Steuergeldabgabentisch der Rüstungsindustrie

Steuergeldgabentisch Rüstungsindustrie - Volksbefragung 20-01-13Beim Festhalten des heutigen Zwischenstandes der Umfrage mit wenigstens vier Optionen muß gedacht werden, es wird die Nacht des 20. auf den 21. Jänner 2013 eine Gewinnerin gebieren, eine einzige, und das wird die Rüstungsindustrie sein …

Die rotschwarze Regierung stellt den Bürgern und Bürgerinnen am 20. Jänner 2013 nicht eine Wahlurne hin, in die sie die einzige Antwort auf die von der Regierung für sie auf zwei Sätze aufgeteilte einzig vorbereitete Frage werfen können, sondern der Rüstungsindustrie Steuergeldabgabentisch, auf den die Bürgerinnen und Bürger ihre Nimmzettel …

Denn wie immer diese „Volksbefragung“ ausgehen wird, eines ist gewiß, ganz gleich, ob es zu einer Reform der Wehrpflicht kommen wird, ob es zu einem Berufsheer kommen wird, es werden mit dem Argument, ein reformiertes Wehrpflichtbundesheer, ein gänzlich auf Berufsheer umgestelltes Bundesheer benötige unbedingt andere und also neue „Produkte“ der Rüstungsindustrie

Und für die Rüstungsindustrie war heuer an dem Tag bereits Weihnachten mit dem Versprechen auf weitere Bescherungen, als die rotschwarze Regierung sich auf die zwei „Volksbefragungssätze“ festlegte, die die einzige Garantie sind, die diese rotschwarze Regierung in dieser Angelegenheit verbindlich gibt, nämlich die Garantie für die Rüstungsindustrie, weiterhin auch in Österreich sehr gute Geschäfte zu machen, und der Text der „Volksbefragung“ gibt einzig der Rüstungsindustrie die Gewißheit, diese Regierung sorgt sich um ihre Sicherheit, sicher weiter gute Geschäfte auch in Österreich machen zu können, ohne sich anstrengen zu müssen, auf neue und vor allem nicht-milititärische Produkte umsteigen zu müssen, ihre Forschung nicht umstellen zu müssen, um beispielsweise ökölogisch unbedenkliche Produkte zu entwickeln …

PS Wie der heutige Zwischenstand der Umfrage wieder zeigt, liegen die Zustimmungen für die vier Fragen sehr knapp beieinander – von 24 Prozent bis 26 Prozent, ohne breite Diskussion und ohne breite mediale Berichterstattung stimmen 24 Prozent für die Abschaffung des Bundesheeres … Das Trommelfeuer mit Wirtschaftsargumentspatronen der Rüstungsindustrie gegen eine Volksabstimmung auch mit der Frage nach der Abschaffung des Bundesheeres wäre ohne Ende -, Hannes Androsch beispielsweise würde beim Berufsheer bleiben, aber wohl noch deutlicher werden, als er es jetzt, ohne die Frage nach der Abschaffung, bereits wurde:

Der Großindustrielle Hannes Androsch, von der SPÖ-Führung zum Leiter des „Komitees für eine Ende der Wehrpflicht“ ernannt, nimmt sich kein Blatt vor den Mund, warum er ein Berufsheer will: Österreich soll sich an EU- bzw. NATO-Rohstoff- und Handelskriegen beteiligen. Das Aufgabenspektrum sei „im europäischen Verbund in Zusammenarbeit mit der NATO einsatzbereit zu sein, die Rohstoff- und Energiequellen zu verteidigen, die Transportwege, Seewege und Pipelines. Dazu kommt das Flüchtlingsproblem, Terrorismus und Cyberwar.“ (1)

Mit dem Militär auch das „Flüchtlingsproblem“ …

Am Flowchart pissen Hand in Hand Militär und Rüstungsindustrie stets auf alles und stets alle an

Rüstungsindustrie mit Militär pissen stets alle an und stets auf alles.

Ganz gleich ob es der Wahrheit entspricht oder nicht, das Bild der Soldaten, die auf tote Menschen pissen, ist das Symbol besthin für jedwedes Militär auf dieser Welt, jedes Militär pißt alle an und überschwemmt jedes Stück Erde mit seiner gelbbräunlichen Pisse. Es sind nicht die einzelnen Soldaten, die, wenn auch regelmäßig, empörende Aktionen setzen, in die große mediale Aufregung zu rücken, denen, sofort bei ihrer Rückkehr in das Zivilleben, wieder ein Platz in der Schlange der Anzupissenden zugewiesen wird, und den die Soldaten wie selbstverständlich wieder einzunehmen bereit sind. Es ist das Militär insgesamt, das eine einzige skandalöse Organisation ist, zu verurteilen und endlich abzuschaffen, womit eine Paradoxie endlich zur Auflösung zu bringen ist, nämlich, daß der Mensch den Frieden, nichts anderes ist ständig von allen zu hören, verkündet und zugleich, nichts anderes wird weiter ständig gemacht, den Krieg mit der luxuriösesten Infrastruktur, die gekannt wird, fortwährend verschwenderisch auszustatten.

Ob nun ein paar Soldaten tatsächlich auf tote Menschen pinkelten, ob jemand dieses Video geschickt produzierte, ist gleichgültig, diese Soldaten oder jene, die diesen Film herstellten, sind auszuzeichnen. Sie haben der Welt das Bild über das Militär geliefert, das in jedem Zimmer dieser Welt aufzuhängen ist, um immer vor Augen zu haben, was das Militär grundsätzlich ist, was die grundsätzliche Aufgabe jedweden Militärs ist, nämlich alle anzupissen, unabhängig davon, ob die Zeit eine Zeit des Friedens oder eine Zeit des Krieges genannt wird, wobei, weltweit betrachtet, keine Zeit des Friedens existiert.

Dafür könnten aktuelle Beispiele angeführt werden, aber es können täglich seit einer Ewigkeit aktuelle Beispiele vorgebracht werden. Und mit Sicherheit werden Ihnen aktuelle Beispiele einfallen, vielleicht denken Sie an Ägypten, oder Sie an Nordkorea, oder Sie an Griechenland, oder Sie an Deutschland, Sie wieder an Syrien, oder Sie an …

Was aber nicht täglich passiert, sind Sparpakete, die aktuell europaweit ausgeliefert werden, beliebtes Transportmittel sind die Eurofighter, deren Hersteller sich wohl gleich selbst von der Empfängerliste gestrichen haben, womit die zweite oder bereits die erste Pisserin vorgestellt ist, die Rüstungsindustrie, über die vor kurzem in der Zeit ebenfalls berichtet wurde, ein Ausschnitt:

Eigentlich unglaublich: In diesem Frühjahr entscheidet sich, ob Griechenland im Euro-Raum überlebt oder zur Drachme zurückkehrt. An dem Morgen, an dem im Café freimütig Interna ausgeplaudert werden, behandeln Mediziner in Athener Krankenhäusern nur noch Notfälle, streiken Busfahrer, fehlen noch immer Schulbücher in den Schulen und demonstrieren Tausende Staatsbedienstete gegen ihre angekündigte Entlassung. Griechenlands Regierung verkündet ein neues Sparprogramm, das kaum einen Griechen verschont. Es sei denn, er arbeitet beim Militär oder in der Rüstungsindustrie. An diesen beiden Bereichen ist nämlich noch jedes Sparpaket beinahe spurlos vorübergegangen.