meine herzlichsten Wünsche für Ihr weiteres Wohlergehen.“1064 Der Aktivbezug Dinghofers wurde mit Ende Mai eingestellt.1065 Ab 1. Juni 1938 galt Dinghofer demnach als Pensionist.1066 Die Ruhestandsver setzung erfolgte vorzeitig, hätte doch der 65-Jährige eigentlich erst mit dem 31. Dezember 1938 aus dem Aktivstand ausscheiden müssen.1067 Mehrere Zeitungen berichteten über die Pensionierung des Ersten Präsidenten des Obersten Gerichtshofes unter Hinweis auf dessen Verdienste, insbesondere wegen seines Kampfes für den Gedanken eines Großdeutschen Rei ches.1068
Mit dem Justizminister habe er „einige unerfreuliche Auseinandersetzungen“ gehabt. Er sei genötigt worden, die Leitung des Obersten Gerichtshofes dem Rate des OGH Dr. August Zellner zu übergeben.1070 Dinghofer erinnerte sich auch, dass ihm für den Falle der Weigerung, in Pension zu gehen, Gewalt angedroht worden sei.1071 Die Darstellung Dinghofers hat offenbar tatsächlich den wahren Sachverhalt wiedergegeben, bestätigten doch in der Nachkriegszeit mehrere Mitarbeiter des OGH, dass Justizminister Dr. Hueber Dinghofer aufgefordert hatte, sein Pensionsgesuch zu überreichen, „weil er mit Rücksicht auf seine Amtsführung beim OGH und die Rechtsprechung des OGH in Strafsachen während der Jahre 1933 bis 1938 bei der NSDAP missliebig geworden ist“.1072 Nach 1945 galt die Ruhestandsversetzung Dinghofers jedenfalls aus politischen Gründen erfolgt.1073 Den Hauptgrund seiner Entfernung sah Dinghofer freilich darin, dass der OGH durch den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich überflüssig geworden war und er als „Alter“ nicht in das neue System gepasst habe.1074
Im Juli 1940 war die Beurteilung des Gauhauptstellenleiters F. Kamba hingegen eindeutig positiv: „Der Obengenannte erscheint politisch zuverlässig. Seine volle Einsatzbereitschaft für den nationalsozialistischen Staat steht ausser Zweifel.“1085
Im August 1938 stellten die Kreisleitung I sowie die Gauleitung der NSDAP Wien Dinghofer ein überaus positives Zeugnis aus: Er sei stets großdeutscher Politiker gewesen und seine politische Zuverlässigkeit sei „ganz selbstverständlich“ gegeben. Das politische Führungszeugnis gipfelte in der Feststellung: „Dr. Dinghofer steht längst in den Reihen der Kämpfer Adolf Hitlers und wird mit seinen grossen politischen Erfahrungen bestimmt der Bewegung dienen.“1079
Ach, Franz Dinghofer, stets ein „Opfer“, alles passierte ihm „zwangsweise“, und das war schon dem nationalsozialistischen Regime bekannt:
Detailreicher fiel schließlich die politische Beurteilung des Personalamtsleiters der Ortsgruppe Stubenviertel im Oktober 1938 aus: Nach Auskunft der NS-Beamtenschaft sei Dinghofer als Großdeutscher bei der Nationalratswahl 1930 und bei der Gemeinderatswahl 1931 in Gegnerschaft zur NSDAP gestanden. Dinghofers Eintritt in die Vaterländische Front des Ständestaates wurde hingegen als „erzwungen“ gewertet. Als „Verdienste in der Bewegung“ führte man „Verwendung für Nationalsozialisten“ an. Aktuell sei Dinghofer Mitglied im Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund. Nach dem Umbruch habe er sich nicht gegensätzlich zum heutigen Staat und der Partei ausgesprochen. Sein diesbezügliches Verhalten wurde als „sehr gut“ bezeichnet.1080
Das Fazit von Christian Hafenecker,
Wer ihn heute cancelt, greift die Fundamente der Republik an. Wer die Republik liebt, darf ihre Gründungsväter nicht aus der Geschichte streichen. Linke Ideologen mögen canceln wollen – wir aber erinnern, würdigen und verteidigen die Wahrheit“, so Hafenecker abschließend.
Doch, ja doch, auch das noch aus der hafeneckerischen Presseaussendung:
Eine aktive NSDAP-Mitgliedschaft ist nicht belegt, die Unterlagen sind widersprüchlich und teilweise ohne seine Unterschrift […]
Im Straßennamenbericht ist zu lesen:
Zur tatsächlichen Parteimitgliedschaft Dinghofers sind Karteikarten in der Zentralkartei der NSDAP sowie in der NSDAP-Gaukartei vorhanden. Demnach wurde die Aufnahme am 18. April 1940 beantragt. Mit 1. Juli 1940 erfolgte der Eintritt in die NSDAP mit der Mitgliedsnummer 8,450.902. Am 30. September 1941 wurde eine Mitgliedskarte für ihn ausgestellt.1088
Mehr aber von Interesse als die Frage, wie das damals mit Franz Dinghofer war, wie seine Biographie zu lesen ist, ist, was ist von ihm in der Gegenwart, und dazu fällt nicht nur die für sich fälschlicherweise in der Gegenwart lebende Person aus der SS (Schreibstaffel) der gesinnungsgemäß zensurierten Website ein, was die wohl Franz Dinghofer an Gelerntem verdankt, daß sie sich
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