Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Oder anders gesagt, was nicht gefunden werden soll, was nicht gefunden werden will, findet auch Paul Mychalewicz nach österreichischer Brauchtumsart nicht, die Wirklichkeit ist nach dieser die, die gesucht werden will und gesucht werden soll, und soher wird die Wirklichkeit erschrieben, die schon vor Beginn der Suche heiß ersehnt ward.

Kurz gesagt, Paul Mychalewicz wendet einen ganzen Artikel auf, um zu beweisen, daß Leopold Kunschak keiner war, der sich noch nach dem Ende der nationalistischen Totaldiktatur der Massenmorde und der Massenverbrechen antisemitisch geäußert habe. Er habe dafür umfassende Nachforschungen angestellt, Medien und sogar Polizeiberichte habe er … Und sein Fazit, er kann in seiner und für seine Wirklichkeit keinen quellenmäßigen Beweis finden, daß Leopold Kunschak sich nach Auschwitz noch antisemitisch geäußert habe.

Nun, eine Quelle mußte soher Paul Mychalewicz auch als Historiker unbedingt ausblenden:

Der Aufbau, 16. 4. 1946. Bestätigung des Sachverhaltes im Bericht der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit an Generalsekretär Wildner, Bundeskanzleramt, Auswärtige Angelegenheiten, 26. 9. 1946. Österreichisches Staatsarchiv, Wien (ÖStA), Archiv der Republik (AdR), BKA.-AA., Sekt II Pol.-1946, GZ. 111.844-pol/46. Kunschak hielt diese Rede am 14. 9. 1945.

Paul Mychalewicz - Reinwaschung Leopold Kunschak

„The Austrian chancellor, Leopold Figl, questioned by Alliens journalists on the subject of Kunschak’s speech, apolegetically offered the ‚explanation‘, that Kunschak was ’not an anti-Semite on racial grounds but on economic grounds.'“

Es gibt also von staatlicher Seite sehr wohl eine Bestätigung für diese antisemitische Rede von Leopold Kunschak am 14. September 1945. Paul Mychalewicz wollte aber seine Quellensuche nicht mit einer Zeitung beginnen, die damals in New York erschien, also mit einer Zeitung von Flüchtlingen … Da paßt es zu dieser Wirklichkeit doch viel besser, die Nachforschungen mit einer Quelle zu beginnen und vor allem zu beenden, die erstens nicht zu aktenkundlichen Belegen führt und zweitens diese Quelle, also das „Israelitische Wochenblatt“, auch gleich denunzieren und deren Wahrheitsgehalt auf Null stellen kann, denn es ist ja nicht einmal der Name richtig geschrieben …

Paul Mychalewicz will also nach schlechter österreichischer Traditionsart auch 2013 noch nicht die Wirklichkeit haben, mit der sich seinerzeit schon Leopold Figl herumschlagen mußte, als er gegenüber „ausländischen Journalisten“ Leopold Kunschak zu verteidigen hatte, ebendiese Rede, die es für Paul Mychalewicz nicht geben darf … Für ihn besonders sind auf die carte postale entsprechende Informationen geklebt …

Genug, wer noch mehr über die für Paul Mychalewicz und der ÖVP nicht existierende Wirklichkeit wissen will, braucht nur die entsprechenden Stichworte in einer Suchmaschine eingeben: „Affäre Kunschak“, oder „Leopod Kunschak Antisemit“ oder „Evelyn Adunka – Antisemitismus in der Zweiten Republik“ oder „Leopold Kunschak Konzentrationslager“ und so weiter und so fort …

Diese Wirklichkeitswaschung für Leopold Kunschak stellt aber auch dem „Standard“ ein Zeugnis aus, in dem ein Wort in der schriftlichen Beurteilung gänzlich fehlen darf: Qualität …

Nachlese, eine kleine Auswahl:

Werner Fasslabend vollbringt ein Wunder: ein Antisemit wird zu einem Kind mit Vorurteilen

Auch 2012 ist zu rufen – Hinaus mit dem Antisemiten aus dem Parlament

Hinaus mit dem Antisemiten

Christlich-kunschaksches Verschönerungsdenken heute

Umbenennen des Leopold-Kunschak-Preises

Österreich – Land des Proporz-Antisemitismus

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Es mußte lauthals aufgelacht werden, zu lesen, daß Franz Schausberger Kurt Bauer eines (parteipolitischen) Anwurfes gegen die ÖVP bezichtigt, weil Kurt Bauer über den Antisemiten Leopold Kunschak schreibt, es mußte einfach gelacht werden, es konnte nur gelacht werden, weil Franz Schausberger nicht nur ein hoher ÖVP-Politiker war, sondern auch ein Leopold-Kunschak-Preisträger ist …

Österreich - Land des Proporz-AntisemitismusBeim Lesen des Artikels von Kurt Bauer über den „österreichischen Streicher“ – diesen Spitznamen erwähnt Kurt Bauer nicht – konnte noch gedacht werden, es greift noch einer die Frage auf, ob es denn für einen Preis heute einen Namenspatron Leopold Kunschak geben kann – 2013. Aber nach der Lektüre des Artikels von Franz Schausberger muß dem Leopold-Kunschak-Preisträger zugestimmt werden, der Anwurf von Kurt Bauer ist ebenso ein parteipolitischer Anwurf als auch sein eigener nur ein parteipolitischer Anwurf gegen die SPö ist, denn Kurt Bauer ist ein Preisträger des Karl-Renner-Instituts …

„Der Standard“ hätte das aber anführen sollen, daß ein Leopold-Kunschak-Preisträger und ein Karl-Renner-Instituts-Preisträger –, wer hier also je einen Anwurf gegen die jeweils andere judenhassende Partei-Ikone … Dadurch wäre sofort klar gewesen und alle hätten bei der Lektüre von diesen beiden Anwürfen ebenfalls in der Sekunde lauthals auflachen können, über dieses kleine putzige Land Österreich, in dem schon zu Lebzeitenn von Karl Renner und Leopold Kunschak der Antisemitismus proporzmäßg unter SPÖ und ÖVP aufgeteilt war, über dieses kleine putzige Land Österreich, in dem heute noch nach Antisemiten benannte Preise proporzmäßig vergeben werden, von denen nicht gelassen werden will, außer es verzichten beide Parteien nach schöner Proporzart auf ihre nach Antisemiten benannten Preise, oder, benennen diese ihre Preise nach bester Proporzart um

Kunschak Beatrix KarlAuf der carte postale klebte an der Stelle, wo jetzt die Briefmarke mit dem abstürzenden Eurofighter pickt, mehrere Male die von Kurt Bauer in seinem Artikel verwendete Leopold-Kunschak-Briefmarke. Der Austausch erfolgte, weil es wichtiger erscheint, auf die heutige  Verschwendung von Steuergeld hinzuweisen, aber auch, weil diese jahrzehntealte Leopold-Kunschak-Briefmarke mehr verdunkelt als erhellt – das heutige kleine putzige Österreich. Kurt Bauer hätte zu seinem Artikel das Bild nehmen sollen, auf dem zu sehen ist, daß die amtierende Justizministeirn Karl Beatrix in ihrem Büro ein Bild von Leopold Kunschak hängen hat …

PS Es wollte, wie bereits mehrmals angekündigt, zu Leopold Kunschak nichts mehr geschrieben werden, denn zu viel wurde zu diesem Christschwarzen vor allem in bezug auf die Gegenwart geschrieben. Aber heute geben Franz Schausberger und Kurt Bauer doch eine so dankenswerte Gelegenheit, einmal über lauthalses Lachen, auch wenn dafür noch einmal Leopold Kunschak erwähnt werden muß, schreiben zu dürfen. Wenn Sie es interessiert, wie wenig, öder noch, kein Lachen dem vorausgehen mußte, schlagen Sie nach unter:

http://bernhardkraut.wordpress.com/?s=Leopold+Kunschak

https://pronoever.wordpress.com/?s=Kunschak

Alexander Höferl und die gar sanfte Kommentarstaffel

Isegrim sei zuvor, sagt,

wie in der Tageszeitung „Der Standard“ gelesen werden konnte,

Alexander Höferl, Mitarbeiter vom III. Präsidenten NR,

also bis zu seinen gestern gelöschten Forderungen sei Isegrim nicht …

Isegrim war also derart unauffällig, daß er die Redaktion von Unzensuriert schon mal bitten mußte, mit sanfteren Versionen seiner Ausschwitzungen nicht zu streng zu sein, wie gesehen werden kann, am 21. März 2011.

Sanft genug war der Redaktion wohl beispielsweise der Kommentar vom 10. April 2011 …

Und die Forderungen von Isegrim vom 12. April 2011 wären wohl auch sanft genug gewesen, um veröffentlicht zu bleiben, wäre es nicht medial zur kenntlichen Auffälligkeit …

NS Aber wie die Verhältnisse von Unzensuriert tatsächlich beschaffen sind, darüber gibt Dr. Martin Graf selbst am besten Auskunft, wie dieser Screenprint zusätzlich bestens zeigt: http://graf.unzensuriert.at

O ehrenreich‘ Obrigkeit, was habet Ihr nur schlimm‘ Mitarbeiter

Wollte beinahe ausgerufen werden beim Lesen des Artikels in der aktuellen Ausgabe Tageszeitung „Der Standard“ mit der Überschrift:

Der unverwechselbare Stil der militanten „Stiefel-Nazis“

Es sind ja immer nur die ungewählten Mitarbeiter, die ihre Obrigkeit in Mißkredit bringen, Sorgen bereiten, Empörung herbeischreiben, es sind ja immer nur die ungewählten Mitarbeiter, die derartige Homepages betreiben, Bestellungen tätigen … Es ist ja nicht deren Obrigkeit, die auf einer solchen Homepage etwa selbst schreibt …

Es ist ja, wie nachvollzogen werden kann,  nicht die Homepage der Informationen des 3. NRPräs. Dr. Martin Graf … Deshalb muß ja auch der III. Präsident NR nicht befragt werden, darf seine Obrigkeit nicht mit diesem Niedrigen belästigt werden, trägt doch seine Obrigkeit die Last der Verantwortung für das Volksganze. Sondern der Mitarbeiter, Alexander Höferl, muß Rede und Antwort stehen …

PS Alexander Höferl wird in diesem oben erwähnten Artikel damit zitiert, er habe, sobald er darauf aufmerksam gemacht wurde, umgehend den Kommentar gelöscht. Möglich, daß Alexander Höferl erst am 15. April 2011 darauf aufmerksam gemacht wurde und Zeit fand, er davor (wird wohl für seine Obrigkeit auch andere Arbeiten zu erledigen haben) nicht die Zeit hatte, am 13. April 2011, auf Facebook den Eintrag genau zu diesem Kommentar zu prüfen. Am 14. April 2011 aber wurde die Zeit dafür gefunden, einen Eintrag (wer hat auf diesen aufmerksam gemacht?) umgehend, träfe in diesem Fall tatsächlich mehr zu: umgehend zu löschen. Mehr Zeit war wohl nicht vorhanden, möglicherweise rief Dr. Martin Graf zum Diktat, und so mußten die unmittelbar anschließenden Forderungen von Isegrim veröffentlicht bleiben.

Isegrim sei zuvor auch noch nicht aufgefallen, wird Alexander Höferl ebenfalls in diesem Artikel zitiert. Es sind ja tatsächlich derartig harmlose und herzchristliche Sätze der Kommentarstaffel, daß diese menschgemäß nicht auffallen können, vor allem den unzensurierten Abgeordneten …

Wie gut, kein Abonnement von diesem Standard zu haben

Oder spätestens mit dieser neuerlichen Reifeleistung von Andrea Schurian müßte „dem Standard“ das Abonnement aufgekündigt werden, zumindest müßte es eingestanden und akzeptiert werden, regelmäßig Geld auszugeben für eine Bassena als Zeitung.

Weil in einem Artikel sollte mehr enthalten sein, als der Ratschlag für eine einzige Person. Für diesen Ratschlag, sich den Vertrag jetzt, nach dem Rücktritt und der Entlassung, genau anzuschauen, hätte Andrea Schurian nur zum Telefon …

Weil in einem Artikel sollte nicht die Vermutung regieren, wenn es um leicht überprüfbare Fakten geht. Peter Noever hätte Andrea Schurian also am Telefon auch gleich bestätigen können, ob er Extrahonorare für Ausstellungskuratierungen …

Weil in einem Artikel sollten nicht Geburstagsfeste zu Abendessen verkleinert und also verniedlicht werden, und damit zugleich alle Lesenden von Andrea Schurian verkauft werden als an Alzheimer Leidende.

Weil ein Artikel sollte nicht als Kunstwerk verkleidet werden, das erst zu interpretieren ist, sondern klar in der Mitteilung sein. Konkret bezogen auf diesen Artikel heißt das, will Andrea Schurian mit dem Hinweis, daß Clauda Schmied gerne mit Peter Noever, der bei Andrea Schurian plötzlich über Abendessen stolperte, speiste, zum Ausdruck bringen, von den Malversationen des Peter Noever hätte auch die Ballnistra etwas gehabt? Ebenfalls eine leichte Aufgabe, vor allem für eine leitende Angestellte einer Tageszeitung, herauszufinden, ob die Ministerin die Feste des Peter Noever im Mak besuchte.

Was diese neuerliche Reifeleistung von Andrea Schurian erschütternderweise auch zeigt, ist, wie weit und wie breit in diesem Land bereits der schnoddrige Umgang mit der Ehrlichkeit gediehen ist. Andrea Schurian will rhetorisch nicht gegenrechnen, aber, fragt sie ganz ohne Rhetorik, wer hätte bei einer Gegenrechnung dann den Schwarzen Peter? Womit Andrea Schurian etwas als in Ordnung verkaufen will, was gar nicht in Ordnung ist. Denn es kann, generell und ohne konkreten Blick auf den Fall Peter Noever gesagt, niemals in Ordnung sein, sich unerlaubterweise selbst zu bedienen, auch dann nicht, wenn zugleich vereinbarte Honorare nicht in Rechnung gestellt werden; das ist niemals eine korrekte Geschäftsgebarung.  Und doch mit konkretem Blick auf Peter Noever: es ist anzunehmen, er hätte zu seiner Entlastung eine Karte Extrahonorare längst selbst gespielt.

Wozu sind also solche Artikel gut? Wofür taugen derartige Artikel? Als Anleitung zur …? Als Rechtfertigung für …? Es sind bald Ostern, vielleicht eignen sich derartige Artikel dafür, Ostereier einmal anders zu bemalen und zu bekleben, mit ebensolchem Papier. Das könnte durchaus, wenigstens dazu verleiten, das Ostereiertitschen wieder einmal zu probieren. Keinesfalls jedoch dazu, „den Standard“ zu abonnieren.

PS Möglicherweise könnte aber der Einsatz neuer Techniken dazu beitragen, nicht den gesamten „Standard“ abonnieren respektive kündigen zu müssen, einen „Standard“ also zu erhalten, der nach Angaben des Abonnenten beispielsweise ohne die Artikel von Andrea Schurian ausgeliefert wird, deren Informationsgehalt sich darauf beschränken, über das Keifen zwischen den Bassenas in Kenntnis gesetzt zu werden. Das wäre auch im Sinne einer Ökonomie des Lesens, denn ab und an ist es doch verlockend, an der Bassena stehenzubleiben.

Martina Kandeler-Fritsch – Als Belohnung für das Zuschauen ein Aufstieg zur Direktorin?

Andrea Schurian zeichnete gestern von Martina Kandeler-Fritsch einen Kopf als Direktorin des Museums für angewandte Kunst, verschickte für sie also eine Motivationszeichnung in der Tageszeitung „Der Standard“ an die zuständige Ministerin.

Ein Bewerbungsschreiben dient dazu, einem Menschen zu einem Erfolg oder wenigstens zu einer Arbeit zu verhelfen, in einem Artikel sollten, zumindest, Fragen gestellt werden, die menschgemäß keine Bewerberin selbst in ihrer Bewerbung stellen darf.

Martina Kandeler-Frisch, um die wichtigste Frage herauszugreifen, die Andrea Schurian nicht stellte, werde zu Peter Noever und den gegen ihn erhobenen Vorwürfen sich nicht äußern.

Warum?

Martina Kandeler-Fritsch müßte sonst wohl antworten, sie habe zugeschaut, müßte die

Ausstellungsabteilungsleiterin, stellvertretende Direktorin des künstlerischen Bereichs, seit 2005 Prokuristin und seit dem Vorjahr stellvertretende Direktorin,

wie Andrea Schurian in ihrer Fremdbewerbung als Vorzüge auflistet, sich erklären, weshalb sie in diesen ihren wichtigen Funktionen je keine Kontrollaufgaben leistete. In einem obrigkeitshörigen Staat werden viele Martina Kandeler-Fritsch verstehen, daß sie zugeschaut hat, auch als Prokuristin, als stellvertretende Direktorin sei man ja doch in erster Linie Untertanin, die ihrem Direktor zu folgen hat, zu schweigen hat.

Als was Peter Noever das Mak immer verstanden haben mag, wie immer Peter Noever das Mak geleitet haben mag, gar als in seinem Privatbesitz befindliche Kolonie, ist heute schon Geschichte, die nur noch die zuständigen Behörden zu interessieren hat. Von Interesse aber ist, wer zukünftig das Mak leiten wird, soll jemand dafür belohnt werden, eine brave und schweigende und Kontrollaufgaben mißachtende Gehülfin stellvertretende Direktorin gewesen zu sein? Ja, warum nicht der österreichischen Realität folgen. Ein demokratieförderliches Zeichen allerdings wäre es nicht, im Gegenteil, ein Rezept: Schweige für deinen Aufstieg.