Der kopflose Medienmacher mit Gehbehelf im Tiefen Graben

Prototypischer MedienmacherPlötzlich. Der prototypische Leser in Österreich. Kopflos. Damit auch gesichtslos. Und Gehbehelf. Dazu konservative Kleidung. Es mußte stehengeblieben werden. Daran konnte nicht einfach vorbeigegangen werden. Der nächste Schritt, den Leser zu fragen, ob sein Beruf der eines Medienmachers ist, wurde nicht gesetzt, zu sehr wurde die bejahende Antwort befürchtet. Im Weiterschlendern dann, beim Zurückdenken an den kopf- und gesichtslosen Leser mit Gehbehelf in seiner konservativen Kleidung; wenn es keine anderen Medien gibt, sollte es wenigstens einen anderen Leser geben, eine andere Leserin, dann würde es wie ganz von selbst auch andere Medien, oder zumindest, die gutter press nicht mehr geben. Und beim Gehen auf den Hohen Markt zu, noch beim Denken an den kopf- und gesichtslosen Medienmacher mit Gehbehelf in seiner konservativen Kleidung, muß augenblicklich wieder angehalten werden. Gerade eben noch davon überzeugt, in Österreich zu sein, löscht die überraschende Frage einer Touristin nach dem Namen des Landes, das sie soeben bereist, die Überzeugung, nur in Österreich zu sein.

Nicht Norbert Hofer, die Hofa in Parlament und Medien verhalten sich skandalös

Norbert Hofer als III. Präsident NR verursacht gleich in der ersten Woche seiner Amtszeit Aufregungen durch prototypische freiheitliche Ansichten, und die werden nun als Skandal empfunden.

Der Skandal sind nicht die vor Veränderung durch eine Stahlummantelung geschützten freiheitlichen Anschauungen, noch ist Norbert Hofer die Ursache des Skandals, sondern der Skandal ist, daß erst mannigfache Wiederholungen zu Aufregungen führen, die nun nutzlos sind, weil nicht mehr gehandelt werden kann, gehandelt wurde davor mit der Wahl von Norbert Hofer, der Skandal ist, daß die Gesinnung einer solchen Gemein-Schaft eine Zustimmung von achtzig Prozent im österreichischen Parlament immer noch erhält, und ebenfalls ein Skandal ist es, daß im Vorfeld der Wahl im Parlament nicht nur medial breit geschwiegen wurde über eine solche Gesinnung, die Norbert Hofer nicht nur vollständig teilt, sondern auch ihr Hauptschreiber ist …

Nicht nur Norbert Hofer verhält sich skandalösIm Angesicht einer solchen Gesinnung ist bereits das Schweigen ein Skandal, aber aus diesem Skandal wird ein Megaskandal dadurch, daß Norbert Hofer durch eine positive Berichterstattung noch verwöhnt wurde, dadurch ohne Not Wahlhilfe bekam, für die er sich auch gleich recht artig bedankte

Der Skandal ist auch, daß in Österreich nach wie vor nach dem Motto gehandelt wird, wie bereits zwei Tage vor der Wahl an die Abgeordneten geschrieben wurde und mit Blick auf die mediale Öffentlichkeit erweitert werden kann: statt rechtzeitig lieber danach und das dafür recht kurz …

Religion kann nicht zeitgemäß interpretiert, endlich nur noch begraben werden – III

… Aber es darf nicht aufgegeben werden, weitermachen, auch zur fatalen Schreibe des Josef Kirchengast … Mit welchem Absatz weiter …

Nicht mit einem Absatz, mit der Überschrift, die im Grunde bereits vollständig enthält, was in diesem Kommentar alles falsch … Damit die Serie, wenigstens heute, enden kann … Es falsch gemacht, mit der Überschrift wäre zu beginnen gewesen, soher wäre keine weitere Folge notwendig geworden, bereits geendet mit dem ersten Text zum Kirchengastlichen, mehr als ausreichend …

Das Ohrenproblem des Josef Kirchengast

„Nick Raynsford, Abgeordneter für die Stadtteile Greenwich und Woolwich ist besonders darüber erfreut, dass alle großen muslimischen Organisationen sowie muslimische Persönlichkeiten die Tat in den vergangenen 24 Stunden ‚unmissverständlich verurteil’“ haben.“

Menschgemäß blieben die Worte, mit denen Angehörige dieses Organisierten Glaubens in England dieses Verbrechen innerhalb von vierundzwanzig Stunden verurteilten, bei den Mitgliedern der rechtsradikalen „English Defence League“ aufgrund ihrer Gesinnung ungehört … Möglicherweise hat Josef Kirchengast ein Ohrenproblem, vielleicht schreien Mitglieder dieses Organisierten Glaubens nicht laut genug, um von Josef Kirchengast auf dem Kontinent auch gehört zu werden, vielleicht hätten sie schon vierundzwanzig Stunden vor der Tat dieses Verbrechen für Josef Kirchengast exklusiv verurteilen müssen, dann hätte er seinen innerhalb von vierundzwanzig Stunden nach dem Verbrechen geschriebenen Kommentar anders schreiben können, oder er hätte seinen Kommentar achtundvierzig Stunden davor schreiben müssen, damit Angehörige dieses Organisierten Glaubens ihn rechtzeitig gehört hätten, um befolgen zu können, vierundzwanzig Stunden vor dem Verbrechen das Verbrechen aber für Josef Kirchengast extra und ordentlich laut …

Und der kirchengastliche Untertitel, also diese Ansicht, die größte Beleidigung des dieses Organisierten Glaubens sei die Gewalt in seinem Namen … Nun, für diesen nocht nicht rechtskräftig veruteilten und soher als mutmaßlichen zu bezeichnenden Mörder mag Gott den Vulgo-Namen Allah tragen, aber die Anleitung für dieses Verbrechen entnahm er dem Buch, das über den „Schmied“ (aus der kirchengastlichen Schreibe kann durchaus entnommen werden, daß für Josef Kirchengast mit einem gewissen Stolz der christliche Gott der „Schmied“ ist) und nicht den „Schmiedl“ geschrieben wurde. Das ist das eine. Das andere ist, daß mit der aktuellen blutigen Befolgung dieser Auge-um-Auge-Anleitung eine Ökumene nie notwendig war, auch dieser aktuelle Fall zeigt die Einheit blutig auf … Das weitere ist, wie kann die größte Erfüllung der Worte der Bedienungsanleitungen die größte Beleidigung einer Religion sein … Wohl nur durch das Ausblenden, nur dadurch, daß heutzutage ausschließlich die Liebesworte der Religionsbücher gelesen werden wollen, die Lüge zur Wahrheit gewandelt werden will, daß es sich bei diesen Büchern um Bücher ausschließlich der Menschenliebe und des Friedens … Die größte Beleidigung in Wahrheit aber ist schon das Leugnen eines einziges Wortes in diesen Büchern, deren Anspruch es ist, jedwedes Wort zählt gleichviel, jedwedes Wort gilt, soher das Herauslesen des gerade Passenden und das Verschweigen des gerade Nichtpassenden nach deren Ursprung und deren Intention, um es mit einem Wort aus dieser Buchwelt zu sagen, eine Todsünde

Im zweiten Teil wurde über Aufklärung gesprochen, das Christentum in England steht auch Jahrhunderte vor der Aufklärung, haben nicht einmal noch das Gesetz von Mose gelesen, daß die Vergeltung eingrenzt, besagt, es dürfe beispielsweise nicht die gesamte „Sippe“ für einen Mörder aus ihrem Kreis bestraft werden, zumindest jene in England haben es nicht gelesen, sind Prä-Mosianer und Prä-Mosianerinnen, die nun gegen …

Es verleidet auch diesen Tag, darüber zu schreiben, es ermüdet, immer wieder darüber zu schreiben, was derart offensichtlich ist, das heute augenblicklich dazu zwingt, nicht weiter zu schreiben, aufzugeben  … Aber es darf nicht aufgegeben werden, deshalb morgen, vielleicht morgen wieder schon, weiter, konkret auch weiter dazu, welche nicht haltbaren Positionen Josef Kirchengast beispielhaft in seine fatale …

Religion kann nicht zeitgemäß interpretiert, endlich nur begraben werden – II

Religion kann nicht zeitgemäß interpretiert, endlich nur begraben werden – I

Thomas Chorherr kandidiert nicht auch noch – Ein Glück

Ein zweiter ehemaliger Chefredakteur und Herausgeber der Tageszeitung „Die Presse“ meint auch noch einen wesentlichen Beitrag liefern zu können und schreibt ebenfalls schnell noch etwas zum Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien aber auch zu Frank Stronach, zum Lateinunterricht, zu Aufführungen auf dem Domplatz in Salzburg, zu Sokrates …  Thomas Chorherr mischt also Themen, die nicht zueinander gehören, das heißt, Thomas Chorherr schreibt so, wie am Stammtisch geredet wird, an dem zwischen den Bestellungen von zumeist alkoholischen Getränken von einem Thema zum anderen willkürlich gesprungen wird, Themen oft genug sogar innerhalb eines einziges Satzes abenteuerlich, um nicht unfreiwillig kabarettistisch zu schreiben, vermischt werden – und dabei aber von keinem Thema so genau etwas recht gewußt …

Thomas Chorherr kandidiert nicht auch noch - Ein GlückDer gesamte Artikel von Thomas Chorherr ist um die zentrale Frage des politischen Zufalls gebaut. Aber es ist eine völlig falsche Frage. Denn die festgesetzten Termine von Volksbegehren haben absolut nichts mit Politik zu tun. Es gibt für Volksbegehren einfach gesetzlich vorgeschriebene Fristenläufe. Thomas Chorherr weiß also nicht zu unterscheiden zwischen Politik und gesetzliche Fristen …

Es stellt sich daher die Frage, ob Thomas Chorherr überhaupt weiß, was Politik ist, wird hierzu zusätzlich bedacht, daß der Minister für Inneres nach den Fristen im Volksbegehrensgesetz darüber zu entscheiden hat, und im konkreten Fall hat Sicherheitsministerin Johanna Mikl-Leitner über den Termin zu entscheiden gehabt, womit eigentlich auch die Frage beantwortet ist, was Thomas Chorherr von Politik versteht … Ebendieser Thomas Chorherr, der in diesem Land allenthalben als großer Publizist … Einer mit Auszeichnungen, beispielsweise mit dem Leopold-Kunschak-Preis …Es ist aber nicht nur eine Qualität der Tageszeitung „Die Presse“, derartige Geistesgrößen als … Über eine zweite durfte vorgestern -, Andreas Unterberger, ob er den Leopold-Kunschak-Preis für das sein bürgerliches Gewissen

Eines der von Thomas Chorherr zu einer Mischung versprudelten Themen sollte doch, gerade vor all den heuer fixierten Wahlen auf Landes- und Bundesebene, separiert und besonders hervorgehoben werden … Es ist ein Unglück, daß nicht wenigen in diesem Land Frank Stronach als wählbare Alternative gilt, allerdings es ist ein Glück, daß nicht auch noch Thomas Chorherr kandidiert …