Österreich: „Antiziganismusbericht“ und „Antisemitismusbericht“

Aus Anlaß des in dieser Woche veröffentlichten Antisemitismusberichtes ist es nicht uninteressant, einmal zu vergleichen, wie sieht es in der Berichterstattung über Antisemitismusbericht und Antiziganismusbericht im Vergleich aus.

Österreich - Antisemitismusbericht - Antiziganismusbericht

So unerfreulich die beinahe Verdoppelung der antisemitischen Vorfälle in Österreich seit 2014 sind, so erfreulich ist die breite Berichterstattung darüber.

Zum Antiziganismusbericht kann nichts Erfreuliches geschrieben werden. Es ist alles unerfreulich.

Wer in eine Suchmaschine, wie in der Collage gelesen werden kann, die zwei Berichte eingibt, erhält unter „News“ folgende Ergebnisse: 41.600 Einträge für „Antisemitismus Bericht Österreich“ und 70 Einträge für „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Einundvierzigtausendsechshundert Einträge zu „Antisemitismus Bericht Österreich“ und siebzig Einträge zu „Antiziganismus Bericht Österreich“ …

Sagt das nicht bereits alles?

Offenbart das nicht bereits die gesamte Ungeheuerlichkeit in diesem Land.

2018 ist zum großen Gedenkjahr ausgerufen, in dem alle in diesem Land – also die sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – es sich hoch anrechnen werden, niemals vergessen zu wollen, was in der Vergangenheit an Unmenschlichkeit begangen wurde, mit Würde und Pathos werden alle in diesem Land ein Bekenntnis gegen den Antisemitismus ablegen, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern.

Von allen – also von den sogenannten Bildungsnahen, zu denen Menschen, die in Politik und Medien beschäftigt werden, wohl gezählt werden dürfen – vergessen werden, auch im zur Eigenfeier ausgerufenen Gedenkjahr die Menschen, die heute noch unter dem Antiziganismus zu leiden haben, es wird kein Bekenntnis gegen Antiziganismus abgelegt werden, von den Redaktionsstuben bis in die Hofburgstuben, von den Fernsehanstaltskammern bis in die Ballhausplatzkammern wird es das geben, was es zum Antiziganismusbericht gibt: Schweigen.

Ein Kapitel mehr. Ein Kapitel dazu, wie viele noch zu den bereits geschriebenen:

Landeshauptmann von Burgenland - Unvergessen in der Welt

Romane Thana – Von der Großzügigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal

Der Landeshauptmann von Burgenland ist in der Welt berühmt

Und was, Alexander Van der Bellen, ist mit dem Antiziganismus?

Hofschreibe für M. T. Habsburg, Mutterregentin des Antiziganismus

Häupl präsentiert kein erstes Monitoring-Komitee gegen Antiziganismus im Wiener Rathaus

Schriften von Martin Luther – 500 Jahre Weltkulturerbe Antiziganismus

Nicht kurzer als der Kurz.

Gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

Antiromaismus und Antisemitismus

Holocaust ist gleich Shoa und Porajmos

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Der halbe Luther von Michael Bünker oder „Zigeuner“ werden Opfer sein dürfen, wenn sie keine Opfer mehr sind

Wie über Zigeuner geschrieben wird – einst und jetzt

FPÖ-Willi-Vilimskys und „Neger-und-Zigeuner“-Lobbyist Zakrajsek geben eine Pressekonferenz,

Roma und Sinti in Europa 2013 – Der Geist von und der Traum von einem legalen Auschwitz im eigenen Garten

Freiheitliche Gemein-Schaft, weiter so mit dem Hetzen – Das klärt über das lebensbedrohliche Leben von Roma und Sinti in Europa auf

Die empörte Zurückweisung von Martin Luther, er sei ein „Zigeuner“

Und Kapitel um Kapitel so weiter und so fort …

 

FPÖ unzensuriert – Österreichischen Medien groß über ihre Seiten geschrieben: Es ist der Graf und nicht der Höferl

Für Norbert Hofer ist Nichtgründer Alexander Höferl total in Ordnung

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was alles Arbeitnehmerinnen in Österreich zugetraut wird, also wenn es um Dienstnehmer der mittlerweile montagsgemachten identitären Regierungspartei geht. Genauer: auf diese abgeschoben wird. Denn. Es ist nicht das Positive, das auf die Arbeitnehmer je abgewälzt wird. Wie auch das Beispiel des freiheitlichen Angestellten Alexander Höferl ein weiteres Mal zeigt.

“Der Alexander Höferl ist total in Ordnung.” – Norbert Hofer versteht die Aufregung um Herbert Kickls Kommunikationschef und Gründer des Rechtsaußen-Mediums “Unzensuriert” nicht.

Das zitiert „Vorarlberg Online“ am 23. Dezember 2017, übernommen, wie es aussieht, von der APA.

Aber Alexander Höferl ist nicht der „Gründer“ von FPÖ unzensuriert.

Das alles wird gewußt. Nun aber, die identitäre Parlamentspartei zur montagsgemachten Regierungspartei, sehen es Medien in Österreich als notwendig an, für die FPÖ …

Und je mehr Medien das Geschäft der FPÖ besorgen, freiwillig, aber nicht uneigennützig, immerhin ist sie nun eine Regierungspartei, ist in Erinnerung zu rufen:

Martin Graf, der versteckte Inhaber von „Unzensuriert.at“ – Eine recht reine freiheitliche Konstruktion

Was einst nur im „Rechtsaußen“ Thema war, ist nun Regierungsprogramm, wenn etwa an Südtirol gedacht wird. Martin Graf wollte schon 2009 eine Volksabstimmung, ob Südtirol wieder zu Tirol, also zu Österreich … Der Anschluß ist noch nicht zur Gänze Regierungsprogramm, aber für die FPÖ ist die Doppelstaatsbürgerschaft ein „erster Schritt“

Südtirol, Heim ins Österreich

darauf zu.

Auf viele Kapitel könnte hingewiesen werden, die mit Martin Graf …

»Kerndeutsche Männer« schreiben für Dr. Martin Graf, schreibt Alpen Donau, der Bitte nachkommend, für das grafsche Buch zu werben

Es kann verstanden werden, daß für Norbert Hofer die Männer von FPÖ unzensuriert „total in Ordnung“ sind, war er doch selbst einmal einer, der für diese Website als „Autor“ geführt wurde. Und der nun montagsgemachte Minister weiß am besten, wessen Website die FPÖ unzensuriert ist: „Das ist Grafs Homepage.“

Darüber hinaus wurde Martin Graf von Norbert Hofer würdig in der Zeit vertreten, als Martin Graf nicht im österreichischen Parlament saß. Etwa bei der identitären Herzensangelegenheit Südtirol. Er kümmerte sich auch rührig um den grafschen Maler …

Für das Europäische Forum Linz kommt nur der Beste der rechtbesten Kunstschaffenden als Aussteller in Frage: Odin Wiesinger, Lieblingsmaler des NR Präsidenten III

Europäisches Forum Linz – Davor schaut Wiesinger noch bei Hofer vorbei

Der montagsgemachten Regierung von ÖVP und FPÖ kommen Medien nicht nur im Hinblick auf FPÖ unzensuriert entgegen, sondern sie schreiben diesen zwei Parteien

Lügen in Zeiten der Fake News

mehr und mehr – was gravierender ist, weil es um das Wahlergebnis vom 15. Oktober 2017 geht – eine Wirklichkeit herbei, die es so nicht gab … wie es auch nie einen Arbeitnehmer gab, der FPÖ unzensuriert gründete.

Armer Arbeitnehmer Alexander Höferl, was ihm medial alles umgehängt werden will, auch die Position des „Chefredakteurs“ von FPÖ unzensuriert …

FPÖ unzensuriert: Beteiligungen an der 1848 Medienvielfalt Verlags GmbH werden öfter gewechselt als deutsche Schleifen.

Dienstnehmerinnen der FPÖ haben es nicht leicht. Sie müssen für alles herhalten, das nicht als positiv angesehen wird, während ihre Dienstgeberin hofiert wird, und nun als Regierungspartei noch mehr hofiert werden wird.

Alexander Höferl ist nicht der einzige Dienstnehmer, der von Medien und Funktionären und Mandatarinnen von anderen Parteien belastet wird …

Bei Freiheitlichen als Arbeitnehmer aber ein armes Schwein

O ehrenreich‘ Obrigkeit, was habet Ihr nur schlimm‘ Mitarbeiter

Wunder der Wandlung: Aus Haß wird Kontroverse.

Dr. Martin Graf – Umfragezwischenstand und politische Konsequenzen im Parlament, von Angestellten

Barbara Prammer fordert Entfernung des Angestellten, der für Martin Graf politisch verantwortlich ist

„Zusammenbringen, was zusammengehört!“

Heute rief ein Redakteur von einer Zeitung an.

Er versuche herauszufinden, wo am 3. März 2018 der „Kongress Verteidiger Europas“ stattfinde. Deshalb rufe er an. „Sie dürften weiter sein als wir“.

Ja, auf deren Website sei er bereits gewesen, aber „die machen diesmal ein Geheimnis daraus“.

„Sie schreiben von einem Vorort von Braunau. Der Kongreß soll diesmal in Grenzlandnähe –“

„Linz –“

„Welchen Vorort meinen –“

„Linz.“

So ging das Telefonat heute noch eine Zeit weiter. Nach dem Auflegen mußte gedacht werden, wie schön, daß Ironie so ernstgenommen wird, und auch, wie schrecklich, daß sie nicht verstanden wird, von einem Redakteur einer österreichischen Tageszeitung.

Wie schrecklich auch, daß Medien in Österreich den „Verteidigern Europas“ die Freude gönnen, sich wichtig zu fühlen,

Europäisches Forum Linz: „Rechtsextremes Treffen“ – ein Kniedichhin der in Österreich Gehätschelten

weil eben alle auf ihr Veranstaltungsorträtsel einsteigen.

Wie unwichtig dabei es doch ist, wo diese „…eidiger“ gerade im Gedenkjahr 2018 ihren Aufmarsch mit Festkommers …

Der Ort ist doch vollkommen belanglos. Sollen sie doch ihre Stühle abladen, in welchem Prachtsaal in Linz, in welchem Prunkraum in Oberösterreich, in Österreich auch immer. In Anbetracht, was etwa eine Ausrichterin schreibt, wie in der Collage gelesen werden kann: „Zusammenbringen, was zusammengehört!“

Kongress Verteidiger Europas März 2018 - Zusammenbringen was zusammengehört

Stolz sind sie, und sie rechnen es sich wohl als Ehre an, daß der montagsgemachte Innenminister im Jahr 2016 ihr Redner war … „Zusammenbringen, was zusammengehört!“ Götz Kubitschek wird am 3. März 2018 auch wieder …

Stolz sind sie, und sie rechnen es sich ebenfalls als Ehre an, daß einer ihrer Autoren, nämlich Magnet, gar zum „zweiten Mal“ im mateschitzigen Sender … „Zusammenbringen, was zusammengehört!“ Und Magnet selber wird wohl recht stolz auf seine kornblumigen Leiberln und Janker sein: Die Heimatmode der FPÖ unzensuriert.

Wie umsonst es doch ist, herausfinden zu wollen, wo die Zusammenbringerinnen der Zusammengehörigen ihre Stühle … in Anbetracht ihres unentwegten Geschwefels von „Patrioten“ … Das ist wesentlich zu wissen, was in diesen Kreisen unter dem Deckwort „Patriotismus“ tatsächlich …

Unmißverständlich erkennbar etwa daran, wer für sie einen „ausgeprägten Patriotismus“ lebte: Werte, Töchter der Zeit …

Unmißverständlich erkennbar etwa daran, wer für sie ein „Patriot“: Formel der FPÖ – Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus.

Und so weiter und sofort.

Sie haben doch kein einziges Geheimnis. Alles legen sie stets zur offenen Lektüre auf und vergessen dabei nie, freundlich wie sie nun einmal recht sind, dafür ihre selbstgemachten Stühle anzubieten … denn sie möchten, daß die Menschen bei der Lektüre es recht weich und bequem haben.

Heute rief ein Redakteur einer österreichischen Tageszeitung an.

„Wo ist der Vorort von Braunau?“

Die richtige Antwort fällt immer zu spät ein.

Die richtige Antwort wäre gewesen:

Das wissen Sie doch selber.

Das wissen Sie doch selber nur zu genau.

Aber diese Antwort hätte der Redakteur wohl auch nicht verstanden, nicht verstehen wollen.

Lügen in Zeiten der Fake News

Jahresrückblick 2017 - Kronlügen in Zeiten der Fake News

Zu den österreichischen Medien, die seit dem 15. Oktober 2017 darangehen, die Wirklichkeit zugunsten von ÖVP und FPÖ umzuschreiben, kann eine weitere Zeitung exemplarisch hinzugefügt werden.

In ihrer Serie „Rückblick 2017“ schreibt die Krone der gutter press, SPÖ sei hinter die FPÖ auf den dritten Platz zurückgefallen, am 15. Oktober 2017 …

Die gemachte und nicht gewählte ÖVP-FPÖ-Regierung

Das also soll sich vom Jahr ’17 im Gedächtnis verfestigen, ÖVP und FPÖ hätten die Wahl gewonnen, in einer forcierten Gleichschreibe machen österreichische Medien ihren Kotau vor ÖVP und FPÖ.

Mit FPÖ erste identitäre Regierungspartei in der Europäischen Union und mediales Lügen für Malý-Strachu-Vláda in Österreich

Sebastian Kurz verspritzt seinen Traum von der „Richtungsentscheidung“ und Österreich tut so, als wäre dieser Wirklichkeit.

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Sie schalten sich gleich, um eine Koalition zu rechtfertigen, die nicht zu rechtfertigen ist, um einer Koalition eine Legitimation herbeizuschreiben, die das Ergebnis vom 15. Oktober 2017 nicht hergibt.

Am meisten profitiert davon die Partei, die am lautesten gegen die Presse als „Lügenpresse“ schreit, und dabei kann gerade die nun montagsgemachte identitäre Regierungspartei als einzige froh sein, daß es, wie von ihr vorgeworfen, auch eine „Lügenpresse“ als Presse gibt.

Beim Geschrei gegen die „Lügenpresse“ sind das Ziel stets die Journalisten, die sehr oft namentlich angegriffen werden, verantwortlich gemacht werden. Aber es wird nicht breit von den Eigentümern der Medien gesprochen, die Eigentümerinnen bleiben breit unangetastet. Dabei ist gerade in Österreich breit und massiv zu fragen, weshalb sie ihre Produkte in den Gleichschaltungsdienst für ÖVP und FPÖ stellen. Denn. Es ist zwar eine schöne Vorstellung, Journalistinnen könnten schreiben, was ihnen beliebt, aber nicht die Wirklichkeit. Die Wirklichkeit in Betrieben ist eine andere. Arbeitnehmerinnen eines jedweden Unternehmens wissen, wer das Sagen hat, und das sind nicht die Arbeitnehmer. Und aus dieser Sagenskultur scheren auch Medien nicht aus.

In einem Jahresrückblick soll es auch etwas Positives geben. Für die Eigentümer der Krone der gutter press, so jedenfalls lassen sie es schreiben, ist Squirt „Kopf des Jahres“ ’17. Und sie lassen hervorheben, er ein „Mann klarer Worte“ … Das wirft doch ein recht kenntliches Licht auf die Eigentümerinnen, einen Mann dafür zum „Kopf des Jahres“ hochschreiben zu lassen, weil er … nun, das ist wahr, von seiner Aussprache her sind seine Worte tatsächlich klar, was für eine Leistung, Worte klar aussprechen zu können, aber die Inhalte, die Inhalte … Es werden sich doch noch Menschen erinnern, beispielsweise an Rupert Gmoser; dessen Aussprache der Wörter war nicht klar, aber seine Inhalte, ja, seine Inhalte sind es gewesen.

Und nun im Jahr ’17 reicht es in Österreich aus, daß ein Mann Wörter klar auszusprechen vermag, um Bundeskanzler zu werden. Ein Anspruch, der an jedes Volksschulkind gestellt wird, und von jedem Volksschulkind mühelos erfüllt wird.

Bereits zu Beginn sollen Wähler und Wählerinnen in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

Kurier - Bereits zu Beginn sollen Wählende in Österreich Schuld sein an der rechtskonservativ-identitären Regierung

„Fakt ist, dass sich die Wähler für eine rechte Regierung entschieden haben, die auch rechte Minister stellen wird.“

Das schreibt Stefan Kaltenbrunner am 16. Dezember 2017 in der Tageszeitung „Kurier“. Also eine weitere Zeitung, die Wählern und Wählerinnen schon am Beginn, ehe Alexander Van der Bellen sein Montagprodukt vollendet haben wird, die Verantwortung für diese Regierung zuschiebt, die Schuld an dieser Regierung anlastet.

Fakt ist, Wähler und Wählerinnen haben sich am 15. Oktober 2017 mehrheitlich für eine Regierung entschieden mit den Parteien SPÖ und ÖVP.

Wie bereits dargelegt in:

Mit FPÖ erste identitäre Regierungspartei in der Europäischen Union und mediales Lügen für Malý-Strachu-Vláda in Österreich

Die gemachte und nicht gewählte ÖVP-FPÖ-Regierung

Die ÖVP als rechte Partei zu bezeichnen, ist, kurz gesagt, politische Lehre. Die FPÖ als eine „rechte Partei“ zu bezeichnen, wie es auch Stefan Kaltenbrunner tut, vor dem, sie so zu bezeichnen, Alexander Van der Bellen schon zurückschreckt, ist, kurz gesagt, eine Verniedlichung. Die SPÖ kann nicht in ihrer Gesamtheit als eine rechte Partei bezeichnet werden, wenngleich sie einen nicht schwachen rechten Flügel hat.

Wenn schon am Beginn Wählerinnen die Regierung angelastet wird, was werden Wähler erst am Ende dieser Regierung sich anhören müssen.

Deshalb ist es noch einmal festzuhalten:

Die Malý-Strachu-Vláda wird, wenn sie angelobt sein wird, eine gemachte, aber keine gewählte Regierung sein.

PS Stefan Kaltenbrunner übernimmt in seinem Artikel für den Bundespräsidenten das Jammern, was hätte er denn tun sollen, ungerecht seien jetzt die Vorwürfe und so weiter. Es mangelt in diesem Land entschieden an Phantasie bei gleichzeitiger Folgsamkeit, kaum gewinnt eine Partei wenige Prozentpunkte hinzu, schon ist die Bereitschaft da, ihr und ihrem Anführer zu folgen. Diesmal hätte es nicht einmal der Phantasie bedurft. Ein Blick nach Deutschland hätte gereicht. In Deutschland ein Bundespräsident, der aktiv wurde, der nicht wartete, ob jemand mit der AfD daherkäme, sondern aktiv wurde, eine Partei, die in keine Koalition gehen wollte, zu überzeugen, in Regierungsverhandlungen einzutreten. Denn:

Unvorstellbar in Deutschland: eine Österreich-Koalition

Heimatmode, Lust am Untergang

Der Untergang muß für diese Mannschaften eine recht besondere Anziehungskraft haben. Etwa auch für Stefan Magnet, der in seinem Kommentar für die FPÖ unzensuriert am 12. März 2017 von der „Lust am Untergang“ …

Mit dem Inhalt dieses magnetischen Kommentars sich zu beschäftigen, lohnt nicht.

Warum?

Kann so ein Kommentar überhaupt einen Inhalt haben, ein Kommentar von einem Mann, der nicht einmal in der Lage ist, ein Dokument zu finden?

Stefan Magnet schreibt:

„Die deutsche Bundesregierung hat die Demografiebilanz längst wieder vom Netz genommen. Der Link führt zu einer Fehlermeldung, abrufbar ist nur noch die Zusammenfassung.“

Die deutsche Bundesregierung hat die „Demografiebilanz“ nicht entfernt. Über acht Monate später kann dieses Dokument immer noch mit einer Leichtigkeit abgerufen werden, sogar in einer Vorleseversion abgerufen werden, auch gespeichert werden.

Wie soll so ein Mann, der nicht einmal versteht, ein Dokument zu finden, den Inhalt eines umfangreichen Dokuments verstehen können. Dabei, wie in der Collage gelesen werden kann, hatte er eine genaue Information vor sich:

„Liebe Besucherinnen und Besucher, wir haben unsere Webseite für Sie komplett überarbeitet und neu strukturiert. Dadurch kann es leider vorkommen, dass einige Inhalte nicht mehr an der gewohnten Stelle liegen. Gerne können Sie die Suchfunktion nutzen, um schnell zu den gewünschten Informationen zu gelangen.“

Stefan Magnet - Lust am Untergang

Drei Sätze sind für Stefan Magnet bereits eine nicht zu bewältigende Aufgabe, drei Sätze zu verstehen: unlösbar. Wie soll so ein Mann gar siebzig Seiten verstehen können. Dazu fällt ein anderer Mann in Österreich ein. Ein Mann, für den es bereits eine nicht zu bewältigende Aufgabe ist, zwei Sätze fehlerfrei zu schreiben, zwei fehlerfreie Sätze zu schreiben: für ihn bereits eine unlösbare Aufgabe.

Weshalb zu Stefan Magnet der zweite Mann einfällt? Es ist das Umfeld, auf dem sich Stefan Magnet bewegt. Und auf diesem Umfeld findet der zweite Mann vor allem Männer, mit denen er eine Re…

Wenn Sie das Kapitel

Heimatmode in Österreich: Magnet Kornblume

aufschlagen, Sie sich die Collagen ansehen, wissen Sie, auf welchem Umfeld sich der zweite Mann nun so recht wohlfühlt, und das kann auch verstanden werden, daß er, der zwei Sätze nicht fehlerfrei schreiben kann, sich bei vor allem Mannen sicher und geborgen fühlt, die drei Sätze nicht lesen können. Und das Entscheidende, was den zweiten Mann und vor allem Mannen auf diesem Umfeld miteinander verbindet, scheint zu sein: alle zusammen können nicht rechnen. Nicht der zweite Mann, wie gelesen werden kann. Noch die Mannen des Umfelds von Stefan Magnet. Und Stefan Magnet selbst? Nun. Er ist zwar in der Lage, und das würde ihm in einer verbalen Beurteilung schon hoch angerechnet werden, eine Zahl in seinem Kommentar für die FPÖ unzensuriert zu schreiben, aber das ist noch kein Beleg dafür, daß er die Grundrechnungsarten beherrscht, zumal in dem von ihm nicht gefundenen Dokument eine Menge von Möglichkeiten berechnet werden.

Wenn er die drei Sätze verstanden hätte, wie das Dokument also beschämend leicht zu finden ist, stellte sich augenblicklich die Frage, wie hätte er es angestellt zu verbergen, daß er nicht rechnen kann. Aber es darf angenommen werden, daß ein Mensch, der nicht rechnen kann, ebenso begabt, phantasiereich ist, zu verschleiern, daß er nicht rechnen kann, wie ein Mensch, der nicht lesen kann, stets Auswege findet, nicht eingestehen zu müssen, daß er nicht lesen kann.

NS FPÖ unzensuriert schreibt über Stefan Magnet:

„Zudem berät er alternative Medienprojekte wie Info-Direkt. Vor Kurzem diskutierte er auf Servus-TV über das Thema Fake News und Lügenpresse (unzensuriert.at hat darüber berichtet).“ 

Was muß das wohl für ein Medienprojekt sein, also Info-Direkt, mit solch einem Berater? Gibt es Info-Direkt bereits als Medium? Oder weiterhin nur als Projekt, das begonnen wurde mit dem Ziel, ein Medium mit dem Titel Info-Direkt auf den Markt zu bringen?

Über Servus-TV wird mehr gewußt. Und daß in dieser Fernsehanstalt Männer von diesem Schlage recht gerne … was wohl dieser Fernsehanstalt in einer verbalen Beurteilung hoch angerechnet werden könnte?

Heimatmode Lust am Untergang

Hübner schon wieder. Österreichischer und fellnerischer Umgang.

FPÖ - HSW Hübner schon wieder

Wie der Umgang in Österreich ist, mit einem und einer, die beispielsweise „antisemitische Codes“ verwendet, war gestern wieder einmal zu erleben, Wolfgang Fellner führte es exemplarisch vor, in seinem Interview in seiner Fernsehanstalt mit Johannes Hübner. Fellnerisch war es, also österreichisch, oder österreichisch war es, also fellnerisch.

Und das heißt. Nachsichtig. Freundlich. Es großzügig zu bewerten, so in der Art, es sei halt ein Blödsinn gewesen, na ja, eine Dummheit, wie von einem Schulbuben. Da darf ein am Rentenalter kratzender Rechtsanwalt mit der Milde rechnen, die sich Jugendliche zu oft nur wünschen würden.

Fellnerisch oder österreichisch war das Interview. Und das heißt auch. Es wird einander lange, Jahrzehnte lang gekannt, es wird einander geschätzt – Fellner schätzt Hübner. Aber Fellner weiß auch, wer innerhalb der identitären Parlamentspartei wen – Hofer schätze Hübner und Hübner schätze Hofer.

Wer aber mit keiner Nachsicht, mit keiner Freundlichkeit rechnen darf, mit keinem österreichischen oder fellnerischen Umgang, ist, wer nicht österreichisch, also fellnerisch oder fellnerisch, also österreichisch spricht, auf- und hintritt … wenn eine Partei bloß interne Turbulenzen hat, aber beispielsweise keine „antisemitischen Codes“ verwendet oder antiziganistisch oder … oder … agiert, so eine Partei ist dann mit ganz österreichischer oder fellnerischer Härte zu beurteilen, als eine abzustrafende, als eine je nicht wählbare, wie es Wolfgang Fellner in dieser Woche in seiner Umsonst schrieb, und er meinte nicht die identitäre Parlamentspartei, sondern die Grünen …

„Noch spannender wird angesichts der ‚Pilz-Show‘ die Frage, wie die Grünen für ihre Unfähigkeit der letzten Monate abgestraft werden. Derzeit ist es leicht möglich, dass die Grünen mit weniger als 4 % aus dem Parlament fliegen. Verdient hätten sie sich das.“

Ja, aus dem Parlament zu fliegen hätten sie es sich, so Fellner, verdient. Weil sie was tun? Weil sie all das nicht tun, was die Hübners tun. Würden sie all das tun, was die Hübners tun, schriebe Fellner wohl, sie hätten es sich verdient, in die Regierung hochzufliegen.

Fellnerisch oder österreichisch sind dagegen die Sorgen, die sich gestern Wolfgang Fellner machte, ob es für die FPÖ nicht besser sei, am 15. Oktober 2015 nur zweitstärkste Partei in der Nationalratswahl zu werden, denn das würde fellnerisch gedacht ihre Chance einer Regierungsbeteiligung erhöhen, weil weder die ÖVP noch die SPÖ unter einer FPÖ, würde sie stärkste Partei werden, mit ihr in eine Regierung …

Und so wird, wie es den Anschein hat, und der Anschein ist österreichische oder fellnerische Wirklichkeit, die identitäre Parlamentspartei in die Regierung hochfliegen und – wie aus allen Vergangenheiten bekannt – abstürzen, wie – Ikarus kann bei dieser Partei nicht zum Vergleich herangezogen werden – Odin …

Parteien werden stets mit ihren Abkürzungen benannt, weil die Abkürzungen ausgesprochen wohl zu lang sind. Die FPÖ – Freiheitliche Partei Österreich – kann aber auch mit nur drei Wörtern ausgesprochen genauer und zutreffender, wie es eben Johannes Hübner für diese Partei wieder einmal exemplarisch vorexerzierte, wieder einer, der aus der langen Reihe dafür vortrat, genannt werden: Hübner schon wieder.

Und wem Hübner schon wieder zu lang ist, kann es auch abkürzen: HSW.

Und Johannes Hübner selbst agiert ebenfalls österreichisch oder fellnerisch, er verläßt nicht augenblicklich das Parlament, er verläßt nicht die Partei, er kandidiert bloß nicht mehr, ach, das wird er wohl als Opfer empfinden, denn er will ja nur Schaden von seiner Partei, seiner HSW abwenden. Österreichisch oder fellnerisch bekommt er dafür von Wolfgang Fellner … Wahrlich, Österreich, Fellnerreich, Land der großen Opfer vergangenheitsreich, und Frankenburg exerziert in diesem Sommer wieder einmal vor, zu welchen Opfern

Hübner - Schmitt - Rambo

Und übrigens, Johannes Hübner, berichtet die Umsonst ebenfalls in dieser Woche, sehe es nun als „Blödsinn“, er habe lediglich Carl Schmitt vorgelesen, um den Hans Kelsen zugeschriebenen Namen ins Spiel zu bringen … Carl Schmitt: „Kronjurist des Dritten Reiches“ … Nachsichtig, freundlich und großzügig ist Johannes Hübner auf österreichische oder fellnerische Art, wenn er sagt, wo er auftrat, das sei keine „rechtsradikale“, sondern lediglich

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

Gesellschaft für Publizistik

eine „rechtsgerichtete“ Vereinigung … Wird an die recht bevorzugte und empfohlene Literatur in dieser Partei gedacht, erweist sich Johannes Hübner auch darin mit seinem Schmitt-Zitat eben als ein echter Mandatar der HSW …

Oe Fellner im Kampf - Die große Wahldiskussion