Michael Spindelegger, Leopold-Kunschak-Preise und Trachtenfeuersprünge

Am 21. Juni 2011 werden, doch wieder, Leopold-Kunschak-Preise vergeben werden. Michael Spindelegger wird die Preise übergeben, die Rede halten. Im Parlament. Es durfte für kurze Zeit angenommen werden, es werden wenigstens in diesem Jahr keine Leopold-Kunschak-Preise im Parlament Werbung für einen Antisemiten …

Was es in dem Jahr, gemäß dieser Aussendung, aber nicht geben dürfte, ist die Verleihung eines Großen-Leopold-Kunschak-Preises. Das ist durchaus zu verstehen. Alles soll noch kleiner, alles soll nur mehr national behandelt werden, das Nestchen recht sauber hergerichtet … Österreichische Journalistinnen und Journalisten sollen, wurde von Michael Spindelegger gesagt, nicht auf internationalem Boden national betreffende Fragen stellen, die schon im Inland niemand … Und erst recht gilt, ausländische Preisträger und Preisträgerinnen sollen auf inländischen Boden …Es könnte ein internationaler Preisträger, wie es Jean Claude Juncker tat, sich erdreisten, etwas anzumerken, oder gar Fragen zu stellen, die ihn als Nichtösterreicher nichts angehen, weil sie auch einen spindeleggerschen Österreicher nicht jucken. Eine Anmerkung zum Antisemitismus von Leopold Kunschak, diesem aufrechten Nach-Holocaust-Antisemiten, muß Michael Spindelegger in diesem Jahr nicht ertragen, wie 2009, als Jean Claude Juncker …

Am 21. Juni 2011 gibt es noch eine Veranstaltung, wenigstens nicht am Heldenplatz, wie als Forderung im Internet auch zu finden, sondern auf dem Cobenzl: eine Sonnwendfeier. Ob Michael Spindelegger nach der Werbung für einen Antisemiten im Parlament zun Feuerspringen fährt, in feuersicherer Tracht? Ein stimmiger Abschluß eines spindeleggerschen Inlandstages wäre es allemal, nicht nur in Graz …

Möglicherweise wird dies der bleibende geistige Beitrag von Vizekanzler Michael Spindelegger sein, daß im nächsten österreichischen Wörterbuch das Wort „Internationalität“ folgendermaßen erklärt wird. „Internationalität“ ist nicht zusammen, sondern ausschließlich getrennt geschrieben zu verwenden, wie im Beispiel: Michael Spindelegger inter … und … Empfohlen aber wird, überhaupt auf „inter“ zu verzichten und „zwischen“ zu verwenden.

PS Wer einst nachschlagen wird, wie präzise Michael Spindelegger, der einmal auch Außenminister war, national zuersterisch einzuschätzen vermag, was Österreich im Ausland schaden könnte, wird möglicherweise auf den Schatten Streichers aus Österreich

PPS Es wurde vor langer Zeit schon vorgeschlagen, diesen Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen. Die Argumente können nachgelesen werden. Es werden nun aber auch die Richtlinien zur Vergabe bald nicht mehr zur Gänze befolgt werden können, denn die finanziellen Grundlagen …

Organisierte Glauben brauchen Millionen für ihre Seelenkämpfe

Es wird, wie gelesen werden kann, die komplette Einstellung staatlicher Förderungen ab 2012 mit Budgetsanierung argumentiert. Selbstverständlich bedauert das Karl-Heinz Töchterle, aber wegen der Budgetsanierung sei das leider notwendig …

Die Budgetsanierung machte es notwendig, 2009 die Absetzbarkeit der Kirchensteuer um 100% zu erhöhen, für die notwendige Budgetsanierung veranschlagte der damalige Finanzminister Josef Pröll dafür Ausgaben von etwa 30 Millionen …

Die Budgetsanierung macht es erneut notwendig, die Absetzbarkeit der Kirchensteuer nach kurzer Zeit noch einmal um 100% zu erhöhen, für die notwendige Budgetsanierung sind also wiederum Ausgaben in Millionenhöhe zu veranschlagen …

Die Wege der Budgetsanierung nehmet, spricht der Mini…, als unergründlich, aber sehet, wer ihnen folgt, wird schauen die Pracht und Herrlichkeit, in der Dammstraße …

Ein leitender Angestellter eines Organisierten Glaubens sagte 2009, in manchen Teilen der Stadt Wien seien die Katholiken eine … Der teure Seelenkampf Straße um Straße, Haus um Haus hat begonnen, beispielsweise in der Dammstraße im 20. Bezirk, mit dem Neubau eines Klosters … Die gegenseitige Missionierung wird dadurch sehr erleichtert, über den Zaun kann nun gerufen werden: Hierher zu Gott, hierher zu Allah … Es kann im Klostergarten auch ein Fernsehapparat aufgestellt werden, um zwar keine Bilder auszustrahlen, aber den Sender

Radio Maria

mit einem schwarzen Bildschirm laut aufzudrehen, die Mitglieder des Konkurrenzglaubens in der gleichen Gasse zu locken, den Geist Allahs auszuleeren, um mit dem Geist Gottes sich zu füllen.

Notwendig ist die Budgetsanierung, sagt Karl-Heinz Töchterle, und dafür müssen Ausgaben eben getätigt werden, die Ausgaben in Millionenhöhe für die Organisierten Glauben müssen nicht begründet werden, Gott und Allah und … sind Begründung genug —; denn aller Lohn wird der Himmel sein, bloß für die Fahrt ins unbefleckte Paradies müssen die Taxifahrer Allah und Gott und … halt hienieden auf Erden schon bezahlt werden.

Und außerdem:

Es sind ja auch keine neuen Publikationen notwendig, alles, was die Seele an Geistigem benötigt, steht in der Bibel, steht im Koran und in weiteren Groschenromanen … Es sind ja auch keine wissenschaftlichen Veranstaltungen notwendig, alles was die Seele benötigt, wird ihr gesagt, in den Veranstaltungen der Organisierten Glauben …

Es sind ja auch keine neuen Erkenntnisse notwendig, es sind ja auch keine gesellschaftlichen Veränderungen notwendig, alles, was die Seele zu tun hat, sagen ihr ohnehin die Angestellten der Organisierten Glauben, die aktuell wohl mit Sehnsucht aber auch Stolz ob der Umsetzung ihrer Predigten die Berichte über die CSD-Veranstaltung in Split lesen und ihre liebevollen Fäuste zum Dankensgebet gen Himmel strecken, weil die Straße in Split derart voll mit Geist ihres Geistes gefüllt ward, die Kinder sogar dazu mitgenommen, sie zu lehren und sie praktisch zu unterweisen, wie in Schritten gegen den Anderen vorzugehen ist. Zu den ersten Tritten gehört bereits auch die Drohung:

Bringt sie alle um.

Keine Leopold-Kunschak-Preise 2011 – Gut so, auf immer

Gemäß Ausschreibungsbedingungen hätten die Leopold-Kunschak-Preise in diesem Jahr bereits verliehen werden müssen, nämlich am 13. März, am Todestag von Leopold Kunschak. Es sieht ganz danach aus, daß heuer keine vergeben werden.

Nachdem das Frühjahr 2011 doch eine recht turbulente Zeit für die ÖVP war und ist, wurde vorsichtshalber nachgefragt, ob es denn in diesem Jahr noch dazu kommen werde, daß Leopold-Kunschak-Preise vergeben werden. Antworten blieben aus.

Daß es auf diese einfache und freundliche Frage bisher keine Antworten gab, wird wohl darauf zurückzuführen sein, es gibt keine Zuständigen mehr für den Leopold-Kunschak-Preis, wie der Vereinsregisterauszug des Vereins zur Förderung des Leopold-Kunschak-Preises nahelegt. Vor bald zwei Jahren nämlich endete bereits die Funktionsperiode seines Vorstandes.

Still einen Preis, zum Gedenken an einen bekennenden Antisemiten, nach der Shoa, 2011 nicht zu vergeben, ist eine gute Sache.

Noch besser wird es allerdings, wenn dieser Preis nie mehr vergeben wird, genauer, für den nie mehr das Parlament mißbraucht wird, um einem Antisemiten zu gedenken. Und der nie mehr durch Steuergeld gefördert wird.

In den Räumlichkeiten des ÖAAB oder in der Wohnung von Werner Fasslabend oder auf welchen Äckern zwischen Alpen und Donau immer können menschgemäß Preise nach eigenem Belieben jederzeit verliehen werden, aber selbstverständlich ohne staatliche Förderungen …